Quantitative Easing

Weltwirtschaftskrise

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G20 in London: Philosophisches Geschwafel um Regulierungen und skurrile Beschlüsse von unverständlichen Maßnahmen


 

g20_london_2009

Die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) hatten am Donnerstag an ihrem Gipfel in London beschlossen, hart gegen Steueroasen vorzugehen. 38 Länder wie Österreich, Belgien, Luxemburg, die Schweiz, Liechtenstein und Monaco stehen auf dieser grauen Liste, abgestraft wie Primaner in der Ecke des Klassenzimmers. Dort sind Staaten aufgeführt, die sich zwar den international aufgezwungenen Standards angeschlossen haben, diese aber noch nicht umgesetzt haben.

Anscheinend will man nicht die Krise lösen, sondern die Bürger enteignen und ihrer Privatsphäre berauben. Das sind nichts als Nebelpetarden, um die von den USA in krimineller Weise verursachte Weltwirtschaftskrise nicht effizient lösen zu müssen.

Und da diese 38 (20 Prozent) der weltweit vorhandenen 193 Länder nicht einmal angehört wurden, sondern einfach hinterrücks und arrogant über deren Nationen hinweg entschieden wurde, kann man kaum annehmen, daß die kleineren Länder in Zukunft noch autark mit eigenen Gesetzen leben dürfen. Das ist so wie bei den WHO-Tabakkontrollzentren. Irgendwie liegt die Macht heute in völlig falschen Händen.

Es wird  wiederum und immer mehr egalitärer Oktroyismus einer Diktatur der Mehrheit gefördert und wie beim Artensterben nimmt die Vielfalt ab. Sobald die embryonale Selektion eine Mehrheit findet, und die wird früher oder später gefunden, dessen seien Sie versichert, dann verabschiede ich mich freiwillig von dieser Welt oder wechsle meinen Wohnsitz in eines der verbliebenen Länder auf der Schwarzen Liste, die, nachdem Uruguay nachträglich noch schnell auf die Graue Liste hüpfen konnte, nur noch deren drei sind. Niemand kennt jedoch die gesamte Graue Liste, denn diese wurde auf Drängen Chinas nicht veröffentlicht! Da lobe ich mir für einmal ganz unüblich die SVP, die mit einem Referendum gegen die OECD drohend, das Ganze gelassen und realtitätsnaher sieht, als so mancher hysterische Bundesrat.

Also entweder ab nach Costa Rica, Malaysia oder den Philippinen, die mir äußerst sympathisch von der OECD als «unkooperative Staaten» bezeichnet werden – und wo mir die Schweizer Kavalleriestiefel-Lecker gestohlen bleiben können. Einer meiner Brüder lebt bereits auf den Philippinen und heiratet dort diesen Monat.

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Chinas zentralistische Macht- und Entscheidungsstruktur machen es ihnen mit ihren kurzen Befehlskanälen leichter, schnelle und effiziente Maßnahmen zur Bewältigung der Finanzkrise umzusetzen. Im vergleichsweise gering verschuldeten China wirkt sich also ein konjunktureller Stimulus weit stärker aus als in hoch verschuldeten und von Mißtrauen geprägten westlichen Ländern. Weltweit steht China heute am besten da. In westlichen Ländern hingegen wird Notwendiges nicht unternommen, sondern man veranstaltet bevorzugt einen europäischen Rhetorikwettbewerb mit dem völlig überflüssigen deutschen Wahlkampfthema «Regulierungen» und debattiert um die Wette, als ginge es um die Prämierung des deutschen Superstars. Insbesondere Deutschland sticht hier wie so oft als besonders regulierungswütiger Streber – und in verdächtiger Weise an das diktatorische EU-Verhalten assimiliert – in Debatten an moderierten TV-Sendungen oder im Parlament hervor, statt den Daumen rauszunehmen und sofortige Taten folgen zu lassen. Die deutschen Bundestagswahlen lassen die Politiker wie kopflose Hühner erscheinen, was dann die Bevölkerung in dieser Demokratur wieder auszubaden hat. Bis  Ende September 2009 herrscht in Deutschland ein Jahrmarkt der Eitelkeiten auf dem jeder sein eigenes wahltaktisches Süppchen kochen will und für die Finanzkrise kaum Platz und Zeit in seiner Agenda findet.

Daß diese Debatten und Plattitüden fernab von realwirtschaftlichem Wissen durch den Gewöhnungseffekt bald keine Sau mehr interessiert, diese aber dennoch weiter durch das Dorf gejagt wird, macht die Sache insofern noch schlimmer, als dadurch völlig falsche Signale an die Finanzmärkte und Unternehmen gesendet werden, welche den Todesstoß der Konjunktur bedeuten könnten, denn dadurch werden Banken und andere Kreditgeber noch mißtrauischer und  noch übervorsichtiger, als dies bereits der Fall ist mit der Folge, daß der Konjunkturmotor vollends abgewürgt werden könnte.

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Steuersenkungen braucht die Welt – aber schnell

Was der Westen, vor allem Europa am Dringendsten braucht, sind sofortige, spürbare Steuersenkungsmaßnahmen zur Marktstimulierung, denn was nützen all die großartigen Produkte, wenn kein Konsument sie noch kaufen kann! Der Geldkreislauf verlangsamt sich mehr und mehr, bis er zum Stillstand kommt. Beim Menschen bedeutet das auf den Blutkreislauf bezogen: Kreislaufkollaps und Herzinfarkt! Je länger fiskalpolitische Entlastungen für den Bürger hinausgezögert werden, desto schlimmer und quälend länger wird die ganze Misere andauern.

In der Schweiz zögert Bundesrat Doris Leuthard, in völliger Unkenntnis der Tatsache, daß Maßnahmen zur Binnenkonjunkturankurbelung erst nach einem Jahr oder gar noch später zu greifen beginnen, die geplante Phase III weiter hinaus. Ein weiterer Kardinalfehler ist auch die Verschiebung des Ausgleichs der kalten Progression bei den Steuern auf nächstes Jahr, wohl spekulierend, daß bis dahin der Konsumentenpreisindex wieder etwas gesunken sein könnte. Zinsen werden auf der kalten Progression bekanntlich nicht bezahlt. Zudem erwartet man zweistellige prozentuale Erhöhungen der Krankenkassenprämien. Auch rächt es sich, daß man Anfang 2008 den 81.000 invaliden Ehepaaren die IV-Rente um durchschnittlich 27 Prozent bei der 5. IV-Revision gekürzt und somit gestohlen hat. Die ALV hatte die niedrigsten Prämien überhaupt und lagen so zwischen 0.15 bis 0.3 Lohnprozentabzügen. Seit der Einführung des RAV hat dieses ein 5-Miliardendefizit angehäuft und das System ist erst noch erwiesenermaßen vom SECO als untauglich befunden worden (Quelle Facts, Sommer 2000) . Doch am ganzen System des RAV hängt ein Heer von mittelmäßigen Psychologen, Soziologen, Oberaufseher, kantonalen Bediensteten, Berufsberatern, Sekretärinnen und Anwälte, die sich diesen Fraß am Steuerzahler nicht  mehr wegnehmen lassen wollen. Vor der Einführung des, von der SP Schweiz als bisher größte Errungenschaft gelobte Krankenversicherungsobligatoriums durch Alt-Bundesrat Ruth Dreyfuss waren bereits 98.3 Prozent der Bevölkerung versichert und die monatlichen Prämien nur in etwa dreimal so hoch wie die heutigen Radio- und TV-Gebühren der Billag. Bezahlte einer vor dem Obligatorium etwa 80 Franken privatversichert monatlich, so sind es heute das vier- bis fünfache in  nur gerade mal etwas mehr als zehn Jahren. Nebst den Steuern bezahlt der Steuerzahler also immense „Mehrsteuern“, verursacht alleine durch Schutzgesetze, die völlig überflüssig und peinlich bevormundend sind. Dies gilt ohne Ausnahme. Einige werden erst aufwachen, wenn sie vollends enteignet sind, oder wenn die Zahl der Fürsorgeempfänger von heute 20 Prozent der Schweizer Bevölkerung auf vielleicht 50 Prozent steigt. Es wird interessant sein zu verfolgen, wo die Schmerzgrenze einsetzt und sich die Bürger zu wehren beginnen.

Last, but not least wird der Bürger durch den äußerst lukrativen Klima-Schwindel, analog dem Passivtabakrauch-Hoax, mittels CO2-Abgaben, Handel von CO2-Zertifikaten, LSVA, Glühlampenverbot, Gurtenpflicht, expandierender Bußenkatalog, Gebühreninflation ohne Index, Katalisatorenpflicht, (die übrigens  weltweit 10 Prozent mehr CO2 erzeugt, als ohne Kat), obligatorischen Kamin- und Öltankrevisionen, Meteo- und Fäkalwassertrennung, Zivilschutzraumrevisionen, wo bei Beanstandungen die heimische Handwerkerliste für Reparaturen gleich mitgeliefert wird,  usw., usf.,  pp, weiter enteignet und geschröpft. Der wichtigste und gefährlichste Brocken aber sind die auf absichtlich verbreiteten Irrtum und Lügen aufgebauten Gesetze: Ohne Aufklärung der mehrheitlich und mit Absicht im Ungewissen gehaltenen Bürger, jahrelang von Bundesamt für Gesundheit oder Umwelt medial gehirngewaschen, kann den Monopolgelüsten der Pharma- und Klimaindustrie mit ihren sektenartig fanatischen, über Jahrzehnte aufgebaute Heeren an Rauchergegner im WHO und an Klimalügner im Weltklimarat kaum ein Riegel vorgeschoben werden, denn solange der Staat mittels Gesetzen bei Bevormundung, Unterstützung zu monopolistischen Gebilden und Eingriffe in die Privatsphäre zu ihren Gunsten mitspielt, solange wird das Eigentum der Bürger weiter vernichtet werden.

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Novus Ordo Seclorum – Die neue Weltregierung

Wenn die Bevölkerung nicht selbst bereit ist aufzuwachen und weiterhin zuläßt, daß der Staat einen Weg des Zwanges, mittels Gesetzen gepflastert, der direkt in die Hölle führt, dann verdient sie es wohl. Sogenannte «Paranoide Schutzgesetze» zu erlassen, wo es nichts außer die pekuniär megalomanen Interessen von Konglomeraten zu schützen gibt, mit dem einzigen Ziel, die Staatsgewalt dahingehend zu mißbrauchen, durch staatlich verordnete Gesetze einen Pseudomarkt als Ersatz für die Sättigung der bisherigen Märkte bereitzustellen, wird die heutige Weltwirtschaftskrise sich nie mehr erholen, denn es werden dadurch absolut keine Mehrwerte geschaffen, im Gegenteil, das Geld wird zum Fenster hinaus, respektive den monopolistischen Firmen direkt in den Rachen geworfen. Darauf gibt es von Sackstark Brief und Siegel! Die Industrieländer nähern sich durch solche Geldvernichtung sehr bald dem Stand von Drittweltstaaten an, was von interessierter Seite auch so gewollt ist. Der umgekehrte Fall, nämlich die Drittweltstaaten auf das Niveau der Industriestaaten anzuheben, käme die Macht- und Geldelite viel zu teuer.

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Die innerdeutsche, also die hausgemachte Finanzkrise zeichnete sich bereits 2002 durch Korruption ab

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Die Europäische Zentralbank (EZB) ist seit 1999 die Zentralbank für die gemeinsame europäische Währung, den Euro. Ihre Hauptaufgabe ist es, die Kaufkraft des Euro und somit Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten. Seit der Einführung des  Euro, ist er bereit 2008 um 40 Prozent durch Inflation entwertet worden. Im Moment aber rasseln die Konsumentenpreise runter wie ein rostiger Schiffsanker in stürmischer See und sämtliche Exporte haben Verluste in zweistelliger Prozentzahl innert weniger Monate erfahren. Da die europäische Notenbank erst etwa 10 Jahre existiert, kann sie die Geldschleusen nicht in dem aggressiven Maß öffnen, wie es die FED tut. Deshalb müßte Europa eigentlich verstärkt auf den bisher einzig wirkungsvollen Mechanismus des fiskalpolitischen Stimulus setzen. Doch wenn man Hans Eichel, Peer Steinbrück, Gordon Brown, Sarkozy und all die Clowns so von weitem betrachtet und vor allem hört, so versteht man gut, daß die Forderung einer massiven Steuersenkung in mehreren Bereichen das allerletzte ist, was die Politiker hergeben wollen. Sie empfinden es als einen persönlichen (An)Griff in ihre eigene Brieftasche, insbesondere in Deutschland, wo der Besitzstand der Beamten auf Lebzeit höchste Priorität hat.

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Zinssenkungen dank Alan Greenspan eine stumpfe Waffe

Im geldpolitischen Bereich notieren in den wichtigsten Ländern des Westens und Japan die Zinssätze für Staatsanleihen zwischen Null und 1,5%. Damit ist die früher äußerst wirksame Zinswaffe weitgehend stumpf geworden. Japan hatte eine wesentlich niedrigere Konsumentenverschuldung als die USA. Trotzdem konnte Japans Konjunktur seit über 10 Jahren mit einer de facto Nullzins-Politik den Konjunkturmotor bislang nicht anwerfen.

Sei kurzen liest man allerorten das Orwellsche Neusprech-Konstrukt «Quantitative Easing», so genannt, damit die Mehrheit der Bevölkerung nicht versteht worum es geht. Mit dem «Quantitative Easing» versuchen die Notenbanken, die Konjunktur wieder in Gang zu bekommen. Auf gut Deutsch heißt dies nichts anderes als Geld zu drucken, indem die Notenbanken faule (toxische) Anleihen aufkaufen, somit also gutes Geld wertlosem Papier nachwerfen und wohl für immer auf diesen Papieren sitzen bleiben werden. Vielleicht ergibt sich daraus einmal in 200 Jahren ein, auf dem Non-Valeur-Markt gehandelter Sammlerwert, doch wetten würde ich darauf nicht.

In Japan macht man dies bereits seit 2001, also schon während 8 Jahren, und geholfen hat es bis heute nicht. Bisher kaufte die japanische Notenbank immer rund ein Drittel aller neu emittierten Staatsanleihen sofort auf, um die Zinsen weiterhin niedrig zu halten. Dies zum Zweck, sowohl die Zinsen weiter niedrig zu halten, wohl bis zum St. Nimmerleinstag, als auch weiterhin, wie seit 18 Jahren, um Geld in die Wirtschaft zu pumpen. 10-jährige Staatspapiere rentieren seit dem 31. Oktober 2008 gerade mal 1,3%. Die Aufträge im japanischen Maschinenbau sanken im Januar wegen der verringerten Exporte im vierten Monat in Folge auf den tiefsten Stand seit fast 22 Jahren. Eine so lange Durststrecke hat das Land noch nie zuvor verzeichnet.

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Quantitative Easing – What’s That?

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Obwohl Japan heute eine größere Geldmenge als die USA aufweist, hat sich bis heute nichts daran geändert. Jetzt hat man beschlossen, die Anleihekäufe um knapp ein Drittel auf 1.800 Mrd. Yen oder 18 Mrd. Dollar pro Monat zu erhöhen. Es werden nicht nur Staatsanleihen gekauft, sondern neu auch Bank- und Unternehmensanleihen. Die japanischen Banken waren zwar nicht so dumm wie die Europäer, US-Schrottanleihen zu kaufen, leiden aber noch immer unter den massiven Verlusten des Aktienmarktes, dessen Index weiterhin 80 Prozent unter seinem Höchststand von etwa 42’000 vor knapp 20 Jahren notiert. Mir wurde vor dem japanischen Crash stets schwindlig, wenn ich die jeweiligen P/Es von 40 aufwärts auf den Kurszetteln sah und ich hatte nie eine japanische Aktie in meinem Depot, obwohl diese von Banken und Anlageberatern stark empfohlen wurden. Die amerikanischen Kaderleute flogen in den Achziger Jahren gar  abteilungsweise nach Japan, um in teuren Seminaren dem Wirtschaftswunder Japan auf die Schliche zu kommen, während die Deutschen erst Gran Canaria und dann Mallorca verwüsteten. Geholfen hat es nicht – und ein bißchen weiser ist kaum einer nach Hause gekommen. Die Bank of Japan macht also nichts anderes, als die Amerikaner und Engländer in Sachen Gelddrucken, nur nennt man es anders, nämlich «Quantitative Easing».

Auch die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien hat angekündigt, daß sie bis zu einem Fünftel ihrer eigenen Staatsanleihen durch die Notenbank aufkaufen wollen. Entsprechend bringen 10-jährige Staatsanleihen in Pfund gerade noch 3.1 Prozent pro Zinscoupon, weniger also als Euro-Anleihen, obwohl Großbritannien finanziell wesentlich schlechter dasteht (z.B. gegenüber Deutschland). Würden die Amerikaner ähnlich stark am Staatsanleihemarkt aufkaufen wie die Briten, müßten sie ein Vielfaches der angekündigten 300 Mrd. Dollar Staatsanleihen aufkaufen, die die US-Notenbank im nächsten halben Jahr erwerben will.

Dafür kauft die Federal Reserve Bank of Amerika (FED), die übrigens im Besitz der größten US-Banken ist und nicht etwa dem Staat gehört,  wie viele das annehmen, nun das Doppelte der angekündigten 700 Mrd. Dollar, nämlich 1.400 Mrd. an sonstigen Bank- und Unternehmensanleihen. Das alles bedeutet frisch gedrucktes Geld. Die Frage lautet nicht, ob man in den USA die Zinsen mit diesen Maßnahmen wirklich senken kann, sondern wann weitere 700 Mrd. und nochmals weitere 700 Mrd. Schrottanleihen aufgekauft werden müssen. Es wäre vorteilhafter gewesen, sofort 2.800 Mrd., wenn nicht gar 3.200 Mrd. Dollar Cash  in den Kreislauf zu jagen. Durch diese stufenweise nachgeschobenen Kredite dehnt sich das Debakel auf viele unnütze weitere schmerzhafte Jahre hinaus. Allein 2009 werden mindestens rund 2.000 Mrd. Dollar neue Staatsanleihen ausgegeben, wovon Pessimisten wie Sackstark davon ausgehen, daß die Höhe deutlich überschritten, jedoch nicht kommuniziert wird. Schließlich wurde ein mittels Staatsanleihen zu finanzierendes Staatsdefizit von 13 Prozent des BIP (!) bereits kommuniziert. Bisher hat uns die Erfahrung stets gelehrt, daß die US-Defizite in solchen Fällen durch nachträgliche Korrekturmeldungen in Wirklichkeit noch wesentlich höher sind. Generell gelten die US-Eckdaten als jeweils geschönt und Insider haben sich entweder daran gewöhnt, oder aber die Banken und das Volk wurden und werden damit gezielt getäuscht. So zieht die USA beispielsweise bei den Inflationszahlen schon seit über zehn Jahren mehrere Prozentpunkte für angeblich immer billiger werdende technische Innovationen ab. Ein für Sackstark unverständliches Unterfangen, sind doch die US-Automobilkonzerne auf dem innovativen Stand von etwa 1982. Ein etwas sehr gewagter Griff in die Trickkiste, der noch zum Bumerang wird. Dennoch wird dieser Usus von den Amerikanern beibehalten.

Offiziell ist die US-Inflation heute 5.25 Prozent, also gleich hoch wie vor zwei Jahren, als die Subprime Crisis mit dem Zusammenbruch von Fanny Mae und Freddie Mac  als halbstaatliche Hypothekenprovider begann. Einige Analysten hingegen gingen bereits damals von einer doppelt so hohen Inflationrate aus. Wenn Banken nun vom FED für 0 bis 0.25 Prozent Geld leihen können, geben sie dieses nicht an die kreditsuchenden Firmen weiter, sondern investieren es in die 10-jährigen Treasury Bonds, die mit 2.5 bis 3.0 Prozent rentieren. Abgesehen davon, daß die Inflation die Hälfte des Kapitals samt Zinsen in zehn Jahren eh wegfrißt, kauft nun der Staat seine eignen Staatsanleihen zurück, um damit die Rendite der Staatsanleihen zu senken (höhere Nachfrage = niedrigere Rendite) in der Hoffnung, daß der Banker bei derart wenig Rendite nicht mehr in T-Bonds investiert sondern anderswo eine höhere Rendite sucht und somit endlich das Gratisgeld für Kredite ausleiht. Ob diese Rechnung aufgeht, wird von Sackstark bezweifelt.

So wird auch in Deutschland manipuliert und gelogen, wenn auch noch nicht gar so kraß, wie in den USA. Es wird nachträglich auch da Ankündigungen geben, daß die Höhe der Staatsdefizite allein schon wegen der kräftig sinkenden Steuereinnahmen viel zu niedrig veranschlagt ist. Allein in den Bundesländern schrumpfte zuletzt das gesamte Steueraufkommen um 16%. Das Aufkommen des größten Steuersubstrats, die Mehrwertsteuer, ging gegenüber dem Vorjahresmonat um volle 5 Prozent zurück, was nichts andres heißt, als daß 2009 eine 5-prozentige oder höhere Wirtschaftsschrumpfung zu erwarten ist. Seppl Hinterstrasser und andere Nichtsahnende im Paragraphendschungel der Zölle leiden bereits heute unter dem Rückgang der Import-Umsatzsteuer von 22 Prozent. Nimmt man dann noch den ähnlich rückläufigen Export der Deutschen ins Visier, so erhält man zumindest in etwa eine Ahnung, in welche Richtung die zukünftige Entwicklung der deutschen Wirtschaftsaktivität führt und einen Ausblick auf die, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stark ansteigenden Staatsdefizite gewährt. Deutschland wird in diesem Jahr einen historischen Schuldenrekord und ein bisher noch nie dagewesenes Höchstvolumen an neu emittierten Staatsanleihen erreichen, woran sogar die Enkel der noch ungeborenen Kinder in Zukunft zu beißen haben werden.

Wenn die Amerikaner nicht ihre Aufkäufe von eigenen Staatsanleihen von 300 Mrd. Dollar um ein Vielfaches erhöhen und in Prozenten auf den britischen Staatsanleihe-Bestand bezogen, ähnliche Mengen aufkaufen wie die Briten, was übrigens zu der starken Abwertung des Pfundes führte, dürften die US-Zinsen trotz der jüngsten Abwärtsbewegung von 3 Prozent auf zeitweise unter 2,5 Prozent für 10-jährige Staatsanleihen bald wieder nachhaltig steigen. Ist es nicht erstaunlich, daß die Ausländer bei so niedrigen Zinsen noch immer US-Anleihen kaufen, während alle volkswirtschaftlichen Daten dafür sprechen, daß der Dollar in bisher kaum vorstellbarer Weise fallen wird. Schon mehrfach hörte oder las ich, daß der tatsächliche Wert des Dollars gerade noch etwa 4 bis 5 Cents betrage. Angesichts der gesamten gigantischen monetären Anstrengungen und Maßnahmen in den USA, die Konjunktur positiv zu beeinflussen, ist der Erfolg höchst fraglich. Wahrscheinlich hat Greenspan die Zinspistole in den USA mit seiner über 20-jährigen, permanenten Überliquidität und Niedrigzins-Politik ohnehin schon leergeschossen.

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Interview mit Marc Faber (neustes NZZ-Folio)

Die einzige Währung, die bisher nie eine Währungsreform hatte

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4 thoughts on “Quantitative Easing

  1. Hallo wie kann ich mir das Video Obama = Hitler ansehen bei Youtube? Immer kommt der Satz Dieses Video ist in deinen Land nicht verfügbar. Danke

  2. Pingback: The Times bestätigt Zahlen von Sackstark « Sackstark!

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