Weitere Verbote in der Pipeline

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Der EU-Verbotswahn

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Von Gastautor kikri

Drohende Taubheit wegen zu lauter Musik aus MP3-Playern EU-Kommission erwägt neue Vorschriften

Mrs. Doubtfire aus Brüssel erwägt

Brüssel, 13. Okt. (ap) Die EU-Kommission erwägt neue Lärmschutzvorschriften für MP3-Player. Nach einer am Montag in Brüssel vorgestellten Studie können bis zu 10 Millionen Europäer ihr Gehör verlieren, weil sie die Geräte zu laut einstellen. Die Kommission erklärte, sie werde diese Erkenntnis Anfang 2009 in einer Konferenz mit Vertretern der Industrie und der EU-Regierungen erörtern und prüfen, «inwieweit die bestehenden Sicherheitsvorschriften geändert werden müssen».

Nach den bisherigen EU-Vorschriften darf der Geräuschpegel von MP3-Playern und anderen tragbaren Abspielgeräten maximal 100 Dezibel erreichen. Nach der im Auftrag der EU-Kommission erstellten Studie seien Hörschäden aber bereits möglich, wenn jemand mehr als fünf Stunden pro Woche Musik mit einer Lautstärke über 89 Dezibel über Kopfhörer höre. Bereits nach fünf Jahren drohe unter diesen Bedingungen sogar Taubheit, erklärte die EU-Gesundheitskommission. Dieses Risiko betreffe bis zu 10 Millionen Europäer. Laut Schätzungen hörten in der EU 50 bis 100 Millionen Konsumenten täglich Musik über tragbare Abspielgeräte, erläutert die Kommission. Eine exzessive Nutzung werde bei 5 bis 10 Prozent vermutet, also bei 2,5 bis 10 Millionen Hörern.“ (NZZ, 14.10.2008, Seite 13)

Also nur mal so zu den Zahlen: Wenn 2.5 Mio 5 Prozent bedeuten, sind 10 Mio sicherlich keine 10 Prozent – dies nur so am Rande. Aber man ist sich schließlich von der grassierenden EU-Diskalkulie bereits einiges gewöhnt.

Schon wieder eine der täglich publizierten und und immer abartigeren Gesundheitsvorschriften aus Brüssel. Die meinen es echt gut mit uns. Ehrlich, das sind die wahren Menschenfreunde, sie nehmen uns immer mehr Qualen ab, denn wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual.

Kein anstrengendes Denken mehr, keine autonome Einschätzung, was gut und weniger gut ist. Nur noch blindes Vertrauen in die EU-Kommission ist gefordert.

Schweizer Hanfinitiative

Don’t Bogart That Joint, my Friend…

Entgegen dem gesunden Menschenverstand begründet die  EVP  ihr «Nein zur Hanfinitiative» u.a. damit, daß wir meinen würden, wenn kiffen erlaubt sei, sei es gesund. Uns zuerst das Denken wegnehmen und uns dann vorwerfen, daß wir nicht selbst denken können. Das nennt man beim Mühlespiel «Figgi ond Möli»! So läuft der Hase, so läßt sich jede Schutzmaßnahme, jedes Verbot begründen. Je länger desto mehr.
In Zukunft dürfen wir den MP3-Player voll aufdrehen. Im Vertrauen darauf, daß uns die Bürokraten bedenkenlos vor Ohrenschäden schützen. Ob das auch fürs Gaspedal gilt?
Dann nämlich kann uns im Vertrauen auf die EU-Gesundheitskommission auch bei Vollgas nichts mehr passieren.

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6 thoughts on “Weitere Verbote in der Pipeline

  1. Ich befürchte, dass demnächst auch die Basler Fasnacht verboten wird. Zu laut, zu viel Alkohol, Tabak und zu wenig Schlaf (die Basler Fasnacht dauert 72 Stunden) .-) 🙂

  2. Die EU regelt eben alles, weiß alles und kann alles…….. meinen sie! Ist schon bald nicht mehr zu ertragen was aus Brüssel für geistigen Ergüsse kommen!

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  5. haha guck dir die zahlen erstmal an bevor du daran was aussetzt.. 50 – 100 million hören musik und 5-10% zu laut.. damit alle eingefasst werden gehen sie vom kleinst möglichen aus (5% von 50 million) wo wir bei 2.5 millionen wären und vom größt möglichen (10% von 100 millionen) was dann unsere 10 millionen wären..
    ansonsten schön geschrieben ..

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