Die stille Sehnsucht nach der Nanny

Conditio sine qua non



Einst eilte die Zeit, heute rast sie – und kein Verkehrspolizist oder Politiker kann sie stoppen. Sie zerrinnt zwischen falschem Gehorsam, unangebrachter Unterwürfigkeit zur Pflege einiger narzißtisch gestörter Machthaber an den Schalthebeln der sogenannten demokratischen Gewaltenteilung unter einer Decke steckend, und der Arroganz des immer peinlicher werdenden Kindermädchen-Staates dahin, unser Leben stetig mehr vergällend und uniformierend, statt wohlwollend fördernd. Dank pränataler Diagnostik und der Überheblichkeit, es besser zu wissen meinend, was jedem einzelnen, nur nicht sich selbst, gut täte, nicht berücksichtigend, daß jeder Mensch einmalig und nicht in seiner Gesamtheit ersetzbar ist.

Erst im Angesicht des Todes werden wir uns, wenn auch etwas weniger scherzhaft als die „Dorian Greys“ dieser Zeit, dessen zu spät gewahr werden. Vielleicht geht es tatsächlich nur um die diebische, der, das Volk im vampirhaften Blutrausch des Geldwahns aussaugenden, manische Geilheit der Macht, daß Staatspsychologen und Politiker uns dazu ermuntern, rein statistisch immer länger, zulasten der Lebens- und Genußfähigkeit und der Lust, aus dem Vollen zu schöpfen, nicht so leben zu wollen wie es jedem Individuum von Natur aus zusteht, egal ob es einem paßt oder nicht, und niemand stört sich daran, wenn eben diese megalomanischen Kleindiktatoren Berns oder Brüssels in Versicherungs-Konglomeraten, BVG-Abzocker in Alibi-Sparanstalten oder legalen Drogen-Dealerfirmen im Vorstand einsitzen.

Nicht der Tod ängstigt uns, auch nicht damit möglicherweise einhergehende Schmerzen in einer Zeit der weißen, staatlich dekretierten „omnipotenten Halbgötter“ mit ihren exklusiven Dealer-Lizenzen als moderne Mafia der Pharmaproduktion, welche naturvergewaltigunssüchtig alles in Pillen zwängen müssen, um Milliarden an bunt bedruckten Geldscheinen zu scheffeln, während der Staat, statt die Natur allen zugänglich zu erhalten, den Menschen heute dieser immer mehr und mehr zu entfremden versucht, einzig des Profits und fehlgeleiteter Ideale wegen.

Nein, es ist  die Ahnung dessen, daß wir das Leben nicht gelebt haben werden, was uns schmerzt, betrifft es doch jedermanns eigenes, einziges, einzigartig weggeworfenes Leben, vergessen und vergeudet auf der Jagd nach Geld, Macht, Ruhm, Prestige, hingeschmissen für übertriebene Eitelkeit, Sicherheit, Mitläufertum, ängstliche Unterwürfigkeit auf der trügerischen Suche eines Zugehörigkeitsgefühls, das sich so nie finden läßt, alles genau so vergänglich und verrottend wie das Leben selbst; weder in Freiheit noch in Selbstbestimmung, sondern gemäß verqueren ideologischen Vorstellungen solcher, die die Macht zur Pflege ihres krankhaften Narzißmus über die staatlich geförderte Arbeitssucht oder sonstiger rauschfreier Süchte mißbrauchen, den eigenen, garantiert kommenden Tod als inexistent ausblendend, für immer und ewig erhalten wollen. Und dafür sollen gesunde, erwachsene Menschen diese krankhafte Ideologie der Lustfeindlichkeit puritanischer angloamerikanischer Wirrköpfe für noch mehr Shareholder Value der Gesundheitsindustrie aneignen und dabei ihre eigene Seele verkaufen.

Mit Hilfe des einstigen Dieners des Volkes, sich inzwischen gegen dieses zu einem gefürchteten Moloch mit absolutem Machtanspruch die oberen 10 Prozent der sowohl privaten, als auch juristischen Personen an Geld-Aggregaten hofierend, in einer verkehrten Welt Gefallen an der Unterdrückung seiner einstigen Auftraggeber wohl fühlend positioniert, der mittels Lizenzen zwanghaft den Menschen als Teil der Natur von ihr spalten will, unmenschlich, mit mißbräuchlichen Gesetzen, Vorschriften und insbesondere Verboten, die kaum einer kennt oder ohne Anwalt zu verstehen weiß, das raubritterische Monopol gestohlener Pflanzen mitsamt deren Genen und deren Wirkung der Menschheit mit dem Argument entziehen will, daß diese einfach zu blöd sei, selbst die Applikation in Eigenverantwortung zur Heilung vorzunehmen oder bei fröhlichen Festivitäten, wie unsere Kirchen bei Weihrauch und Myrre, diese zu zelebrieren; sich wie einst bei den Hexenverbrennungen weiser Kräuterfrauen im Mittelalter wiederfindend.

Daß ein Rezeptblock mit goldenem Kugelschreiber schneller gezückt ist als eine Zigarette mit Feuerzeug und die Aneignung der natürlichen Kräuterheilkunde von Pillendrehern in bunte Smarties versteckt wird, wird billigend mit dem Argument in Kauf genommen, daß im Gesundheitswesen auch ökonomisch gearbeitet werden müsse, obwohl erwiesen ist, daß in unserer emotionsarmen, bindungsunfähigen Zeit ein Gespräch oft mehr Wunder bewirken kann, als alle Novartis-Keulen zusammen. Beweis: Vor dem Krankenkassen-Obligatorium der SP (Ruth Dreyfuss) waren die jährlichen Versicherungsbeiträge in etwa so teuer wie das Jahresabo einer Tageszeitung.

Welch ein SP-Kuckucksei! Humanistische Ärzte wissen ganz genau, daß der Patient a priori am besten weiß, was gut für ihn ist; bis sich der Staat mit seinen pekuniären und neuerdings auch erzieherischen Interessen gesellschaftlich einmischt und meint, dem sei nicht so, er wisse es besser. Erst wenn der Kranke nicht selbst weiter weiß, geht er für gewöhnlich zum Arzt. Wie strunzdumm die Vorgehensweise des Staates zugunsten des Gesundheitsmonsters ist, erkennt man an der Tatsache, daß wissende Menschen, welche noch Großmutters Hausmittelchen kennen, kaum je die Krankenkasse belasten. Die Kosten der Innerschweizer Kantone beweisen es! Doch genau durch solch hirnrissige Verbote des Staates geht das einstige, uralte Wissen verloren und es wird der Arzt mangels Wissen bei jedem „Bobo“chen aufgesucht, denn bekanntlich macht alles Angst, was man nicht (mehr) kennt.

Wie das Leben eines jeden einzelnen, weltweit, bei jeder Geburt, stets einmaligen Menschen auszusehen hat, bestimmt nicht mehr der eigene, lustvoll aus dem Leben schöpfen wollende Mensch – dieser urinstinkliche Trieb zur Lust am Leben wird ihm bereits von staatlich geprüften Kindergärtnern exzorziert – sondern das perverse, orwellsche Streben des Staates der paranoiden Kontrolle, durchsetzend mit nie enden wollenden Verordnungen und Vorschriften, um für Pharmafirmen nicht lukrative Verhaltensweisen der Untertanen aus dem Kolektivwissen des Volkes zu eliminieren und es  immer abhängiger von den Pillendrehern zu machen. Die Kostensenkungsbestrebungen der Nationen haben genau deshalb keinen Erfolg, weil man nicht zweier Herren gleichzeitig dienen kann – dem Volk und den WHO-Wirtschaftsinteressen.

Nach unserem Empfinden ist diese penetrant schmerzhafte Gedanken- und Verhaltenskontrolle der staatlichen Pfandleiher unserer Seelen eine viel grausamere Diktatur in ideologischer Sklaverei, als alles bisher dagewesene. Menschen mit medialen Fußfesseln um den Kopf leben quasi in einem öffentlichen Zuchthaus, begleitet von Denunzianten und Blockwarten. Noch nie waren die Einnahmen der Straßenzölle, Strafabgaben oder zwingend zu konsumierende Staatdienstleistungen stetig expandierender Ketten fiskaler Tankstellen größer als heute. Nur so ist die, in der Schweiz 1995 eingeführte Schuldenbremse überhaupt einzuhalten, denn der Bürokratenapparat will weiter wachsen und ihr Lohnaufkommen ebenso, denn keiner entläßt sich selbst aus seinem Arbeitsverhältnis, so unnötig und überflüssig seine Arbeit auch sein mag.

Zur Zeit läuft im Schweizer Fernsehen ein Werbespot der Pro Juventute (Kinder der Landstraße) gegen die in der Schweiz höchsten Selbstmordrate Jugendlicher. Ob das was hilft? Fürs Spendenkonto sicherlich, doch die Ursachen werden nicht angegangen. Die Schweiz ist trotz Klimaerwärmung noch kälter geworden, was die Selbstmordrate Jugendlicher weiter steigen läßt.

EU-Richtlinie THMPD

Brüsseler Diebstahl am Weltkollektiv

Rettet um Gottes Willen die Glühbirne

Chemische Nichtraucher

Schweigende Wissenschaft

Raucher sind Deppen

Antinikotinimpfung bald zwingend?

Laßt sie sterben wann sie wollen

7 thoughts on “Die stille Sehnsucht nach der Nanny

  1. Ich mag mich noch erinnern, dass wir in den 70er Jahren für Fragen und Vertragsänderungen zum KK-„Versicherungsagenten“ gingen.
    „Versicherungsagenten“ waren normale Leute, die sich durch diesen Job einen kleinen Zusatzverdienst erarbeiteten.
    Die Gespräche und Verhandlungen fanden mein Agenten zu Hause am Küchentisch statt.
    Die Prämien waren im tiefen, 2-stelligen Bereich.

    • Dänemark ist ein Paradebeispiel an Uniformierung und kollektiver Gleichschaltung. Keiner darf sich dort mit besonderen Taten oder Begabungen hervortun; solches ist in Dänemark gesellschaftlich verpönt und führt zum Ausschluß aus der Gesellschaft.

      Auch wenn der soeben stattgefundene Regierungswechsel von Mitte-Links nach Mitte-Rechts etwas hoffen lassen könnte, so darf man sich keinen Illusionen hingeben – denn in Dänemark ist, für unsere Verhältnisse, sogar Rechts noch eine linksgerichtete Bewegung.

  2. Geniale Sache. Ich hatte früher auch eine Nanny weil meine Eltern sehr beschäftigt waren und kann hier aus eigenen Erfahrungen sprechen. Das waren noch Zeiten 🙂

  3. Für Kinder sind Nannies eine tolle Sache, speziell wenn man kurz vor oder bereits in der Pubertät steckt.

    Als eigenständig denkender Erwachsener jedoch ist es eine gesellschaftsdiktatorische Zumutung, die sich später für diesen Staat umso heftiger rächen wird. Trends sind humannaturgesetzlich immer einer (leider) sehr langjährigen Pendelbewegung von etwa 80 Jahren (nach Kondratieff) unterworfen, die umso heftiger ausfällt, je abscheulicher die Unterdrückung war. (68er-Bewegung – Sexuelle Befreiung – Feminismus).

  4. Pingback: Das Lügengebäude der WHO bröckelt weiter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.