Die unangenehme Frage des Godfrey Bloom

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… und insbesondere die erhaltene Antwort scheint nicht nur unsereins zu verblüffen.

Weshalb wurde diese Frage, auf die alle Welt seit langem wartet, nicht schon früher gestellt?

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(reload 15. Juli 2008)

Godfrey Bloom, Mitglied der UK Independent Democratic Party und Mitglied des europäischen Parlaments hat der europäischen Kommission folgende Frage gestellt:

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Quelle 1

Quelle 2

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Original Question by Godfrey Bloom

According to the Commission Green Paper ‘Towards a Europe free from tobacco smoke: policy options at EU level’ (COM(2007)0027), more than ‘79 000 adults’ die in the EU per annum from the effects of environmental tobacco smoke (ETS).

This claim is the driver behind the proposals by the Commission to bring in a binding directive later this year to enforce smoking bans in workplaces.

Given that the impact of such a directive will be considerable, both economically and socially, could the Commission please name three or four people who have died from ETS within the European Union in the last two years?
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Deutsche Übersetzung

Betrifft: Exposition gegenüber Tabakrauch in der Umwelt

Dem Grünbuch der Kommission mit dem Titel »Für ein rauchfreies Europa – Strategieoptionen auf EU-Ebene« (KOM(2007)0027) zufolge sterben in der EU jährlich mehr als „79 000 Erwachsene“ aufgrund der Exposition gegenüber Tabakrauch in der Umwelt (ETS).

Diese Behauptung hat die Kommission zu ihren Vorschlägen veranlaßt, im weiteren Jahresverlauf eine verbindliche Richtlinie vorzulegen, um ein Rauchverbot am Arbeitsplatz durchzusetzen.

Könnte die Kommission in Anbetracht dessen, daß eine solche Richtlinie sowohl in wirtschaftlicher als auch in sozialer Hinsicht erhebliche Auswirkungen nach sich ziehen wird, drei oder vier Personen benennen, die in den letzten zwei Jahren in der Europäischen Union aufgrund von ETS gestorben sind?
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Man darf auf die Antwort gespannt sein!

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addenum & update 6. Nov. 2008

Die Antwort lautet

Nein, wir können keinen einzigen an Passivrauch Verstorbenen mit Namen nennen.

Und NEIN, es hat nichts mit dem absolut inkompetenten und völlig überforderten Kritiker von Sackstark zu tun, dass dies aus Datenschutzgründen geschähe. Die Absenz des Genitives in seinem Blog, wenn man das Gekritzel so nennen darf, hat damit ebenfalls nichts zu tun – schon eher mit sprachlichen Defiziten. Er schreibt, wie er sagt, nur für sich und stellt seine Fehlleistungen dennoch online. Eine solch tiefe Schamgrenze kann nur ein Masochist öffentlich zur Schau stellen auf dessen T-Shirt steht: «please hit me!».

Dennoch hat er die Funktion „Kommentare“ wegen eines andren Kommentarschreibers abgeschaltet – erstaunlich, dass dies nur für seinen Kritikbeitrag an Sackstark geschah. Wer austeilt, sollte gewöhnlich auch einstecken können. Doch dazu braucht es in der Regel Lebenserfahrung und die Fähigkeit, eigene Fehler eingestehen zu können. Narzisten bevölkern unseren Planeten schon zur Genüge.

Ein thematisch überforderter Kritikversuch an Sackstark

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Geoffrey Bloom (MEP IND/DEM) erhielt am 18. Juli 2008 eine Antwort auf seine oben gestellte Frage von Fräulein Androulla Vassiliou, stellvertretend für die EU-Kommission.

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Original answer by Androulla Vassiliou on behalf of the EU Commission

These estimates are based on the international evidence on the level of risk posed by exposure to environmental tobacco smoke (ETS) and the estimated proportion of the population exposed rather than individual cases of deaths due to passive smoking. The nature of the epidemiological evidence on all risk factors, be they chemical or other, is such that it does not allow to identify the victims at individual level but only populations.

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Sie lautet frei übersetzt wie folgt:

Die Schätzungen basieren auf internationaler Evidenz des Risiko-Niveaus in bezug auf den Tabakrauch in der Umgebung (ETS = Environmental Tobacco Smoke) und die daraus geschätzte Proportion der betroffenen Bevölkerung und nicht auf individuelle Todesfälle infolge Passivrauches. Es liegt in der Natur der Epidemiologie aller Risikofaktoren, seien diese nun chemisch oder anderweitig, daß auf individueller Basis eine Identifikation der Opfer nicht möglich ist, nur die der Bevölkerung.

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Schon erstaunlich! Woraus besteht denn die Bevölkerung? Passivtabakrauch ist also in ihrer Schädlichkeit nur erkennbar, wenn man ganze Populationen von Menschen betrachtet, in etwa einer Bakterienkultur unter dem Mikroskop gleich. Der einzelne, angeblich davon Betroffene kann laut EU-Kommission niemals ausfindig gemacht werden. Somit kann die angebliche Schädlichkeit auch nie bewiesen werden! Das bestätigt nur, dass hier Märchen erzählt werden und Pseudowissenschaft (Junk Science) betrieben wird.

Es braucht schon eine Portion Frechheit und die Chuzpe eines Winkeladvokaten, um derlei Aussagen seitens der EU-Kommission auch nur in Betracht zu ziehen. Da wird von Gesundheit geschwafelt, wo in Tat und Wahrheit keine Gesundheitsgefährdung besteht. Die Antwort auf Godfrey Bloom’s Frage lautet also hochoffiziell:

«Nein, wir können keinen einzigen an Passivrauch Verstorbenen mit Namen nennen.»

Quelle

17 thoughts on “Die unangenehme Frage des Godfrey Bloom

  1. Sie wissen es alle, die „da oben“, dass sie nur mit Datendreck um sich werfen (und wer es noch nicht weiß, gehört allein deshalb schon „da oben“ weg).

    Aber die sagen sich: Das ziehen wir durch!
    Aus reiner Lust am Führen. Am Halsband, versteht sich.

    Und wir wir „hier unten“ sind ja von Natur aus etwas blöder und glauben jeden Mist, wenn er nur von „oben“ kommt …

    … oder?! 😉

  2. @Reinhold: Sicherlich ist ein gegängeltes Volk innerhalb einer Bevormundungsdiktatur leichter regierbar, als ein Volk, das aktiven Widerstand gegen den Überwachungsstaat leistet. Aber es ist nicht der einzige Grund, denn die Pharmaindustrie wittert Absatzmärkte für ihre gefährlichen – bis tödlich verlaufende Raucherentwöhnungsprodukte (Champis usw.). Mehrere Aspekte fallen hier zusammen, von Seiten der Antiraucher – Gesundheitswahn, der schon zur Ersatzreligion mutiert, Pharmaindustrie – neue Einnahmequellen, Regierung – Abschaffung einer alten Volkskultur, der Kneipen- und Bistro-Kultur, wobei ihre Räumlichkeiten nicht selten als beliebte Informationszentren dienen, um politische Mißstände zu thematisieren. In früheren Zeiten wurden spätere Revolutionen in den Kneipen verabschiedet, die einstige Bürgerrechtsbewegung der Grünen entstand in verräucherten 😉 Kneipen – dieselben, die sich heute nach ihrer Etablierung als Prohibitionisten profilieren. All dieses sind Gründe, warum die rauchende Bevölkerung ausgemerzt werden soll, zumal die zumeist freiheitsliebenden Raucher(innen) eine potentielle Gefahr für den Überwachungsstaat bilden.

    Grüßlis von Muna

  3. Reinhold bringts auf den Punkt: Es geht den Rauchverbotlern um nichts Geringeres als um Macht und Unterdrückung, um Unterwerfungsanspruch und um mittels Junk Science nur schlecht kaschierten, aktiv praktizierten Faschismus gegen die gesellschaftliche Gruppe der Raucher aller Nationen. Und diejenigen, die diese neue, brandgefährliche Form des Faschismus transportieren und daran mitwirken, sie gesellschaftsfähig zu machen, sind folgerichtig die neuen Faschisten, eine anachronistische Brut, der massiven Widerstand entgegenzusetzen und die zu bekämpfen vornehmstes Ziel aller freiheitsliebenden Menschen sein muss und wird.

    Jürgen

  4. …eigentlich kann ich nur mehr den Kopf schütteln. Mit welcher Vehemenz und Verbissenheit an einer derart absurden Dauerlüge festgehalten wird. Könnten wir Raucher nicht ein bisserl zusammenlegen und der Handvoll militanten Antis ein extra Packerl Wachpulver schenken, damit sie es sich leisten können die „nach Lokalbesuchen stinkenden Pullis“ auch mal zwischendurch zu waschen? Denn DARUM scheint es „bottom line“ doch zu gehen – wenn man von den Interessen der Pharma absieht ebenso teure wie wertlose und gerfährliche „Medikamente“ unters Volk zu bringen!

    …und wir würden uns selber damit doch auch einen Gefallen tun!
    Schließlich ist der säuerliche Schweissgeruch der hinter militanten Antis herweht und schon aus diesem Grund den Besuch von Nichtraucherlokalen unerträglich macht, ausgesprochen unangenehm!

    (Und so viele „Extra-waschgänge“ brauchen Antis ohnehin nicht, da sie ja bekannter Maßen für umsatz- & gewinnorientierte Gastronomen eine verzichtbare Konsumentengruppe sind.)

    Nach meiner Tournee durch Österreich, ständig (zwangsläufig) in Lokalen unterwegs, habe ich jedenfalls fest gestellt, dass die Nichtraucher-Räume leer sind und unangenehm riechen – während ei Raucherenklaven mit Leben, Lachen und Leuten gefüllt sind.

    Aber wenn man daran denkt, dass die Rauchverbote ohnehin nur der Testlauf für den übermächtigen Wunsch nach einer totalen Prohibitionsgesellschaft sind, in welcher Menschen darauf reduziert werden sollen zu leisten und zu funktionieren und möglichst nichts zu kosten – dann wird einem bewusst, wie wichtig es (auch für Nichtraucher!) ist diese Rauchverbote zu verhindern bzw. rückgängig zu machen.

    Ansonsten ist der Weg in die scheusslichste Art der Sklaverei unumkehrbar. – (Und: Wer glaubt, dass das eine pessimistische oder gar übertriebene Prognose ist, dem ist wirklich kaum mehr zu helfen.)

  5. … dass Sie über die wissenschaftlichen Hintergründe nicht mehr wissen, als man Ihnen in den Medien vorgesetzt hat

    Aha, Gründe für ein Rauchverbot wurden in der Presse nicht diskutiert? Was liest der Typ und in welchem Universum lebt er?

    Ich las nur Gründe für ein Rauchverbot. Nichts, wo er auch nur irgendwas relativiert hätte – auch kein Hinweis, dass es auch andre Ansichten existieren, beispielsweise die der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ). Scheint ihm das gehobene Vokabular zu schwierig? Ich danke an dieser Stelle der Redaktion dieses seriösen Blattes für seine differenzierte und beide Ansichten berücksichtigende Berichterstattung!

    Es sollte mehr solche Zeitungen geben – leider gibt es immer nur weniger davon.

  6. Dass wir in Deutschland 3301 Passivrauchtote jährlich haben und dass das wissenschaftlich korrekt errechnet wurde, hat jeder Deutsche schon mal gehört.
    Es ist so sicher, dass damit sämtliche neuen gesetzlichen Rauchverbote begründet werden.

    Mir stellt sich hierbei die Frage: Was heißt hier „Jährlich“?
    2005 kam diese Zahl heraus.
    Wenn man das jetzt noch mal rechnet(wird man ja wohl können im Computerzeitalter) – wieviel Passivrauchtote haben wir nun?
    Wieviel Passivrauchtote hatten wir früher?
    Wie ist die Entwicklung?

    Wie kann man behaupten, dass die Rauchverbote gut funktionieren, wenn man das wichttigste Resultat nicht nennt?
    Die Gesetze sind mit den 3301 Passivrauchtoten begründet.
    DAS Hauptziel ist es diese Zahl zu senken.
    Und?
    Sinkt sie?

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  12. Ich weisss, dass beide u.a. Zitat-Kommentare stimmen!
    Und ergänze:
    DAS „gegen-einander-provozieren hat System!!! Dahinter stecken gelenkte Manipulationszielsetzungen. Liebe Kommentatoren, die noch nicht weiter „hinter der Rückseite des Spiegels“ geforscht haben:
    SOWEIT IHR AUF DIESE MANIPULATIONEN EINGEHT; KOMMEN „SIE“ STETIG VORWÄRTS.
    (Denn schließlich werden JUST AUGENBLICKLICH bereits ganze Regierungen mit deren Völkern in die Abhängigkeit getrieben).
    …..
    Klaus

    Reinhold sagt:
    2008/11/06 um 01:53
    Sie wissen es alle, die “da oben”, dass sie nur mit Datendreck um sich werfen (und wer es noch nicht weiß, gehört allein deshalb schon “da oben” weg).
    Aber die sagen sich: Das ziehen wir durch!
    Aus reiner Lust am Führen. Am Halsband, versteht sich.
    Und wir “hier unten” sind ja von Natur aus etwas blöder und glauben jeden Mist, wenn er nur von “oben” kommt …
    … oder?!
    Jürgen sagt:
    2008/11/06 um 02:29
    Reinhold bringts auf den Punkt: Es geht den Rauchverbotlern um nichts Geringeres als um Macht und Unterdrückung, um Unterwerfungsanspruch und um mittels Junk Science nur schlecht kaschierten, aktiv praktizierten Faschismus gegen die gesellschaftliche Gruppe der Raucher aller Nationen. Und diejenigen, die diese neue, brandgefährliche Form des Faschismus transportieren und daran mitwirken, sie gesellschaftsfähig zu machen, sind folgerichtig die neuen Faschisten, eine anachronistische Brut, der massiven Widerstand entgegenzusetzen und die zu bekämpfen vornehmstes Ziel aller freiheitsliebenden Menschen sein muss und wird.

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