Abu Ghuraib: Reif für die Insel?

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Guantánamo II

Huli Wigmen aufgenommen bei Tari im Hochland von Papua Niugini nördlich von Australien gelegene Insel im Südpazifik

In Australien wird darüber diskutiert, ob man in Zukunft Pädophile auf eine Insel verbannen will. Vordergründig steht dabei wie immer die Sicherheit, diesmal die der Kinder. Sie denken dabei an eine spezielle Pädophilen-Insel, auf der Pädophile nach ihrer eigentlichen Haftstrafe untergebracht werden sollen. Und es wird nicht etwa ein Paradies sein, nein, man denkt da eher an ein Lager, was mich sofort an das Dritte Reich erinnert. Damals waren es Juden, Krüppel, psychisch Kranke, Rassen-unreine Nicht-Arier und sonstige, dem damaligen Gesellschaftsbild nicht entsprechende und nicht gewollte Menschen.

Die Rechtslage ist wohl noch etwas unsicher und problematisch, aber mit einigen Gesetzesänderungen werden die Aussies auch das hinkriegen. Man wolle angeblich mit dieser Maßnahme die Pädophilen gänzlich aus der Bevölkerung isolieren. Da der Staat über etliche geeignete Inseln verfüge wäre es allerdings finanziell gesehen eine lohnende Sache.

Da niemand einen kürzlich freigelassenen Kinderschänder in seiner Nachbarschaft haben will, muß der Staat oft mehrere hundert Dollar aufbringen, um diesen geeignet unterzubringen. Man staune, auf welch tönernen Füßen die heutige Demokratie steht! Ist den Krokodilfressern die Demokratie keine mehrere hundert AUD mehr wert? Über die Idee der Pädophilen-Insel werde bisher allerdings erst in informeller Art und Weise diskutiert. Das war letztes Jahr bei den Überwachungskameras in St. Gallen und Luzern genauso und vor Jahren in London ebenso. Zuerst wird debattiert und diskutiert. Dann wird es eingeführt. Was machbar ist, wir gemacht – und was nicht paßt wird passend gemacht. Findet euch schon mal mit der nahen Realität ab.

Sobald das totale Rauchverbot installiert ist, wird es eine Raucher-Insel, eine Adipositas-Insel oder eine Alkoholiker-Insel geben, denn an Inseln mangelt es den Australiern beileibe nicht.

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Blick

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Nachwort

Alfred Grotjahn, Begründer der Sozialmedizin und von 1921 bis 1924 Reichstagsabgeordneter der SPD, benennt in seinen „Leitsätzen zur sozialen und degenerativen Hygiene“ jenen Personenkreis, der schon acht Jahre später von der Ausmerzung bedroht sein wird: „..das Heer der Landstreicher, Alkoholiker, Verbrecher und Prostituierten, der Bodensatz der Bevölkerung, den der Volkswirt als Lumpenproletariat bezeichnet. Epileptiker, Geisteskranke und Geistesschwache, Sonderlinge und Krüppel…“

Intelligenzmessungen (IQ-Tests), Asylierungen und (Zwangs-) Sterilisierungen von Schwachsinnigen, Kriminellen, Nichtseßhaften und anderen wurden zu den wichtigsten Waffen der Eugenikbewegung in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts (übrigens nicht auf Deutschland beschränkt), die gleichfalls die Rechtfertigung für die Einteilung in „minderwertige“ und „höherwertige“ Rassen lieferte. Der mörderische Weg zur Euthanasie „Minderwertiger“ und zur Judenvernichtung im „Dritten Reich“ war damit vorprogrammiert. Vorgedacht war er freilich schon lange. Das Land der Dichter und Denker hatte sich schon Jahrzehnte vor der „Machtergreifung“ geistig zu einem der Richter und Henker (Karl Kraus) entwickelt, das durch die unreflektierte Übernahme sozialdarwinistischer und eugenischer Gedankengänge einen radikalen Bruch mit christlicher Ethik und aufklärerischen Humanitätsidealen vorbereitete. (Quelle)
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7 thoughts on “Abu Ghuraib: Reif für die Insel?

  1. Irgendwann mal war es so, dass eine Tat mit dem Absitzen der Strafe gesühnt war und der Ex-Häftling die gleichen Chancen haben sollte wie alle anderen.
    OK, theoretisch, wer stellt schon einen neuen Mitarbeiter ein, der eine Lücke im Lebenslauf mit „Knast“ erklärt.
    Diese Idee bedeutet lebenslang.
    Eine Gefängnisinsel wie bei Papillon
    http://de.wikipedia.org/wiki/Papillon_(Film)
    Wahrscheinlich werden sie damit durchkommen, es will sich ja niemand für den Rechtsstaat einsetzen, besonders nicht, wenn ihm der Ruf eines Pädophilenschützers oder gar eines Pädophilen angehängt wird.

  2. Und dann noch diese Bilder: sofort verhaften 😉
    Wie blödsinnig christliche Fundamentalisten in den USA (aber auch anderswo) sein können:

    Morddrohung wegen einer Hostie

    Stichwort „Hostien-Krieg“
    Da wird doch tatsächlich einer mit dem Tod bedroht, weil er eine Hostie (der Kecks, den Katoliken in der Kirche essen) geklaut hat.
    Es wird langsam Zeit, dass wir für unsere Rechte und unsere Freiheit aufstehen und kämpfen.
    Dafür haben unsere Vorväter viel Blut gelassen und wir schmeissen sie einfach weg.
    SCHANDE ÜBER UNS

  3. Pingback: GB: Dicke Schwangere werden abgewiesen

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