Interview mit der Bloggerin

Adventskalender

Eine Gemeinschaftsaktion von Bloggern und Schreibern, die sich zusammen vernetzen, initiiert von Stephan Martis finanzblog.kaywa.com. Der Inhalt muß nicht mit den Ansichten von Sackstark übereinstimmen. Er findet es jedoch eine gute Sache, auch andren mal Platz und das Wort auf seinem Blog zur Verfügung zu stellen.

Es ist nicht nur ausdrücklich erlaubt, sondern auch erwünscht, Artikel des Adventskalenders vollständig zu übernehmen!


Mit Verspätung steht das heutige Adventskalender-Fenster und ich darf über die “Bloggerin” berichten.

«Entschuldigung, manchmal ist der Finanzblogger halt doch noch ein Berner – langsam, einen dicken Schädel, aber er entschuldigt sich bei allen Damen, die er eben genervt hat.»

Tari Eledhwen, die Bloggerin aus Solothurn sollte den Finanzbloglesern von “Geld und Finanzen – leicht erklärt” längst ein Begriff sein … Sandra Lia Infanger berichtet heute “ganz persönlich”.

Tari.eledhwen 1

“Änderungen”“Wie die Wirtschaft und die Natur gerettet werden kann.”

JA, laut den Medien stecken wir in einer Rezession, die wir uns selbst zuzuschreiben haben. Nicht den Amis, nicht den Deutschen, nein, uns selbst. Wir können nämlich konsumieren. Aber, was sollen solche Schuldzuweisungen bringen? Nichts! Lösungen sind gefragt! Und zwar Zukunftsträchtige, Arbeitsplatzschaffende, Naturschutzfördernde und Umweltentlastende.

Die Schweiz, die so dicht bebaut ist, hätte beste Chancen, komplett Unabhängig von anderen zu sein. Wollen wir das? Nun, vielleicht ist eher die Frage, ob wir das nicht müssen.

Was ist zu tun?

Wie wäre es, mit einem Gesetz, das vorschreibt, daß auf jedem Hausdach südseitig Solarzellen aus SCHWEIZER Produktion montiert werden müssen?

Dies würde

  • 1000ende Arbeitsplätze schaffen
  • Forschung in der Schweiz verbessern
  • Den Co2 Ausstoß um mehr als 30% verringern (z.B. weil man dann damit ja auch Heizen kann)
  • Ersetzt Kraftwerke, die man sonst nicht bauen kann

Stelle man sich mal vor, wie viel die Baubranche da zu tun bekäme. Dann wie viel die Metallverarbeiter, die das Gerüst, auf welchem die Zellen angemacht werden, dann die Solarbranche. Doch wichtig ist, das wir mit dieser Globalisierung aufhören. Denn das ist Betrug am Volk, Betrug am Bürger, Betrug an der eigenen Wirtschaft. Warum so hart? Ganz einfach: Nation A tut etwas so stark durch Steuern verbilligen, daß es sich für Nation B nicht lohnen soll, dies selbst zu produzieren. Dies ist auf lange Zeit weder gut, noch kann dies irgend einen Arbeitsplatz auf Dauer erhalten. Zudem sehen wir ja, wo dieser Neokapitalismus mit seiner “Von Arm nach Reich-Verteilung” hinführt. Zu Krieg, zu Armut, zu Dieben, die nicht bestraft werden, einem Parlament, das seinen Finger nicht aus dem Hintern raus bringt, um die Verantwortlichen zu bestrafen. Wie offensichtlich muß das System denn noch scheitern?

Die Jungen Menschen sollen endlich wieder eine Perspektive bekommen, wieder sehen, daß dieser Staat ein Rechtsstaat ist, in dem nicht nur der kleine Mann für seine Verfehlungen bestraft wird.

Dafür sind manchmal auch ungewöhnliche Wege einzuschlagen. Und mein Vorschlag ist ungewöhnlich, aber nachhaltig und vor allem wird er was nutzen!

Klar, Umdenken ist gefragt! Aber jetzt, nicht, wenn’s zu spät ist!

Die Solarzellen übrigens, da ja nicht alle so viel Geld haben, könnten auch mal vom Staat vorfinanziert werden. Denn der Strom, den man damit bekommt, kann man ja auch verkaufen (es gibt ja einen Überschuß!) und damit das Ganze finanzieren!

So haben alle was davon!

Tari.eledhwen 2

INTERVIEW

Stellen Sie Ihr Blog bitte kurz vor

Die Bloggerin.com ist ein Magazin, also schon mehr als ein Blog. Eigentlich sind es sogar gleich mehrere Blogs. Nämlich ein Sportmagazin, ein Clubmagazin, ein Politmagazin, ein Geldmagazin, ein Fotomagazin und… ach ja, ein Blog über mich, die Welt, das Universum und den ganzen Rest. Die Bloggerin.com wurde vor, hmm, nachdenk – vielen, vielen Jahren gegründet, und zwar mit der Idee, ein Tagebuch zu machen. Die URL war noch anders, und ich habe eigentlich nur über mich geschrieben. Später, als dann die Geschichte mit der Kantonsratswahlen 2004/2005 war, fing ich erst richtig an. Später kamen dann das ‚Bild des Tages‘ und die besagten Magazine hinzu. Zwischendurch gab’s sogar mal 6 Monate lang jeden Tag ein Comic, der aber von den Lesern nur bedingt angenommen wurde. Was auch daran liegt, das der Sarkasmus eher schwer zu verstehen war. Haja, halt ein Blog, wie es kein zweiter gibt. (Dies zu mindestens hofft die gesamte Menschheit)

Wie haben Sie mit Ihrem Blog angefangen?

JA, die Frage habe ich ja schon fast beantwortet. Angefangen hat’s genau genommen mit einem Tagebuch. Anfangs war das alles noch wenig professionell. Aber, ich hatte Freude, daß schon 50 -100 Leser täglich lasen. Heute sind’s ca. 100 mal mehr, manchmal auch ein paar weniger.

Welche technischen Hilfsmittel benutzen Sie?

Mac OS 10.5 oder ein Internetkaffee. WordPress ist meine Basis, von der ich 100% überzeugt bin, auch wenn mich die ewige Updaterei doch sehr nervt. Hmm, meine Kamera für tolle Bilder, und natürlich die ganzen Objektive. Mehr noch nicht. Noch…

Welche Ziele haben Sie sich in Bezug auf Ihr Blog gesetzt und sind diese erreicht worden?

Anfangs wollt ich einfach mal Leser haben. Das ist natürlich erreicht worden. Dann stiegen die Ansprüche. Ich wollte eine gewisse Anzahl Leser in einem Jahr. Nämlich 1 Mio. Das wurde ja auch schon längst erreicht. In zwischen ist das Ziel die 5 Millionen-Grenze. Letztes Jahr war mein Blog erstmalig absolut kostendeckend. Dieses Jahr springt sogar ein Gewinn von ca. 100% raus. Das ist doch ein schöner Anfang. Das Ziel ist jedoch, daß in Zukunft das Medium auch für meine Wählerinnen und Wähler eine Informationsbasis darstellt. Und natürlich gibt’s auch ein Gewinnziel: 100% mehr als 2008 soll bis 2010 realisiert werden. Eine AG soll’s vielleicht auch irgendwann mal werden. Aber bis dahin ist noch ein weiter Weg.

Es ist natürlich auch ein Ziel von mir, die Fotos auf meinem Blog bekannter zu machen. Denn ich würde nur zu gerne mal eine Ausstellung damit machen.

Viel mehr hab ich über mein Blog nicht zu erzählen. Über mich gibt’s noch vieles zu erfahren. Z.B. in verschiedenen Zeitungen.

… und auch das Finanzblog hat schon berichtet – in kirchlichen Sachen nicht ganz unerfahren, erlaubt es sich manchmal, auf Mißstände hin zu weisen. Die Zeiten ändern sich und was heute für einige utopisch tönt, wird morgen zum Allgemeingut gehören.


One thought on “Interview mit der Bloggerin

  1. Ich gehe davon aus, dass die Bloggerin nicht nur versucht, ihren Mitmenschen das von ihr gewünschte Verhalten aufzudrängen, sondern, dass sie den Schritt bereits gemacht hat und aus persönlicher Erfahrung über den Einsatz von Solarzellen redet.
    Der Vorschlag der Bloggerin klingt eher wie ein missionarischer Appell, denn er beruht auf linearem, simplizistischem Denken und kursichtiger Logik. Systemisches statt lineares Denken ist gefragt, wenn es um komplexe Systeme geht.

    „Wie wäre es, mit einem Gesetz, das vorschreibt, daß auf jedem Hausdach südseitig Solarzellen aus SCHWEIZER Produktion montiert werden müssen?“

    Grundsätzlich gilt, dass jegliche gesetzliche Vorschrift dieser Art die innovative Suche und Forschung nach noch besseren Alternativen längerfristig unterbindet. Ganz einfach deshalb, weil gesetzlicher Zwang dafür sorgt, dass ein solcher Zwang wie ein Angebot zum Geldverdienen wirkt, weil Menschen gezwungen werden, Geld für etwas ganz bestimmtes auszugeben. Da wird die Luft natürlich dünn für diejenigen, die nach noch besseren Alternativen suchen, denn diese Alternnativen haben gar keine Marktschancen, im Gegenteil, sie sind gesetzlich verboten!
    Wenn schon ein Gesetz, dann müsste es ein bestimmtes Ergebnis vorschreiben, nicht nur einen von vielen möglichen Wegen, wie man zu diesem Ergebnis kommen kann.

    „1000ende Arbeitsplätze schaffen“
    Entweder müssten soviele Arbeitslose aber qualifizierte Kräfte zur Verfügung stehen oder sie müssten aus anderen Bereichen abgezogen werden. Tatsache ist, dass jemand sie bezahlen muss. Und weil niemand mehr Geld ausgeben will, als unbedingt nötig, und kein Geld investieren will in eine Energieversorgung, die den Bedarf nur teilweise (vor allem im Winter) aber zu höheren Preisen deckt, muss der Bürger gesetzlich gezwungen werden, einen Teil seines Geldes in den Ersatz einer funktionierenden und günstigen Energieversorgung zu investieren. Ganz zu schweigen von den gewaltigen Kosten für den Umbau der Gebäude.

    Fazit: Ich soll also dazu gezwungen werden, mich an der Finanzierung dieser zusätzlichen Arbeitsplätze zu beteiligen. Solange ich damit mittelfristig keine wesentlichen Einsparungen realisieren kann, handelt es sich um eine verdeckte Steuer, um Geld, über das ich nicht mehr frei verfügt werden kann.

    „Forschung in der Schweiz verbessern“
    Aber Forschung nur in einer vorgegebenen Richtung. Angewandte, auf Gewinn ausgerichtete Forschung. Das überlassen wir doch lieber den Unternehmen, die daraus ja dann auch Profit schlagen können. Forschung um der Forschung willen soll eine Aufgabe der Universitäten bleiben.

    „Den Co2 Ausstoß um mehr als 30% verringern (z.B. weil man dann damit ja auch Heizen kann)“
    Aber nicht mit Solarzellen, die nachts und unter der Nebeldecke kaum Energie produzieren. Und elektrische Energie lässt sich bis heute nicht effizient speichern.
    Die Herstellung von Millionen von Solarzellen (wie jeder Produktionsprozess) verursacht zunächst einen gewaltigen Zuwachs an CO2 und verringert den Austoss mitnichten. Hinzukommen Transport und Installation, was zusätzlich CO2 produziert.
    Bei der Herstellung von Elektronikbauteilen, wie Solarzellen, wird eine Substanz verwendet, die als Treibhausgas wesentlich potenter ist als CO2.

    „Ersetzt Kraftwerke, die man sonst nicht bauen kann“
    Es werden keine Kraftwerke ersetzt, da Solarzellen keine lückenlose Energieversorgung gewährleisten können. Wer nachts heizt und Licht braucht, müsste damit öfters in der Kälte und im Dunkeln sitzen oder arbeiten. Kraftwerke sind weiterhin erforderlich und müssten im Bedarfsfall in Sekundenschnelle einspringen können, wenn der Energiebedarf der Solarzellen plötzlich nicht mehr ausreicht, Leider würde solche Kraftwerke mit erbärmlichem Wirkungsrgard arbeiten (mehr CO2 für weniger Energe) und wären technisch gar nicht in der Lage, Bedarfsspitzen auszugleichen.

    Wir sind gewohnt und darauf angewiesen, jederzeit Energie in ausreichender Menge beziehen zu können. Man denke nur an die Probleme, die auftreten könnten, wenn lebenserhaltende Apparate in Spitälern ausfallen würden. Man denke nur an das Licht in Strassentunnels, die Tiefkühler in Haushalten und Lebensmittelläden, die Pistenbeleuchtung und Flugsicherung auf Flughäfen, die Beleuchtung in Privatwohnungen, Telefonzentralen, Fabriken, Bahn und Tram.

    Nein danke, nicht mit meinem Geld!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.