Heißersehnte Gesundheits-Pornos freigegeben!

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Alternative Investition

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Frohe Kunde für Liebhaber nekrophiler Gesundheitspornos. Eine Serie mit 45 neuen Sujets wird auf den heiß begehrten und seit langem erwarteten Zigarettenpackungen zu sehen sein, direkt aus der «EU/WHO-Bevormundungszentrale für Einmischung in das Privatleben» (BZEP) mündiger Bürger.

Die Werbeabteilung hat sich alle Mühe gegeben, diese für Jugendliche so attraktiv wie möglich zu gestalten. Umfragen zufolge sind die beiden Favoriten bereits gekürt. Es sind dies ein Mann mit wucherndem Kehlkopf-Krebs, dessen Arzt man wegen unterlassener Hilfeleistung schon längst hätte anklagen müssen sowie ein zerstörtes Gebiß (siehe Bild oben) eines Kokablätter kauenden Andenbewohners aus Peru.

Unverständlich, weshalb nun Kanada, Indien, Australien, Singapur und ab nächstem Jahr Großbritannien bevorzugt behandelt werden und in den vorzeitigen Genuß der langersehnten Sammlerobjekte kommen. Hier sollte die EU sofort handeln, um dem, bereits auf einen Drittel aller Zigaretten angewachsenen Schmuggel von unbeabsichtigt tabaksteuerbefreiter Zigaretten entgegenzuwirken.

Die neuesten Panini-Bilder für Sammelwütige läßt die Tabakindustrie nach langen Jahren der Absatzrückgänge wieder auf einen steigenden Umsatz hoffen, was ihr nach jahrelanger Schelte seitens der WHO auch gegönnt sein soll. Lügen haben eben kurze Beine, wie der Volksmund sagt. Anti-Raucher werden zwar rauchen vor Wut, doch ein Ökonomiekursus an der Volkshochschule wird auch sie aufklären, wie die freie Marktwirtschaft in der Realität funktioniert. Nämlich genau so!

Die Kampagne kostet nur etwa 72 Millionen Euro, was auf eine niedrige Auflage schließen läßt und eine Wertsteigerung der Abbildungen schon fast garantiert. Dies ist ein willkommener Ausgleich für die stetig steigenden Tabaksteuern, die des Rauchers und der Jugendlichen Steuerlast einen realen Ausgleich bescheren. Wer weiß, vielleicht kann man in Zukunft gar nur noch aus Zigaretten sein Einkommen bestreiten. Man erinnere sich nur an die Tulpenzwiebel-Hausse in Holland von 1630 bis 1637.

Im Jahr 1637 tauschte schließlich ein Brauereibesitzer 3 seltene Ziebeln gegen seine Brauerei in Utrecht ein – ein Gegenwert von rund 30.000 NLG (!). (Zum Vergleich: Ein Amsterdamer Grachtenhaus kostete zu dieser Zeit ca. 10.000 NLG). Wer frühzeitig den Trend erkannt hatte, konnte ein Vermögen machen. Gewinne über 1.000 Prozent waren keine Seltenheit.

Wir von Sackstark begrüßen diese Entlastung, danken der EU für ihre freundliche Unterstützung und hoffen, daß die Serien zumindest jährlich mit neuen Bildern fortgesetzt und die Auflagen weiterhin niedrig gehalten werden. Es wäre zu schade, sollten die Sammlerpreise wegen eines zu großen Emissionsvolumens, wie heute bei der Philatelie oder den Bierdeckeln, deswegen einbrechen.

Panini-Group Germany

8 thoughts on “Heißersehnte Gesundheits-Pornos freigegeben!

  1. Aus 20minuten, Seite 7
    70’000 Schweizer internetsüchtig

    „70’000 Schweizer leiden unter einer Internetsucht. Gefahrenherde sind vor allem Pornos, Chats und Games.

    Rund 70’000 leiden laut Schätzungen von Fachleuten zufolge an Onlinesucht. SIe surfen über 35 Stunden pro Woche im World Wide Web – ausserberuflich wohlverstanden. Weitere 110’000 Personen sind gefährdet.“

    „Bei Entzug reagieren die Betroffenen mir Nervosität und Aggression. Die Symptome sind also vergleichbar mit einer Alkohol- oder Drogensucht – das Wissen dafüber ist laut SFA hierzulande aber wenig ausgeprägt.“

    Schön dass die ‚Fachstelle für Alkohol- und andere Suchtprobleme‘ (SFA) weiss, dass die neu-erfundenen Süchtigen leiden.

    Woher haben die eigendlich ihre Zahlen?
    Haben Provider den Datenschutz missachtet und der SFA Daten über ihre Kunden geliefert oder hat die Fachstelle vom DKFZ gelernt, wie man ein Lügengebäude aufbaut?

    Auf jeden Fall haben die SFA-Fachleute ihren Job auf unsere Kosten gesichert. Neue Studien müssen erfunden wer, Beratungsstellen für Internetsüchtige eingerichten und wir ‚Süchtigen‘ von unserer Sucht überzeugt werden.
    Wann kommt das Internet-Verbot?

    Man muss uns ja schützen und dann erst die Kinderpornografie….
    Der grösste Vorteil eines Internetverbotes ist, dass wir uns nur noch über gleichgeschaltete Medien, also gar nicht, unterrichten können.

  2. Ich glaube nicht, dass die Fachstelle SFA etwas vom DKFZ gelernt hat. Sonst hätte man eine andere Zahl an Süchtigen veröffentlicht – nämlich 70’001 🙂

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