Pandemie Bisphenol A – Nur weisse Rasse betroffen?

Die WHO definiert die inexistente Gefahr von Passivtabakrauch als Pandemie; ob Bisphenol A auch eine ist, wissen wir nicht, gehen aber wegen der Etikettierung des „Umgebungsrauchs“ als solche davon aus.

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Chemische Kriegsführung?

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Umweltgifte

Anfang 2007 beschloß die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA (siehe lobbypedia.de) nebst den Pestiziden (sackstark! berichtete) auch die Grenzwerte für Bisphenol A (BPA) zu erhöhen. Dieser chemische Stoff wird u.a. für die Herstellung von Polycarbonat verwendet, welches bspw. in Trinkflaschen, Schnullern und Spielzeuge für Säuglinge sowie in vielen andren Plastikgegenständen und Beschichtungen vorkommt. So auch in Verpackungsfolien für Nahrungsmittel und in sämtlichen Büchsen und Behälter für Lebensmittel oder Getränke. Und das, obwohl in zahlreichen Tierversuchen ein Zusammenhang zwischen BPA und Unfruchtbarkeit, Brust- und Prostataskrebs, Diabetes, Schädigungen der Gehirnentwicklung, usw. nachgewiesen wurden. Die EFSA beruft sich jedoch unter andrem auf eine verharmlosende Studie des Research Triangle Institute (RTI). Das RTI wiederum wird durch das American Plastic Council finanziert, einem Verband der Plastikindustrie, dem u.a. Bayer, Dow Chemical, GE Plastics angehören. Ist es nur die Profitgier, die selbst vor Säuglingen keinen Halt macht, oder stecken auch noch andre Interessen dahinter?

Hochrechnungen des Pew Research Centers zufolge werden die Weißen ab 2050 mit 47 Prozent eine Minderheit zum Rest der amerikanischen Bevölkerung stellen. Die Hochrechnungen beruhen auf Trends der vergangenen letzten 50 Jahre. Die gesamte US-Bevölkerung wird bei gleichbleibenden Trends bis dahin um fast 50 Prozent anwachsen – von 296 Millionen im Jahr 2005 auf 438 Millionen im Jahr 2050.

Die deutsche Bevölkerung wird sich bis 2050 auf 74 Mio. reduziert haben und viele Immobilien werden leerstehen und mangels Nachfrage an Wert verlieren. Der typisch deutsche Kaufwahn von Häusern und Wohnungen aus Angst vor Inflation ist deshalb eine schlechte Investition, dies nur so nebenbei.

BPA und Adipositas – nur Weiße betroffen

Kinder mit einem hohen Anteil an BPA im Urin sind mehr als doppelt so stark gefährdet übergewichtig zu werden, als Kinder mit einem niedrigen Wert. BPA ist eine Chemikalie die in Plastik- und Metallverpackungen Anwendung findet, um Nahrungsmittel und Getränke bakterienfrei zu halten. Sie wurde dieses Jahr von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), welche auch für die Zulassung von Pharmazeutika zuständig ist, am 17. Juli 2012 vollständig verboten.

Die kreuzbegutachtete (peer-reviewed) Studie, veröffentlicht im Journal of the American Medical Association (JAMA) brachte zu Tage, dass Kinder mit den tiefsten Urinwerten ein niedrigeres Risiko (10.3%) aufwiesen, adipös zu werden, während in den andren drei von insgesamt vier abgestuften Vergleichsgruppen das Risiko mit der BPA-Konzentration im Urin stetig anstieg und verglichen mit derjenigen mit den höchsten BPA-Urinwerten mehr als doppelt so hoch (22.3%) liegt.

Weiter fand die Studie heraus, daß bei 92.6% der über Sechsjährigen BPA im Urin festgestellt werden konnte. Die, den sogenannten dickmachenden Light-Produkten beigemischten Nahrungs-Ergänzungsmittel sind gar zu 99% für das im Urin gemessene BPA verantwortlich. Nicht verantwortlich für Übergewicht hingegen seien Chemikalien in andren Konsumprodukten, wie etwa Seife oder Sonnenschutz. Eine Verbindung zwischen BPA-Konzentrationen im Urin und Adipositas konnte nur bei Weißen, nicht aber bei Schwarzen oder Latinos gefunden werden.

„Dies demonstriert die Notwendigkeit für eines breiteres Paradigma wie wir über Adipositas in der Kindheit denken,“ sagt Dr. Leonardo Trasande. „Wir denken oft, daß es bloß eine Nebenerscheinung ungesunden Essens und fehlender Bewegung sei, aber die Umwelteinflüsse mitsamt ihren Chemikalien können auch eine Rolle spielen… Diese Daten bestätigen die Richtigkeit des bereits vorhandenen Unbehagens gegenüber BPA und unterstützen den Ruf nach einer weiteren Limitierung, besonders bei Kindern.“

Die Forscher halten fest, daß ihre Zahlen aber auch dahingehend interpretiert werden können, daß adipöse Kinder rein volumenmäßig mehr BPA-verseuchtes Essen zu sich nehmen. „Wir wissen nicht, ob sich die Kolorienquellen von adipösen und nicht adipösen Kindern unterscheidet. Adipöse Kinder könnten mehr Getränke und Nahrungsmittel aus Büchsen zu sich nehmen als nicht adipöse und hätten möglicherweise deshalb einen höheren BPA-Urinstatus.“

Die mächtige Vereinigung Amerikanischer Chemiefirmen, die Handelsgruppe American Chemistry Council unter deren Dach auch die American Plastic Council (APC) vertreten ist, sagte dazu in einem Statement, daß „Versuche, unser nationales Problem des Übergewichts auf das minimale Vorkommen alltäglicher Chemikalien zu reduzieren, eine Ablenkung der bereits vorgesehenen, realen Bemühungen, dieses wichtige nationale Gesundheitsproblem anzugehen, ist. Aufgrund inhärenter fundamentaler Limitierungen in dieser Studie ist sie nicht imstande, eine sinnvolle Verbindung zwischen BPA und Adipositas herzustellen.“ – Etwas andres wäre von der APC auch nicht zu erwarten gewesen.

Ein Drittel der Kinder und Jugendlichen in den USA sind zur Zeit übergewichtig oder adipös und weniger als ein Drittel aller Kinder zwischen sechs und siebzehn Jahren beschäftigen sich genügend mit täglichen körperlichen Aktivitäten, definiert als mindestens 20 Minuten schwitzen und schwer atmen. Weltweit belegen die USA den Rang 9 der am meisten an Übergewicht leidenden Menschen. – Vielleicht sollte das eine oder andre Rauchstopp-Opfer gelegentlich wieder einmal eine Zigarette rauchen. Das würde die Verdauung enorm ankurbeln.

852 Wörter

Quellen:
Allison Lichter, „BPA Associated With Obesity in Children and Teens,“ blogs.wsj.com, Sep. 19, 2012
American Chemistry Council, „New Study Provides No Evidence That BPA Causes Obesity,“ americanchemistry.com, Sep. 18, 2012
Sabrina Tavernise, „FDA Makes It Official: BPA Can’t Be Used in Baby Bottles and Cups,“ nytimes.com, July 17, 2012
Leonardo Trasande, MD, MPP, „Association Between Urinary Bisphenol A Concentration and Obesity Prevalence in Children and Adolescents,“ Journal of the American Medical Association, Sep. 19, 2012
Environment News Service, „Obesity Linked to Bisphenol A Urine Levels,“ ens-newswire.com, Sep. 18, 2012
Trust for America’s Health, „F as in Fat: How Obesity Threatens America’s Future 2011,“ healthyamericans.org, July 2011

4 thoughts on “Pandemie Bisphenol A – Nur weisse Rasse betroffen?

  1. Die Weltgesundheitsorganisation hat uns auch bei Adipositas gezeigt wie man Panik macht und verstärkt und die Pharmaindustrie hat wieder einmal Lobbyarbeit betrieben:

    Dass die Grenze zum Übergewicht bereits mit einem BMI von 25 überschritten wird, hat die WHO 1996 festgelegt. Als die Nationalen Gesundheitsinstitute der USA die Definition 1998 übernahmen, wurden auf einen Schlag 35 Millionen beschwerdefreie Amerikaner zu übergewichtigen Risikoträgern. Vorher war man erst bei einem BMI von 27,3 übergewichtig und bei einem BMI 31,1 adipös.

  2. „Es gibt keine Untergrenze für risikolosen Alkoholgenuss“ 😉

    Wie sich doch die Sprüche der Zwangsbeglücker und Prohibitionisten gleichen, nicht wahr? Das eigentliche Ziel dieser Leute ist eine Gesellschaft, in welcher der Genuss tabu ist.

  3. Besser als Imobilien zu erwerben ist eine extensive Aufstockung des eigenen Alkohol-, Tabak- und Kaffeelagers. Dies kann man bereits an den exorbitanten Preissteigerungen der letzten zehn Jahre für gute Bordeaux-Weine erkennen.
    Diese Genussmittel, besonders in schlechten Zeiten stärker nachgefragt, sind 1. ein wirksamerer Inflationsschutz (die Nahrungsmittelkosten haben am stärksten zugelegt) und 2. ein universelles Tauschmittel in unruhigen Zeiten wie heute, das besser funktioniert als Gold- oder Silbermünzen, wie die Geschichte bereits hundertfach bewiesen hat.

    Prohibition USA
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    Aussage eines Yale-Studenten vor einem Senats-Komitee, 1926:
    F: Was sind denn die Fakten, in Bezug auf die Möglichkeiten, wie Studenten an Alkohol gelangen können?
    A: Ach, der ist erhältlich, Sir; je größer die Anstrengungen der Verfolgung werden, desto größer wird die ablehnende Stimmung gegen die Prohibition.
    F: Hat irgendein Student von durchschnittlicher Intelligenz irgendein Problem damit, soviel Whisky zu kaufen, wie er will?
    A: Nein, Sir!

    Yale muß eine sehr «feuchte» Universität gewesen sein: Vor Beginn der Prohibition lagerte der Yale-Club einen Vorrat für 14 Jahre ein (Das war legal, Altbestände waren von der Prohibition nicht betroffen). Er reichte genau bis zur Aufhebung der Verbote. Dies gab natürlich einigen Verschwörungstheorien Nahrung… mehr dazu hier!

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