Finanzkrise: Gold oder Sturm

Anlagetipps für unsre Leser!

So kommen Sie mit Ihren liquiden Mitteln heil durch die Finanzkrise

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Marc Faber: «Regierungen werden uns alle finanziell ruinieren und enteignen, doch das muß nicht sofort geschehen. Die geben uns noch etwas zum Spielen, bis das gesamte System zusammenbricht… die werden einfach Geld drucken und noch mehr Geld drucken.»

Gold ist seit dem Hoch $1.917.98 vom 23. August 2011 um fast 200 US-Dollar auf gestern $1740 gefallen. Was war der Auslöser?

Die Chicago Mercantile Exchange (CME) erhöhte die Sicherheitsanforderungen, ähnlich wie die Schweiz bei Banken die Erhöhung der Eigenkapital-Quote auf 8 Prozent, was bedeutet, daß Händler schon wieder massiv mehr „Eigenkapital“ (initial margin) hinterlegen müssen, um Kontrakte kaufen zu können. Die CME erhöhte die Einschußpflicht um 27 Prozent von $7.425 pro 100-Unzen Gold-Kontrakt auf $9.450 und zusätzlich die Hinterlegungspflicht für Absicherungs-Positionen (Hedging) um 22 Prozent von $5.000 auf $7.000 pro Kontrakt, was nichts anderes bedeutet, als daß Händler, bevor sie überhaupt Futures handeln können, noch mehr Kapital auf den Tisch legen müssen als zuvor, um über die CME Gold zu handeln. Somit werden Kleinanleger von Markt ausgeschlossen, denn der Gold-Future-Kontrakt Sept. 2011 schloß  gestern bei $1.740. Kontrakte werden, mit wenigen Ausnahmen, wie etwas die Calls und Puts auf den DAX, immer mit 100 multipliziert. Ohne Margin (Kredit mit der Ware als Sicherheit) würde also ein einziger dieser Kontrakte $174.000 kosten. Durch dieses Dekret der CME kamen diejenigen, die ihre Kreditlimite fast vollständig ausgeschöpft hatten von einem Tag auf den andren in einen Liquiditätsengpaß, den sie innert 48 Stunden korrigieren mußten (sogenannter Margin call), was nur über massive Verkäufe der gehaltenen Positionen oder mit Nachzahlungen möglich ist.

Dem rasanten Anstieg des Silbers seit August 2010 von unter $20 auf fast $50 im April 2011 folgte der Absturz des Silbers im Juni 2011 auf $33 aus genau demselben Grund. Unser Put auf den ETF SLV brachte in zwei Tagen einen Gewinn von rund 200%. Heute steht Silber wieder auf $40 und unsere Calls auf den Siberfavoriten Silver Wheaton (SLW) stehen stramm über 150% im Gewinn. Dasselbe mit Royal Gold (RGLD), Yamana (AUY) und New Gold (NGD).

Wir sind sicher, daß die CME oder andre Insider zuvor selbst Millionen von Puts auf das Gold gekauft hatten und sich somit dumm und dämlich bereicherten, denn das Delta stieg im Vorfeld plötzlich stark an. Man könnte auch meinen, die Finanzwelt wolle so den Wechsel von Papiergeld zu Gold und Silber absichtlich behindern. Aufhalten läßt sich diese Flucht in Gold aber in absehbarer Zeit nicht. Erst bei einem weltweiten Finanzkollaps würde das Gold an Wert verlieren, doch das physische Gold läßt einen  dann zumindest noch vorhandene Waren und Dienstleistungen erstehen, während andre nichts mehr zu geben und zu verlieren haben.

Heute vor genau zwei Jahren, am 26.08.2009, als der Goldpreis in New York bei $945,60 pro Unze schloß, prognostizierten wir in drei Jahren einen Goldpreis von $2.000 pro Gold-Unze, und wir glauben, daß die 2000er-Marke bereits dieses Jahr geknackt wird. Der Herbst ist jeweils wegen der Hochzeits-Saison in China und Indien die Zeit der Edelmetalle. Sie dauert oft bis in den Februar hinein an. Stark nachgefragt im Januar sind meist Palladium und etwas weniger auch Platin und Gold. Chinesen machen sich in kleinen roten Briefchen Geld- und Goldgeschenke zu Neujahr, das zur Zeit aufgrund ihres lunaren Kalenders im Februar während fünf Tagen ausgelassen gefeiert wird. Fragt man eine Chinesin, wie alt sie sei, so muß man, je nach Antwort, alle 31 Jahre ein Jahr hinzuzählen, damit man auf das bei uns richtige Alter kommt.

Silber wird sich unserer Ansicht nach früher oder später bei $55 einpendeln, mit Steigerungs-Potential bis $100 die Unze, und der Greenback wird weltweit immer mehr an Bedeutung verlieren. Wer mit einem Drittel Cash, einem Drittel physischem Gold und einem Drittel sorgfältig ausgewählter Minenaktien investiert ist, wird in den nächsten Jahren sein „Geld“ überdurchschnittlich wachsen sehen, solange Geld wie Toilettenpapier gedruckt wird. Denn nicht das Gold steigt, sondern das Papiergeld verliert an Wert!

Unser Favorit ist European Gold Fields (EGU), die heute in Toronto bei rund CAD 11.00 notieren und unseres Erachtens die am meisten unterbewertete Aktie im gesamten Goldsektor überhaupt ist. Irrealer Grund, die Minen liegen in Griechenland und egal was von dort kommt, wurde dermaßen schlecht geredet, daß man sich hier in wenigen Jahren mehr als nur eine goldene Nase verdienen kann, sobald die Börse die ersten Quartalszahlen und die „proven and probable“ (bewiesen und sehr wahrscheinlichen) Reserven mit einem neuen 43-101 Formular und angepaßtem Goldpreis von konservativen $1.000 zur Kenntnis nimmt. Sämtliche Bewilligungen der griechischen Regierung wurden Ende Juli 2011 erteilt. Die einzige, außerhalb von Griechenland liegende rumänische Mine Certej sollte sämtliche Bewilligungen bis Ende 2011 vorliegen haben. Die Explorationen laufen in Griechenland weiter auf Hochtouren. Die Produktion beginnt im 2. Quartal 2012. Auch potentielle Übernahmeangebote werden bald von Großkonzernen wie etwa Newmont Mining oder Barrick Gold, weltgrößter Goldminenbetreiber und -produzent, der diesen Monat erklärte: «Außerdem halte man gezielt Ausschau nach lukrativen Unternehmen im Goldsektor, bei denen eine Übernahme infrage komme.» vorhanden sein, was im Kurs ebenfalls noch nicht eingepreist ist. Die Rakete ist also kurz vor dem Zünden, bedenkt man, daß der Markt die Zukunft mit etwa sechs Monaten antizipiert und einpreist. Dann kann es plötzlich sehr schnell gehen. Wir erwarten in zwei bis drei Jahren einen Preis für EGU von CAD 49.00, gemessen an der Produktion und den Reserven im branchenüblichen Verhältnis des 20-fachen operativen Cashflows.

Unsere zweite Anlageempfehlung

ruger_rgr_logoDoch es gibt ein Metall, das noch viel stärker als Edelmetalle nachgefragt ist. Vielleicht erinnern Sie sich noch, als Mitte 2009, verteilt über alle US-Staaten, den Waffenhändlern die Munition ausging. Die Nachfrage war einfach zu hoch und die Betriebskapazitäten zu klein. Viele beliebte Pistolen mußten plötzlich Monate im voraus bestellt werden, so verängstigt waren die Leute! Sie ahnen es. Das Metall, von dem wir sprechen, ist das mattblau schimmernde der Schußwaffen und ihrer Munition. Insbesondere die Aktien des Waffenherstellers Sturm Ruger (RGR), gehandelt an der New York Stock Exchange (NYSE) und Berlin, haben es uns angetan, deren Produkte, insbesondere in heutigen Zeiten der Panik, sich verkaufen lassen wie frischgebackene Brötchen. Während andre Aktien fallen, legte RGR in den letzten Monaten um 25 Prozent zu.

Die Ganzjahres-Gewinnprognose machte in den letzten Monaten einen Sprung nach oben und wird im Schnitt von Analysten bei von anfänglich $1.45 heute bei $1.65, also 14 Prozent oder $0.20 höher, gesehen. Der Gewinn-Konsens für das nächste Jahr beträgt plus $0.30 auf $1.81. Somit ist die jährliche Gewinnwachstumsrate bei komfortablen 13 Prozent. RGR ließ am 27. Juli 2011 verlauten, daß die Verkäufe im 2. Quartal um 24 Prozent auf $79.6 Millionen gestiegen sind. Das ergibt neu ein EPS (Gewinn pro Aktie) von $0.56 und war somit wiederum eine $0.14 Gewinnüberraschung. Was der Firma nebst ihrer konstanten Performance Attraktivität verleiht, ist die hervorragende historische Gewinnentwicklung. So hat sie in den letzten 11 Quartalen die Gewinnerwartungen der Analysten 10 Mal übertroffen. Zudem bezahlt sie eine Dividende von 2.0 Prozent, was mehr ist als die Treasury Bills abwerfen. Die Aktie, mit einem Beta von nur 0.1 (also sehr defensive Anlage!) schloß gestern an der NYSE mit $31.22 auf Allzeithoch; in Berlin notieren sie zur Zeit mit €21.21.

riots_in_nyPhoenix Letter of Sep 18, 2011

BILD-online 19. Sept. 2011

Wer, wie wir, die immer heftiger und in immer kürzeren Abständen aufflackernden Unruhen allerorten wachen Auges und offenen Ohres registriert hat, weiß, daß dies einem Pulverfaß gleicht, das sehr bald in die Luft fliegen kann. Eine Schußwaffe wird dann zu einer Angelegenheit des Überlebens! Während politische Unruhen beunruhigend rasch zunehmen (Sackstark! warnte) und wer die sogenannten, fast täglich irgendwo stattfindenden, „Flash Mobs“ in den USA mitverfolgt, die höheren Kriminalraten registriert oder sich die Unruhen in London, wo man gar das Kriegsrecht und den Ausnahmezustand ins Auge faßte, nochmals vor Augen führt, kann erahnen, wie lukrativ eine Investition in die Sturm Ruger & Co sein kann. Die Firma hat Null Schulden, ein aktuell konsolidiertes P/E von 18 – und die Gewinne steigen wie wahnsinnig. Die Performance von Ruger übertraf diejenige des Goldes, und zwar über die Periode vergangener Monate, vergangener drei Monate, vergangener sechs Monate, vergangener drei Jahre und vergangener fünf Jahre bei weitem. Davon können andre nur träumen!

Der nachstehende Chart läßt den Goldpreis geradezu blaß aussehen, im Vergleich zur Performance der RGR. Während die Indizes allerorten um bis zu 30 Prozent in wenigen Wochen gefallen sind, steigt die RGR weiter und weiter und weiter… wie einst der gute alte VW-Käfer den Gotthard hoch.

rgr_chart

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Tödlicher Damen-Revolver, neu auf dem Markt seit Mai 2010.

Sturm, Ruger & Company steel-frame, .357 Magnum version of its Lightweight Compact Revolver (LCR).

ruger357_magnum_lcr

Der neue LCR-357 ist für $575 (460 Franken) mit allen dazugehörenden Accessoires wie Holster, Tempolader, etc. zu haben. Möglicherweise ist auch dies eine weise Investition für die Zukunft, kostet er doch gerade mal soviel wie ein Apple iPod WiFi, den heute fast jedes Schulkind mit sich rumträgt.

apple_ipod_wifiipod

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3 thoughts on “Finanzkrise: Gold oder Sturm

  1. Hallo Carolus

    Du hast mich gefragt weshalb mein Blog kommentiert ist. Hier die Antwort:

    1. Will ich mich einerseits vor unqualifizierten, rassistischen und beleidigenden Kommentaren schützen und…

    2. will ich mich gegen Spam Kommentare schützen.

    Beispiele von Spam-Kommentaren:

    Eingereicht von:
    Gunnar
    ipgreek dot com/surfdiva/
    Muncil607 ät gmx.de
    178.216.49.213 Eingereicht am 18.09.2011 um 18:18
    Toll, dass hier immer soviel Zeit vor dem Computer verbracht wird.

    Fredrik
    graffiticity dot livingblogs dot de/
    Riston552 ät gmx.net
    178.216.49.219 Eingereicht am 18.09.2011 um 17:49
    Netter Blog, gefaellt mir sehr.

    Freundliche Grüsse
    Alexander

    ADMIN EDIT: Spam-Links wurden deaktiviert.

    • Nein, Alexander, meine Frage lautete, weshalb du deinen Blog moderieren mußt. Dein hier plazierter Kommentar landete genau wegen der Spam-Links in unserem Spam-Ordner. Das ist Schutz genug.

      Wer moderiert, zensiert. So wird es zumindest in der Blog-o-Sphäre und auch von uns wahrgenommen. Speziell peinlich, wenn es sich auch noch um einen politischen Blog handelt! – Oder speziell aufschlußreich.

      • Zensur auf dailytalk.ch
        Und es wird bei dir schlimmer zensiert, als früher bei der Prawda! Mein, vor zwei Tagen abgegebener Kommentar ist von dir nicht freigeschaltet, sondern gelöscht worden, obwohl dieser alles andre als „unqualifiziert“, „rassistisch“ oder „beleidigend“ war.

        Im Gegenteil: Der Umstand, daß du aufgrund meines Kommentars sogar den ursprünglichen Text in deinem Artikel so abgeändert hast, daß mein Kommentar ins Leere laufen würde, beweist dies auf eindrückliche Weise. Dein, von mir kommentierter Satz im Artikel, wonach die Einwanderung unsere Sozialwerke zerstören würde, wurde mitsamt dem ganzen Abschnitt aus dem Artikel entfernt!

        Auch sämtliche (!) meiner früheren Kommentare auf dailytalk.ch wurden aus unergründlichen Motiven gelöscht: Beispiel 1, Beispiel 2, Beispiel 3.

        Wer soll dich so noch ernst nehmen können?

        Somit hast du die Frage, weshalb du deinen Blog moderieren mußt, mehr als eindrücklich beantwortet.

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