Lichtblicke aus der Zwangsjacke

Arroganter Kindermädchenstaat

Kindermädchen-Staat

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Immer wieder finde ich neue Helden, die mich wieder hoffen lassen. Soeben las ich in den britischen Zeitungen über einen, der es fertig brachte, gegen den widerlich klebrigen, zähflüssigen Strom der Politischen Korrektheit anzuschwimmen.

In Zeiten airbagschützender, verhätschelnder und infantiler Überregulierung schwingt meine Seele jedesmal zu neuen Höhen empor, wenn ich da draußen in der öden Sahelzone geistiger Leere des modernen Europas, für heute mal in Großbritannien, wieder einen Freiheitskämpfer ausmache, der mutig Widerstand leistet gegen die Übergriffe des Kindermädchenstaates; und ich lesen darf, wie dieser Bürokratenapparat sich abstrampelt, als gälte es, irgend einen Pedalo-Wettbewerb auf dem Lago di Maggiore zu gewinnen. Dann finde ich mich plötzlich überwältigenden Gefühlen ausgesetzt, die mich aus meinem Stuhl aufspringen und applaudieren lassen, gelegentlich mit dem Bedürfnis, ihn mit einer Medaille im Namen des jeweiligen Rathauses zu beehren.

So wie letzten Sonntag, als ich von meinen neuen Helden las. Ich spreche von einem Ehepaar aus Dulwitch, Süd-London, mit den Namen Oliver und Gillian Schonrock. Es war mir nicht vergönnt, dieses illustre Paar zu kontaktieren, da es mir nicht fair erschien, diese an einem Sonntag anzurufen, doch wenn die Zeitungen keinen Bockmist geschrieben haben, verdienen sie den Dank sämtlicher Briten sowie von uns allen. Unerschrocken nahmen sie das Schwert des gesunden Menschenverstandes gegen die aufgeblasene, enzephalopatische heilige Kuh des ungefragten Beschützertums und Sicherheitsfaschismus zur Hand. Und für diesen Affront werden sie natürlich von den Behörden verfolgt. Wir leben ja nicht mehr im 20. Jahrhundert, als Eigenverantwortung und Selbständigkeit noch eine Tugend waren.

Wie kommt es, daß wir überlebt haben?

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Das Vergehen

Was wollen sie? Sie wollen, daß ihre Kinder, acht und fünf Jahre alt, das Recht haben, die eineinhalb Kilometer entfernte Schule zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu besuchen. Sie haben zuerst rekognosziert und eine Route gefunden, die ihnen absolut sicher erscheint, mit einem »Fußgängerstreifen«, der von einer Lollipop-Frau oder andren Eltern bewacht ist.

Ach ja, Bern und die EU-Kommission unter den Mantel des Vertrags von Amsterdam (1. Mai 1999) Gender Mainstreaming wollen das Wort »Fußgängerstreifen« in »Zebrastreifen« umtaufen, so als gäbe es dieses Wort noch gar nicht. Da es dieses dennoch schon gibt, muß das andre abgeschafft werden, bis es dann im Duden in Klammern mit «veraltet» markiert ist. Somit muß also in der Konsequenz der altgediente gelbe Fußgängerstreifen allerorten in der Schweiz weiß umbemalt werden; oder hat schon jemand ein gelb-schwarzes Zebra gesehen? Der Leitfaden der Stadt Bern kostete unter 10 000 Franken und wird an die Angestellten abgegeben. Wer sich nicht dran hält, muß nicht mit Sanktionen rechnen. Egal ob Mann oder Frau.

Auch die Bundeskanzlei hat einen Leitfaden für die Mitarbeitenden beim Staat verfasst. Der geht sogar noch weiter. Auf 192 Seiten wird erklärt, wie man in welcher Situation geschlechtergerecht korrekt formuliert. Und auch die Liste der «diskriminierenden Wörter» ist länger. Statt Vater oder Mutter sollte man laut Bund besser «der Elternteil» oder «das Elter» schreiben. «Der Leitfaden ist für amtliche Publikationen verbindlich», sagt Isabel Kamber, Stellvertretende Leiterin Zentrale Sprachdienste, Sektion Deutsch.Man kann dies als depressiven Modetrend zwischen den Betonwüsten «grau in grau» erkennen, als Absatzförderung der Psychopharmaindustrie, als sinnlose Geldvernichtung oder als fahrlässige Steuerverschwendung. Das Beängstigende aber daran ist: Bald gelten nur noch vom Staat vorgeschriebene Wörter und Begriffe als politisch korrekt und den Thesaurus kann man in naher Zukunft getrost in den Mülleimer werfen. Die hochdeutsche Sprache stirbt einen qualvollen Tod.

Während Goethe noch ein Wortschatz von 50.000 und Shakespeare sogar einen von 80.000 Wörtern attestiert wird, rennt Bern dem EU-Irrsinn bereits voraus. Dort wurde kürzlich beschlossen, daß die Bezeichnungen »Vater« und »Mutter« frauendiskriminierend seien und statt dessen das künstlich geschaffene, bisher nicht existierente Wort »Elter 1« und »Elter 2« zu gebrauchen sei. Vorläufig nur in der Amtssprache. Dies ist zwar eine Unverschämtheit und eine unhaltbare Abwertung jeder Mutter gegenüber, was unsere Landesregierung aber kaum zu stören scheint, obwohl die Mütter dieser Welt allesamt laut aufschreien werden. Bald wird man einen »Elter« fragen: »Und – haben Sie schon geworfen? – oder tut das Ihr Elter demnächst?« Unsere Sprache wird bis 2050, dem von George Orwell bis zu diesem Zeitpunkt vorhergesehenen Abschluß des Neusprech immer erbärmlicher. Wer sein Buch »1984« noch immer nicht gelesen hat, sollte dies schnellstens nachholen – 2050 wird es dann zu spät sein.

In Wien sind ganze Stadtteile vorgesehen, in denen nur Frauen wohnen und leben dürfen. Wer die Ausgeschlossenen sein werden, die drinnen oder die draußen, ist noch unklar. Eines steht jedenfalls fest: Es findet eine Verweiblichung der Männer statt. Seit die Pille auf dem Markt ist, geht die Spermienzahl aller Schweizer Rekruten massiv zurück. Am Waadtländer Universitätsspital CHUV durchgeführte Untersuchungen zeigen, daß sich die Spermienzahl pro Milliliter Ejakulat bei Männern des Jahrgangs 1970 auf 20 Millionen halbiert hat – verglichen mit den 1950er Jahrgängen. Parallel zu dieser Entwicklung stellten die Urologen auch eine Zunahme von Hodenkrebs und genitalen Mißbildungen fest. 30 bis 40 Prozent der Auszuhebenden werden bei der Musterung für untauglich befunden und entlassen, bevor sie den Militärdienst überhaupt begonnen haben. Und das, obwohl seit 2003 nicht mehr alle Wehrfähigen aufgeboten werden, wie zuvor. Weitere 50 bis 60 Prozent werden während des Militärdienstes vorzeitig ausgemustert. Stand 2003! (Quelle)


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Pardon, ich schweifte leicht ab. Also, weil die Schonrocks dies taten, haben sie den modernen britischen Staatsapparat ziemlich herausgefordert und blamiert, nur weil sie genügend Vertrauen in ihre Kinder und die Sicherheit der Straßen Londons haben, so daß diese den Schulweg alleine unter die Füße nehmen dürfen. »Wir wollen ihnen ganz einfach die Freiheit unserer eigenen Kindheit mitgeben«, sagt Oliver Schonstock. »Wie jeder andre in unserem Alter, so verbrachten auch wir viel mehr Zeit mit unseren Spielkameraden in den Straßen oder Parkanlagen ohne elterliche Überwachung und ohne daß Eltern sich unangemessen darüber sorgten.«

Die Strafe

Doch so geht das heute nicht mehr! Was passierte den Schonrocks, als sie sich erfrechten, ihre Kinder alleine zur Schule zu schicken oder im Park spielen zu lassen? Sie wurden der Schulbehörde gemeldet und diese wiederum konsultierte das Regelbuch. Selber denken scheint nicht mehr erlaubt in Großbritannien. Oh, Oh, sagte die Schulbehörde: Gemäß den Richtlinien des früheren Departements für Kinder, Schulen und Familien muß die Schule festlegen, ob ein Kind möglicherweise auf dem Weg von und zu der Schule Schaden nehmen könnte. Sollte dies der Fall sein, müssen die Eltern gemeldet werden. So kam es, daß letzte Woche die Schonrocks den Rektor aufsuchen mußten wobei ihnen beschieden wurde, daß sie entweder die Kinder auf dem Hin- und Rückweg überwachen, oder diese sonst dem Sozialamt übergeben würden – Und ich denke mal, das ist ein absolut bescheuerter Erlaß, um es mal vorsichtig auszudrücken! Es zeigt aber vorzüglich, wohin sich unsere kranke Gesellschaft bewegt.

Mut zur Freiheit

Ich bin sicher, daß bereits viele Eltern beim Lesen dieser Zeilen nervös geworden sind in bezug auf die Sympathie zu dem Schonrocks. Sie mögen denken, sie seien etwas exzentrisch oder daß die belaubten Straßen von Dulwitch anders seien als anderswo in der Stadt. Doch der fundamentale Punkt ist, daß dies alleinige Sache der Eltern ist und nicht die des Staates. Sollte Herr und Frau Schonrock die Route sorgfältig evaluiert und die Vor- und Nachteile abgewogen haben, dann steht einzig und alleine ihnen das Recht zu, darüber zu entscheiden. Gilian Schonrock sagt, sie sei sehr zuversichtlich, daß die Vorteile für unsere Kinder die möglichen Risiken der »Gefahr eines Fremden«, des Straßenverkehrs und andrer Faktoren bei weitem überwiegen, und ich bin überzeugt, sie hat vollkommen recht. London ist heute eines der sichersten Großstädte der Welt, mit einer Jugendgewaltsrate von nur noch zehn Prozent während den letzten zwei Jahren, Diebstahl liegt bei zwanzig Prozent – und die Mordrate auf dem tiefsten Stand seit 1978.

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Freiheiten sind unveräußerliche Rechte!

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Sicherheitswahn

Natürlich kann niemand auf dieser vom Sicherheitswahn befallenen Insel selbstzufrieden sein, solange die andauernde Landplage der Messer- und Bandenkriminalität anhält. Dafür behalten die Briten ja auch die hohe Zahl an Polizisten, Überwachungskameras sowie die »Mannschaften« der Safer Neighbourhood, um genau diese Freiheit auch den heutigen Kindern zu ermöglichen, die wir selbst als Kinder auch hatten. Scheint mir nur fair zu sein.
»Mannschaft«: Dieses Wort wird übrigens auch abgeschafft und mit dem englischen Wort »Team« ersetzt, so als ob die deutsche Sprache nur Schimpfwörter enthielten! – Vielleicht will man aber auch nur von der Tatsache ablenken, daß Hitler ebenfalls ein solches Vorhaben voran trieb (Banane hieß damals Schlauchapfel), wenn auch als Bewahrer der deutschen Sprache, was ihn gleich etwas sympathischer erscheinen läßt, blendet man den ganzen Rest der unappetitlichen Geschichte mal aus.

Sorry, schon wieder abgeschweift! Wenn man etwas tiefer in die Psyche der Jungendbanden greift und sich fragt, was denn die Vorteile dieser Zugehörigkeit sind, so kommt man zum Schluß: Unsichere Menschen ohne Urvertrauen finden dort eine klar definierte Hierarchie, echte Beziehungen, Zugehörigkeitsgefühl und Geborgenheit innerhalb der Gruppe. Und mehr noch, sie dürfen junge Männer sein, die den Adrenalinkick und das Herausfordern sowohl rein biologisch als auch psychologisch brauchen um zu einem richtigen Mann heranzuwachsen noch richtig ausleben. Die Strukturen unserer Gesellschaft von heute, mit all den Ge- und Verboten, wo »Rasen betreten« bereits ein Offizialdelikt ist, lassen all dies nicht mehr zu. Addiert man dann noch die FemiFaschistischen Bemühungen des Gender Mainstreaming, so werden sich in absehbarer Zeit die männlichen Genitalien zurückbilden und letztendlich den einstigen Mann zu einem völlig überflüssigen Neutrum werden lassen mit der Folge, daß die menschliche Rasse aussterben wird. Was zwei Weltkriege nicht schafften, werden die FemiFaschisten mit links erledigen.

Ein Teufelskreis. Vater und Mutter, pardon, die Elter (was ist jetzt hier der Plural?) arbeiten sich halb zu Tode und sind kaum vor 21:00 Uhr zu Hause, bloß um überleben zu können und somit der Wirtschaft stets immer billiger als moderne Sklaven zu dienen, während dessen den Kindern die notwendige Geborgenheit für das Erlangen des überaus wichtigen Urvertrauens in den prägenden Jahren verloren geht, homöopathisiert und pasteurisiert bis zur Unkenntlichkeit.

Meine Prognose: Der Trend zum Bandentum ist bei uns erst am Entstehen, während er in den USA bereits immense Ausmaße angenommen hat, wo sich keine Polizei mehr hintraut!

In der Stadt Oakland an der Bucht von San Francisco sind Schiessereien an der Tagesordnung. Es ist einer der Städte in Amerika mit der höchsten Anzahl an Gewaltverbrechen. Am besten man zieht sich als Einwohner eine kugelsichere Weste an, damit man von den Geschossen die rumfliegen nicht getötet wird. Durch die Sparmassnahmen sind die Polizeikräfte erheblich reduziert worden und es herrscht mehr oder weniger Chaos dort. Alleine in den letzten Tagen kam es zu drei Schusswechsel, eines auf der Autobahn, dann im U-Bahnhof und am Sonntagabend eines vor einem Wohnblock. Lesen Sie bitte weiter…

8 thoughts on “Lichtblicke aus der Zwangsjacke

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  2. Na ja. Was soll man von Inselbewohnern erwarten, die sich eine Königin halten und auf der falschen Strassenseite Auto fahren.

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  5. Die armen Zebras, die werden missbraucht für die Fussgängerstreifen. Auch habe ich gelb gestreifte Zebras noch nie gesehen, aber die jetzigen FussgängerInnen-Streifen müssen sicher noch alle umgestrichen werden. Eigentlich ist es nicht zum Lachen, weil nämlich abertausende Steuerfranken versaut werden für solchen Schwachsinn. Warum wird das von oberen Stellen nicht einfach gestoppt? Aber mit dieser roten Regierung sehe ich schwarz!

  6. Fussgängerstreifen zu Zebrastreifen umzuwandeln wird nicht der letzte Schritt sein:
    die Tierschützer werden sich sicher melden und finden, dass dabei 1 Tierart bevorzugt wird. Kühe, Esel, Rehe … könnten sich diskriminiert finden

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