Basel: Annemarie Pfeifer (EVP) scheint überfordert (2)


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Zweiter offener Brief an

Frau Großrätin Annemarie Pfeifer (EVP BS)

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Betreff: Re: Feinstaub im Restaurant

Sehr geehrte Frau Pfeifer

Ich erlaube mir noch einige generelle Bemerkungen zum gegenwärtig grassierenden Gesundheitswahn, der ja nicht bei der Passivrauchphobie halt macht, sondern sich auch bereits in Alkoholphobie und Adipositasphobie manifestiert. In allen Fällen versucht man, oft mit pseudowissenschaftlichen Mitteln und auf Grund von Extremfällen sein eigenes, als vorbildlich betrachtetes Verhalten seinen Mitmenschen aufzudrängen. Als ob Politiker alle Lebensweisheiten intus hätten.

Gerade in der Politik, wo oft weittragende Entscheidungen getroffen werden, ist es wichtig, sich sachlich mit Themen auseinanderzusetzen, sie in einem weiteren Rahmen zu sehen und sich über alle – auch die unerwarteten – Konsequenzen klar zu werden. Lineares Denken muß systemischem Denken Platz machen. Politik, die sich der Verbreitung unbegründeter Ängste bedient, ist keine Politik sondern Stimmungsmache und Polemik.

Eine interessante deutsche Studie hat die Herzinfarkthäufigkeit von Anwohnern stark befahrener Strassen untersucht (die Studie wurde übrigens mit Sicherheit nicht von der Tabakindustrie finanziert). Das Ergebnis ist beängstigend:

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Es wurde eine Assoziation zwischen der Exposition gegenüber dem Straßenverkehr und dem Auftreten von Herzinfarkten innerhalb einer Stunde nach dieser Exposition gefunden. Das OR (Odds Ratio=relatives Risiko) für Nichtraucher wurde mit 2.72 errechnet. Die Zeitspanne, die die beobachteten Personen im Auto, im öffentlichen Verkehr, auf Motor- oder Fahrrädern verbracht hatten, war durchwegs direkt mit dem Anstieg des Risikos verbunden. Die Benutzung eines Autos war bei den beobachteten Fällen die hauptsächliche Expositionsquelle; allerdings gab es auch einen Zusammenhang zwischen der Dauer der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und dem Auftreten von Herzinfarkten innerhalb einer Stunde. – http://content.nejm.org/cgi/content/short/351/17/1721
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Diese Studie wird im Trend auch von der Schweizer SAPALDIA-Studie bestätigt. Ähnliche Studien lassen sich auch zum Krebsrisiko finden (http://www.upi-institut.de/upi44.htm).

Zur Erinnerung: Das relative Herzinfarktrisiko für einen passivrauchenden Lebenspartner eines Rauchers liegt gemäß dem Bericht des Bundesrates bei 1.25 (25%).

Im Klartext: nach einer Stunde im Straßenverkehr ist das Herzinfarktrisiko doppelt so hoch wie nach Jahrzehnten mit einem Raucher! Die Studie sagt nichts über das Herzinfarktrisiko eines Taxifahrers aus, der z. B. an der Klybeckstrasse wohnt und demzufolge vermutlich mehr als 12 Stunden täglich den Abgasen ausgesetzt ist, aber geringer wird es sicher nicht sein.

Damit dürfte die sonntägliche Ausflugsfahrt zu Kaffe und Kuchen wohl eher ein Risiko beinhalten als die Anwesenheit einiger Raucher in einem gut belüfteten Restaurant.

Frau Pfeifer, wenn Sie sich für die Gesundheit Ihrer Mitbürger einsetzen, wie können Sie da einfach wegsehen? Warum fordern Sie keine verkehrsfreien öffentlichen Räume? Warum ist Ihnen das Rauchverbot wichtiger, obwohl man dem Passivrauch leicht ausweichen kann, nicht aber den Substanzen in der Luft?

Interessant wäre sicher auch eine Studie über das Erkrankungsrisiko von Anwohnern der chemischen Industrie oder des Euroports. Der Bund könnte sicher leicht eine Million aus seinem Tabakpräventionsfond abzweigen, um eine solche Studie zu finanzieren, statt z.B. eine Plakataktion gegen Raucher auf den Genfer Verkehrsbetrieben zu sponsern.

Verstehen Sie mich richtig, ich bin weder gegen den Strassen- oder Flugverkehr, noch habe ich etwas gegen die chemische Industrie. Aber ich habe etwas dagegen, wenn man Mitmenschen mit pseudowissenschaftlichen Argumenten gegen mich aufhetzt, um mir einen politisch korrekten Lebensstil aufzuzwingen. Und ich habe etwas dagegen, wenn man Gastwirte enteignet, indem man ihnen das freie Verfügungsrecht über ihr Eigentum nimmt.

Sehr geehrte Frau Pfeifer, wie Sie sehen erwarte ich von Politikern, daß sie ihre persönlichen Präferenzen und Befindlichkeiten in den Hintergrund stellen und sich sachlich und umsichtig mit politischen Themen befassen. Wir brauchen nicht immer mehr Gesetze und Einschränkungen, wir brauchen mehr Eigenverantwortung, Selbstbestimmung und Toleranz. Und das läßt sich nicht mit Gesetzen regeln, ganz im Gegenteil.

Freundliche Grüsse

Bernd Palmer

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Antwort

2008/5/12 Annemarie Pfeifer <Annemarie.Pfeifer@gmx.ch>:

Sehr geerter Herr Palmer

gerne sende ich Ihnen den Text meiner Interpellation zu, der, wie sie sehen sehr moderat ist und keinerlei Angriffe auf Herrn Conti beinhaltet.Die Presse neigt wohl dazu, einen sachlichen Inhalt in etwas akzentuierterer Form zu bringen. Manchmal mehr, als den involvierten Politikerinnen lieb ist…

Zum Thema Passivrauch gibt es viele Studien. Ich könnte ebenso eine Liste zusammenstellen, welche vor allem auch den positiven Einfluss von rauchfreien Gasttätten auf die Gesundheit der Mitrabeitenden und Gäste belegen. Das ist aber nicht notwendig, denn die Regierung zeigt in ihrem Bericht zur Initiative „Schutz vor Passivrauch“ ja auf, dass Schutz vor Passivrauch notwendig und ist. Dass Handlungsbedarf besteht und die Mehrheit der Bevölkerung rauchfreie Restaurants wünscht, scheint allen klar zu sein. Für Raucher sehen wir ja unbediente Funoirs vor. Der Streitpunkt besteht nur noch in der Art des Nichtraucherschutzes und im Timing. Die Abstimmungen, welche in etlichen Kantonen klar zu Gunsten rauchfreier Restaurants ausgingen, weisen die Richtung.

Ich schätze Ihr Mitdenken und auch Ihre konstruktive Kritik.

Mit besten Grüssen,

Annemarie Pfeifer

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Genußfeindliches Missionieren

Soweit der offene Brief von Bernd Palmer mit Antwort der Annemarie Pfeifer, EVP-Großrätin BS zu ihrer eingereichten Interpellation 33, die noch mehr Einschränkungen fordert und eine Volksabstimmung forcieren soll, bevor der ganze Hoax um den Passivrauch uns allen sehr bald um die Ohren fliegt. Fast monatlich fallen die sogenannten Beweise wie Kartenhäuser in sich zusammen, liest man Nachrichten von Korruption und Haftstrafen involvierter Tabakgegner wie den zu drei Jahren Haft verurteilte oberste Anti-Raucher, der 2005 das Rauchverbot in Italien einführte. Die Leute lassen sich das, sichtbar an den Zuständen in Deutschland, wo die CSU die größte Wahlschlappe seit Bestehen aufgrund des Rauchverbotes einstecken mußte, nicht mehr bieten. Sie sind kritisch geworden und werden es immer mehr. Bevor auch die Schweizer aufwachen und solches in der Schweiz geschieht, soll noch möglichst bald eine Abstimmung stattfinden, die infolge der gestreuten Desinformationen der letzten Jahre auch Aussicht auf Erfolg hat – noch! Deshalb die Eile der Tabakgegner und Prohibitionsbefürworter! Dies wird insbesondere von der Lungenliga gefordert, die ihre Felle davonschwimmen und sich vermehrt der Kritik des Spendengeldmißbrauchs ausgesetzt sieht. Der Schweizer wacht naturgemäß stets etwas später auf als andere.

Wenn Frau Pfeifer schreibt, „zum Thema Passivrauch gibt es viele Studien“, sollte sie sich dann nicht auch vergegenwärtigen, daß nicht die Quantität, sondern die Qualität einer Studie von Relevanz sein und als Referenz für eine Güterabwägung von solcher Tragweite dienen sollte. Weiter sollte Frau Pfeifer sich die Studien entweder alle selbst zu Gemüte führen, oder bei Überforderung neutrale Stellen damit beauftragen. In den letzten Jahren konnte jeder Schweizer und jede Phobikerorganisation Steuergeld vom BAG beziehen (ein entsprechender Link war noch bis Februar 2008 auf der Webseite des BAG), sofern das Resultat seiner Arbeit zu Ungunsten der Raucher ausfiel, was explizit gefordert wurde. Im meinen Augen ist das Aufruf zum Betrug am Volke und seiner Steuergelder. War das Resultat der eingereichten Arbeit nicht zufriedenstellend gegen die Raucher, so existiert die Arbeit einfach nicht mehr oder liegt irgendwo in den Katakomben des BAG. Mehrere Jahre schon bezieht sich Thomas Zeltner in öffentlichen Reden, Seminaren, Anhörungen und beim politischen Lobbying auf „Studien“, unglaubwürdigen Zahlen und erwiesenermaßen getürkten studienähnlichen „Fakten“ ohne die Herkunft und Ableitung dieser Zahlen zu veröffentlichen. Sie wurden vom Schweizer Steuerzahler bezahlt und die Schweizer haben ein Anrecht zu sehen, wofür sie bezahlen. Auch haben die Schweizer ein Anrecht darauf zu wissen, worauf sich Zeltners haarsträubenden Aussagen beziehen und die Studien müssen von integren und neutralen Fachleuten auf ihre Richtigkeit, Reproduzierbarkeit und Relevanz überprüft werden. Jedem mündigen Bürger sollten diese „Studien“ schon längst zugänglich sein.

Es ist leider zu befürchten, daß diese Studien, ungeprüft kurz vor einer Abstimmung in den monopolisierten Medien und den Tageszeitungen konzertiert plötzlich erscheinen werden, denn Frau Pfeifer schreibt klar „von Art und Timing der Einführung des Nichtraucherschutzes“.

Man muß dazu wissen, daß Frau Pfeifer ihr Wissen aus den propagandistischen, manipulativen, schon längst widerlegten Pseudostudien bezieht, die aus Kreisen wie dem BAG mit der Galionsfigur des Gesundheitstalibans Thomas Zeltners an vorderster Front, der Lungenliga, Pro Aere und derlei Gruppierungen mehr kommen, welche wiederum allesamt aus dem WHO Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle in Heidelberg ihr angebliches „Wissen“ beziehen. Hier handelt es sich schon eher um eine Glaubenskongregation einiger Hypochonder, Phobiker und Fanatiker! Die Tabakprohibition ist das Endziel!

Frau Pfeifer bezieht sich also ausschließlich, wenn nicht gar absichtlich auf Mutmaßungen, Schätzungen und gezielt gestreute Fehlinformationen wenn sie schreibt, daß auch sie anderslautende „Studien“ anführen könne. Weiter schreibt sie wörtlich: „Das ist aber nicht notwendig, denn die Regierung zeigt in ihrem Bericht zur Initiative „Schutz vor Passivrauch“ ja auf, daß Schutz vor Passivrauch notwendig und ist“.

Dazu drei Fragen:

  1. Welche Regierung?
  2. Worauf stützt diese Regierung ihr „Wissen“? (DKFZ? BAG? Lungenliga? Pro Aere? Cipret? AT?)
  3. Was ist die (versteckte) Motivation dieser Initiative?

Diese erwähnten Fehlinformationen werden nun schon seit 7 Jahren gezielt in der Bevölkerung gestreut, um eine solche Initiative durchzubringen. Sie kommen allesamt aus dem offiziellen WHO Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle, welches dem Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg angegliedert ist. Daß es sich hier, wie der Name schon sagt, keinesfalls um Nichtraucherschutz geht, sondern eben um die Eindämmung des Tabakkonsums, sollte bereits genügen. Wem dies nicht genügt, der sollte sich zumindest fragen, weshalb man die Eindämmung des Tabakkonsums als Nichtraucherschutz verkauft, wo doch sämtliche Studien bei näherer Betrachtung Grimms Märchen in nichts nachstehen. Somit wird das an sich honorige DKFZ mißbraucht, um den an einem Tabakverbot Interessierten eine seriös angehauchte Plattform auf unseriöse Weise für unseriöses Handeln zu bieten. Das DKFZ ist jedoch eine Stiftung und die Arbeit des WHO Kollaborationszentrums verstößt gegen die Stiftungsstatuten. Dazu schreibt der „Bund mündiger Bürger“ (BmB) in einem offenen Brief vom 16. April 2008 folgendes:

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Zweiter offener Brief – DKFZ

An den Vorstand
Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg
Stiftung des öffentlichen Rechts
Im Neuenheimer Feld 280
69120 Heidelberg

16.04.2008

Sehr geehrter Herr Prof. Wiestler,
Sehr geehrter Herr Dr. Puchta,

zu Ihrem Schreiben vom 01.04.2008 ( zugestellt am 15.04.2008 ) nehmen wir nachfolgend Stellung:

Ihre Grundaussage, das DKFZ habe die Aufgabe, einen spürbaren Beitrag für die Krebsprävention zu leisten, ist durch die Satzung der Stiftung nicht gedeckt, wenn darunter gezielter politischer Lobbyismus verstanden wird – wie es beim DKFZ der Fall ist. Diese nennt ausdrücklich nur Forschung, Ausbildung und Weiterbildung als Zweck der Stiftung. Wir fordern Sie daher nachdrücklich auf, sofort alle Aktivitäten einzustellen, die nicht ausdrücklich dem vorgesehenen Stiftungszweck dienen. Dazu gehört insbesondere die politische Arbeit des Kollaborationszentrums der WHO für Tabakkontrolle.

Zu Ihrer Argumentation im Einzelnen:

Für die Erfüllung des Stiftungszwecks ist es völlig unerheblich, mit welchen Organisationen Sie zusammenarbeiten. Bei der Kritik an den Publikationen des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle handelt es sich sehr wohl um qualifizierten Widerspruch. Die vermeintlich sorgfältig geprüfte Validität der Veröffentlichungen wurde durch die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten sowie die Universität Karlsruhe (insbesondere am Beispiel des Garagenversuchs) ins Reich der Legende verwiesen. Wenn Sie sich auf wissenschaftliche Gremien, Fachgesellschaften, und Politiker berufen, wäre es hilfreich, diese auch tatsächlich zu benennen, um damit eine Nachprüfung zu ermöglichen.

Der BmB bleibt daher bei seiner belegbaren Darstellung, daß das WHO-Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle wissenschaftlich widerlegte nicht haltbare Erkenntnisse verbreitet. Der Garagenversuch wurde bereits erwähnt. Prof. Keil weigert sich nach wie vor, die zugrunde gelegten Daten und Rechenwege seiner Passivrauchstudie zu veröffentlichen, was ja auch die von Ihnen gerne zitierte DFG fordert. Welche Art von Krebsforschung das WHO-Kollaborationszentrum betreibt, ist Ihrer Antwort nicht zu entnehmen. Der BmB stellt daher fest, daß sich das Kollaborationszentrum hauptsächlich mit nicht satzungskonformer politischer Einflußnahme und Agitation beschäftigt.

Die Verwendung von Steuergeldern für diese Zwecke kann unseres Erachtens keinesfalls rechtens sein. Das Rechtsgutachten von Prof. Stern ist nur insofern ein Meilenstein, als es bestätigt, daß der EU in diesem Zusammenhang derzeit keinerlei Weisungsbefugnis gegenüber den Länderparlamenten zukommt, sodaß auf EU-Ebene erlassene Rauchverbote günstigstenfalls auf Liegenschaften von EU-Einrichtungen Gültigkeit haben.

Nicht unerwähnt wollen wir lassen, daß die satzungsgemäße Arbeit des DKFZ unsere volle Unterstützung genießt. Angriffe gegen das DKFZ liegen dem BmB fern. Die politische Arbeit des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle am DKFZ sollte allerdings mit sofortiger Wirkung eingestellt werden, da seriöse Forschung und politische Propaganda und Agitation per se miteinander unvereinbar sind.

Wenn Sie Ihr Gesprächsangebot präzisieren, sind wir gerne bereit dieses Angebot zu prüfen. Wir betrachten die Forderung, daß sich alle Abteilungen des DKFZ an dessen Satzung zu halten haben, eigentlich als Selbstverständlichkeit. Als verantwortlichem Leiter des DKFZ fordern wir Sie hiermit erneut dazu auf, die von uns kritisierten Mißstände umgehend zu beheben.

Der BmB fordert das DKFZ grundsätzlich dazu auf, sich in Zukunft satzungskonform zu verhalten und jegliche politische Agitation zu unterlassen.

Mit freundlichen Grüßen
Johannes Brender

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Ich wünsche mir von Frau Pfeifer, daß sie und Ihre Glaubensgemeinschaften (Passivtabakrauchmärchen und EVP) mit dem Kopf statt mit klerikalen Gefühlen führt, Glauben und Wissen nicht verwechselt und nicht opportunistisch ihre eigenen Interessen verfolgt. Sie hat als gewählte Politikerin dem Schweizer Volk, insbesondere den Baslern gegenüber eine Verantwortung, die sie bitte auch wahrnehmen möchte. Stagnierende, professionell deformierte Politiker sollten sich endlich mal auf die Suche nach der Wahrheit begeben, statt in blindem Automatismus regierungsobrigkeitsgläubig auf den Zug eines Bevormundungsstaates von mündigen Bürgern aufspringen und Zwinglis, Calvins und Luthers Genußfeindlichkeit wieder aus der Mottenkiste zu holen und diese mit Lust an der Macht und Erhabenheit über andere manipulativ zu predigen. Sie sollte sich wieder den wirklichen Problemen dieses Landes und des Kantons Basel-Stadt zuwenden. Statt Alkohol, Tabak und Dicke zu verfolgen (Interpellation Pfeifer), sollte sie sich besser weniger missionarisch gebärden, auch wenn das notgedrungen im Blut der Evangelischen Volkspartei liegt, und sich vom Kampf gegen die friedliche, baslerische Kneipenkultur lossagen. Suffragetten sind out! Letzten Endes ist diese Gesundheitshysterie nicht viel mehr als heiße Luft, ein Hype, der sich wie ein Mode-Parfüm wieder verflüchtigen wird – und die echten Probleme dieses Landes sind noch immer nicht gelöst, im Gegenteil, sie werden mit der Zeit unlösbar, da man dem Passivtabakrauch eine höhere Priorität einräumen will. Cervantes Don Quijote und die Bürger von Seldwyla sollten Frau Pfeifer als Lektüre aufs Nachttischchen gelegt werden.

Carolus Magnus

Vita Annemarie Pfeifer

Annemarie Pfeifer-Eggenberger (*15. November 1954) ist Individualpsychologische Beraterin SGfB, Seminarleiterin und Autorin mehrerer Bücher über Kindererziehung. Sie ist Präsidentin des Vorstandes von World Vision Schweiz und im Board of Directors von World Vision International. Politisch ist sie für die Evangelische Volkspartei im Grossen Rat des Kantons Basel-Stadt und im Einwohnerrat von Riehen. Annemarie Eggenberger wuchs im Thurgau auf, besuchte das Lehrerseminar in Kreuzlingen und unterrichtete einige Jahre Grundschüler. Nach ihrer Heirat mit Samuel Pfeifer war sie ein Jahr in Palästina, wo sich beide in einem Spital engagierten. Es folgte eine USA-Aufenthalt, wo sie sich zur Ehetherapeutin ausbildete. 1988 wurde ihr Mann als Chefarzt an die Psychiatrischen Klinik Sonnenhalde berufen. Neben der Betreuung der drei Söhne studierte Annemarie Pfeifer Individualpsychologie am Alfred-Adler-Institut in Zürich. Seit sie diplomiert ist, arbeitet sie teilzeitlich in der Klinik Sonnenhalde. Quelle Wikipedia

Anscheinend hat sie von Alfred Adler, dem bahnbrechenden Psychologen, wenig gelernt!

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