Kapnophobie: 250 Dollar für „Reinigung der Luft“

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Abenteuer-Reise für Raucher

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via nosmoking.lu

Vergeßt River-Rafting, Bungee-Jumping oder House-Running. Dem Raucher erschließen sich seit der weltweit mit öffentlichen Geldern geförderten und etablierten Kapnophobie im Segment Adventure-Travel ganz neue, ungeahnte Möglichkeiten.

Eine davon sei hier vorgestellt.

Mit dem ganz normalen amerikanischen Wahnsinn in vollendeter Perfektion setzt ein amerikanisches Reisebüro sein Versprechen an Kapnophobiker durch, seiner Kundschaft eine Nichtraucher-Kreuzfahrt anzubieten.

Bereits im ersten Monat mußten neun Passagiere das Luxusschiff MS Paradise irgendwo in der Karibik verlassen. Sie alle seien während den veranstalteten Fahrten beim Rauchen erwischt worden. In einigen Fällen reichte es sogar aus, daß Stewards Tabakrauch in den Kabinen rochen.

Die Teilnehmer der in Miami startenden siebentägigen Kreuzfahrt müssen allesamt eine Erklärung unterschreiben, wonach sie sich einverstanden erklären, irgendwo an Land abgesetzt zu werden, sollten sie während der Kreuzfahrt rauchen. Die Heimreise als Robinson Crusoe von einer möglicherweise unbewohnten Insel müssen sie dann selbst bezahlen.

Statt wie früher „Hart aber Herzlich“ lautet heute die Devise „Hart und Null-Toleranz“. Der Raucher darf sich noch (!) glücklich schätzen, nicht gleich als Hauptdarsteller seinem eigenen See-Begräbnis auf hoher See mittels Rutsche über Bord beizuwohnen, obwohl der Adventure-Thrill auf diese Weise sicherlich eine Aufwertung erfahren würde.

Zusätzlich muß der Delinquent noch vor Verlassen des Schiffes 250 US$ zur „Reinigung der Luft“ abdrücken.

Anmerkung

Wer den Ausdruck Kapnophobie noch nicht kennt: er setzt sich aus den beiden griechischen Wörtern capnos (Rauch) und phobos (Angst) zusammen. Es ist dies eine neuzeitliche Erkrankung, so neu, daß sie bisher noch nicht in den International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems (ICD-10) Katalog der WHO aufgenommen wurde – Zum Glück, denn unsere Vorfahren hätten nie als Weicheier, Warmduscher und Hypochonder am wärmenden Feuer in der Höhle damit überleben können, ja die Höhlenbewohner hätten gar unter Umständen nie gelernt, das Feuer zu kontrollieren und wir wären schon längst ausgestorben, was angesichts der heutigen Zukunftsaussichten vielleicht eine Gnade gewesen wäre.

Wikipedia

A disease is an abnormal condition of an organism that impairs bodily functions,[1] associated with specific symptoms and signs.[2][3] In human beings,“disease“ is often used more broadly to refer to any condition that causes extreme pain, dysfunction, distress, social problems, and/or death to the person afflicted, or similar problems for those in contact with the person. In this broader sense, it sometimes includes injuries, disabilities, disorders, syndromes, infections, isolated symptoms, deviant behaviors, and atypical variations of structure and function, while in other contexts and for other purposes these may be considered distinguishable categories. (Wikipedia)

6 thoughts on “Kapnophobie: 250 Dollar für „Reinigung der Luft“

  1. Wieder mal ein Beispiel für Realitätsverweigerung durch Leichtgläubigkeit
    Wie heisst diese KrankheiT
    Reality-Bushing (RB) ?

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