D-Mark oder Euro?

EUR 1,30 sind DEM 2,60

Die jährliche Teuerungsrate in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt im November auf den höchsten Wert seit 1994 gestiegen. Die Inflationsrate erreichte 3,0 Prozent nach 2,4 Prozent im Oktober. Zuletzt hatte die Jahresteuerung im Februar 1994 die 3-Prozent-Marke erreicht.

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Ich kann mich noch immer kaum gegen die ständigen Umrechnungen von Euro-Preisen in DM-Preise wehren: Mein Hirn wird fast immer die rote Warnblinkanlage anwerfen, wenn der Wunsch nach einer Mini-Karaoke-Anlage wach wird, die jetzt nur noch 169 Euro kostet. 169 Euro? Das sind fast 340 Mark. 340 Mark für etwas, das nach dreimaliger Verwendung neben dem „uralten“ Gameboy landet? Also, ich bitte Sie…

340 Mark, das wären früher bei Lidl etwa drei randvolle Einkaufswagen gewesen …oder Pennymarkt … oder Aldi (ein paar von Ihnen werden sich jetzt an den alten Kanzlersong erinnern). 340 Mark, das wären damals auch 17 Kästen Bier gewesen (ohne Pfand). Je nach Marke sogar doppelt so viele… Oder aber im Jahr 2000 auch etwa 4 VW-Aktien oder noch besser (2001 nach dem 10:1-Split): mindestens eine halbe Porsche-Aktie.

Vielleicht sollte ich mich einfach daran gewöhnen, dass die damaligen DM-Preise heute eben Euro-Preise sind. Das macht das Leben vielleicht einfacher. Da fällt es einem auch viel leichter beim Trinkgeld nicht so zu zaudern.

„Eine Tasse Kakao, ein Bier und eine Cola, macht 8 Euro 10.“

„Hier, bitte, machen Sie 9 Euro“.

Nur Centfuchser (und alte DM-Umrechner) sagen hier mit gönnerhaften Lächeln: „Machen Sie 8 Euro 50.“ und sparen sich somit fast eine ganze Mark, erhalten dafür aber einen schiefen Blick von den umsitzenden Familien-Mitgliedern. Nur mein möglicher Schwiegervater, der hätte dafür Verständnis, der ist nämlich Schwabe.

So ist das heutzutage nun mal, 18 Mark für drei Getränke in einer stinknormalen Gaststätte. Ach so, sorry, sind ja nur 9 Euro…

Und dann auch noch diese Preiserhöhungen (nein, ich rede nicht von den Benzinpreisen, weil die werden wahrscheinlich noch viel schlimmer werden). Zum Beispiel McDonalds. Da erhöhen die doch einfach so den heimlichen Schlager aus dem Ein-Euro-Sortiment, den Chicken-Burger, auf 1,30 Euro. Von 100 Cent auf 130 Cent, von 2 Mark auf 2 Mark 60. Wo gibt’s denn so was? Früher wäre vielleicht eine Erhöhung von 10 % drin gewesen, also von 2 Mark auf 2 Mark 20 (wie damals beim Cheeseburger), aber 30% auf einen Schlag sind schon happig.

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Was bleibt uns? Die Schnäppchenjagd. Und zwar am besten an der Börse. Und falls Sie gerne mit Nichtrauchern bei McDonalds essen, könnten Sie sich langfristig über die Aktie des Highflyers gegen weiter steigende Burgerpreise absichern…

Mit freundlicher Genehmigung von
Tom Firley in Geldanlage Strategie

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