Säugling in Stall gefunden – Polizei ermittelt

24. Dezember 2007

Schreiner aus Nazareth und unmündige Mutter vorläufig festgenommen

BETHLEHEM, JUDÄA – In den frühen Morgenstunden wurde die Polizei von einem besorgten Ein-Euro-Jobber alarmiert. Auf seiner morgendlichen Jogging-Route entdeckte er eine junge Familie, die in einem Ziegenstall hauste. Bei der Ankunft der alarmierten Polizei und den, von diesen angeforderten Sozialbediensteten, fanden diese einen in billige Stoffetzen gewickelten Säugling, der von seiner vermutlich erst 14-jährigen, angeblichen Mutter, einer gewissen Maria H., wohnhaft in Nazareth, in eine Futterkrippe gelegt worden war und unbeaufsichtigt darin schlief.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind wehrte sich der, später als Joseph H., wohnhaft in Nazareth, identifizierte Mann, gegen die Absicht der Vormundschaftsbehörde, seine Freundin und sein Kind festzunehmen und in den Polizeiwagen zu verfrachten mit derart wilder Vehemenz, daß er mit einem Taser ruhig gestellt werden mußte. Weitere Hilfe erhielt Joseph H. von den dort ansässigen Hirten sowie drei hoch dekorierten Diplomaten unbekannter ausländischer Herkunft und es dauerte eine volle halbe Stunde, bis die Polizei die Widerstand leistenden ebenfalls mittels Tasern dingfest machen konnte. Auf die Frage, weshalb dies so viel Zeit beanspruchte, meinte ein nicht näher genannt werden wollender Polizist am Tatort: „Diese Taser sind aus Amerika und im Urzustand für den Menschen tödlich. Da wir gerade eine neue Lieferung erhielten, hatten wir noch nicht die notwendige Zeit, die Taser auf Europäisches Recht einzustellen, so daß die Voltzahl wohl etwas zu niedrig eingestellt war.“

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als „weise Männer“ dreier, nicht näher bezeichneten östlicher Länder ausgaben und abgelaufene diplomatische Pässe ohne biometrische Daten besitzen. Sie alle berufen sich auf ihr Schweigerecht und tragen nicht zur Aufklärung des Falles bei. Sowohl die Polizei als auch die Zollbehörden rufen deshalb die Bevölkerung auf, Hinweise zu möglichen Beobachtungen und Angaben zu möglichen Absichten dieser drei Männer, die sich offensichtlich illegal im Land aufhalten, bei der nächsten Polizeistelle zu melden. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, daß sie keinerlei weitere Identifikationspapiere auf sich trugen, aber im Besitz von Gold sowie einigen möglicherweise verbotenen, pflanzlichen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihn aufgetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur genauen Bestimmung dem forensischen Labor in Würzburg zugeführt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird zu seinem Schutz bis auf weiteres geheim gehalten. Es wird nicht mit einer baldigen Aufklärung des Falles zu rechnen sein, da langwierige und mühsame Recherchen im Nahen Osten vonnöten sein werden. Auf Anfrage teilte eine Mitarbeiterin der Vormundschaftsbehörde mit: „Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir haben ein Amtshilfegesuch den Behörden in Nazareth zugestellt um insbesondere die Frage beantwortet zu bekommen, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen.“

Maria H. wurde vom Kreiskrankenhaus in Bethlehem nach Deutschland in die psychiatrischen Abteilung der Uni Würzburg überführt, wo sie sich medizinischen und psychiatrischen Tests unterziehen muß. Ihre Äußerung, sie sei noch immer Jungfrau und der Säugling sei der Sohn Gottes, lassen den Verdacht einer schweren psychischen Störung vermuten.

In einer ersten, offiziellen Verlautbarung der Leiterin, Dr. Myrrhe Mescalin, Forensische Psychiatrie, Uni Würzburg wird mitgeteilt: „Mir steht es nicht zu, den Menschen nach seinem Glauben zu beurteilen. Wenn hingegen der Glaube, an was auch immer, ein neugeborenes Leben und somit unsere Altersrente gefährdet, dann müssen diese Gläubigen als staatsgefährdend eingestuft werden. Schäubles Ministerium wurde bereits über die aktuelle Lage des Falles unterrichtet und [zensiert]. Die Tatsache, daß hier Drogen im Spiel sind lasse vermuten, daß die Frau möglicherweise einen, durch Drogenkonsum ausgelösten, irreparablen neurologischen Schaden erlitten hat und wohl um eine lebenslange Verwahrung nicht umhin kommt. Die andern Beteiligten werden nach intensiver Therapie voraussichtlich in fünf bis zehn Jahren wieder als vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft entlassen werden können. Mehr darf ich zum heutigen Stand der Dinge nicht sagen – außer, daß ich versichere, allen Beteiligten die bestmögliche Behandlung angedeihen zu lassen und ihnen gute Fortschritte im Genesungsprozeß wünsche.“

Kurz vor Redaktionsschluß erreichte uns noch folgende Meldung: „Die anwesenden Hirten behaupten allesamt unumstößlich, daß ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln auf dem Rücken und über dem Boden schwebend ihnen befohlen hätte, alles stehen und liegen zu lassen und der Sternschnuppe am Himmel zu folgen, welche sie zu diesem Stall geführt hätte, um das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen„. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: „Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede einer Gruppe Vollgekiffter, die ich je gehört habe.“

Frohe Weihnachten!

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2 thoughts on “Säugling in Stall gefunden – Polizei ermittelt

  1. Der Taser, die neue Waffe, die mit Sicherheit auch in Europa kommen wird.

    Die Gefahr des Tasers besteht darin, dass die Bereitschaftsschwelle zu seinem Einsatz aufgrund seiner vermeintlichen Ungefährlichkeit ungemein niedrig ist. Polizeibeamte, die über den persönlichen Schutz eines Tasers verfügen, werden weniger lange überlegen, ob ein körperlicher Einsatz notwendig oder verhältnismässig ist. Schon die verbale Renitenz eines vermeintlichen Gesetzesübertreters kann zum Einsatz des Tasers führen (wobei der Polizeibeamte in Abwesenheit von Zeugen natürlich zu seiner Entlastung behaupten wird, er sei tätlich angegriffen worden).

    Nach Auskunft von Personen, die getasert wurden, führt die elektrische Ladung zur Lähmung des gesamten Körpers und ist nicht nur extrem schmerzhaft sondern auch psychisch unerträglich, da mit extremen Angstgefühlen verbunden.

    Schon der psychische Schock kann zum Tod führen.

    Taser gegen schwangere Frau

    Taser gegen Vater eines Schulkindes

    Taser gegen verwirrten Raucher

    20-Jähriger gestorben

    In der eigenen Wohnung mit Taser geweckt

    Junger Radfahrer

    Autofahrer bei Disput über Verkehrsübertretung getasert (Warnung: schockierend). Man beachte das vermeintliche Delikt. Auf schnurgerader Strasse in der Wüste, 40-Miles-Limite

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