Über das Rauchverbot zum Polizeistaat

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Rauchverbote und ihre Folgen

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Rauchverbote werden immer teurer und mehr und mehr zu einem Ärgernis für die gesamte Bevölkerung. Eine dieser zahlreichen negativen Folgen sind die Zigarettenstummel auf den Straßen, da in geschlossenen Räumen nicht mehr geraucht werden darf und sich die Straße als einzig noch verbliebener Ort zum Rauchen anbietet. So kommt es, wie es vorauszusehen war. Was sonst nur während der Fastnacht bei Konfettischlachten zu beobachten war, findet sich jetzt das ganze Jahr hindurch auf den Straßen. Zigarettenstummel sind klein und bereiten gerade deshalb der Straßenreinigung große Sorgen. Früher drückten die Raucher ihre Kippen im Aschenbecher am Bürotisch oder im Restaurant aus. Doch immer öfter landen die Zigarettenstummel nun auf der Straße. Weil vielerorts Rauchverbote verhängt werden, weichen die überangepaßten Raucherinnen und Raucher Schafherden gleich ins Freie aus.

Die schönsten Berge an Raucherhinterlassenschaften finden sich vor Bürogebäuden und Restaurants mit Rauchverbot. Auch vor den Eingängen zu den Hauptbahnhöfen der SBB entsorgen viele Raucher schnell ihre Zigarette, bevor sie das Areal mit Rauchverbot betreten. Die Zwängerei der Misokapnisten ufert ins Unerträgliche aus.

Somit bestätigt sich die Regel, daß jedes neue Verbot jedesmal einen ganzen Rattenschwanz an weiteren Verboten nach sich zieht. Dieses Circulum Vitiosum akzelleriert sich zu einem Perpetuum Mobile und es dauert nicht mehr lange, bis es zu einem Selbstläufer wird.
Gehängt soll er werden, derjenige, der die Büchse der Pandora geöffnet hat.

In Bern reagiert man bereits vor dem offiziellen Rauchverbot, welches am 1. Juli 2009 in Kraft treten soll. Wer in Bern seine Kippe einfach auf die Straße schmeißt, kann gebüßt werden. Die Abfallsünder müssen 40 Franken bezahlen. Die Stadt plant nämlich, weiterhin nicht nur mit Aufklärung, sondern auch mit Bussen gegen Abfallsünder vorzugehen. Derzeit laufen Verhandlungen mit der Kantonspolizei, die dafür zuständig ist.

Also, liebe Raucherinnen und Raucher, der Tarif wurde von den Organisationsmenschen durchgegeben und Sackstark rät zur passiven Gegenwehr: Flippt die Zigarette mit Daumen und Mittelfinger in irgend einen Busch, zielgenau in einen Abfalleimer der schön mottet, oder laßt sie ganz unauffällig beim Laufen 1 Meter nach vorne aus der Hand gleiten um sogleich beim nächsten Schritt draufzutreten, denn ohne kostspielige DNA-Analyse kann niemand beweisen, daß der Stummel nicht schon zuvor dort lag, falls dies von einem Polizisten überhaupt wahrgenommen wird. Ich bin schon heute auf den unnötigen Leerlauf eines Bundesgerichtsurteils gespannt!

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