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Anlagetipp

Commodities

Kokain, Tabak oder Bier

Alle drei werden leider nicht an Börsen gehandelt

L.

london-big-ben-schneeSeit 1930 erfreuen oder nerven sich die Londoner erstmals wieder an liegen gebliebenen Schneefall. Dies ist in Großbritannien eine echte Sensation. Doch Schnee ist nicht immer Schnee.

In der Londoner City, dem kleinsten Londoner Stadtteil, in dem sich die geballte Macht des Geldes konzentriert, sind Hunderttausende nur damit beschäftigt, Geld zu verschieben, zu verlieren, zu verspekulieren – aber auch auszugeben. Durch die Finanzkrise werden nun Zehntausende von Vermögensverwaltern, Hedge Fonds-Managern und sonstige Dienstleister entlassen. Darunter auch Tausende der sogenannten «Yuppies» (Young Urban Professionals) und auch einige, mit denen niemand Mitleid hätte.

So kommt es wie es kommen mußte. Weniger Einkommen bedeutet weniger Kaufkraft. Dies gilt nicht nur bei Tabak, Bier und Whisky. Wie der britische »Telegraph« berichtet, fällt gleichzeitig mit den Aktien auch der Preis von Kokain dramatisch. Somit hätten wir eigentlich den Beweis, welche Berufsgruppe am meisten kokst.

Durch die Prohibitionsbemühungen legaler Drogen wie Alkohol oder Tabak durch Regierungen fanatischer Puristen, die diese mit raubritterischen Wuchersteuern belegen und die Welt vor angeblichen Gefahren unverhältnismäßig in Angst und Schrecken versetzen, wichen die Londoner lange vor der Finanzkrise auf das steuerbefreite Kokain aus, denn der Staat darf illegale Drogen nicht besteuern – er überläßt das Steuersubstrat lieber der Mafia, als daß er es legalisieren würde.

Aber es kommt noch besser. Das britische Innenministerium vermeldete, daß der Straßenpreis, je nach Reinheit, für ein Gramm Kokain auf 20 bis 40 Britische Pfund GB£  (33 bis 66 Franken) je Gramm gefallen ist. Vor zehn Jahren lag der Preis noch bei ca. 74 bis 77 GB£ (122 bis 127 Franken) je Gramm. Diese Angaben wurden aufgrund polizeilicher Ermittlungen festgestellt.

kokain-linieFür nicht Eingeweihte sieht das so aus: Aus einem Gramm Kokain kann man 10 bis 20 sogenannte «Lines» bauen, die dann mit einem zusammengerollten Geldschein oder leeren Kugelschreiber direkt in die Nase gezogen wird – ähnlich wie Schnupftabak. Im Yuppie-Jargon nennt man Koks auch Schnee und das Schnupfen sniffen. Somit kann man sich in der Londoner City derzeit eine Linie Kokain für läppische 2 bis 2.50 GB£ (3.30 bis 4 Franken) reinziehen und bezahlt dafür erstmals in der Geschichte Londons weniger als für einen Pint (5.7 dl) Bier, der zurzeit 2.75 GB£ (4.60 Franken) kostet.

Simon, ein Bekannter aus GB-Nottingham, berichtet Sackstark weiter, daß eine Packung Zigaretten heute im Schnitt GB£ 5.45 (9 Franken) kostet, je nachdem, wo und welche Marke gekauft wird. Für eine Schachtel Zigaretten (20 Stück) kann man in London bereits zwei Pints Bier (1.14 Liter) oder drei «Lines» Kokain kaufen.  Man darf sich ausmalen was geschieht, wenn die WHO ihr Ziel einer völlig tabakfreien Welt tatsächlich erreicht und das heutige Rauchverbot gesetzlich als illegale Droge verankert wird.

Aus rein wirtschaftlichen Gründen ist man als homo oeconomicus in London also vor die Wahl gestellt, den Bierkonsum zugunsten des Kokainkonsums zurückzustellen. Mit andren Worten: Es ist billiger geworden, Kokain zu sniffen, als Bier zu trinken! Welch interessante Folgen die unausgegorenen Prohibitionsbemühungen doch haben können.

P.S.

Vor der Finanzkrise war das GB£ volle 25 Prozent mehr wert; Der Wechselkurs sank 2008 innerhalb weniger Tage von 2.21 Franken auf heute 1.65 Franken für 1 britisches Pfund Sterling. Im Januar 1972 betrug der Wert noch 10 Franken! In noch früheren Jahren 20 Franken.

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9 Comments to “Schnee in der Londoner City”

  1. [...] besser. Es werden wieder mehr illegale Genußmittel konsumiert als zuvor und die Preise sinken trotz erhöhter Nachfrage. Von Staat einseitig mit seinem Gewaltmonopol illegalisierte Pflanzen sind oft der letzte Ausweg in [...]

  2. Erhard Lang sagt:

    Psychotrope Mittel sollten man im Einzelfall für sich bei denen, die heute noch diesen irren Krieg gegen Drogen meinen, führen zu müssen, lizenzieren und sich abholen gehen können, selbst wenn man, solange das Geld nicht abgeschafft ist, dann Steuern zahlt.

  3. Erhard Lang sagt:

    Psychotope Mittel sollte man im Einzelfall für sich bei denen, die heute noch meinen, diesen irren Krieg gegen Drogen, führen zu müssen, lizenzieren und sich abholen gehen können, selbst wenn man, solange das Geld nicht abgeschafft ist, dann Steuern zahlt.

  4. [...] an 43. Stelle, in den 1930ern noch an erster Stelle! In Großbritannien ist ein Snuff Kokain billiger als ein Pint of Beer. Der THC-Gehalt eines Haschisch-Joints ist seit den 1970ern um das 25-fache angestiegen. Dennoch [...]

  5. [...] britischen Pubs die Wirtschaftskrise und die maßlos überrissenen Biersteuern zu. Ein Snuff Kokain ist heute billiger als ein Pint of Beer. szu=’http%3A%2F%2Fwww.sackstark.info%2F%3Fp%3D13792′; [...]

  6. [...] – und was für einer! In England sieht man derzeit den schlimmsten Winter seit 1981 und auch London hat es direkt getroffen, wo normalerweise recht wenig bis überhaupt kein Schnee im Jahr fällt. [...]

  7. [...] dessen Konsum jedoch nur über die legalen Drogenbarone der Pharmamafia straffrei möglich ist. Coca-Blätter, seit Jahrtausenden traditionsgemäß ftäglich von den südamerikanischen Indios gekaut, Ganja, [...]

  8. [...] Finnland bereitet sich bereits auf die Illegalisierung des Tabaks vor, als wäre es Heroin.  Kokain ist heute in London billiger zu haben, als ein Pint of Beer. Zu verdanken ist dies den militant fanatischen Gruppierungen von [...]

  9. [...] DEA das Gegenteil behauptet, um ihre War on Drugs [5]aufrecht erhalten zu können. Heute ist ein Sniff Kokain billiger als ein Halbliter (metric pint) Bier in London – und das Alkoholverbot unter dem [...]

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