Rauchen Sie? – Verteidigung einer Leidenschaft

Buchempfehlung

Ich möchte heute auf ein eindrückliches Buch aufmerksam machen, das im vergangenen Jahr erschienen ist und viele qualifizierte Argumente gegen die aktuellen Anti-Raucher-Kampagnen liefert. Es ist sowohl für Raucher wie auch normale und nicht militante Nichtraucher geeignet.

Es beliefert aber auch mich mit einem gesundem Menschenverstand von Einsichten, Motivation und Hinterfragungen gegen den Bemutterungsstaat und des, in der westlichen Welt grassierenden Verbots- und Überwachungswahns, ausgelöst durch 9/11 und dem ‚Homo Bushini & Co‘, dessen Wahn und die Aufdeckung der Mechanismen der sich mehr und mehr in der Politik oberlehrerhaft ausbreitenden

„ich weiss besser was für dich gut ist als du“-Mentalität

und wie sich diese Sucht des Kontrollwahns der Zwangsneurotiker, der analfixierten unaufgelösten Traumata aus der Kindheit in den ersten 1.5 bis 3 Lebensjahren durch das Verbot der Eltern, sich nicht beschmutzen oder beflecken zu dürfen, die bisher eh nie eine Kneipe besucht haben und auch bei sogenannter Rauchfreiheit es nie tun werden.

Oft sind es Zwangsneurotiker, die einen Wasch- oder sonstwie einem Sauberkeitswahn unterworfen sind und am liebsten einen Partner hätten, der entweder so wie die Mutter ist (war), masochistisch oder mangels Selbstsicherheit und -bewusstsein lieber am Rock des Staates hängen, unfähig, einen eigenständigen Gedanken selbst zu fassen.

Beruflich sind sie meist im mittleren Kader als Buchhalter, Consultant, Hauptschullehrer oder Staatsbeamte (Steuern, u.a.) – Arbeitslose oder desorientierte und desinllusionierte Hausmänner tätig. Der Voksmund nennt diese, wie so oft treffend, als ‚mitlaufender Arschkriecher‘ (Analfixiertheit). Sie sind penibel und korrigieren jedes Komma, kontrollieren jeden Mitmenschen in ihrer Umgebung auf Gesetzestreue (Denunziantentum oder Blockwart) denn, so ihr Lebensskript,

„Ordnung und Obrigkeitsgläubigkeit muss sein“ – „und bist du nicht willig, so brauch‘ ich Gewalt“!

Für diese Menschen ist die Freiheit der personifizierte Teufel, denn sie selbst wissen nicht was Freiheit bedeutet, ist für sie somit nicht erstrebenswert, den sie wissen nicht was mit ihr anzufangen. Der grösste Horror für sie ist, wenn ihnen niemand vorschreibt, wo es lang zu gehen hat. Dann sind und fühlen sie sich verloren. Für einige, wie oben Beschriebene, ist das natürlich sehr erstrebenswert, da äusserst bequem, sich nicht selbst hinterfragen zu müssen – nicht denken zu müssen. Dies betrifft etwa einen Viertel oder sogar mehr unserer Gesellschaft.

Traurig – aber wahr!

Wenn dann die ganze ‚Chose‘ unausweichlich in die Hosen geht (US: when the shit hits the fan), wird bei vorhersehbarer Anklage vor Gericht gerne das Argument des (blinden) ‚Gehorsams‘ angeführt und dass man nichts hätte dagegen unternehmen können, ausblendend, dass sie die ganze Volksverhetzung, Diskriminierung und Spaltung der Gesellschaft (Bürgerkrieg) der Macht willen erst anzettelten.

Macht macht bekanntlich süchtiger als Tabak, süchtiger als jede andere Droge.

Wer sich dann so herausreden will, der darf sich meiner mir übelkeiterregenden Abscheu gewiss sein. Es sind dieselben zukünftigen, erbärmlichen Feiglinge, die, unfähig und gedanklich zu rigide sind, um zu ihren Taten zu stehen und dann, nicht demütig, sondern wiederum arschkriecherisch, versuchen werden, mitleidsheischend an unser Mitgefühl zu apellieren.

Mitleid wäre dannzumal die falsche Antwort bei konsequenter Anwendung des Grundgesetzes!

[Carolus Magnus]

Zitat von von der Heydt:

„Menschen sind unterschiedlichen Glaubens, unterschiedlicher Überzeugungen und haben unterschiedliche Lebensentwürfe. Deswegen sollten sich Menschen nicht gegenseitig verfolgen. Im Zweifel sollten sie lieber gemeinsam eine rauchen. Das ist am Ende gesünder.“

Imre von der Heydt, geboren 1964 in Köln, hat in München Neuere Deutsche Literaturgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaft studiert. Er arbeitet in Köln als Producer für eine Fernseh-Produktionsfirma im Bereich Fernsehkomödie, u.a. für die Serien „Ritas Welt“ und „Alles Atze“, für die er mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet wurde, sowie „Nicola“ (1998 mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet).

Der Verlag über «Rauchen Sie?»:
«In diesem faktengesättigten, informativen und bissig-ironischen Buch verbinden sich Kulturgeschichte und Gesellschaftskritik zur amüsanten Lektüre.»

Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft
von Imre von der Heydt
DuMont Literatur- und Kunstverlag 2005
255 Seiten, ISBN 3832179313

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Etwa 17 Millionen Menschen in Deutschland und schätzungsweise 1,1 Milliarden Menschen oder ein Sechstel weltweit teilen eine große gemeinsame Leidenschaft: Sie alle rauchen. Voller Lust, mit Liebe zum oder im blauen Dunst, werden sie wegen ihres Lasters beschimpft. Der moralische Druck auf die Raucher wächst. Sind Zigaretten, die noch bei den Stars aus Hollywood zum schönen Leben gehörten, tatsächlich so gefährlich?

Die Warn- und Verbotspolitik nimmt zunehmend absurde Züge an, die im krassen Widerspruch stehen zu einer Gesellschaft, die sich als modern, aufgeklärt und demokratisch versteht. Mit puritanischem Eifer wird überwacht und bestraft, als seien wir im vorbürgerlichen Zeitalter. Hat der rastlose Eifer gegen das Rauchen ganz andere Gründe? Viel Rauch um nichts?


  • Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft lädt ein zu einem »Tanz mit dem statistischen Teufel«, ins »Horrorkabinett der Inhaltsstoffe« und wirft einen kritischen Blick auf die vermeintlich er­drückende Beweislast der Mediziner.


  • Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft fragt nach den moralischen Wurzeln der modernen Anti-Raucher-Bewegung, beleuchtet die moderne Medizin und ihren Gesundheitswahn und berichtet vom amerikanischen Kreuzung der alt-neuen Puritaner gegen das Rauchen.


  • Rauchen Sie? Verteidigung einer Leidenschaft blickt zurück auf die Historie des Rauchens, als der medizinische Triumphzug des Tabaks und die Verbreitung des Rauchens in Kriegs- und Pestzeiten neben grausamer politischer Verfolgung stand, bis zur Rücknahme der Rauchverbote im Zuge der demokratischen Revolution von 1848.

Zugleich schreibt Imre von der Heydt über die Verführungen und die Annehmlichkeiten des Rauchens. Er plädiert für einen offenen und toleranten Umgang mit der Zigarette. In diesem faktengesättigten, informativen und bissig-iro­nischen Buch verbinden sich Kulturgeschichte und Gesellschaftskritik zur amüsanten Lektüre.

Über eine Veranstaltung mit Imre von der Heydt im März 2006 in Berlin wird u.a. -> hier informiert.


5 thoughts on “Rauchen Sie? – Verteidigung einer Leidenschaft

  1. Bitte QUELLE angeben, wo du das abgeschrieben hast, ansonsten ich von Gesetzes wegen diesen Beitrag löschen muss

    Kommentar aus Copyright-Gründen gelöscht

  2. Jeder darf, zumindest noch heute, mit seinem schwer verdienten Geld machen, was er will. Oder sind wir schon soweit, dass auch das noch per Gesetz vorgeschrieben werden soll? Der Staat nimmt bereits 50% vom Einkommen weg, um dann solch Schildbürger-Streiche und hirnlose Gesetze zu kreieren.

  3. Jeder Raucher weiß instinktiv, dass es lächerlich ist, gutes Geld für getrocknete, in einer Papierhülle zusammengerollte Blätter zu bezahlen, sie anzuzünden und dann krebserregende Teerstoffe in seine Lungen einzuatmen.

    Um solche Behauptungen aufstellen zu können, müsstest du

    a) jeden Raucher persönlich kennen und ihn danach gefragt haben.
    b) selbst ein Raucher sein.

    Aber eben, so sehen deine „Studien“ halt aus *grins*

  4. Prima Argument zur Befriedigung deiner selbst.

    Jeder Raucher weiß instinktiv, dass es lächerlich ist, gutes Geld für getrocknete, in einer Papierhülle zusammengerollte Blätter zu bezahlen, sie anzuzünden und dann krebserregende Teerstoffe in seine Lungen einzuatmen.

    Raucher können keinen vernünftigen Grund nennen, warum sie rauchen, aber wenn andere es auch tun, kommen sie sich nicht ganz so idiotisch vor.

    Raucher lügen ganz offensichtlich sich und anderen etwas vor, was das Rauchen angeht. Dazu sind sie gezwungen.

    Um nicht alle Selbstachtung zu verlieren, besorgen sie sich ihre Gehirnwäsche selbst.

    Das ist der eigentliche Sinn deines Blogs.

    EDIT: Du bist grössenwahnsinnig, dich als Hellseher auszugeben – such dir einen Psychiater oder hole dir ein Neuroleptikum, das auch wirkt!

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