Schweizer Verbotsepidemie blockiert Volk und Wirtschaft

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Unproduktiver Hyperaktivismus in 28 Schweizer Parlamenten lähmt Volk und Wirtschaft

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Zunehmende Verbote, Bevormundung und Bemuttern durch die Regierungen bestätigen den Trend zum Kindermädchenstaat und schränken die Eigenverantwortung eines jeden Einzelnen ein. Der Staat verkommt zu einem Kindergarten für erwachsene Bürger!

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2009 bringt der Schweiz nicht nur eine äußerst unangenehme Grippe-Epidemie, sondern einmal mehr, wie jedes Jahr seit dem 6. Dezember 1992, eine Unzahl neuer schikanöser Paragraphen. Unglaubliche 425 neue Erlasse sowie 60 Gesetze und Verordnungen mit Teilinkraftsetzung.

verbot_coke_pepsiKaum ein Bereich im Berufs- oder Privatleben, der nicht gesetzlich reglementiert ist. Die neuen Erlasse beinhalten Hirnrissiges wie eine Verordnung über die Verwertung inländischer Schafswolle, eine Verordnung zur beruflichen Grundausbildung von Holzbildhauern, Vorschriften über die Einfuhr von Vollmilchpulver, eine Verordnung über versuchsweise Abweichungen vom Reglement für die eidgenössischen Medizinalprüfungen oder eine Verordnung über die Lenkungsabgabe, also eine weitere Steuer, auf flüchtigen, organischen Stoffen (mit einer Änderung in bezug auf Propylenglykolmonometyletheracetat). Die Schweiz hechelt nicht etwa nur der EU nach, nein, sie überholt sie um Längen!

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Wer erfindet eigentlich diese Verbote?

Es braucht schon sehr viel Phantasie und der Wille zu gesellschaftlich völlig unnützem, dafür kostenintensivem, ebenso überflüssigem politischen Aktivismus, überhaupt noch Verbote zu finden, die noch nicht bestehen. Man könnte meinen, daß unter den Politikern eine Art stillschweigender Kodex herrscht der verlangt, daß einer, quasi als Aufnahmeprüfung in die classe politique, mindestens zehn Gebote in Kraft zu setzen hat, bevor er als einer der ihren gilt. Wer dieses Minimum an Verboten, Erlassen und Verordnungen mal in einem Jahr unterschreitet, ist auf dem absteigenden Ast. Es scheint, daß Politiker, genau wie im normalen Erwerbsleben, um ihren Job bangen und sich deshalb als besonders unersetzbar in Szene setzen müssen.

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Argumentationsnotstand & Volksverblödung

Das SECO will von den steigenden Arbeitslosenzahlen damit ablenken, indem sie neue Arbeitslose schafft.

Natürlich wird das nicht so direkt wie bei Sackstark kommuniziert, sondern Bundesbern gibt in elegant bester Behördenpropaganda-Sprache bekannt, daß für Tankstellen, die 24 Stunden geöffnet sind, bei der Mehrheit der Bevölkerung kein Bedürfnis bestehe, man also keine Bewilligungen mehr erteile, dies auch im Hinblick auf die Kaffee Alkoholprävention, obwohl jeder weiß, daß an Tankstellen keine alkoholischen Getränke angeboten werden. Zudem soll dadurch der Arbeitnehmer besser geschützt werden. Ha! Der Witz ist gut!

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Arbeitsplätze wegparagraphiert

Der so vom Schweizer Staat bevormundete Noch-Arbeitnehmer (niemand verlangt, daß einer dort arbeitet, wenn es ihm keinen Spaß macht!) wird also durch das SECO arbeitslos paragraphiert und auf Steuerkosten zwei Jahre beim RAV, dem regionalen Arbeitsvermittlungzentrum für Stellensuchende, mit 30 Prozent weniger Lohn und überissenen Sozialabzügen für diese vom SECO selbst installierte Irrenanstalt in Brockenhäusern, Straßenreinigungen, Scheinbetrieben oder Nähereien unproduktiv zwangsarbeiten müssen, denn seine Arbeit darf die noch nicht wegparagraphierte Wirtschaft nicht konkurrenzieren. Danach wird der ehemalige Noch-Arbeitnehmer der zuständigen Gemeindefürsorge zur Entlastung der Arbeitslosenstatistik und zur Belastung der kantonalen und kommunalen Steuerzahler übergeben. Ein altbewährter Trick, von Bankbuchhaltern abgekupfert, um die Arbeitslosenzahlen zu beschönigen. Weshalb sich der Bund solcher Schildbürgerstreiche ausgerechnet in der von der Finanzkrise ausgelösten Rezession bedient, bleibt auch Sackstark vorläufig noch ein Rätsel.

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Bedingungsloses Grundeinkommen

Wenn das Tempo der Verbotsanhäufung sich konstant und nicht akzellerierend verhält, so werden in etwa 30 bis 50 Jahren in der Schweiz nur noch Staatsangestellte oder vom Staat an staatsnahe, staatsabhängige Firmen ausgelagerte Betriebe Angestellte beschäftigen – mit einer Armee an Polizisten, zweifellos ein Beruf mit Zukunft, um all die Verbote, Erlasse, Gebote, Gesetze, Verordnungen oder Bußgeldbescheide mittels Staats-Überwachung durchzusetzen. Die Schweiz baut sich ihr Gefängnis somit schon seit langem selbst. Die andren, noch nicht Ausgewanderten werden eine lebenslange Apanage vom Staat und den noch vorhandenen Steuerzahlern erhalten. Somit ist der Weg dann frei zu einem Staate mit dem bedingungslosen Grundeinkommen ab Geburt. Laßt uns hoffen, daß dies nicht in einer Diktatur, sondern noch immer in Direkter Demokratie geschieht.

11 thoughts on “Schweizer Verbotsepidemie blockiert Volk und Wirtschaft

  1. Je mehr Beamte es gibt, desto mehr Gesetze gibt es. Schliesslich muss man die Leute irgendwie beschäftigen.

  2. Bis es mehr Polizisten und Ermittler gibt, als Einwohner…

    Überwachungkontrolleure aus der Brüsseler EU-Zentrale mit Spezialgenehmigungen…, im Privatleben rumzuschnüffeln.

  3. Gewerbefreiheit ist = auch Gewerbeunfreiheit. Die Freheit geht nur so weit, wie es die Gesetze erlauben.
    Art. 27-2 Bundesverfassung: freie Wahl des berufes, freier zugang zu einer privatwirtschaftlichen Erwerbstätigkeit und deren freie Ausübung.
    Aber:
    Art. 110 -1 a Schutz der Arbeitnehmer
    Art. 118 Schutz der Gesundheit

    Ich finde es gut, dass in der Schweiz die Arbeitszeiten, die Ferien usw. geregelt sind. Und ob es einen Tankstellenshop hat oder nicht ist mir egal. Tanken kann ich, wenn ich muss. Dafür gibt es entsprechende Automaten. Wenn es Shops hat, kann ich mal ein Sandwich kaufen, sonst nehme ich eines mit… Das hat auch mit XM – Xundem Menscneverstand zu tun! Es braucht nicht unbedingt Tankstellenshops nur damit das auch geregelt ist!
    Salut

  4. Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt es kein Bedürfnis nach Zigarettenautomaten : verbieten
    Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt es kein Bedürfnis nach dem „Blick“ : verbieten
    Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt es kein Bedürfnis nach Mint-Schokolade : verbieten
    Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt es kein Bedürfnis nach Casinos : verbieten
    Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt es kein Bedürfnis nach Badeanstalten : verbieten
    Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt es kein Bedürfnis nach ein er Steuerrechnung : verbieten
    Für die Mehrheit der Bevölkerung gibt es kein Bedürfnis nach neuen Gesetzen und Verboten : verbieten
    ……………

  5. @ Carolus: Es ist ja auch ein Mumpiz, von einem Tankstellenshop leben zu wollen. Man müsste einmal eine einfache Kostenrechnung anstellen! Es ist eine Frage der Grösse des Shops und eine Frage des Umsatzes. Einen Shop an einer Autobahn ist nicht das gleiche wie sonst wo!
    Wenn ich daran denke, dass an der alten Gotthardstrrasse einige Tankstellen und auch Beizen mit einem Miniangebot von Schweinsplätzchen und 4-Kant-Rösti (Pommesfrites) leben konnten, bis die A2 kam, dann ist doch alles klar. Versuche einmal etwas „Wirtschaftsgeografie von Gurtnellen zu betreiben! Ich habe sie alle persönlich gekannt, als der Ofen aus war und als sie bereit gewesen wären, einfachste Arbeiten in einer Fabrik zu leisten! Sie mussten sich den neuen Herausforderungen stellen. Drei Frauen haben das hervorragend geschafft => Hotel Gotthard Gurtnellen!

    @ kikri: Warum Verbote? Das regelt sich von selbst! Nur wenn es sich um Banken handeln würde, könnten sie mit Bundesunterstützung rechnen. casinos tragen nebenbei zr Finanzierung der AHV bei. Ist jeder selber verantwortlich dafür, dass die „Grosse Zahl“ gegen ihn ist! Steuern: was ist die Alternative? Gesetze: wie soll es anders geregelt werden? => Antimotz!

    • Ich glaube @kikri wollte nur klar machen, daß es so mit einer «Diktatur der Mehrheit» nicht mehr weiter gehen kann. In absolut jeder Argumentation wird ins Feld geführt: »Umfragen zufolge will die Mehrheit des Volkes…« oder »das Volk will keine…« – so als ob sie bereits jeden einzeln befragt hätten. Und wird jeder Einzelne befragt, dann werden die Fragen so gestellt, daß zwangsläufig das gewünschte Resultat dabei herauskommt. (Sie SBB – keine Raucher-Waggons). Siehe auch Strukturelle Ungleichheit der Waffen

      Zu deiner Steuerfrage: Warum wird eigentlich, statt das Einkommen, nicht die Energie besteuert? Das wäre in meinen Augen der effektivste Umweltschutz.

      Mit jedem Verbot kommen auch Kosten einher, diese durchzusetzen – ganz besonders beim umstrittenen Rauchverbot und dem kommenden Passivtrinkerschutz.

  6. Lieber Carolus, alle Menschen zu befragen wäre etwa gleich gescheit, wie wenn man, um sicher zu gehen, dass alle Zündhölzer funktionieren, man sie prüfen oder sämtliche Pariser ausprobieren würde…?
    Deshalb u.a wurden statistische Prüfmethoden eingeführt. Diese werden heute in der Produktion weltweit erfolgreich angewandt. Eine gezogene Stichprobe steht representativ für die Gesamtheit. Man ist längst von den Vollkontrollen abgekommen. Dies u.a. auch aus der Erkenntnis, dass, wenn jemand 1000 Schrauben aussortieren muss, er am Schluss wahrscheinlich einige zuwenig oder zuviel hat. Man löst es anders: 10 oder 10 x 10 oder… werden gewogen. Diese werden auf der Dezimalwaage als „Gewichtssteine“ verwendet. Die Bestellmenge wird danach abgewogen. Das ist schneller, genau so genau wie zählen und preiswerter.
    Warum soll eine Umfrage, wenn sie der Stichprobentheorie entspricht, keine zuverlässigen Daten auf die Gesamteit liefern? Ich gehe mit dir einig, dass eine Umfrage in einer Zeitung nicht representativ sein kann, weil vielleicht nur eine gewisse soziale Schicht, aber nicht alle dieses Blatt lesen. Das ist dann aber keine seriöse Umfrage. So was passt in die Regenbogenpresse.

    Die Steuerfrage: Früher wurde die Arbeit versteuert. Jedr zahlte den „Zehnten“. Später wurde gefordert, dass die Produktionsmittel besteuert werden müssten. Warum nicht? Aber man müsste dann Produktionsmittel noch definieren. Damals meinte man Maschinen. Aber ein Geldinstitut produziert auch etwasn icht nur Abfall im Papierkorb…! Es wäreschon zu überlegen, wie man die Lastesel der Nation entlasten könnte, indem man die Lasten „gerecht“ verteilt. Denken wir dabei aber an „italienische Verhältnisse“ Würde man dort Steuerhinterziehung echt ahnden, müssten viele Bürger viel weniger Steuern bezahlen!
    Kikri kann für sich selber reden. Ich interpretiere nicht, was er sagen könte, wollte, möchte, sollte, würde,,,
    Persönlich schätze ich sehr, dass es keine Raucherwagons mehr gibt. Aber das ist meine persönliche Sache!
    Die Energie ist in der Schweiz schon zur Genüge versteuert! Erstens wird die MwSt belastet, zweitens werden die Anlagen mit dem Segen des Staates mehrmals abgeschrieben und versuche mal eine Bude ausserhalb zu erstellen, dann bezahlst du noch für die Zuleitung. Und falls du Land hast und eine Durchleitung ist geplant, dann kannst du sehen, wieviel man dir dafür berappt!
    Salut

  7. Mein Lehrlingskamerad wurde an der Lehrabschlussprüfung nach dem damals, in unserem Anwendungsbereich, modernsten und besten Schmiermitteln gefragt (Molycote war gesucht). Ohne lange zu zögern nannte er „Geld“.

    Die Experten liessen die Antwort wegen der Originalität gelten.

    Das waren noch Experten mit Rückgrat – findet man heute immer weniger!

  8. Pingback: Passivtrinkerschutz: Schleichend durch die Hintertüre

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