Microsoft versendet Viren!

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Neues aus der Computer-Welt

Woche 44

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Sogar Microsoft versendet Viren

Microsoft hat zum weltweiten Anti-Piraterietag chinesischen Windows- und Office-Raubkopierern einen Denkzettel verpasst: Die saßen plötzlich vor einem schwarzen Bildschirm. Über die Echtheitsüberprüfung hatte Microsoft die chinesischen Anwender ermittelt, die illegale Versionen von Windows und Office nutzen. Die fehlgeschlagene Echtheitsüberprüfung führte dann pünktlich zum Microsoft veranstalteten Anti-Piraterietag dazu, dass Microsoft die Bildschirme schwarz werden ließ und dass sie für die nächsten 43 Tage einmal pro Stunde schwarz werden. Das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit will nun gegen Microsoft Klage einreichen.

Betrügerische Schutzprogramme boomen

In den letzten Monaten sollen hochgerechnet 30 Millionen Computer mit betrügerischen Schutzprogrammen verseucht worden sein. Diese Programme zeigen falsche Warnmeldungen an, die zum Kauf einer ebenso nutzlosen Vollversion nötigen sollen. Betrügerische Schutzprogramme spülen mutmaßlich sehr viel Geld in die Kassen von Online-Kriminellen. Der spanische Antivirushersteller Panda Security schätzt, dass derartige Programme seit Juni dieses Jahres auf ungefähr 30 Millionen Rechnern installiert worden sind. Nur ein Teil davon wird von Anwendern bewusst installiert, in vielen Fällen geschieht dies heimlich durch andere Schädlinge. Die falschen Antivirusprogramme nötigen mit Meldungen über vorgeblich gefundene Schädlinge zum Kauf von Vollversionen, die lediglich die Beseitigung der gar nicht vorhandenen Schädlinge melden.

Rechnen mit RNS-Molekülen

Forschern am California Institute of Technology ist es gelungen Schaltelemente aus DNS-ähnlichen RNA-Molekülen zu bauen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum biologischen Computer. RNS-Moleküle sind verwandt mit den besser bekannten DNS-Molekülen. Die Wissenschaftler haben nun RNS-Geräte gebaut, die auf einen chemischen Auslöser reagieren. Theoretisch könnten mithilfe der Caltech-Entwicklung also klassische Computer biologisch nachgebaut werden.

Samsung präsentiert weltweit dünnsten LCD-TV

Ein Zehntel Millimeter ist nicht gerade viel. In der Welt der LCD-Fernseher genügt Samsung diese Länge aber, um sich mit dem Titel «Dünnster LCD-TV der Welt» schmücken zu dürfen. Ein Titel, den zuvor Philips innehatte. Lange Zeit kämpften die Hersteller von Flachbild-Fernsehern in erster Linie darum, das Modell mit der größten Bildschirmdiagonale zu präsentieren. Mittlerweile ist zwar immer noch Gigantismus angesagt, doch kommt nun auch Minimalismus zum Tragen – bei der Dicke der Geräte. So stellte Philips auf der diesjährigen IFA einen LCD-TV-Prototyp mit 32 Zoll Diagonale vor, der gerade mal 8 Millimeter dick war. Samsung konterte nun mit einem 40-Zoll-Modell, das 7,9 Millimeter schmal und damit derzeit der weltweit dünnste LCD-TV ist.

Passwortmanager KeePass in neuer Version

Das Open-Source-Tools Keepass zur Passwortverwaltung ist kürzlich in der neuen Version 1.14 erschienen. Die neue Version ist laut Entwicklerangaben 100 Prozent abwärtskompatibel und enthält diverse Verbesserungen, Bugfixes und einige Neuerungen. Mit dem KeePass Passwort-Safe speichern Sie alle Ihre Passwörter, Zugangsdaten und TAN-Listen in einer verschlüsselten Datenbank, sodass Sie sich nur noch ein einiges Passwort merken müssen. KeePass ist für alle Windows-Versionen verfügbar.

Panasonic macht Ernst mit Brennstoffzelle

2012 will Panasonic Brennstoffzellen für den Endverbraucher verfügbar machen – was, sollte es denn Realität werden – einen ernsthaften Durchbruch bei der Energieversorgung von Mobilgeräten bedeuten würde. Panasonic hat diese Brennstoffzellen nämlich auf die Dimension geschrumpft, die den herkömmlichen Lithium-Akkus entspricht, so dass man sie einfach in den entsprechenden Slot einsetzen könnte. Das Volumen der Zellen, die mit hochkonzentriertem Methanol gefüllt sind, liegt bei 270cc. Eine 200-Milliliter-Tankladung Methanol soll laut Panasonic ein Notebook 20 Stunden lang mit Energie versorgen können. Und da man ja auch sonst noch etliche Stromfresser mit sich herumschleppt, will Panasonic auch noch einen Allround-Energiespender im Taschenbuchformat anbieten – bleibt die im wahrsten Sinne des Wortes brennende Frage, wie man diese Energiezellen dann an Bord eines Fliegers bringt

2008 ist ein Malware-Rekordjahr

Der norwegische Antivirenspezialist Norman berichtet, dass die Anzahl neuer Schadprogramme im aktuellen Jahr um mehr als 250 Prozent gestiegen ist. Immer mehr «freundliche Helferprogramme» entpuppen sich als Malware. «Im Jahr 2007 sind mehr Schadprogramme erstellt und verbreitet worden als in allen vorhergehenden Jahren zusammen. Für das aktuelle Jahr jedoch zeichnet sich ab, dass mehr Malware-Programme als legitime Software produziert werden», behauptet Sicherheitsspezialistin Norman. Zu den beliebtesten Malware-Programmen zählten derzeit falsche Antivirenprodukte, die dem Anwender Hilfe vorgaukeln, letztendlich aber nur Schaden anrichten.

Vorgeblicher Flash Player 10 ist Adware

Wer mit Google nach dem neuesten Adobe Flash sucht, findet noch vor dem ersten Treffer eine Anzeige für eine Fälschung, die sich als Adware erweist. Statt Sicherheitslücken zu stopfen, verseucht man sich den Rechner. Die gefälschte Adobe-Seite sieht dem Original ähnlich genug, um für echt gehalten zu werden. Der Download-Button schaufelt jedoch eine 68 KB große Datei namens «flash10_setup.exe» auf den Rechner, die keinen Flash Player, dafür aber Adware enthält. Sie installiert zwar auch den echten Flash Player, aber auch zwei nicht dazu gehörende Programmbibliotheken. Was diese anrichten, wird derzeit noch untersucht.

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