Papierverschwendung

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…vom Wochenende 23/24.08.2008

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Von Gastautor kikri

Das Wochenende bestand aus viel Papier und Druckerschwärze, bestach aber durch wenig Inhalt.

Samstag, 23. August

NZZ Seite 15

Ein Name fürs ganze Leben
Kommission verabschiedet Vorschläge

„Bern, 22 Aug (sda) Frauen und Männer behalten ihren Namen das ganze Leben. Bei Heirat können sie den Familiennamen wählen. Über den Familiennamen der Kinder müssen sie sich einigen. Können sie das nicht, gilt der Ledigname der Mutter. Diese Vorschläge einer Subkommission hat die Rechtskommission (RK) des Nationalrates mit 13 zu 5 Stimmen verabschiedet. Die Vorlage geht nun nach dreimonatigen Vernehmlassung zur Stellungnahme an den Bundesrat, bevor sie im Plenum behandelt wird, wie die Personaldienste am Freitag mitteilten. Ausgelöst wurde die Arbeit der RK durch eine Initiative von Susanne Leutenegger Oberholzer (SP, Basel-Landschaft), welcher der Nationalrat im Oktober 2004 oppositionlos Folge gegeben hatte. Ein erster Versuch, Eheleute bei der Wahl von Familiennamen und Bürgerrecht vollständig gleichzustellen, war 2001 im Parlament gescheitert.“

Das ist wie beim Sorgerecht:
Theoretisch haben es Mann und Frau untereinander auszuhandeln – Und bei Nichteinigung bestimmt die Frau. – Mit anderen Worten: die Frau bestimmt alleine, der Mann hat die Möglichkeit, sie von seinem Vorschlag zu überzeugen.

Tagesanzeiger Seite 1, Kommentar, Seite 27
Hohe Lebensqualität lockt immer mehr US-Firmen in die Schweiz

Steuern seien nicht der Hauptgrund, sondern Erreichbarkeit, Lebensqualität und Schulen seien wichtig.

Da hatten uns die Politiker doch etwas ganz anderes erzählt:
Die Steuern müssen runter, damit sich Weltfirmen und reiche Personen in der Schweiz ansiedeln.
Jetzt hört man, daß Erreichbarkeit (Ausbau und Instandhalten des ÖV und Strassen), Lebensqualität wichtiger seien. Hat der Staat einen Einfluß drauf? Schliesslich ist das Alles auch nicht gratis und Schulen werden somit privatisiert – die öffentlichen gelten nur noch für Kinder aus Arbeiterkreisen.
Da will man mit Steuergeschenken Firmen anlocken und hat dann das Geld nicht mehr um die drei Kriterien (Lebensqualität, Erreichbarkeit, Schulen) zu bezahlen. Seldwyla grüßt die Schweizer Politiker.

Sonntag 24. August

Sonntagszeitung Seite 7
Beistand für Qualmer

Rauchverbot ist für Staatsrechtler Verstoß gegen Verfassung

Sonntagszeitung Seite 9
Nato-Angriff tötete afghanische Zivilisten

„Kabul Bei einem Militäreinsatz der Nato-Truppen im Westen Afghanistans ist möglicherweise ein beträchtliche Anzahl an Zivilpersonen ums Leben gekommen. Die Angaben schwankten gestern zwischen 30 und 78, darunter Frauen und Kinder“

Das ist ja besonders schlimm: Frauen und Kinder sind umgekommen. Daß auch Männer umgekommen sind interessiert anscheinend niemand, ist nur halb so schlimm, ist ja bloss ein Mann.

Sonntagszeitung Seite 15
Eine, die hinsteht
Für Priska Grütter ist der Dienst fürs Vaterland eine Selbstverständlichkeit – obwohl sie Jungsozialistin ist und am liebsten auf die Armee verzichten würde‘
Eine junge Jungsozialistin, die am liebsten gar keine Armee haben will, macht freiwillig den Militärdienst. Sie sagt, daß zu Rechten auch Pflichten gehören, und daß sie jetzt ihre Pflicht tut.
CHAUPAUX

Gruss
kikri

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