Rettet die «Personenvereinzelungsanlage»

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Gratisäpfel für das Bundespersonal

Von Gastautor kikri

Medienlese DO 21.08.2008

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Guten Morgen,

Tagesanzeiger Seite 1
275’000 Franken für Roland Nef: Parteien empört über Bundesrat
„«Das ist skandalös nach allem, was passiert ist» sagt Grünen-Präsident Ueli Levat.“

Tagesanzeiger Seite 1, Kommentar
„Mit einer Entschädigung von 275’000 Franken hat der Bundesrat den Abgang von Roland Nef geregelt. Trotz seines anstössigen Verhaltens bekommt er ein Jahresgehalt.“

Blick
Im Mittelpunkt steht nun die Frage, wie hoch die Abgangsentschädigung …

Schlagkraft Die US-Privatarmee Blackwater wäre für Nef ein möglicher Arbeitgeber. Hier weiter

Tagesanzeiger Seite 3
(Da hat’s ein Cartoon: Couchepin im TV mit Bundesrat im Hintergund: «Der Bundesrat möchte nach Sämi Schmids klitzekleinem ‚Unfall‘ möglichst rasch zur Tagesordnung zurückkehren…».

Ehepaar auf dem Sofa «Ab wie vielen Flaschen spricht man eigentlich von einem ‚Botellón‘?») – Nun Botellón bedeutet einfach EINE grosse Flasche. (Samuel Schmid ist damit nicht gemeint)

„Couchpin nahm Schmid in Schutz: Dieser habe seine Kollegen auch deshalb nicht so offen informiert, weil er Indiskretionen habe befürchten müssen.“

Nef bekommt als den Lohn für die 6 Monate Kündigungsfrist UND 275’000 Franken Abgangsentschädigung, gesamthaft rund 400’000 Franken. „«Die ist weniger als ein Jahresgehalt», sagt Martin Bühler, Sprecher des Verteidigungsdepartement (VBS)“

Offensichtlich kann man auch Sprecher des VBS werden wenn man in der Schule einen Fensterplatz hatte.
400’000 minus 275’000 gibt einen Halbjahresgehalt von 125’000, also ein Jahresgehalt von 250’000 Franken. Nach VBS ist 275’000 Franken weniger als 250’000 Franken.
Kein Wunder, hat das VBS Probleme.
Was war denn passiert?
Nefs Ex hat ihn angezeigt, das Verfahren wurde eingestellt, Nef wurde abgeschossen und großzügig entschädigt.
Couchepin bringt Verständnis für Schmid auf, weil er damit gerechnet hat, daß seine Kollegen plaudern.

Wie paßt das zum guten Team Bundesrat, das immer wieder betont wird? – Auf Grund einer eingestellten Anzeige, als nix bewiesen (habe ich da etwas verpaßt?)
So ist das: eine Frau kann mit einer Anzeige das Leben ihres Ex ruinieren. Bei Bedarf kann sie die Anzeige auch zurückziehen damit nie herauskommt was wirklich geschehen ist, bzw. ob die Anzeige zu Recht erfolgte. Ist dies nicht unmöglich bei Offizialdelikten?
Wie war das mit Gleichberechtigung und den armen Frauen, die immer Opfer von uns Männern sind?
Nächsten Monat beginne ich einen neuen Job.
Ich glaube ich spreche mit meiner Ex. Sie soll mich anzeigen, ich bekomme Lohn während der Kündigungsfrist plus ‚weniger‘ als ein Jahresgehalt.
Vielleicht können die auch so schlecht rechnen wie das VBS. Wobei, da mache ich mir wenig Illusionen; ich werde nicht beim VBS arbeiten.
Ich sehe aber in der Abgangsentschädigung keinen Skandal. Es ist nur nicht konsequent fertiggedacht (klar, es sind ja auch Politiker): die sollen allen Militärs künden und ihnen ein Halbjahresgehalt sowie eine großzügige Abgangsentschädigung ausbezahlen.
Und das wichtigste: danach den ganzen ‚Verein‘ auflösen.

Tagesanzeiger Seite 2
Gratisäpfel fürs Bundespersonal
Jeder fünfte Angestellte soll resigniert sein (nur jeder fünfte? Hat das das VBS ausgerechnet?)
„Speziell am Herzen liegt den Verantwortlichen laut EPA die Gesundheit der Mitarbeitenden. In einer Verwaltungseinheit beispielsweise würden einmal wöchentlich Gratisäpfel abgegeben.“
1 Gratisapfel pro Woche, das scheint der große Motivationsschub zu bringen.

Die scheinen ihr Personal tatsächlich für mehr als blöd zu halten und sind im Glauben, daß man jemand mit „als-blöde-hinstellen“ motivieren kann.
Kein Wunder kommen oft unausgegorene, nicht zu Ende gedachte Vorschläge (in der Regel Verbote) aus Bern.

Tagesanzeiger Seite 7
Rettet die «Personenvereinzelungsanlage» oder die «Grunddienstbarkeitsbewilligung» oder die «Erwerbsobliegenheit» oder die «“Verselbstständigkeitsanalyse» oder den «Erwerbsobliegenheitsverpflichteten» oder …
Da geht es um Amtsdeutsch. Es ging um die Amtssprache in Deutschland. Die Amtssprache soll deutsch werden. Ja, was ist sie denn heute? Sprechen die Deutschen auf ihren Ämtern etwa bereits Türkisch?

Tagesanzeiger Seite 9
Stadtrat läßt Massenbesäufnis auf der Blatterwiese zu
„Der Zürcher Stadtrat hat an seiner gestrigen Sitzung bekräftigt, daß er kollektive Saufveranstaltungen in Zürich grundsätzlich mißbilligt und ablehnt. In der Pressemitteilung heißt es, daß die eskalierende Aufmerksamkeit, welche der Botellón in der Öffentlichkeit in den letzten Tagen erlangt hat, ein unverhältnismäßiges Ausmaß erreicht habe. Der Stadtrat fordert Medien und Öffentlichkeit auf, den momentanen medialen Rummel zu de-eskalieren und kühlen Kopf zu bewahren.“

Behördenpropaganda und Zensur?
Ehrlich, der Stadtrat hat für dieses Nicht-Problem eine Sitzung abgehalten. Glückliches Zürich, wenn du keine echten Probleme hast.
Der Stadtrat will keine kollektiven Sauf-Veranstaltungen. Da muß ja ein Zürifäscht-, Strumpfhosen-Fasnacht (Sechseläuten), Fußball- und Silvester-Verbot kommen.
Da veranstaltet der Stadtrat einen Riesenrummel und wenn er merkt, daß er sich verrannt hat sind die Medien schuld und sollen Zurückhaltung üben. Sonst sind Politiker mediengeil und plötzlich sollen sich die Medien zurückhalten.
Ich kann dem Stadtrat nur zustimmen: liebe Medien, ignoriert bitte in Zukunft den Stadtrat. Wahrscheinlich war nur die Zeit zu knapp um die Blatterwiese zum Naturschutzgebiet oder am besten zum Nationalpark zu erklären.

NZZ Seite 43
Mit Augenmaß
„Der Jugendliche, der zum Massensaufen namens «Botellón“ aufrief, hat ob der Medienpräsenz kalte Füße bekommen.

NZZ Seite 45
Der Streit uns Rauchen in Restaurants

20minuten

Heute demonstrieren in St. Gallen Wirte, Raucher und Sympathisanten für ihr Anliegen: Großzügigere Ausnahmen für Raucher-Lokale in der Stadt. Die Raucherliga kündigt zudem eine entsprechende Initiative an. (Danke an Steve für den Hinweis!) Link hier

Blick Seite 6 und 7
Alarmstufe Blau
Schon wieder 2 Seiten zum Saufen.

Wettbewerbsfrage:
Welche Sau wird als nächstes durchs Dorf gejagt?

Heute gibt es auch eine positive Nachricht:

Tagesanzeiger Seite 15
Tixi-Taxi fährt weiter
„Der Tixi-Fahrdienst kann erstmals seit rund zwei Jahren wieder eine ausgeglichene Bilanz präsentieren. Durch rigorose Sparmassnahmen sei es im ersten Halbjahr 2008 gelungen, Aufwand in Relation zu den Einnahmen zu bringen, teilt der Fahrdienst für Menschen mit einer Behinderung mit. Trotzdem bleibt die finanzielle Situation angespannt. Mehr als 50 Prozent des Aufwands deckt Tixi mit Spendengeldern.“

Meldet euch bei Tixi in Zürich. Da werden immer ehrenamtlich Fahrer und Spenden gesucht. Ein normales Autobillett reicht zu Fahren.

Tixi Zürich
Mühlezelgstrasse 15
8047 Zürich
0848 00 20 60
Für Spenden: PC 80-14900-0
http://www.tixi.ch/helfer/freiwillige-fahrerinnen.php

Tagi online

«Das Päckli Zigaretten zu 7.50 Franken»
Die Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention (AT) fordert eine massive Erhöhung der Tabaksteuer, um den Konsum eindeutig abzuschwächen.

„Kommendes Jahr möchte diese Sekte gerne einen Preis von 7.50 Franken, dies im Hinblick auf den Weltkrebskongress von kommender Woche in Genf.
Man möchte gerne ein bißchen angeben und sich in einer netten Ansprache rechtfertigen, wozu man all diese Steuergelder bisher verschleudert hat.

Alle sechs Sekunden stürbe weltweit ein Mensch an den Folgen des Tabakkonsums, teilte die Arbeitsgemeinschaft am Mittwoch mit. (Ich lach mich kaputt!) Sie verweist dabei auf die Berechnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), wonach eine Erhöhung der Preise um 70 Prozent die tabakbedingten Todesfälle bei Rauchern um ein Viertel senken würde. (unglaublicher Quatsch – die WHO hat schon mehrmals bewiesen, daß sie Studien und Berechnungen nicht adäquat berechnen und interpretieren kann).

Um in der Schweiz den Tabakkonsum weiter zu vermindern, soll der Bundesrat deshalb bis Ende des kommenden Jahres die Tabaksteuer deutlich erhöhen. Ein Päckchen der meistverkauften Marke würde dann laut AT 7.50 Franken kosten. «Steuererhöhungen in großen Schritten führen eindeutig zu einer Senkung des Tabakkonsums. In kleinen Schritten hingegen beeinflussen Erhöhungen angeblich den Konsum nur gering», schreibt die AT.“
Es sei wohl nur ein Gerücht, daß AT ihre Steuergelderverschwendung über Tabaksteuererhöhungen dem Bund abgelten möchte. In Wirklichkeit ginge es nur um die Gängelung mündiger, erwachsener Bürger, hört man aus kritischen Kreisen.

Hat AT und VBS fusioniert?
Von den Rechenkünsten her scheint es wahrscheinlich zu sein.
CHF 6.40 + 70% = CHF 10.88 !
Zum Glück können die nicht Rechnen.
Ein Grund mehr für AT, beim Metzger einkaufen zu gehen, dort hat es Hirn.
Alle 6 Sekunden soll weltweit ein Mensch an den Folgen des Tabakkonsums sterben.
Aha, da geht es ja direkt gegen uns Raucher, oder sind die toten Passivraucher mit eingerechnet?

Wie dem auch sei: das Jahr hat 60 * 60 * 24 * 365 = 31’536’000 Sekunden. Das ergäbe 5’256’000 Tabaktote pro Jahr. Bloß, ein Passivrauchtoter wurde bisher noch immer nicht gefunden. Wie sich die Zahlen Jahr für Jahr exponentiell erhöhen, obwohl es keine Studien gibt die dies beweisen, ist mir ein Rätsel.
Ist ja gut, ich glaube heute alles:

Link 1

Weiterer online Artikel im Tagesanzeiger
Logistik-Chaos legt Schweizer Armee lahm
„Zu wenig Laster, nicht gewartete Panzer: Die Armee ist selbst ohne Feindberührung bereits geschlagen. Nun sollen die Soldaten für Fehler der Planer von Verteidigungsminister Schmid büssen“
„Die Armee hat zwar kein Geld für den Bereich Logistik, will aber für über zwei Milliarden neue Kampfflugzeuge kaufen. «Das kommt mir vor wie eine Familie, die kein Geld für Putzmittel ausgeben, aber einen Ferrari kaufen will», sagt Armeekritiker Jo Lang von der Grünen Partei. “
Es scheint sich wirklich ein neuer Geschäftsfeld für das Metzgereigewerbe aufzutun: Hirn am Behörden zu liefern.

Link2

NZZ Seite 43
Es gibt diverse Online-Artikel zum Thema „Massenbesäufnis“
Ich denke, da lohnt es sich nicht, alle Links anzugeben.
Link 1
Link 2
Link 3

Gruss
kikri

2 thoughts on “Rettet die «Personenvereinzelungsanlage»

  1. „Die „Weltgesundheitsorganisation“ (WHO) bezeichnet sich als die „führende Agentur für ,Public Health'“ der Welt (1). Wie verlässlich sind ihre Daten? Bei der Fülle dessen, was die WHO verlautbart, kann es kein umfassendes Urteil geben. Im folgenden wird der Versuch gemacht, die Qualität von WHO-Aussagen zum Bereich „Rauchen“ zu bewerten. Dies geschieht, weil WHO und deren „Tobacco Free Initiative“ (TFI) dem Thema größte Bedeutung zumessen (2) und Aussagen der WHO in diesem Zusammenhang große Beachtung finden:
    – Angaben der WHO über gesundheitliche Folgen des Rauchens, insbesondere spektakulär vorgetragene Todesdaten („alle 8 Sekunden ein Rauchertod“ [3] oder: „Die Industrie muss jeden Tag 11 000 Tabaktote ersetzen.“ [4]) werden in Medien weltweit verbreitet.
    – Institutionen wie die „Weltbank“, auch Fachgesellschaften hierzulande, haben sich solche WHO-Daten zu Eigen gemacht; die Daten wurden die Basis für eine Fülle von Studien (5), nicht zuletzt aber auch von politischen Forderungen.“

    http://tinyurl.com/6bgytn

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