Obrigkeitsgläubige Gesellschaft

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Massenbesäufnis

Von Gastautor kikri

Medienlese MI 20.08.2008

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Guten Morgen

NZZ Seite 11
2,6 Milliarden Menschen ohne Toilette
„Die Weltwasserwoche beleuchtet den «größten Skandal der Welt»“ – „Täglich sterben 5000 Kinder an Durchfall; pro Jahr kosten Durchfallerkrankungen rund 1,8 Millionen Menschen das Leben.“ – „Frauen besonders betroffen. Mangelhafte sanitäre Einrichtungen stellen für Frauen und Mädchen ein besonderes Problem dar, wie an der Weltwasserwoche dargelegt wurde“ – „Fehlende Toiletten halten Mädchen vom Schulbesuch ab.“
„Die Weltgesundheitsorganisation hat errechnet, daß jeder Dollar, der in die Verbesserung der sanitären Versorgung investiert wird, einen wirtschaftlichen Nutzen von sieben Dollar habe“

Schon wieder eine Organisation auf Subventionssuche. Fehlende Toiletten sollen der größere Skandal als Hunger sein? – 1,8 Millionen Tote wegen fehlendem Scheißhaus? – Das sind sicher viel weniger als die Passivrauchtoten. – Müssen Männer und Knaben ihren Darm nicht oder anders leeren? Warum stellt das das weibliche Geschlecht vor mehr Probleme?

NZZ Seite 11
Handy-Klingelton wirbt in Indien für Safer Sex
„Ein Handy-Klingelton soll in Indien für mehr sicheren Sex sorgen. «Kondom, Kondom!», singt ein professioneller Sänger darin mehr als 50 Mal. Die Wohltätigkeitsorganisation BBC World Service Trust India erhofft sich von diesem spielerischen Ansatz eine größere Akzeptanz von Kondomen in dem Land, in dem fast 2,5 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert sind. Mehr als 270 Millionen Menschen in Indien nutzen Mobiltelefone. Der Klingelton, der seit dem 8. August angeboten wird, sei seitdem 60’000 mal heruntergeladen worden.“
Whow, wie kreativ gewisse Leute sind. – Ob es was nützt? – Wann bringt das BAG einen Klingelton ‚Drück die Ziggi aus‘ heraus?

Gerade in den Radionachrichten (NRJ) gehört:
Die SVP des Kantons Zürich hat sich gegen die Initiative, aber für den Gegenvorschlag zum ‚Passivraucherschutz‘ ausgesprochen.

Sogar die letzte Hoffnung für ein doppeltes ‚NEIN‘ ist gestorben. Wen soll ich da noch wählen?
Meine ursprüngliche politische Heimat (rot-grün) ist eh…. Ich bitte um Wahlvorschläge.

NZZ, Seite 39
Ueli Maurer ist wieder da
„Ja zu moderatem Rauchverbot“ (Siehe oben)

NZZ, Seite 39
CVP bevorzugt ein hartes Rauchverbot.
„Die Hanfinitiative fand mit 49 zu 16 Stimmen eine überraschend klare Zustimmung“
Wenigstens kann ich in Zukunft legal kiffen. Die bisherige Tradition, Gras mit Tabak mischen geht nicht mehr, pur kiffen haut mich um.

Muß ich denn nun Gras mit Heu rauchen?

Tagesanzeiger, Seite 1
Besäufnis-Organisator zieht sich zurück
„Der Rückzug des Aufrufes war also zu erwarten. Auch sein Lehrbetrieb, das kantonale Amt für Wirtschaft und Arbeit, hat sein Mißfallen kundgetan.“

Komentar, auch Seite 1
Provozieren mit Saufen

„Warum regt die seltsame Idee überhaupt auf? Die Provokation liegt in der Sinnlosigkeit: Man verzichtet auf jeden intellektuellen Erklärungsversuch und reduziert eine Einladung in einer durchkommerzialisierten Event-Welt auf den Kern: das Saufen von Alkohol.“
Genau, kein Vorwand, kein Dorffest… Zum kollektiven Besäufnis. Nur Ehrlichkeit. In welcher Welt leben wir: Ehrlichkeit provoziert, Lügen hingegen werden akzeptiert.

Tagesanzeiger Seite 10
Disco im Kindergarten zu laut
„Auckland (NZ) – Der Höhepunkt des Jahres im One-Tree-Hill-Kindergarten in der neuseeländischen Metropole Auckland ist der Dicoabend.“ Um 18:30 Uhr tauchte die Polizei wegen einer Anzeige wegen Lärmbelästigung auf. Dabei haben einige Babys die ganze Zeit geschlafen.

Wann kommt das Schnarchverbot wegen Nachtruhestörung?

Tagesanzeiger Seite 19, Leserbriefe
Thema Massenbesäufnis.
Obrigkeitsgläubige Gesellschaft
Die Schweiz horcht auf. Da hat doch tatsächlich ein 17-jähriger Junge aus Nänikon die Frechheit, ein Massenbesäufnis in Zürich zu organisieren. Mich als Jugendlicher schreckt diese Meldung ehrlich gesagt genau so wenig ab, wie wenn berichtet würde, daß in China ein Sack Mehl umgekippt sei. „Was ist denn daran so neu?“, habe ich mich gefragt. Genau genommen finden überall Woche für Woche Massenbesäufnisse statt. Außer dem Unterschied, daß diese jeweils unter einem anderen Namen stattfinden (z. B. Streetparade, Chilbi, Jugendtreffs, etc.), kann ich keinerlei Differenzen feststellen. Die ganze Medienhysterie und die Ankündigung von Polizeivorsteherin Esther Maurer (welche ja ausgiebig an der Streetparade tanzte), den Anlass zu verbieten, scheint mir demzufolge mehr als geheuchelt und kommt mit einer gewissen Ironie daher. Vielmehr schockiert mich die Reaktion der Mutter des Organisators. Diese sei zwar gar nicht glücklich über den von ihrem Sohn organisierten Anlaß. „Ich hoffe, daß es an diesem Tag in Strömen regnet und daß der Stadtrat dem Besäufnis einen Riegel schiebt“, läßt sie sich zitieren. Angesichts dieses Statements, mache ich mir schon schwere Sorgen um die Erziehungssituation in unserem Land. Offenbar liegt es nicht mehr in den Händen der Eltern, ihrem minderjährigen (!) Sohn zu verordnen, diesen Anlaß wieder abzusagen und ihm die Teilnahme daran zu verweigern. Ihm ins Gewissen zu reden und ihn vor allem über die Konsequenzen seines Handelns aufzuklären, liegt wohl auch nicht mehr im Bereich der Erziehungsverantwortung. Daß die Mutter auch noch nach dem Staat ruft, diesen von ihrem Sohn geplanten „Massenabsturz“ zu verhindern, zeigt uns doch klar, welch obrigkeitsgläubige Züge unsere Gesellschaft mittlerweile angenommen hat. Die Eigenverantwortung ging flöten und Erziehung wurde seit der überbordenden und ins Gegenteil umschlagenden Emanzipation ein Fremdbegriff. (Olivier Kessler)

Blick Seite 1 bis 3
3 Seiten Massenbesäufnis.
„Fröhlichs Mutter sagt im Tagesanzeiger, es könne doch nicht sein, daß eine ganze Regierung einem 17-Jährigem hilflos gegenüber stehe.“ Das macht Angst, der Nannystaat hat nicht alles im Griff.

Wir sind noch immer im Sommerloch! – Gibt es wirklich nichts Wichtiges zu berichten?

Blick Seite 5
Traktandum 1: Knutscherei
Wieder mal das Thema der angeblichen Liebe zwischen 2 Tessiner Regierungsräten.
Brrrrrrrr

Blick Seite 6
Wäsche-Aufstand – (bereits gelöscht) Dafür: Die Kampfansage: Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nach 33 Wochen Jetzt geht Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf in die Offensive: Mit fester Stimme greift sie ­ehemalige Parteikollegen an.

Blick Seite 30, Leserbriefe
Ueli, Rüegsau – 09:19 | 19.08.2008

«Eine normale Erscheinung! Früher sagte man dem Waldfest oder Dorfchilbi.»

Limmattaler Zeitung, Mittellandzeitung und wie sie alle heißen,

haben heute nichts Interessantes zu berichten.

20minuten Seite 6

Flums unterläuft das Rauchverbot

„Flums. Im ganzen Kanton St. Gallen herrscht ab 1. Oktober in Restaurants Rauchverbot. Nur eine kleine Tourismusgemeinde leistet erbitterten Widerstand: In Flums wird auch nach dem 1. Oktober fast in jeder zweiten Beiz gequalmt. 17 von rund 40 Flumser Restaurants haben bisher eine Ausnahmebewilligung beantragt, damit weiterhin in ihrem Lokal geraucht werden darf – und der Gemeinderat hat sie allesamt bewilligt. Dies obwohl der Kanton die Gemeinden aufgefordert hatte, nur wenige Ausnahmen zu machen. „Wir haben den Ermessensspielraum ausgeschöpft“, sagt der Gemeindepräsident Vicenz John. Denn die Gemeinden dürfen Ausnahmen bewilligen, wenn die Erstellung eines Raucherraums „unzumutbar“ ist. Rauchgegner fordern nun eine Streichung der Ausnahmeregelung.“

Tönt fast wie: „Ganz Gallien ist besetzt. Ganz Gallien? …“

Ich lese zum ersten Mal das Wort „Rauchgegner“. Ein Schritt in Richtung Ehrlichkeit.

Vielleicht werden sie noch ganz ehrlich und schreiben „Rauchergegner“

En schöne Tag
kikri

Macht Massenbesäufnisse – Es gibt Dümmeres!

Kongress der Säufer:

Noch herrscht Angst. Doch bald werden die Städte die Teenie-

Massenbesäufnisse institutionalisieren

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