Rauchverbot – Studie kippt weiteres Argument

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Rechtfertigung von Rauchverboten in Gastbetrieben

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Es gibt unzählige Argumente, um gesetzliche Rauchverbote in Gastbetrieben zu rechtfertigen. Das hat den praktischen Effekt, daß man die Torpfosten beliebig verschieben kann, sobald eines der vermeintlich stichhaltigen Argumente durch Fakten entkräftet wird. So zum Beispiel das Argument, daß Passivrauch tödlich ist und auch mit Lüftungen in Orkanstärke nicht entfernt werden könne.

Messungen

Eine kürzlich vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in Auftrag gegebene Studie (Bolte et al. 2007) hat mit modernsten Meßgeräten Luftmessungen in 28 Gastbetrieben vorgenommen. Gemessen wurden leicht flüchtige, organische Substanzen (VOC), polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Schwermetalle und Feinstaub. Die Ergebnisse wurden im Wesentlichen durch weitere, unabhängige Messungen in 58 Gaststätten (Dr. H. Hüner, BGN) bestätigt.

Vergleich mit Grenzwerten

Ein Vergleich mit international anerkannten Grenzwerten (SUVA, MAK, GESTATIS, OSHA) für Arbeitsplätze zeigt, daß selbst die maximal gemessenen Werte in Diskotheken in der Regel weit unter einem Prozent dieser Grenzwerte lagen.
Offensichtlich konnten weder die gefürchteten karzinogenen Nitrosamine, Aminobiphenyle noch Naphtylamin, selbst in extrem rauchbelasteten Lokalen, nachgewiesen werden. Von den angeblich 40 krebserregenden Stoffen ist in diesen Studien nichts zu finden.

Selbst Benzol, bei dem ein Kausalzusammenhang für die Entstehung von Krebs beim Menschen als ausreichend gesichert gilt, erreichte im extremsten Fall nur 1,5% der technischen Richtkonzentration. Dabei sind technische Richtkonzentrationen i.d.R. bereits mit einem hundertfachen Sicherheitsfaktor ausgestattet.

Andere Quellen

Weder Benzol noch Formaldehyd steigen bei den Messungen proportional zu den Nikotinkonzentration, müssen also vorwiegend aus anderen Quellen stammen. Da Benzol (wie auch viele der anderen gemessenen Substanzen) in unseren Städten allgegenwärtig ist (Straßenverkehr) darf man annehmen, daß der Parkplatz hinter der Disko einen erheblichen Beitrag dazu geleistet hat.

Die Besucher sind offensichtlich auf ihrem Weg von und zur Disko wesentlich größeren Risiken ausgesetzt als in der Disko selbst.

Lüftung

Der TÜV hat in einem Gutachten und in Versuchen in Gaststätten bescheinigt, daß mit relativ kostengünstigen Filteranlagen in Rauchergaststätten Luftreinheiten hergestellt werden können, wie sie nicht einmal in Nichtrauchergaststätten zu finden sind.

Es ist an der Zeit, die Torpfosten zu verschieben, denn dieses Argument ist wissenschaftlich definitv entkräftet.

Quellen:
Gefahrstofftabelle
Tabakrauchbelastung LGL
Kommentare Tabakrauchbelastung
Richtkonzentrationen
Luftfilter Prüfbericht

Bernd Palmer
Dipl. Ing. ETH
1295 Mies

Focus berichtet in seiner Ausgabe vom 18.08.2008 über Luftschadstoffe aus der Natur:

Studienleiter Barry Dellinger von der Louisiana State University in Baton Rouge erklärt: „Aufgrund unserer Untersuchung wissen wir, dass auch Partikel, die in der Luft entstehen, lebensgefährlich sein können.“ Und sie sind allgegenwärtig: Über die Atemluft inhaliert ein Mensch im Schnitt täglich mehr als 300-mal so viele freie Radikale wie im Qualm einer Zigarette stecken, sagen die Forscher.

Zum vollständigen Artikel

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Völlig natürliche, meteorologische Passivrauchwolke in etwa 1 500 Metern Höhe über Tenerifa

Bild: via (c) H. Odermatt

7 thoughts on “Rauchverbot – Studie kippt weiteres Argument

  1. Falls die Konzentrationen vom DKFZ stammen:
    die gehen davon aus, dass die Konzentration im Nebenstromrauch (vorne an der Glut, wenn man nicht an der Zigi zieht) gleich gross ist wie die Konzentration in der Raumluft

  2. Abgesehen davon das „Pusteanlagen“ den deutschen Gastronomie ca. 2,8 Milliarden Euro kosten würden – das würde 70.000 Lokalen die Pleite bedeuten – ist ein Rauchverbot kostenlos. Auch wenn die Rauchfanatiker immer wieder zu versuchen zu argumentieren der Passivrauch sei so gesund.

    Das tolle Argument das draussen auch Autos fahren ist mal wieder genauso dumm. Schließlich fahren Autos DRAUSSEN, Rauch entsteht drinnen. Die Belastung ist also um 10x höher. Zudem ist es nicht Aufgabe der NR sich für ihr nichtrauchen zu rechtfertigen. Sie haben das Recht auf Rauchfreiheit. Ganz einfach.

  3. Stefan

    Abgesehen davon, daß die deutsche Gastronomie ein 55 Mrd.-Geschäft jährlich ist, wären diese einmaligen 2.8 Mrd. geradezu lächerlich wenig, um Kapnophobiker wegen Geruchspräferenzen und ihrem Geschrei darüber zu besänftigen, könnten von den Märchentanten Ulla Schmidt oder Sabine Bätzing Zuschüsse für den angeblichen Gesundheitsschutz beantragt werden.

    Der wirkliche Rauch und ihre Schadstoffe entstehen draußen!

    Das Rauchverbot ist mitnichten kostenlos, denn es bedeutet für 60 000 bis 80 000 Einraum-Kneipen alleine in Deutschland den Bankrott, wie das deutsche BVerfG am 30.07.2008 feststellte. Also besser Beschilderung ohne Lüftungszwang für alphabetisch geschulte und mündige Bürger, die eh nie in solche Kneipen gehen.

    Wenn ich als mit gesundem Menschenverstand Gesegneter Höhenangst hätte, ginge ich ja auch nicht Deltasegeln – weshalb sollen also Kapnophobiker in eine Raucherkneipe gehen?

  4. Mir ist unerklärlich wie der Autor auf diese Aussagen kommt, wenn doch in den Quellen eindeutig zu lesen ist, dass die gemessenen Konzentrationen eindeutig gesundheitsschädlich sind?!

  5. Glauben Sie nicht alles was Sie lesen, schon gar nicht, wenn Sie es nicht verstehen. Irrfahrten der Medizin und Passivrauch in die richtigen Relationen gesetzt

    Die gemessenen Konzentrationen sind derart niedrig, daß sich jeder einen Schranz lacht, wenn er deswegen einen WHO-Vertrag ohne Gegenleistung unterschreibt, in welchem in Art. 8. Abs. 1 steht:

    «Die Vertragsparteien erkennen unwideruflich an, daß wissenschaftliche Untersuchungen eindeutig bewiesen haben, daß Passivrauchen Tod, Krankheit und Invalidität verursacht»

    * unwiderruflich, heißt, daß zukünftige Forschungsergebnisse nicht berücksichtigt werden dürfen. Sie treten also einer Religion mit Dogma bei. In der Wissenschaft gibt es nur eine vorläufige, provisorische Antwort auf Fragen. Neuere Erkenntnisse können/müssen zu neuen Antworten führen!

    * eindeutig bewiesen, ist schlichtweg gelogen.

    Wenn man dann noch zu hören bekommt, Pestizide seien gesünder als angenommen, dann haben die zentralistischen Krankheitsbehörden völlig einen an der Waffel und dürfen nicht mehr ernst genommen werden.

    Nimmt man dann auch noch das IPCC mit seinem Climategate unter die Lupe, so kann man erkennen, daß Wissenschaftler sich nicht mehr der Wahrheit, sondern vielmehr dem Geld verschrieben haben. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing! Und all diese Sekten sind Unterorganisationen der UNO!

    Hier ein paar weitere Beispiele für Junk Science:

    Käse und Alkohol – Brustkrebs

    Kaffeegenuss und Mortalität

    Hamburger und Asthma

    Übergewicht ist eine Virusinfektion

    Kaffee möglicherweise karzinogen

    Elektromagnetische Felder und Kinderleukämie

    Hier noch etwas Infomaterial

    Beanstandung von ASH über den Passivrauch-Artikel zurückgewiesen

    Studie versagt, Passivrauch mit Krebs in Verbindung zu bringen

    Offiziell: Passivrauch erzeugt keinen Krebs

    Alle Fakten über die WHO-Langzeitstudie zusammengefasst

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