Dein letztes Bier wird kommen

Eichhof

Die frühsten Nachweise für Bier gibt es aus dem altmesopotamischen Raum. Die Ägypter ließen halbfertig gebackenes Brot mit Wasser vergären und bekamen so eine Art Bier. Bei den Römern hieß das für sie barbarische Getränk Cervisia, nach der Göttin der Feldfrüchte, Ceres. Die Kelten nannten es Korma.

Was Sackstark thematisch bereits vor zwei Jahren antizipierte findet heute erstaunlicher- und erfrischenderweise Eingang in die FAZ, wenn auch „nur“ im Feuilleton. Der politisch korrekte Druck ist noch nicht so stark, wie beim Zwangs-Verteufeln des Tabaks. Doch er wird kommen, wenn wir nicht höllisch aufpassen. Alkoholentwöhnungspillen sind bereits in der Pipeline der Pharmaindustrie. Seid also wachsam, Leute, und auf der Hut. Die aus dem Rauchverbot wohlbekannte Desinformationswelle in den Medien nimmt Fahrt auf. Die Werbebotschaft wird heißen, daß Abstinenzler und Leute wie Sie und wir vor Passivalkohol zu schützen seien. Wiederum werden auch hier die religiösen Parteien mit an vorderster Front mitkämpfen und weitere Sektierer werden sich den Antirauchern und Antialkoholikern in fanatischer Weise anschließen. Warum auch sollten wir den Alkohol genießen dürfen, wenn es andren aus Gründen irgendwelcher Dogmata verboten ist?!

Dogma: Aussage, meistens für eine Religion, Weltanschauung oder Wissenschaft, die von einer Gruppe von Menschen als grundlegend und nicht verhandelbar angesehen wird.

.

Bereits heulen die dogmatischen Anti-Alkoholiker auf und

wettern über Sackstark!

Horst Seehofer: «Die Kirche im Dorf lassen»

.

»Da kann man gleich das Leben verbieten«

.

Auf ein letztes

.

Dem Rauchverbot wird bald das Alkoholverbot folgen. Die politischen Anstrengungen dazu laufen schon und sind kaum aufzuhalten. Vom zwangsläufigen Verschwinden eines Giftes (Einzig die Dosis entscheidet über Gift oder Heilmittel, Anm. CM), das wir ein Kulturgut nennen. Die Behörde will jetzt durchgreifen.

Von Peter Richter, 09. August 2010

.

Typische Reaktion auf das bayrische Rauchverbot: Und als Nächstes werden sie das Bier verbieten, oder was? Einzig realistische Antwort: Selbstverständlich! Exakt darauf läuft es hinaus: das Alkoholverbot. Und warum eigentlich auch nicht?

Wenn in der kommenden Woche Mechthild Dyckmans (FDP!) aus dem Urlaub zurück ist, wird sie sich an die Ausarbeitung jener »nationalen Strategie« zur Alkoholprävention setzen, die sie, weil sie die Drogenbeauftragte der Bundesregierung ist, vor der Sommerpause im Bundestag angekündigt hatte. Sie hat zwei Möglichkeiten: Sie kann Gas geben. Oder sie kann ein bisschen bremsen. Nur anhalten können wird sie die Sache nicht. Der Zug ist, wie man so sagt, im Rollen.

Eine Welt ohne Alkoholika können sich viele im Moment überhaupt nicht vorstellen. Ich übrigens auch nicht. Aber das ist kein Argument. Ich konnte mir auch eine Welt ohne Glühbirnen nicht vorstellen. Oder eine Welt, in der Fahrradhelme normal sind. Bereits in wenigen Jahren wird das nicht mehr nachzuvollziehen sein. Noch weniger vorstellen konnte ich mir ein Rauchverbot beim Trinken; und schon jetzt, so kurze Zeit später, ist es ein regelrechter Schock, wenn in Österreich oder der Schweiz der Kneipenrauch nach einem greift wie ein Gespenst aus der Vergangenheit. An das Unvorstellbare gewöhnt man sich erstaunlich schnell.

Die Verabschiedung des Alkohols aus der Alltagskultur wird vermutlich etwas länger dauern. Der Drink war schließlich auch eine ganze Weile eher in der Welt als die Zigarette dazu. Aber daß er am Ende den gleichen Weg gehen wird, das ist seit spätestens vier Jahren gewiß: 2006 arbeitete der für Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou an einer Anti-Alkohol-Strategie der Europäischen Union. Was er empfahl, waren überwiegend die Rezepte aus dem Kampf gegen den Tabak: höhere Steuern, Verkaufsbeschränkungen, Werbeverbote, Warnhinweise auf den Flaschen. Trinken schädige Gesundheit, Arbeitsleistung, ungeborene Kinder.

Lesen Sie bitte in der FAZ weiter

.

Aus einer Kneipe wird ein Kiosk

.

08.08.2010, Einen gefinkelten Coup um das Rauchverbot in Lokalen zu umgehen hat ein niederösterreichischer Wirt gelandet. Der Mann aus Bad Vöslau hat kurzerhand sein Lokal in eine Trafik umgewandelt. Nun darf dort fast überall geraucht werden.

Kiosk3

Lesen Sie bitte weiter und vergessen Sie die Kommentare nicht 🙂

.

Rauchergesetz: Erste Wirte werfen Handtuch

.

01.09.2010, A-Graz: Das Rauchergesetz ist seit zwei Monaten in Kraft und es hagelt weiter Anzeigen und Strafen. Erste Wirte sperren bereits wegen Gästemangels zu.

Seit 1. Juli ist Schluß mit den Übergangsregelungen beim Nichtraucherschutz in Lokalen. Seit Wochen klagen daher auch die Grazer Wirte über Umsatzeinbußen und kritisieren die „wettbewerbsverzerrenden“ Regelungen. Noch dazu hagelte es vor allem in den ersten Wochen Anzeigen und Strafen seitens der zuständigen Bau- und Anlagenbehörde, weil viele Wirte Nichtrauchschutzmaßnahmen nicht umgesetzt haben. Vor allem Jugendlokale und Discos würden noch immer auf das Gesetz pfeifen.

Nun gibt der erste Wirt auf: Wolfgang Pöltl, Betreiber der Obama-Bar in der Grazer Innenstadt, hat diese wegen des Nichtraucherschutzgesetzes zugesperrt. »Das Gesetz hat mir meine Gäste vertrieben, weil ich mich anders als andere Wirte an das Gesetz halte. Vor Kurzem mußte ich zusperren und sechs Leute entlassen. Die hat Gesundheitsminister Alois Stöger auf dem Gewissen«, hadert Pöltl.

Lesen Sie bitte weiter

»Der Stürmer«

Juden oder Raucher, wo ist da der Unterschied?

Wie sehr der fränkische Hauptlehrer Streicher und sein „Stürmer“ eins waren, wie genau dieses, mal mit offener Brutalität, mal mit Pseudo-Wissenschaftlichkeit operierende, Blatt bei seinem Publikum den Grundton des ganz gewöhnlichen antijüdischen Volksempfindens traf, wie wichtig schließlich Adolf Hitler diesen Streicher samt seiner judenfeindlichen Sado-Publizistik nahm — das erhellt eine soeben erschienene Arbeit des US-Autors und jüdischen Emigranten Fred Hahn*.

Der SPIEGEL, 29.05.1978

Sturmtruppen

3 thoughts on “Dein letztes Bier wird kommen

  1. Bin seit mittlerweile fast 5 Jahren Nichtraucher. Finde Es aber immer sehr trauig wenn Raucher mittlerweile wie aussätzige behandelt werden. Auch die Gastronomen haben ein riesenproblem Kartenspieler und stammtischler bleiben aus. Halloooooo ihr „gewählten“ Politiker wo lebt ihr? Gibt es bei euch keine Raucher? Oder müsst ihr euch nicht an Verbote halten? Helmut Schmidt raucht ja auch trotz verbot und euer scheiss geht ihm am Ar…. Vorbei. Und keiner kann ihm was also lasst die Menschen selber entscheiden wo die rauchen wollen. Hört auf alle zu bevormunden. Irgendwann (hoffe ich) Zahlens euch die Wähler heim. Servus aus Regensburg.

  2. Das völlig unsinnige Rauchverbot sollte sofort wieder abgeschafft werden. Bei uns stehen bereits die ersten Wirte vor dem Bankrott.
    In Irland mussten immerhin 7000 Pubs schließen.

    Arbeitsplatzvernichtung nennt man so etwas!

    Gruß aus Bayern
    Dieter Theinert

  3. Pingback: Sackstark! | Passivtrinkerschutz: Zieht in die Berge, dort ist das Risiko kleiner

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.