Internetgauner

Sicher ärgerst du dich auch immer öfter über Spam E-Mails. Bei mir auf jeden Fall nimmt die Zahl solcher ungebetener E-Mail-Eingänge stark zu. Kamen früher nur wenige in der Woche in meinen Posteingang, so sind es inzwischen tagaus, tagein locker 2 Dutzend. Abgesehen davon, dass es natürlich Zeit kostet, den Müll auszusortieren und wegzuschmeißen: Was ich wirklich absolut mies finde sind die Maschen und Tricks, mit denen kriminelle Spam-Absender an unser Geld wollen: Jeden Tag kommen da Aufforderungen zur Preisgabe von Kontodaten etwa bei «Volksbank XYZ» oder von der «Postbank». Gut, diese Mails erkennt man noch leicht als Spam, weil sie doch meist in miserablem Deutsch geschrieben und damit als Betrugsversuch erkennbar sind.

In letzter Zeit tauchen nicht nur bei mir, sondern sogar ganz großflächig, beispielsweise in ganzen, mir bekannten Zeitungsredaktionen, Spams von vorgegebenen Partnerschaftsvermittlungen auf. Darin werden die Empfänger dreist aufgefordert für angeblich beauftragte Dienste Beträge im Bereich von rund 1.000 Euro zu überweisen. Im Anhang dieser Spam-Mails lässt sich dieser „Auftrag“ auch stornieren. Die neue, absolute Frechheit dabei: In diesen Mails schreiben die Verbrecher, dass es sein könne, dass Dritte die Anmeldung durchgeführt haben könnten. Abmeldung auch hier über den Anhang. Was dahinter steckt ist klar: Irgendwelche Spionageprogramme, die den Computer durchleuchten oder zerstören sollen.

Nun greifen diese Internet-Verbrecher zu einer neuen Masche: Sie versenden Aktien-Spam-Mails und benutzen dabei die Namen renommierter Börsendienste. In diesen Spams geht es um Aktien meist von Penny-Stocks mit minimalem Börsenwert. Die getäuschten Empfänger kaufen diese Werte und treiben den Kurs dieser Börsenzwerge explosionsartig nach oben. Die Verbrecher nutzen den Anstieg um ihre vorher günstig eingesammelten Bestände nun teuer zu verkaufen. Da hinter diesen Aktien-Spams keine fundamentale Story steht, bricht der Kurs schon wenige Tage danach wieder zusammen.

In letzter Zeit gab es solche Spam-Mails beispielsweise zu Knorr Capital, Kabel New Media, CBB Holding oder K&M Moebel AG.

Ich finde, diesen Verbrechern (Spam-Betrügern) muss endlich das Handwerk gelegt werden. Die Leute müssen massiv bestraft werden und für lange Zeit in den Knast! Und zwar völlig unabhängig davon, in welchem Land sie sitzen. Sie stehlen dir und mir nämlich nicht nur Zeit sondern wollen auch an unser Geld!

Müsterchen: Diesen Betrüger-Link beispielsweise geht offen auf Homepages derart frech-dreist vor, dass derjenige, der darauf hereinfällt, fast schon selbst schuld ist:

cc-card-stolen.jpg

Und was passiert? Gar nichts! Anwälte sagen: Die Gauner sitzen mit ihren Computern in Rumänien, Russland, Argentinien oder sonst wo auf der Welt, Rechtsmittel sind deshalb nur schwer oder gar nicht durchzusetzen.

Das kann doch nicht wahr sein! Die EU-Länder planen den Flug zum Mond. Die Polizei in Deutschland will beispielsweise Kinderschändern dadurch auf die Spur kommen, dass sie sämtliche PCs in Deutschland online durchsuchen darf! Schon jetzt können sich Behörden nach Lust und Laune jederzeit über unsere Kontostände bei der Bank informieren. Alles wird geregelt, von der Krümmung der Banane bis hin zum CO2-Ausstoß beim Kochen.

Und da soll man Computer-Verbrechern nicht auf die Spur kommen und diese dingfest machen können? Unsere Politiker sollten sich lieber schleunigst mit den Verantwortlichen in anderen Ländern zusammensetzen und diesen E-Mail-Verbrechern das Handwerk legen.

Aber bitte nicht mit staatlich abgesegneten Hackerangriffen auf Privatpersonen oder gar auf die gesamte Bevölkerung mittels fragwürdigen Polizei- oder BND-Methoden (Trojaner, Provider, etc.), die nicht mal mehr einen richterlichen Befehl benötigen, wie es zurzeit in Nordrhein Westfalen, Deutschland, der Fall ist. Somit wäre dem Schnüffelstaat Tür und Tor weiter geöffnet als es im Dritten Reich je der Fall war.

WEHRET DEN ANFäNGEN !

[Carolus Magnus]

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