Drogentote im Schatten der 3301

Die vergessenen Toten

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Einigen ist es schon aufgefallen: Schon lange hat man nichts mehr von den Drogentoten gehört, um die noch vor Jahren doch alljährlich viel Aufhebens gemacht wurde.

Oder ist uns nur die Aufmerksamkeit abhanden gekommen im unablässigen Trommelfeuer gegen den Tabakkonsum? Die nackten Zahlen jedenfalls sind eindeutig: Ende 2005 wurde Frau Sabine Bätzing (SPD) zur Drogenbeauftragten der Bundesregierung ernannt und proklamierte ungeniert lautstark, dass jährlich exakt 3301 Passivtabakrauchtote zu beklagen wären. Das war 2005, doch die 3301 Passivtabakrauchtoten gelten auch im Jahre 2009 noch. Eine etwas merkwürdig rigide Statistik, wo doch angeblich heute so viele weniger rauchten und das Rauchverbot in der privaten Gastronomie eingeführt wurde. Oder war es doch eine Bätzing-Ente, mit der sich Bätzing dermassen lächerlich gemacht hat, dass sie am liebsten nichts mehr davon wissen will?

Wie dem auch sei – vor der Amtseinsetzung der Verwaltungswirtin Bätzing war die Anzahl der Drogentoten seit Jahren rückläufig. Seit 2006 allerdings steigt die Zahl wieder beständig an und hat jetzt den höchsten Stand seit 5 Jahren erreicht. Es soll hier keineswegs der Eindruck erweckt werden, Frau Sabine Bätzing sei für diese Entwicklung auf irgendeine Weise mitverantwortlich. Aber es wundert einen dann doch, wieviel Energie eine Drogen(!)beauftragte angesichts solcher Zustände in die Verteufelung des legalen Genussmittels Tabak investiert. Eine unabhängige Studie könnte da sicherlich mehr Licht ins Dunkel der DKFZ-Kellerräume bringen.

[Quellen: Bundeskriminalamt; Gesundheitsberichterstattung des Bundes]

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Drogenbarone in Afghanistan

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Afghanistan ist der weltgrösste Opium-Lieferant, bedient mehr als 90 Prozent des Weltmarktes. Das Geschäft mit Opium ist zwar illegal, doch zu befürchten haben die Drogenbarone im Land nichts. Am Tag vor den Wahlen zeigt eine Reportage aus dem inneren Zirkel der Opium-Bosse eindrücklich die Zustände. 10vor10 (19.08.2009)

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Dritte Bundesversammlung für Genuss und Freiheit

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Europa, Staat, Parteien traktieren uns, die Bürger (ihre Ernährer also!) laufend mit neuen Verboten und Vorschriften, hebeln systematisch unsere Freiheiten aus, Tag für Tag ein bisschen mehr. Ist es aber tatsächlich unser Wunsch und Wille, uns zu folgsamen Untertanen umerziehen zu lassen? Haben wir die gewählt, damit sie immer mehr in unsere persönliche Lebensführung eingreifen? Traurig aber wahr: Es ist wieder soweit. Wem seine Freiheit lieb ist, der muss heutzutage wieder aufmucken. Widerstand ist angesagt.

Aus diesem Grunde fand am 9. und 10. August fand in München (nach Dresden und Berlin) die 3. Bundesversammlung für Genuss, Freiheit und Selbstbestimmung (BV GFS) statt. Die Bundesversammlung ist ein Treffen verschiedener Organisationen, die sich gegen die zunehmende Beschränkung der persönlichen Freiheit durch staatliche Bevormundung und Verbote zur Wehr setzen. Teilnehmer waren neben dem Netzwerk Rauchen die Genussinitiative Berlin, der BVGG (Bundesverein Gastronomie und Genuss), die Gruppe MUT (Mittelständische Unternehmen der Tabakwirtschaft), der VEBWK (Verein zum Erhalt der bayerischen Wirtshauskultur), der Verein mensch braucht toleranz e.V. (Dresden) und mehrere weitere Initiativen.

Die BV GFS kritisierte scharf das faktische Verbot der Raucherclubs in Bayern. Die Raucherclubs waren aus Eigeninitiative von Wirten und Gästen entstanden und hatten einen Niedergang der Gastronomie in Bayern nach Einführung des von Ex-Raucher Georg Schmid durchgepeitschten rigorosen Rauchverbots verhindert. Annähern sollten sich die Bundesländer vielmehr an die Gesetzgebung Nordrhein-Westfalens. Raucherclubs dürfen aus den gestalterischen Möglichkeiten der Gastronomie keinesfalls ausgeschlossen werden.

Auch über die Anzeichen einer bereits begonnenen, groß angelegten Diffamierungskampagne gegen den Genuss alkoholischer Getränke zeigte sich die BV GFS äußerst besorgt. Die Parallelen zum Feldzug gegen den Tabak mit dem Ziel eines Konsumverbots (Beispiel Freiburg!) seien unverkennbar. Auch hier sei zu erwarten, dass aus heraufbeschworenen Gefahren Handlungsbedarf konstruiert, Verbote gefordert und schließlich ebenso sinn- wie rücksichtslos durchgesetzt würden.

Lesen Sie dazu bitte auch:

»Jetzt kommt der Passivtrinkerschutz«

Die Teilnehmer waren sich einig, dass weitere Treffen dieser Art unabdingbar sind, um Initiativen, Vereinen und Einzelpersonen eine Diskussions- und Handlungsplattform zu bieten und der in der Politik grassierenden Gängelungssucht gegenzusteuern, sei es auf nationaler oder europäischer Ebene. Zum Koordinator und Ansprechpartner für ihre weitere Tätigkeit wählte die Bundesversammlung Herrn Detlef Petereit von der Genussinitiative Berlin. Die nächste Versammlung wird im Januar 2010 in Hamburg stattfinden. Quelle: Newsletter netzwerk-rauchen.de

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2 thoughts on “Drogentote im Schatten der 3301

  1. Danke für die Veröffentlichung obigen Textes. Passt genau.
    Jedoch wäre ich dir dankbar, jeweils die Quellenangaben der Texte zu posten, die du 1 zu 1 in deinen Blog übernimmst. Dieser Text stammt klar aus D. Ich staune immer wieder, wie sich die Deutschen aber auch die Österreicher gegen die Verbotshysterie, insbesondere die Raucherhetze wehren.
    Leider gibt es das in der Schweiz nicht. Trotz oder eben gerade wegen der direkten Demokratie kann die Mehrheit – die CH-Füdlibürger-Gutmenschen Gesellschaft oder auch Schafherde genannt, Europas grösste Verbotskultur demokratisch beschliessen.

  2. Es wurde von Sackstark nur der dritte Beitrag in diesem Artikel aus einem Newsletter, der nur an Mitglieder von Netzwerk-Rauchen.de versandt wird, eins zu eins übernommen und ich habe die Quelle nun speziell für dich mit Link reingestellt. Der Text ist bei Google nur unter Sackstark und andernorts nur dort zu finden wo Sackstark ihn selbst verlinkt hat.

    Google-Suchresultate

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