Deutsche Bundeszensur im Internet

Massive Medienzensur im Internet

Es geht mitnichten um Jugendschutz,

sondern um Bemutterung und Bevormundung Erwachsener

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Noch vor dem Bundestrojaner, der da kommen wird wie das Amen in der Kirche, bewegt sich die deutsche Pressefreiheit in Richtung Osten mit Vorbild China. Es wird nicht etwa gegen Pädophile oder sonstige Perversionen im Internet vorgegangen, nein, es wird gegen Tabakwerbung gekämpft als seien Tabak und die verarbeitenden Firmen der personifizierte Teufel und nicht einfach «nur ein Blatt» [sic], wie es Arnold Schwarzenegger ausdrückte. So als ob diese Webseiten Konstruktionsanleitungen zu einer schmutzigen Nuklearbombe enthielten – die übrigens, nebenbei bemerkt, leicht im Internet zu finden sind!

Mit etwas Geschick oder auch bloßem Zufall ist das Internet eine wahre Fundgrube von Ansammlungen absurdester Ungeheuerlichkeiten, blut- und Fleischfetzen spritzender Horrorfilmen, Betriebsanleitungen von Rohrbomben, Zeitzündern oder forensisch schwer nachweisbarer Giftmischereien, Angebote illegaler Drogen oder eines Millionenheeres an Prostituierten, Videos von brutalen Hinrichtungen (Snuff), Präsentationen extremistischer Vereine und Interessengruppen, (g)eifrig missionierender Kirchen und Sekten; und selbst der Staat eines jeden Landes erhebt sich im Internet zum manipulativen Oberguru und dreht an der Propagandaschraube mit Hilfe getürkter Zahlen und zurechtgedrechselten ‚Fakten‘, die der Otto Normalverbraucher weder nachprüfen kann noch will, weil er naiverweise einfach glaubt, was der Staat einem so vorbröselt, mit dem Ziel, die gewünschte Meinungsbildung in die von ihm gewünschte Richtung zu lenken, denn der Staat lenkt und niemand denkt! Über Gesundheitsseiten im Internet, in Presse und insbesondere TV, mit ihren penetrant oberlehrerhaften und repetitiv das tägliche TV-Programm verunstaltenden, kindischen Werbe-Botschaften versuchen sie sich in unser Hirn zu fressen, bis wir es ungeprüft verinnerlicht haben und den Scheiß am Ende selbst noch glauben. Jeder Politiker der was auf sich hält und solche die es werden möchten, verbreiten ihre Ideologien heute im Netz. Und – man findet darin Bilder, Texte, Filme und persönliche Video-Clips wovon keiner glaubt, daß es sie gibt, bis man sie gesehen hat.

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Das sogenannte ‚Adult Entertainment‘ hat sich bereits seit den 80er Jahren zu einer mittelständischen Profitmaschinerie entwickelt, die es längst mit den Umsatzzahlen der traditionellen Unterhaltungsbranche aufnehmen kann. Wer Pornoseiten betrachten möchte, der muß mit der Kreditkarte den Altersnachweis erbringen und kommt nur mit einem komplizierten Paßwort rein, bei jedem einzelnen Zutritt. Dies gilt jedoch nur für kostenpflichtige Sites, nicht aber für Werbebilder des Sexgewerbes.

In Tauschbörsen lädt man schon mal irrtümlich mangels korrekter Betitelung oder auch bei vollem ‚Bewußtsein‘ sodomitische Amateur-Clips runter, in denen es gleich mehrere Frauen mit einem Esel, Pferd oder Hund treiben, alles aufgenommen in der Totalen in irgendwelchen Studentenbuden während des Spring Breaks in Miami oder auf einer australischen Farm.

Warum erzähle ich von solchem Tun im Internet?

Nur so als Vergleich um aufzuzeigen, welch perverser Wertewandel bereits stattgefunden hat, denn in Deutschland wird seit längerem in der bewährten Salami-Taktik zielstrebig versucht, erwachsene Bürger, die vom Staat unter allen Umständen und mit allen zur Verfügung stehenden gesetzlichen Mitteln vor einer noch viel schlimmeren Monstrosität im Internet zu schützen und weil die deutsche Regierung keine solch barbarische Unmenschlichkeit wie Tabak-Werbung auf einer Website dulden will.

Was ist passiert?

Murphy’s Law folgend ist der Anstoß meist eine Bagatelle und es geht, wie sooft in Deutschen Landen, um Neid sowie staatliche Bevormundung erwachsener Bürger und Wähler. Die deutsche Tabakfirma Reemtsma klagte aufgrund eines vorläufigen deutschen Gesetzes gegen die British American Tobacco Company (BAT) wegen ihres Internetauftrittes mit der Marke «Lucky-Strike»„Rechtssicherheit für die Markenkommunikation im Internet“ [sic!] zugesprochen hatte. Seitdem tritt BAT, es ist kaum zu glauben, mit einem «Lucky Strike-Trendshop» im Internet auf, welche an eine «Eduscho»-Kinderausgabe aus den Anfängen des eCommerce erinnert. Statt daß sich Reemtsma selbst eine Homepage zusammenbastelt um den Gesetzgeber nicht mit der Nase auf Tabak-Webseiten zu stoßen, kuscht diese Tabakfirma in bewährter Deutscher Blockwartmanier vor dem Kindermädchenstaat und dessen Steigbügelhaltern in devotem Gehorsam und klagt, als Musterschüler des sich schnell expandierenden Nanny-Staates, BAT ein. Soviel braune Analfixiertheit hätte ich dem Unternehmen Reemtsma bisher nicht zugetraut.

Das erstinstanzliche Urteil sprach ein Verbot gegen die Tabak-Webseite von «Lucky Strike» aus. In der Berufung hält nun der 5. Zivilsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichtes Hamburg in seinem Urteil vom 26. September 2007 (Az 5 U 36/07) fest, – und jetzt kommt es dicke, daß der Internetauftritt einer Zigarettenmarke auch dann nicht mit dem im ‚Vorläufigen Tabakgesetz‘ ausgesprochenen Werbeverbot für Tabakerzeugnisse vereinbar sei, wenn der Zugang zur Website paßwortgeschützt ist und nur volljährige inländische Besucher zuläßt.

Das ist keine demokratische Regierungsform mehr, das ist bereits gelebte Diktatur, denn Tabak ist legal und ab 18 Jahren für jeden frei zugänglich.

Deutsche Medienzensur verstärkt Raucherdiskriminierung

Der Deutsche Michel hingegen surft noch immer Unterarm gestählt masturbierend auf der Sexwelle durch die Deutschen Lande, Genießer besuchen weiterhin auf der Suche nach dem ultimativen Single Malt Whisky die Seiten schottischer Destillerien, Zigarrenliebhaber haben eine komfortable Auswahl an Dannemans, Huifkars und hundert anderen Lewinsky-Lutschers, Pfeifenraucher tauschen ihre Erfahrungen zu den besten Schnitten und Geschmack in Foren aus und liefern die Links gleich mit, wo bestellt werden kann, Jugendliche spielen erst recht, da verboten, noch immer blutig-brutale Kampf- und Kriegsspiele, die Studenten vergleichen die Angebote in eBay nach dem günstigsten Tabakangebot und täglich erhalte ich weiterhin Ladungen von SPAM aus der Gesundheitsecke mit der Aufforderung, wie ich mir den Penis vergrößern muß und daß ich Cialis oder Viagra benötige, um eine Frau überhaupt befriedigen zu können, derweil sogar der Zigaretten-Raucher von einer Tabak-Webseite noch immer nichts weiß und sie auch zuvor nicht kannte, denn die deutsche Pressefreiheit ist 2007 auf Platz 20 gerutscht, hinter Trinidad & Tobago und (noch!) vor Costa Rica! (siehe Liste unten), wovon der Mann oder die Frau von der Straße wohl auch nichts mitbekommen hat, denn die Presse hat diese gesellschaftsumwälzende Nachricht dem deutschen Volke unterschlagen oder, falls es hochkommt, auf Seite 44 links unten wo man gewöhnlich den Daumen hinlegt um die Zeitung festzuhalten, in einem einspaltigen Dreizeiler erwähnt. Auch weiß der deutsche Raucher kaum, daß die Tabaksteuer hauptsächlich in die, im Bedarfsfalle innert tausendstel von Sekunden tödliche Bundeswehr in Afghanistan oder sonstwo als Uno-Knecht unterwegs (Soldaten töten – nicht der Tabak), in viel zu große Kanonen, Panzer, Kampfflieger sowie in die Anti-Tabak-Vereine und deren  Haßpropaganda fließt, welche vom gebeutelten, gegängelten und vom Staat abgezockten Raucher als Dank für das viele Steuergeld auch noch fordern, jetzt, da es kalt wird draußen, nicht in der Kneipe oder im Zugabteil zu rauchen, sondern sich gefälligst draußen den Arsch abzufrieren. Doch als folgsamer, indoktrinierter und obrigkeitsgläubiger Deutscher nimmt er das erstaunlich gelassen hin – schließlich ist er kein warmduschender Nichtraucher, dem beim Anblick eines sich kräuselnden und angenehm würzig riechenden Räuchleins das Herz gleich in die Hosen rutscht, nach der Polizei und weiteren Gesetzen schreit, um den Missetäter zu denunzieren und um weitere Verbote einzufordern.

alcapone.jpgVorboten der Prohibition

Somit scheinen alle – außer BAT – auch die frierenden Raucher, anscheinend zufrieden weiterzuschlafen im Staate D, denn sie wehren sich nicht. Alle? Nicht ganz! Einige Demokratieschützer im Netz kämpfen dagegen an, doch die frierenden Raucher scheinen das nicht honorieren zu wollen, zu stark ist die Lethargie und die blinde Folgsamkeit des deutschen Landsers. Auch gewiefte Händler, mafiöse Gruppen, Schmuggler, Schwarz- und Graumarkt beginnen bereits wie zu Al Capones Zeiten wieder zu spielen wie nie zuvor in Europa. Beispielsweise andalusienshop.com und viele andere mehr. Solange keine Tabakfirma mit Copyright-Namen mitmischt, denn das ist von Gesetzes wegen bereits definitiv verboten, packen dubiose Glücksritter das, vom Staat mittels raubritterisch besteuerter Zigaretten auf dem Tablett servierte Angebot beim Schopf und freuen sich, ins Fäustchen lachend, über den völlig verrückt gewordenen EU-Kommissar Markos Kyprianou. Der Tabakmarkt rutscht mit gezielter Unterstützung des Staates mehr und mehr in die Illegalität, mit all seinen Folgeerscheinungen. Vor wenigen Tagen wurde vom bisher größten je gemachten Schmuggelfund Deutschlands berichtet. 15 Millionen Zigaretten seien beschlagnahmt worden. In Anbetracht der jährlich Hunderte von Milliarden gerauchten Zigaretten erscheint mir das ein Tropfen auf den heißen Stein, doch die Zollbeamten erfüllt es mit Stolz. Irgendwie müssen diese ihre Existenzberechtigung auch mal wieder unter Beweis stellen im vereinten Europa ohne Grenzen, damit sie ihren Job nicht selbst wegrationalisieren. Die offiziellen Schätzungen der Bundesregierung beziffern den Schmuggelanteil bereits heute auf 24 bis 28 Prozent aller verkauften Zigaretten. – Dem Raucher kann es egal sein, und mich freut es auch.

Rangliste Pressefreiheit 2007

2006 lag Deutschland wohl auf Platz 23, aber mit 5.50 Punkten.

2007 liegt Deutschland auf Platz 20, jedoch mit höheren 5.75 Punkten.

[Carolus Magnus]

Addendum zu Reemtsma

Reemtsma: eigenes Leiden ist Verleugnung
Laut Reemtsma sei das deutsche Familienskelett nach Kriegsende nicht ausgegraben worden, weil man eigene Leiden vor Augen gerückt und eigene Verbrechen damit vertuscht habe. Dies möchte er als „Verleugnungsgeschichte“ in unsere Wörterbücher eingehen sehen.

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Der Vater von Reemtsma war Zigarettenfabrikant aus dem Baltikum und hatte ein hohes Amt in der Kriegwirtschaftslogistik des NS-Staates. Man sagt ihm weltanschauliche Nähe zum – jedenfalls Dienst am – NS-Staat nach. Sein Sohn konvertierte aus der Sippenhaft dieses Familienhintergrunds vom Saulus zum Paulus. Dem Polit-Professor, der mutig auch in fachfremder Geschichte macht, sind zu seinem Lieblingsthema Rußlandkrieg sowjetische Völkerrechtsverbrechen ein Dorn im Auge. Sie könnten den von ihm erwünschten Eindruck stören, daß nur Deutsche geborene Verbrecher seien. Er fängt dieses Problem auch hier wieder durch pauschale Diffamierung ab. Sofern von deutschen Leiden und Opfern nach diesem Krieg die Rede gewesen sei, habe dies nach seinen Forschungsergebnissen beigetragen zu einer „Verleugnungsgeschichte“.

Damit dies der Reportage nicht passiert, sieht der Zuschauer in einer alten deutschen Wochenschau frisch lackierte deutsche Kriegsgefangene mit Blumen in der Hand, die offenbar nach kerniger Arbeit an erfrischender sibirischer Land- und Bergluft auf einer Art multikulturellem „Workshop“ wie vom Urlaub heimkehren. Ob diese Wochenschau damals im West- oder Ostteil Deutschlands produziert wurde, wird nicht angegeben. Was die Wochenschau sonst noch über Heimkehrer gezeigt haben könnte, ist dem kurzen Ausschnitt ebenfalls nicht zu entnehmen. Andere dieser Heimkehrer wie die sportlich-schlanken Herrschaften auf dem Foto rechts wurden von der ZDF-Kamera übersehen. Sie waren wohl zu schmal für´s Bild.

Quelle:

4 thoughts on “Deutsche Bundeszensur im Internet

  1. Ja klar doch! Anscheinend weiß Deutschland noch nicht, daß das Internet nicht Deutschland gehört.

    Um die deutsche Zensur effizient auszubauen, müßte Merkel nur nochmals zu den Chinesen reisen und von ihnen lernen – auch in Bezug auf den Bundestrojaner, haben doch die Chinesen kurz vor Merkels Besuch in Peking die deutschen Regierungsnetzwerke mittels eines Trojaners ausspioniert.

  2. Solange BAT und andere Ihren Firmensitz in den USA haben, käme sie eine Website in beispielsweise Vanutu (.vu) teuer zu stehen. Vanutus gesamtes BIP von ca. 10 Millionen besteht ausschließlich aufgrund ihrer Domain-Endung – eine sogenannte virtuelle Monokultur. Die Gelder von BAT würden in den USA eingefroren.

    Die Tabakfirmen versuchen, den Umsatzausgleich in Mittel- und Südostasien zu bewerkstelligen. Und ich glaube, mit Erfolg.

    Bald bin ich pensioniert und werde im Hinblick auf die persönliche Einengung in allen Lebensbereichen Europas mit seiner Dummheit, den USA soziologisch, freiheits- und individualfeindlich nachzuhecheln, auswandern. Bald wird es wieder eine McCarthy-Ära geben, die sich jedoch nicht auf die USA beschränken wird und der einzige Unterschied wird sein, daß diesmal nicht die Kommunisten, sondern andere Gesinnungstäter verfolgt werden. Es wird einfach das Label ausgetauscht, nicht aber die Paranoia. Es ist bereits alles für eine notwendige Auswanderung in der Schublade vorbereitet und kann von mir bei Bedarf innert zwei Wochen vollzogen werden.

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