Die Vegetarier sind gelandet

 

Auf dem Weg zur biometrischen Gleichheitsgesellschaft

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In dieser Studie beobachteten die Forscher rund 520’000 Menschen aus zehn europäischen Ländern während vieler Jahre. Dabei stellten sie fest: Obst und Gemüse schütze vor Lungen- und Darmkrebs sowie Krebs im oberen Verdauungstrakt. Vollkorngetreide schütze vor Darm- und Magenkrebs.

Die zehn Regeln gegen Krebs

  • Vermeiden Sie Übergewicht – BMI 21-23.
  • Bewegen Sie sich mindestens 30 Minuten pro Tag mit erhöhtem Puls.
  • Essen Sie möglichst viel Pflanzliches.
  • Essen Sie höchstens 500 Gramm rotes Fleisch pro Woche (Rind, Schwein, Lamm).
  • Verzichten Sie auf Geräuchertes und Gepökeltes.
  • Verwenden Sie wenig Salz.
  • Verzichten Sie auf Süßgetränke und Junk Food.
  • Trinken Sie wenig Alkohol.
  • Stillen Sie Babys bis zum Alter von 6 Monaten.
  • Nehmen Sie keine Vitaminpillen.

Der Gesundheitstipp schreibt in seiner neusten, Ausgabe über den zweiten, 500 Seiten umfassenden Gemeinschaftsbericht des World Cancer Research Fund und des American Institute for Cancer Research.

Wer die obigen zehn Merksätze beachte, könne sein Krebsrisiko um ein ganzes Drittel senken!

Das wäre mehr als bei einem Rauchstopp! Interessant, dass das Rauchen in den zehn Regeln nicht aufgeführt wird, dafür aber die rundum von Gesundheitsfanatikern so beliebten Vitamine. Weiter wird empfohlen, täglich 600-800 Gramm (!) Gemüse, reichlich Vollkorngetreide und Hülsenfrüchte zu essen – Nein, nicht um den Tabakrauch in Kneipen mit menschlichen Fermentationsgasen zu übertünchen, sondern um dem Bauernstand wieder auf die Füsse zu helfen.

Somit können folgende, zukünftige Ge- und Verbote oder Gesundheitssteuern extrapoliert werden:

  • Verbot von Pizzerien, Burger- und Dönerbuden.
  • Verbot von schleckstängelverkaufenden Kiosken.
  • Steuern auf Patisserien, Schokolade und Aachener Printen.
  • Steuererhöhung und Steuern auf Alkohol- und Süßgetränke.
  • Verbot von Cola-Getränken und Red Bull
  • Steuern auf rotem Fleisch.
  • Steuern auf Gepökeltem und Geräuchertem. Hä? Ja, inklusive Rauchlachs!
  • Das Salz wird staatlich rationiert.
  • Jede Mutter hat eine Mitwirkungspflicht der Vormundschaftbehörde gegenüber und wird regelmässig von dieser Behörde in Co-Union mit einem Ernährungsberater und Psychologen betreut. Werdende Mütter müssen, analog einem Führerschein, noch vor der Geburt eine Prüfung ablegen. Müttern, die bei der Prüfung durchfallen, wird das Kind entzogen und zur Adoption freigegeben.
  • Mindestens sechsmonatige Stillpflicht für Mütter oder lebenslange Erhöhung der Krankenkassenprämien für den Säugling.
  • Parkverbot an Orten, die einen kleineren Radius als den eines 30-minütigen Fußmarsches aufweisen.

Personen mit abweichender BMI-Zahl von 21-23

  • Höhere Krankenkassen- und Versicherungsprämien.
  • Aufpreis auf Flug-, Bahn- und Bus-Billetten.

Rauchverbote

  • Bereits bestehende Rauchverbote werden rückgängig gemacht und Passivrauch offiziell als Phobie im ICD-10 Katalog aufgenommen.
  • Wer angesichts dieser Zukunftsaussichten noch immer Lust verspürt, Kinder in die Welt zu setzen, wird ebenfalls in den ICD-10 Katalog unter F70.9 Debilitas mentalis diagnostiziert und von der Gesellschaft ausgeschlossen, resp. in Verwahrung genommen. Dasselbe gilt auch für renitente oder unheilbare Passivrauchphobiker.

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Detaillierter im Tagesanzeiger

[Carolus Magnus]

6 thoughts on “Die Vegetarier sind gelandet

  1. Extrapolieren?

    Nationalrätin Ruth Humbel, CVP, glaubt, den idealen Lebensstil gefunden zu haben, und glaubt diesen allen Schweizern mit Gewalt aufzwingen zu müssen. Orientierungslauf für alle!

      «Nicht mehr mit dem Töff oder dem Auto zur Schule»
      «Automaten mit Junk Food sind in Schulen zu verbieten»
      «Es ist verflixt. In einem liberalen Staat kann jeder sein Leben gestalten wie er will. Er darf sich auch selber schaden, ohne bestraft zu werden. Auf der andern Seite sollen dann alle solidarisch für die verursachten Kosten aufkommen. Die CVP möchte an der Eigenverantwortung festhalten, dafür aber in der Krankenversicherung differenzierte Selbstbehalte einführen. Ein Beispiel: Die vielen Diabetiker könnten viele Medikamente absetzen, wenn sie sich mehr bewegen und mehr Salate statt Pommes Frites essen würden.»

    Ruth Humbel: Blick–Interview

    Ruth Humbel scheint ihre profunden medizinischen Kenntnisse vorwiegend aus der People-Presse (Yellow Press) zu schöpfen. Diabetes hat weder mit Bewegung noch mit Salat essen etwas zu tun.

    N.B: Ruth Humbel hatte auch die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit NR (SGK-NR) des Nationalrats zum Thema Nichtraucherschutz geleitet und sich mit ihrer Unkenntnis selbst disqualifiziert.

  2. Ruth Humbel

    ist seit 2003 CVP-Nationalrätin. Sie, die 49-jährige Juristin ist Direktionsmitglied des Krankenkassenverbandes Santésuisse, wohnt in Birmenstorf bei Baden AG und ist Mutter von zwei schlanken, sportlichen, schulpflichtigen Kindern.

    Mal abwarten, bis diese Kinder als Erwachsene auf einem Bürosessel kleben bleiben. Ob sie dann noch immer sportlich und schlank sein werden?

  3. Die obige Liste mag ihre Gültigkeit haben. Sogar ich halte mich seit x Jahren grösstenteils daran. Aber mann soll nicht den Fehler machen zu glauben, man sei dann unsterblich. Wir hatten so nen tragischen Suizidfall vor 3 Jahren in unserem Dorf:

    Angesehener und reputierter Allg. Mediziner, 45 jährig, hatte sich mit seiner Dienstpistole erschossen. Grund: Diagnose Gehirntumor.
    Dabei hatte der Mann und seine Ehefrau ALLES unternommen, um möglichst unsterblich zu sein:

    – Selbstverständlich absolute Nichtraucher
    – Abstinenzler (nur beim herbstlichen Winzerfest gabs ein kleines Glas Wein)
    – Vegetarier
    – „angefressene“ Velofahrer waren sie beide. Im Tennis haben sie das „Doppel“ gewonnen in der Kant. Meisterschaft
    – auch gesellschaftlich adequat: Rotarier, im Vorstand des lokalen Golfklubs, etc.
    – rein äusserlich als Asketen erkennbar, schon fast knochig.

    Doppelt tragisch: Keine 2 Jahre nach dem Suizid ist die Ehefrau auch gestorben, an Brustkrebs.

    Man muss sich das vor Augen führen: Etwa 4 Monate vor seinem Selbstmord enervierte sich Herr Doktor fürchterlich, als er bei einem seiner seltenen Besuche in der Dorfbeiz beim Essen vom Stammtisch mit Rauchschwaden belästigt wurde. Hauptverursacher Eugen U., Stammgast und Raucher von Gauloise Bleu war der Verursacher. Damals 81 Jahre alt. Vorgestern musste ich schmunzeln: Eugen U. ist mittlerweile 84 Jahre alt, immer noch Stammgast. Und vor ihm auf dem Tisch liegt eine Schachtel Gauloise Bleu. Auf der steht: RAUCHEN IST TÖDLICH.

  4. Absolut glaubwürdig – ich kenne ähnliche Fälle aus meinem Bekanntenkreis!

    Sehr eindrücklich und auf den Punkt gebracht – hast du auch eine Quelle, etwa einen (gescannten) Printmedienbericht oder eine Todesanzeige dazu?

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