Und wer verbietet die Bibel?

Gefährliche Ferkeleien

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Ein gottloses Kinderbuch soll jugendgefährdend sein. Wer aber verbietet die Bibel?

Von Beda M. Stadler

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ferkel_buch«Wo bitte geht’s zu Gott? fragte das kleine Ferkel» – so lautet der Titel eines Kinderbuchs, das ich gerne meinen Enkelkindern schenken würde. Das Problem ist, ich habe noch keine solchen, und vielleicht darf ich das auch nicht mehr. Die deutsche Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat sich am Donnerstag nämlich mit dem Büchlein auseinandergesetzt. Die deutsche Bundes-Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU), stellte den Antrag, das religionskritische Buch auf den Index zu setzen. Das Buch sei antisemitisch und sozialethisch desorientierend. Werden meine zukünftigen Enkel ohne dieses harmlose Büchlein aufwachsen müssen?

Die Ferkelei ist nicht rückgängig zu machen. Auch wenn die deutschen Wächter über die Kinderseele hoffentlich den letzten Funken Verstand benutzen, ist intellektueller Schaden angerichtet. Zudem ist noch eine Strafanzeige vom Bistum Rottenburg-Stuttgart gegen das Ferkel-Buch hängig. Das Bistum hat sich vor allem darüber aufgeregt, daß im Büchlein katholische Christen als «Menschenfresser» tituliert werden. Das kleine Ferkel sagt nämlich zu seinem Freund, dem Igel: «Wenn die schon den Sohn vom Herrn Gott verspeisen, wer weiß, was die kleinen Igeln und Ferkeln antun . . .» Das Bistum findet, der Tatbestand der Beleidigung sei erfüllt, schließlich gehe es um Transsubstantiation. Mich haben Hostien auch immer ein wenig geekelt. Ich habe mich gewundert, wie Fleisch und Blut in eine fade, farblose Oblate hineingelangt. Die Transsubstantiation wurde später noch suspekter, da dem Meßdiener auffiel, daß die Herstellung von göttlichem Blut wesentlich mehr Wein als Wasser benötigte. Halten wir fest, die Bibel und Kinderbücher taugen beide offensichtlich nicht dazu, komplexe theologische Erkenntnisse zu erläutern. Vielleicht sind einige Erwachsene zu alt, um Kinderbücher zu lesen, und einige Kinder zu jung, um die Bibel zu lesen?

60_jahre_ggDer bundesministerielle Indizierungsantrag basiert auf einem Paragraphen, wonach Medien jugendgefährdend sind, wenn sie unsittlich sind, verrohend wirken und zu Gewalttätigkeit, Verbrechen oder Rassenhaß anreizen. Ich habe das Kinderbuch gelesen, ohne dass dieser Eindruck entstanden wäre. Das erste Buch, das mir allerdings zu diesem Paragraphen spontan einfällt, ist die Bibel. Ich finde es unsittlich, wenn Väter beschrieben werden, die ihre Kinder abschlachten. Vieles, was mir so einfällt, was Moses, vom Berge hinuntersteigend, sah, könnte auf Kinder möglicherweise verrohend wirken. Nie würde ich meinen Enkeln vorlesen, daß Lot zwei Engel vor einer Vergewaltigung rettete, indem er seine jungfräulichen Töchter dem Pöbel überließ. Die Gewalttätigkeiten in der Bibel, angefangen beim Brudermord bis zur Kreuzigung, werden nicht nur gedruckt, sondern hängen in manchen Familien über dem Eßtisch. Es gibt genügend Zeitgenossen, die der Ansicht sind, der Judenhaß könnte etwas mit Judas dem Verräter zu tun haben und der irrigen Ansicht, die Juden hätten den Propheten der Christen getötet. Trotzdem erinnere ich mich, daß mir dieses Buch in zartem Alter als Bettlektüre empfohlen wurde. Allerdings habe ich bis heute keinen Antrag zur Indizierung der Bibel gefunden.

ferkel_buch2Also unabhängig davon, ob das gottlose Kinderbüchlein nun auf die Liste gesetzt ist oder nicht: Es bleibt die Frage, ob das Recht, sich über etwas lustig zu machen, höher einzustufen ist als das Recht, die beleidigte Wurst zu spielen. Es stimmt, in diesem Kinderbuch sind die Monotheisten nicht respektvoll gezeichnet. Den Atheisten muß man aber zugute halten, daß sie bis anhin keinen Respekt verlangt haben. Menschen, die an das Irrationale glauben, haben Toleranz verdient. Die Frage ist, ob sie auch Respekt verdient haben. Toleranz und Respekt sollten nicht verwechselt werden: Wer Respekt will, will auch Macht. Gehört die Macht in den Schoß der Irrationalität?

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Mit freundlicher und ausdrücklicher Genehmigung des Copyright-Inhabers Beda M. Stadler, Professor an der Universität Bern und Direktor des Instituts für Immunologie. (9. März 2008)

Sämtliche Fakten sowie der chronologische Werdegang dieser «Staatsaffaire», gespickt mit vielen Links und Updates finden Sie hier …

4 thoughts on “Und wer verbietet die Bibel?

  1. Ist es nicht erstaunlich, dass Politiker jeweils vor Wahlen an den Sachverstand, die Mündigkeit und das kritische Denk- und Urteilsvermögen ihrer potenziellen Wähler appellieren … und nach den Wahlen so handeln, als ob ihre Wähler mit ihrer Stimme auch ihren Verstand und ihre Mündigkeit abgegeben hätten.
    Wir erleben seit einiger Zeit eine wahre Bevormundungsepidemie. Politiker glauben, sie müssten ihre eigenen Wähler erziehen, sie vor dem Leben schützen, ihren Lebensstil vorschreiben.
    Wie konnten unsere Vorfahren ohne all dies nur überleben?

  2. Die Bibel darf Kindern weder gezeigt, noch darf sie unter ihnen verbreitet werden. Dieses Buch enthält gewalttätige Verse, pornografische Geschichten und Texte, in denen Sodomie und Inzest vorliegen. Wir Bittsteller begehren eine Zensurierung der Bibel für Kinder unter 16 Jahren und begründen folgendermassen:

    Es ist der Wunsch und das Recht eines jeden Kindes von seinen Eltern geliebt zu werden. Jede Mutter und jeder Vater wünscht die Liebe ihres/seines Kindes. In unserer Gesellschaft legt man mehr denn je Wert darauf, dass man sein Kind nicht mit Liebesentzug bestraft. Doch der Entzug von Liebe ist nicht nur für Kinder schlimm, Eltern leiden genauso, wenn ihr Kind keine Zuneigung zeigt. Sogar das Strafgesetzbuch äussert sich im Artikel 219 zur Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht (Wer seine Fürsorge- oder Erziehungspflicht gegenüber einer unmündigen Person verletzt oder vernachlässigt und sie dadurch in ihrer körperlichen oder seelischen Entwicklung gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft). Nun steht es aber in der Bibel geschrieben, dass man seinen Vater und seine Mutter hassen müsse, um Jesus folgen zu dürfen: „Wenn jemand zu mir kommt und haßt nicht seinen Vater und [seine] Mutter und [seine] Frau und [seine] Kinder und [seine] Brüder und [seine] Schwestern, ja selbst seine eigene Seele, so kann er nicht mein Jünger sein.“ (Lukas 14:26). Wie begegnen diese Worte einem Kind? Ein Kind weiss noch nichts über Strafgesetzbücher oder die Folgen von Liebesentzug.
    Das erwähnte Zitat erwünscht Hass innerhalb der Familie, damit man von Jesus akzeptiert wird. Es will den Kindern unserer Welt weismachen, dass die Liebe unserer Väter und Mütter nichts Gutes ist. Liebe und Hass kann man auf verschiedene Arten interpretieren, doch diese zwei Gegensätze werden nur auf eine Art definiert: Liebe bedeutet „Gutes, Angenehmes“ und ist im engeren Sinne die Bezeichnung für die stärkste Zuneigung, Hass ist eine menschliche Emotion scharfer Antipathie und steht allgemein für die stärkste Form der Abneigung (Definition: Duden). Laut Bibel also, erhält man die Zuneigung von Jesus nur dann, wenn man seine eigene Familie und sich selber abneigt. Ein Buch, das den Hass und seine Folgen gutheisst, darf für Kinder niemals zugänglich sein! Deshalb fordern wir das ehrenwerte Gericht auf, die Verbreitung der Bibel unter Kindern zu verhindern.
    Es ist eine weitverbreitete Lehre der Kirche, dass man nach dem Tode nur in den Himmel kommt und ins „Ewige Leben“ eintreten kann, wenn man Jesus folgt. Mit anderen Worten: Ohne den Glauben an Jesus wird man ins „Ewige Feuer“ d.h. in die „Hölle“ verbannt. Somit müsste man nach den Worten Jesus seinen eigenen Vater, seine Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und sich selbst hassen, um von Jesus geliebt zu werden und ihm folgen zu dürfen.
    Die Bittsteller glauben, dass sie in einem Land leben, in dem Mann und Frau als gleichwertig behandelt werden. Freiheit wird beiden ohne Diskriminierung des Geschlechts gewährt. Doch die Bibel lehrt das Gegenteil. Gemäss der Bibel verdient die Frau keine Liebe, auch wenn sie ihren Mann liebt. Siehe Genesis 3:16. Zur Frau sagte er: »Ich werde die Mühsal deiner Schwangerschaft sehr mehren; mit Geburtsschmerzen wirst du Kinder hervorbringen, und dein tiefes Verlangen wird nach deinem Mann sein, und er wird über dich herrschen «.
    Eine Frau, die ihren Mann liebt, wird von ihm beherrscht, sagt die Bibel. Gemäss den Worten der Bibel und deren Gott muss der Mann ein Herrscher und die Frau seine Sklavin sein. Diese Vorstellung eines Zusammenlebens von Mann und Frau ist nicht akzeptabel, untragbar und steht völlig im Gegensatz zu den gelebten fundamentalen Prinzipien unserer modernen Gesellschaft. Unsere Gesellschaft hat diese unmoralische Hierarchie erkannt und sich gegen diese gewehrt. Unsere Gesellschaft sagt „Ja“ zur Geschlechtergleichheit, die Bibel sagt dazu ganz klar „Nein“. Wir leben im völligen Gegensatz zu dem, was die Bibel uns lehrt, wir folgen ihren Ansätzen und ihrer Moral schon lange nicht mehr. Jeder, der sich mit dem Inhalt der Bibel auseinandersetzt, wird an seinen bisherigen Wertvorstellungen zweifeln. Die Bibel kann Kinder durchaus zur Gefährdung der gesellschaftlichen Fortschritte verleiten. Knaben werden Frauen nicht respektieren, sondern beherrschen wollen, wenn sie nach den Prinzipien der Bibel leben.
    In der Bibel steht die Geschichte des Inzests zwischen einem Vater und seinen beiden Töchtern geschrieben. Genesis 19:31-36 „Und die Erstgeborene sagte dann zu der Jüngeren: „Unser Vater ist alt, und da ist kein Mann im Land, der mit uns Beziehungen haben könnte nach der Weise der ganzen Erde. Komm, laß uns unserem Vater Wein zu trinken geben und uns zu ihm legen und uns Nachkommen von unserem Vater erhalten.“ So gaben sie ihrem Vater während jener Nacht wiederholt Wein zu trinken; dann ging die Erstgeborene hinein und legte sich zu ihrem Vater; er aber wußte nicht, wann sie sich niederlegte und wann sie aufstand. Und es geschah am nächsten Tag, daß dann die Erstgeborene zu der Jüngeren sprach: „Siehe, ich habe mich die vergangene Nacht zu meinem Vater gelegt. Laß uns ihm auch heute nacht Wein zu trinken geben. Dann geh du hinein, leg dich zu ihm, und wir wollen uns Nachkommen von unserem Vater erhalten.“ Da gaben sie ihrem Vater auch während jener Nacht wiederholt Wein zu trinken; dann stand die Jüngere auf und legte sich zu ihm, er aber wußte nicht, wann sie sich niederlegte und wann sie aufstand. Und die beiden Töchter Lots wurden von ihrem Vater schwanger.“
    Diese Geschichte enthält folgende Botschaften: 1. Wenn kein geeigneter Sexualpartner vorhanden ist, nimm ein Familienmitglied (hier den Vater), Inzest. 2. Die Ermöglichung mit einer Person gegen deren Willen sexuell zu verkehren, Vergewaltigung. 3. Alkohol ist ideal um dir jemanden gefügig zu machen. 4. Beziehung zwischen Alkohol und Perversion.
    Das Wiederholen der Worte „und er merkte nichts, weder wie sie zu ihm kam noch wie sie von ihm aufstand“ hebt die Möglichkeit hervor, einen Mann so betrunken zu machen, dass er den Geschlechtsverkehr mit seiner eigenen Tochter nicht mehr wahrzunehmen fähig ist. Der Staat verbietet Inzest im Strafgesetzbuch nach Art. 213: 1 Wer mit einem Blutsverwandten in gerader Linie oder einem voll- oder halbbürtigen Geschwister den Beischlaf vollzieht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe bestraft. Sogar das Gesetzbuch der katholischen Kirche, für welche die Bibel ebenso als Grundlage ihrer Religion gilt, verbietet Inzest. Inzest wird in aller Hinsicht abgelehnt, doch in jenem Buch, das als Heilig gilt, wird genau dies gutgeheissen. Wie kann legitimiert werden, dass derartige Ideen unter Kindern verbreitet wird, obwohl deren Ausführung schon lange als Straftat gilt?!
    Noch ist die Bibel für Kinder frei verfügbar, das Buch mit seinen widerwertigen Geschichten steht ihnen jederzeit offen. Ein Erwachsener weiss sehr wohl, dass solch eine Tat weder gutgeheissen werden kann, noch rechtlich erlaubt ist. Ein Kind, dem die Bibel als Grundlage für ein glückliches Leben dargelegt wird, ist nicht in der Lage dies zu beurteilen.
    Die Kirche ist entschlossen, trotz unzähliger inakzeptabler Verse der Bibel, diese als Glaubensgrundlage für den Menschen gutzuheissen. Sie benennt die Bibel als „Heilige Schrift“, als „das Wort Gottes“ und verschleiert mit diesem Titel deren negativen Einflüsse auf die Menschheit. Die Bittsteller glauben, dass jeder die Verpflichtung seinen Kindern gegenüber hat, diese vor dem Einfluss eines Buches wie die Bibel zu schützen. Jeder, der sein Kind vor Büchern mit widerrechtlichen Inhalten schützt, sollte sein Kind auch vor dem Inhalt der Bibel schützen.
    Gewisse Verse in der Bibel sollten nach Meinung der Bittsteller keinesfalls von Kindern gelesen werden. Nachfolgend werden einige davon für den Untersuchungsrichter zitiert.
    1. „Glücklich wird der sein, der deine Kinder ergreift. Und wirklich an dem zerklüfteten Felsen zerschmettert“ (Ps. 137.9).
    Kinder unter 16 Jahren sind nicht für jede Tat urteilsfähig. Wenn ihnen die Bibel, das „Wort Gottes“, zugänglich ist, besteht durchaus die Möglichkeit, dass ein Kind das Töten als „Weg zum Glück“ rechtfertigt.
    2. „Und ihr werdet bestimmt Fett fressen zur Sättigung und Blut trinken zur Trunkenheit von meinem Schlachtopfer, das ich für euch schlachten will. Und ihr sollt an meinem Tisch gesättigt werden von Pferden und Wagenlenkern, starken Männern und allerart Kriegern‘ ist der Ausspruch des Souveränen Herrn Jehova“ (Ezekiel 39:19-20).

    Wir Bittsteller glauben, dass Kinder unter 16 Jahren durch das Lesen oder Anhören solcher Verse ihre Werte und Ansichten verändern. Kein Kind in der Schweiz sollte aufgrund des biblischen Einflusses negative Gedanken hegen oder gar zu einem schlechten Menschen werden.
    3. „Und du sollst zum Boden Israels sagen: ‚Dies ist, was Jehova gesprochen hat: „Siehe, ich bin gegen dich, und ich will mein Schwert aus seiner Scheide ziehen und aus dir den Gerechten und den Bösen wegtilgen“ (Ezekiel 21:3).
    Dieser Vers wird als Mitteilung Gottes verkündet. Ein Kind glaubt an dessen Wahrheit und kann das Töten möglicherweise als Gottes Wille interpretieren, da Gott dies laut Bibel auch tut.
    „Und du, O Menschensohn—prophezeie, und schlage Handfläche gegen Handfläche, und ‚Ein Schwert!‘ sollte dreimal wiederholt werden. Das Schwert der Erschlagenen ist es. Es ist das Schwert eines Erschlagenen, der groß ist, das sie umkreist. Damit das Herz schmilzt und [um] die zu mehren, die gestürzt werden an allen ihren Toren, will ich eine Schlachtung durch das Schwert herbeiführen. Ha, zum Blitzen ist es gemacht, zur Schlachtung geschliffen! Erweise dich als scharf; geh nach rechts! Beziehe deine Stellung; geh nach links, wohin immer dein Gesicht gerichtet ist! Und auch ich selbst werde meine eine Handfläche gegen meine andere Handfläche schlagen, und ich will meinen Grimm stillen. Ich selbst, Jehova, habe geredet“ (Ezekiel 21:14-17).
    Wir Bittsteller glauben, der Gott der Bibel spricht wie ein Wesen, das Freude am Töten hat. Freude am Töten verspüren psychopathische Persönlichkeiten, welche in Horrorfilmen zu sehen sind. Ein Wesen, das vergnügt Menschen erschlägt und schlachtet, wird nach unserer Vorstellung niemals als Gott bezeichnet. Deshalb bitten die Bittsteller das ehrenvolle Gericht, dass die Bibel umgehend für Minderjährige verboten wird.
    4. „Und die von Jehova Erschlagenen werden schließlich an jenem Tag gewiß von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde sein. Sie werden nicht beklagt, noch werden sie zusammengesammelt, noch begraben werden. Zu Dünger auf der Oberfläche des Erdbodens werden sie werden“ (Jeremiah 25:33).

    5. „Und ich will vier Familien über sie bestellen, ist der Ausspruch Jehovas, das Schwert zum Töten und die Hunde zum Fortschleifen und die fliegenden Geschöpfe der Himmel und die Tiere der Erde zum Fressen und zum Verderben“ (Jeremiah 15:3).

    Menschliche Körper werden vom biblischen Gott mit Dung verglichen. Der biblische Gott sagt, dass alle menschlichen Wesen von einem Ende zum anderen Ende der Erde geschlachtet werden sollen. Was für ein Horrorszenario für unsere Kinder!
    6. Um euer selbst willen laßt ab von dem Erdenmenschen, dessen Odem in seiner Nase ist, denn auf welcher Grundlage ist er selbst in Betracht zu ziehen? (Isaiah 2:22).
    Der Mensch ist ein soziales Wesen, das sich an seinen Mitmenschen orientiert. Vertrauen ist deshalb die Grundlage für ein glückliches Zusammenleben. Aus diesem Grunde bitten wir Bittsteller dieses Gericht, die Bibel, welche Misstrauen lehrt, zu verbieten. Diese Art von gemeinschaftsfeindlichen Ideen sollte keinesfalls Kinder dieses Landes beeinflussen.
    7. „Und ich bin voll des Grimmes Jehovas geworden. Ich bin müde geworden, an mich zu halten. Ergieße [ihn] über das Kind auf der Straße und zur selben Zeit über die vertraute Gruppe junger Männer; denn auch sie werden ergriffen werden, ein Mann samt seiner Frau, ein alter Mann samt einem Hochbetagten. Und ihre Häuser werden gewiß anderen zum Besitz übergeben werden, die Felder und die Frauen zur selben Zeit. Denn ich werde meine Hand gegen die Bewohner des Landes ausstrecken“ ist der Ausspruch Jehovas“ (Jeremiah 6:11-12).
    8. „Führt einen Rechtsfall mit eurer Mutter; führt einen Rechtsfall, denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann. Und sie sollte ihre Hurerei von sich entfernen und ihre Taten des Ehebruchs zwischen ihren Brüsten hinweg, damit ich sie nicht nackt ausziehe und sie tatsächlich hinstelle wie am Tag ihrer Geburt und sie wirklich einer Wildnis gleichmache und sie gleich einem wasserlosen Land hinlege und sie durch Durst zu Tode bringe“ (Hosea 2:2-3)
    Der „Gott der Bibel“ sagt, „klage deine Mutter an“, und weiter, „sie ist nicht länger deine Ehefrau“ und „damit ich sie nackt ausziehen kann wie am Tage ihrer Geburt“. Erstmal verstehen Kinder Worte wie „Hurerei“ nicht. Wörter, die in der Bibel existieren, erscheinen für ein Kind als gut. So kann es diese durchaus in seinem Wortschatz aufnehmen und davon im Alltag Gebrauch machen. Für jene, die diese Worte jedoch verstehen, ist der Text eine Erniedrigung der Frau, die sie geboren und liebevoll aufgezogen hat.
    Die Bittsteller haben gemeinsam die unangenehmen und menschenfeindlichen Zitate der Bibel, von denen es unzählige gibt, untersucht. Sie beginnen mit folgendem Zitat aus Lukas 14:26 oder Lukas 12:51-53, „Meint ihr, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen? Nein, sage ich euch entschieden, sondern eher Entzweiung. Denn von nun an werden fünf in einem Haus entzweit sein: drei gegen zwei und zwei gegen drei. Sie werden entzweit sein: Vater gegen Sohn und Sohn gegen Vater, Mutter gegen Tochter und Tochter gegen [ihre] Mutter, Schwiegermutter gegen ihre Schwiegertochter und Schwiegertochter gegen [ihre] Schwiegermutter.“ Die Bittsteller mussten feststellen, dass sich die Bibel für Verbrechen gegen die Menschenrechte ausspricht. Sie haben schliesslich entschieden, sich an dieses Gericht zu wenden, damit diese Probleme, die behandelt werden müssen, eine baldige Lösung finden.
    Gemäss der Bibel ist es nicht die Erde, die die Sonne umkreist, sondern die Sonne umkreist die Erde, siehe: „Damals ging J?sua daran, zu Jehova zu reden, an dem Tag, an dem Jehova die Amor?ter den Söhnen Israels überließ, und er sagte dann vor den Augen Israels:
    „Sonne, steh bewegungslos über G?beon, Und Mond, über der Tiefebene von ?jalon!“
    Dementsprechend blieb die Sonne bewegungslos, und der Mond stand wirklich still, bis die Nation Rache nehmen konnte an ihren Feinden. Steht es nicht im Buch J?schar geschrieben, „und die Sonne blieb mitten am Himmel stehen und eilte nicht zum Untergang, ungefähr einen ganzen Tag“? (Joshua 10:12-13).
    Diese unglaubwürdige Geschichte von Joshua lehrt die Kinder genau das Gegenteil von dem, was ihnen in der Primarschule beigebracht wird. Die Bittsteller finden solche Aussagen der Bibel unwissenschaftlich und irreführend.
    Das letzte Beispiel dafür, dass die Bibel nicht jugendfrei ist:
    „Und ständig mehrte sie ihre Taten der Prostitution bis zu dem Punkt, da sie an die Tage ihrer Jugend dachte, als sie sich im Land Ägypten als Prostituierte preisgab. Und ständig hatte sie sinnliches Verlangen gemäß der Art von Nebenfrauen, die denen gehören, deren fleischliches Glied wie das fleischliche Glied von Eseln und deren Zeugungsorgan wie das Zeugungsorgan von Hengsten ist“(Ezekiel 23:19-20).

    Die Bittsteller erfassen hier eindeutige pornographische Ansätze. Nach dem Strafgesetzbuch, Art. 197.1-2 wird die Anbietung, Vorführung, Überlassung und das Zugänglichmachen pornografischer Schriften, Ton- oder Bildaufnahmen, Abbildungen oder die Verbreitung durch Radio oder Fernsehen an eine Person unter 16 Jahren strikt verboten.
    Keinem Kind in diesem Land sollte es je erlaubt sein, die Bibel mit deren obszönen Inhalten, zu lesen. Wir Bittsteller ersuchen das ehrenwerte Gericht die Abgabe der Bibel an Minderjährige ohne Vorwarnung zu verbieten. Dieses Buch enthält zahlreiche, sehr gewaltsame und zerstörerische Texte, wie wir sie oben vorgewiesen haben.
    Kumar

    • Die Bibel darf Kindern weder gezeigt, noch darf sie unter ihnen verbreitet werden. Dieses Buch enthält gewalttätige Verse, pornografische Geschichten und Texte, in denen Sodomie und Inzest vorliegen. Wir Bittsteller begehren eine Zensurierung der Bibel für Kinder unter 16 Jahren

      Noch mehr Verbote, noch mehr Kindermädchen, noch mehr Tugendterroristen, noch mehr ideologisch Verblendete heranzüchten? Das kann doch nicht Ihr Ernst sein? Sie sprechen der menschlichen Spezies jegliches eigenständiges Denken ab und müßten in Konsequenz auch die für die kindliche Entwicklung sehr wichtigen Märchen verbieten, z.B. Rotkäppchen oder das Lied, „Ein Männlein steht im Walde, ganz still und stumm“, usw, etc, pp.

      Was Sie hier wollen, ist die Wiedereinführung des einstigen kirchlichen Index, um die Menschheit wieder dumm zu halten mit dem Ziel, noch mehr Macht über sie ausüben zu können. Wenn Ihr angeblich allmächtiger Gott Sexualität nicht gewollt hätte, wäre es für ihn ein Leichtes gewesen, die Vagina aus Hornhaut zu schaffen. Kinder können mit solchen Texten sehr gut umgehen, denn sie wissen nicht, was es bedeutet, sind somit auch nicht überfordert – außer krankhafte, fanatische, bindungsunfähige Menschen quälen und berauben sie damit ihrer unschuldigen Kindlichkeit.

      Sie hätten es einfacher haben können, indem Sie sich ein Pornoheft gekauft hätten. Wer sich solche Mühe nimmt, die, im Vergleich zum Gesamtwerk wenigen Passagen über Sexualität und Gewalt derart penibel genau aus der Bibel zu fischen, den müssen diese Passagen selbst ungemein sexuell erregen, ohne aber dazu offen stehen zu können. Also will man es wieder einmal besser wissen, was für die ANDERN GUT IST, bloß weil man selbst die Sünde ist. Die Parallelen zum Krieg gegen den Passivtabakrauch sind frappant! Nach Rauchverbot nun Fortpflanzungsverbot? Was in Ihrem kranken Hirn vor sich geht, ist Ihre Sache. Anzunehmen zu wissen, andere seien ebenso krank wie Sie und deswegen gefährdet ist hingegen purer Größenwahn. Man nennt dies „Übertragung“, „Projektion“, „kognitiver Wahn“ und wird in der Psychiatrie als Psychose behandelt.

      Im Übrigen regt das Lesen, mangels Bilder, zum selbständigen Denken und Phantasieren an, während dessen man im Internet klinische Details der Geschlechtsteile, Sodomie oder Inzest in Bild- und Filmform (!) findet, das für die eigene Phantasie kaum noch Raum läßt. Also auch das Internet verbieten, das den heute stattfindenden arabischen Frühling erst ermöglichte?! Was Attentäter in Agypten während dreißig Jahren nicht schafften, schaffte das Internet in drei Wochen! Hosni Mubarak ist weg!

      Niemand befiehlt, daß man an etwas glauben muß. Gläubige sind schlicht zu faul, selbst nachzudenken oder echtes Wissen anzueignen. Denken ist Schwerstarbeit, also überläßt man es den Sektenoberhäuptern, Gurus und sonstigen Führern. Als Agnostiker und Freidenker kann ich mich nur wundern über soviel Dummheit, Missionarseifer, Bevormundungsdrang pervertierter Erwachsener. Ich bin ob solchem Ansinnen empört und angeekelt.

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