Was geht mich das Rauchverbot an?

Das Rauchverbot betrifft uns alle

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Starker Anstieg der Verkehrsunfälle mit Personenschäden, über 190.000 Wegeunfälle – wann wird das Autofahren verboten?

Zig Tote durch Alkohol und soziales Elend – wann wird das Trinken verboten?

1.246 tödliche Arbeitsunfälle meldet der Hauptverband der Berufsgenossenschaften für 2006, über 14.000 anerkannte Berufskrankheiten – wann wird das Arbeiten verboten?

800’000 Erkrankte in deutschen Spitälern aufgrund mangelnder Hygiene und antibiotika-resistenter Erreger. Wann wird der Kranke verboten?

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Die Scheinheiligkeit, es ginge beim Rauchverbot um die Gesundheit, hat mich veranlasst, ein altbekanntes Gedicht umzuschreiben:

Als sie das Rauchen verboten haben, habe ich mich nicht gewehrt. Ich war ja kein Raucher.

Als den Dicken oder den Extremsportlern die Kassenbeiträge erhöht wurden, habe ich mich nicht gewehrt. Ich war ja kein Dicker und kein Extremsportler.

Als man den RFID-Chip einführen wollte, mit dem es möglich war, das Konsumverhalten komplett zu überwachen, als man überall Kameras installierte, habe ich mich nicht gewehrt. Ich meinte, ich hätte nichts zu verbergen.

Als man schließlich das Lachen verbot, konnte ich mir nicht mehr ins Fäustchen lachen. Und es war keiner mehr da, der sich mit mir wehren wollte, denn das Volk bestand nur noch aus Denunzianten, denen das einvernehmliche, soziale Miteinander ausgetrieben worden war.

[Aus einem germanischen Forum]

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