Virenproblem legt Krankenhäuser lahm

Neues aus der Computerwelt

Woche 47

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Virenproblem legt Krankenhäuser lahm

Mit Infektionen digitaler Art und deren Folgen haben es drei Krankenhäuser in Großbritannien zu tun bekommen. Die Ärzte mussten wieder zu Papier und Stift greifen, statt die Computer zu benutzen. In den Londoner Krankenhäusern St Bartholomew’s, Royal London Hospital und London Chest Hospital sind zwar nicht die Lichter ausgegangen, aber die Computer wurden vorsichtshalber herunter gefahren, nachdem auf einigen Rechnern Malware entdeckt worden war. Krankenwagen mit Notfallpatienten wurden auf umliegende Krankenhäuser umgeleitet, da die Patienten nicht darunter leiden sollten, dass die Aufnahmeprozedur auf den herkömmlichen Papierbetrieb umgestellt werden musste.

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Aus für OneCare

Microsoft gibt es auf, seine eigene Antivirenlösung OneCare zu verkaufen. Stattdessen planen die Redmonder im nächsten Jahr ein Gratisangebot. Microsofts OneCare konnte sich gegen die Antiviren-Software-Konkurrenz nicht durchsetzen. Zwei Jahre, nachdem Microsoft ins Antiviren-Geschäft für Endverbraucher eingestiegen ist, wirft das Unternehmen das Handtuch. Wie die Redmonder mitteilen, wird der Verkauf von Windows Live OneCare Ende Juni 2009 eingestellt. Stattdessen plant Microsoft, eine Gratis-Antiviren-Software anzubieten, die derzeit unter der Bezeichnung Morro entwickelt wird.

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Plattenspieler digitalisiert Musik

Mit dem Flametoys USB-Plattenspieler und einem PC lassen sich Songs digitalisieren. Wer seine Vinyl-Sammlung in die digitale Zeit retten will, findet im Flametoys USB-Plattenspieler eine passende Lösung. Der USB-1.1-kompatible Turntable spielt Schallplatten mit 33, 45 oder 78 Umdrehungen pro Minute ab. Er kommt mit Scheibendurchmessern von 7, 10 oder 12 Zoll zurecht. Neben der Wiedergabe kann er die Audiosignale zum Digitalisieren per USB an einen Rechner liefern. Anschließend lassen sich die Songs bequem auf der Platte oder einem anderen Datenträger speichern.

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85 Prozent der Unternehmen nutzen Open Source

Laut einer aktuellen Gartner-Analyse haben bereits 85 Prozent aller Unternehmen quelloffene Software im Einsatz. Die Tendenz ist stark steigend, bereits Ende 2009 wird sich in jeder Firma OSS im Einsatz befinden, analysieren die Experten des Marktforschungsunternehmens. Für die zugrundeliegende Umfrage hat Gartner 274 Unternehmen in den USA, Europa und Ostasien befragt. Vor allem in der OSS-Community werden diese Zahlen mit Freude aufgenommen. «Die Freiheiten, die Software unbegrenzt für jeden Zweck zu verwenden, sie anzupassen und sie auch weitergeben zu können, wird sowohl gesellschaftlich wie auch wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen. Ich kann mir gut vorstellen, dass bereits 85 Prozent der Unternehmen freie Software in der einen oder anderen Form einsetzen», meint Matthias Kirschner, Sprecher der Free Software Foundation Europe.

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Ubuntu, Dell und Intel wollen Linux voran bringen

Mark Shuttleworth, Gründer des Unternehmens Canonical, das hinter Ubuntu steht, hat sich zur Weiterentwicklung von Ubuntu geäußert. Dabei sieht der südafrikanische Unternehmer vor allem mobile Endgeräte als wichtige Einsatz-Plattform für Ubuntu. Für Shuttleworth hat die enge Zusammenarbeit mit Dell große Bedeutung. Dell verkauft bekanntlich Notebooks und Rechner mit vorinstalliertem Ubuntu-Linux. Der aktuelle Verkauf dieser Geräte soll Shuttleworth zufolge gut laufen. Er bescheinigte Dell, dass sich der PC-Hersteller sehr für diese Zusammenarbeit engagiere und Dell die Kompatibilität von Ubuntu in Zusammenhang mit seinen Notebooks fortlaufend verbessere. Besonders wichtig erscheint Shuttleworth der Netbook-Sektor, bei dem Canonical auch mit Intel eng zusammenarbeite. Linux sei insbesondere für Consumer-Electronics die perfekte Plattform und Linux würde hier bei der Herstellern auf große Akzeptanz stoßen. Doch leider gäbe es viele verschiedene Projekte und Frameworks für den Bereich Linux auf Smartphones – das würde zu einer unerwünschten Fragmentierung führen. Abhilfe könnte laut Shuttleworth das Moblin-Projekt schaffen. Moblin ist ein von Intel gefördertes Open Source-Projekt für die Entwicklung von Entwicklersoftware für Mobile Internet Devices (MIDs) und für andere mobile Geräte. Shuttleworth freut sich besonders auf die nächste größere Version von Moblin, das eine breite Basis für den Linux-Einsatz auf mobilen Endgeräten schaffen soll.

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USB 3.0 mit hohen Transferraten

Die USB 3.0 Promoter Group hat nun die Spezifikationen für USB 3.0 bekannt gegeben. Im Vergleich zu USB 2.0 erhöht sich beim Nachfolger die Geschwindigkeit der Transferraten deutlich. Bei einer Rede auf der USB Superspeed Developers Confernce in San Jose kündigte Jeff Ravencraft, Präsident des USB Implementers Forum an, dass bei USB 3.0 die Transferraten um das Zehnfache schneller sein werden als bei USB 2.0. USB 3.0 soll insbesondere bei künftigen Geräten zum Einsatz kommen, bei denen Multimedia eine wichtige Rolle spielt und damit auch der Bedarf an hohen Transferraten gegeben ist. Zum Vergleich: Derzeit dauert die Übertragung von 1 GB Daten auf ein USB-2.0-Gerät rund 33 Sekunden. Die Zeit soll sich bei einem flash-basierten USB-3.0-Gerät auf rund 3,3 Sekunden reduzieren. Als weiteres Beispiel nannte Ravencraft die Übertragung eines zweistündigen Films von einem PC auf eine portable USB-3.0-Flash-Festplatte, die weniger als eine Minute dauern soll.

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