Kreuzzug gegen Raucher I

 

Hört doch auf mit der Bevormundung

Auf dem Kreuzzug gegen Raucher geht es längst nicht mehr nur um Gesundheit. Sondern? Um Moral. Da Politiker an Macht verlieren, versuchen sie das in den Griff zu kriegen, was sie noch können: das Verhalten ihrer Bürger. Kein feiner Zug.

In der Schweiz kann man – wie im Rest der westlichen Welt – nicht mehr übers Rauchen reden, ohne über Gesundheit zu reden. Oder umgekehrt gesagt: Die gesundheitspolitische Diskussion mit ihrer Forderung nach einer «rauchfreien Welt» ist die einzige, die offiziell beim Thema Rauchen noch zugelassen ist. Der Gesundheit wegen werden immer mehr Rauchverbote an Arbeitsplätzen und in öffentlichen Gebäuden, in Lokalen, Bahnhöfen, Schulen und Universitäten erlassen; der Gesundheit wegen werden Tabaksteuern erhöht, Werbeverbote beschlossen und Warnungen auf Zigarettenschachteln gedruckt; der Gesundheit wegen werden Beratungsstellen für entzugswillige Raucher ein- gerichtet und Präventionskampagnen gefahren.

Die Schweiz steht noch nicht einmal an der (Zigaretten-)Spitze dieser Bewegung: In Irland ist das Rauchen in Restaurants und an Arbeitsplätzen seit Ende März 2004 vollständig verboten, in Norwegen seit Juni 2004. Und als selbst die Italiener Anfang Januar dieses Jahres per Gesetz dazu verdonnert wurden, ihren Espresso im Café ohne Zigarette einzunehmen, wurde hierzulande das Bild vom Dolce Vita zwischen Mailand und Palermo erschüttert.

Fortsetzung folgt …

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