Maxdata stellt Preisfalle

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Computer-Wochenrückblick

Woche 42

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Maxdata stellt Preisfalle

Zahlen fürs Warten: «Die Beantwortung dieses Anrufs kostet Sie ab der dritten Minute 2 Franken 13.» Diese Ankündigung auf der Hotline des Computerherstellers Maxdata lässt Ratsuchende im Glauben, die Wartezeit sei gratis. Marcel Lauper aus Konolfingen BE wartete deshalb – 24 Minuten lang. Dann legte er entnervt auf, weil niemand den Anruf beantwortet hatte. Wochen später stellte Lauper fest: Die Wartezeit kostete ihn Fr. 46.10. Allerdings muss er die laut Rechtsberatung nicht zahlen. Für Guido Sutter vom Staatssekretariat für Wirtschaft ist das Vorgehen der Firma ein Verstoss gegen die Preisbekanntgabe-Verordnung: «Werden Kosten für die Wartezeit erhoben, müssen sie kommuniziert werden.» Maxdata hat dazu keine Stellung genommen.

Unternehmen verzichten auf Windows Vista

58 Prozent der Unternehmen verweigern Microsofts aktuelles Betriebssystem Windows Vista. Auch bei den Browsern neigen Microsofts Business-Kunden zum Überspringen. 58 Prozent der Business-Kunden setzen immer noch auf Windows XP. Rund 30 Prozent der Unternehmen sollen bereits die ersten Versionen des kommenden Betriebssystems Windows 7 testen. Dies ergibt eine Studie des britischen Corporate IT Forums (Tif), einem Zusammenschluss von IT-Verantwortlichen grosser Unternehmen. Lediglich vier Prozent nutzen Vista derzeit im Standardbetrieb, 35 Prozent gaben an, an diesem Betriebssystem gar nicht interessiert zu sein. Aber auch bei Microsoft-Browsern neigten die Business-Kunden dazu, die aktuelle Ausgabe zu überspringen, erklärt das Tif. Rund zwei Drittel der Unternehmen nutzen noch den Internet Explorer 6.0 als Standard. Ein Fünftel ist an der neuen 7er-Version der Software gar nicht interessiert, während sich 23 Prozent bereits in ersten Tests mit Internet Explorer 8.0 befänden.

eBay-Betrug: Internet-Händler zu 30 Monaten Haft verurteilt

Ein Internet-Händler aus dem südhessischen Dreieich ist wegen gewerbsmäßigen Betruges in 71 Fällen zu 30 Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Darmstadt sah es am Montag als erwiesen an, dass der 37 Jahre alte Pole über das Internet-Auktionshaus eBay Computerteile angeboten, die bestellte und vorab bezahlte Ware aber nie ausgeliefert hat. Insgesamt soll er mehr als 4000 Kunden um mehrere hunderttausend Euro geprellt haben. Der Verteidiger des Polen kündigte Revision an. Die Polizei geht von einem Gesamtschaden von einer Million Euro aus. Die meisten Fälle waren jedoch im Januar, als der Mann mit internationalem Haftbefehl in Polen festgenommen wurde, noch nicht bekannt. Ein weiterer Haftbefehl, in dem es um rund 350 Fälle geht, wurde inzwischen an die polnischen Behörden übergeben. Nach Angaben der Ermittlungsbehörde liegen mehr als 1500 Strafanzeigen gegen den Mann vor. eBay zahlte den Geschädigten rund 440 000 Euro Schadenersatz.

YouTube wird zum Online-Einkaufsparadies

Ab sofort ist eine Vielzahl von Videos mit einem zusätzlichen Button versehen, der direkt auf E-Commerce-Portale wie Amazon oder iTunes verlinkt. So können die Nutzer per Mausklick Downloads von Songs und Games der YouTube-Kooperationspartner erstehen. „Click-to-Buy“, wie sich das neue Werbesystem nennt, soll YouTube profitabler machen und den Usern gleichzeitig direkten Zugang zu digitalen Produkten verschaffen, ohne dafür die Videoseite überhaupt verlassen zu müssen. Wer nun zum Beispiel ein bestimmtes Musikvideo ansieht, kann sich über einen Klick auf das Link-Symbol des jeweiligen Online-Shops den betreffenden Song herunterladen. Das Programm wurde mit ausgewählten Partnern wie zum Beispiel EMI, Apple und Amazon gestartet. Weitere Partner werden im Laufe der Zeit hinzukommen. Dies gelte sowohl für Video-Contentpartner als auch für E-Commerce-Anbieter. Der Internetkonzern setzt große Hoffnungen in den Erfolg der Videoseite und versucht neue Werbeformen einzuführen, um dem abflauenden Wachstum seines Kerngeschäfts – Anzeigen neben den Suchergebnissen auf Google – entgegenzuwirken.

Internetnutzer informieren sich online

Das Internet ist für Verbraucher mit Netzzugang die wichtigste Informationsquelle, bevor sie einen Urlaub buchen. Laut einer Studie von TNS Infratest aus München informieren sich 67 Prozent der Online-Konsumenten vor der Buchung einer Reise im Internet. Knapp dahinter liegt die Beratung im Reisebüro mit 61 Prozent, dicht gefolgt von Empfehlungen durch Bekannte und Freunde. Ähnlich verhält es sich mit Unterhaltungselektronik: Für Online- Nutzer liegt hier das Internet als Informationskanal mit 64 Prozent noch vor der Beratung im Fachgeschäft. Bei der Anschaffung von Autos, größeren Haushaltsgeräten und Finanzprodukten belegt das Internet für Onliner der Studie zufolge den zweiten Platz. Autohäuser, Fachgeschäfte und Agenturen werden hier im Schnitt 15 Prozent häufiger genutzt. Der Weg zu den Informationen läuft für 76 Prozent aller Nutzer über eine Suchmaschine. Internetforen werden vor der Kaufentscheidung nur von etwa einem Viertel der Befragten zurate gezogen. In der repräsentativen Studie «Internet Informationsverhalten vor dem Kauf» wurden 1000 Personen befragt.

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