Schweizer Statistik

Wer eine Frau sucht, findet sie am ehesten in Davos


Ein Davoser Restaurant

Single-Stadt Davos

Die meisten Single-Frauen gibt es in Davos: Hier leben rund ein Viertel aller Frauen zwischen 20 und 40 allein. Nur noch in Zürich und Basel ist der «Single-Quotient» ähnlich hoch. Allein lebende Frauen gibt es entweder in Städten oder – wie in Davos – in touristischen Regionen. Die Frauen mit eigenem Haushalt sind hier meist Zuzügerinnen – angelockt von den Arbeitsmöglichkeiten, die der Tourismus bietet.

Quelle: BfS
Frauen- und Gleichstellungsatlas der Schweiz
Volkszählung 2000

Sollte er mit ihr ins Kino gehen wollen, so tut er dies besser nicht in der Surselva.

Lange Reise ins Kino

55,783036786 Kilometer – exakt so weit leben die Einwohner des Bezirks Surselva GR durchschnittlich vom nächsten Kino entfernt. Das ist fast neunmal weiter als der Schweizer Durchschnitt (6,6 Kilometer). Das einzige Lichtspielhaus zwischen Chur, Lukmanier und Oberalp befindet sich in Disentis. In der Halle Cons bieten Holzstühle Platz für rund 180 Zuschauer. In den letzten fünf Jahren war das Kino einmal ausverkauft. «Als wir „Achtung, fertig, Charlie“ zeigten, mußten wir viele Leute nach Hause schicken», sagt Kinobetreiberin Pia Levy. Gewöhnlich schwankten die Zahlen zwischen 15 und 80 Besuchern. Ein kleiner Tipp: Wer in der Surselva zum nächsten Kiosk will, muß im Schnitt 19,876 Kilometer hinter sich bringen – ebenfalls Schweizer Rekord. Es lohnt sich also, die Glace grad im Kino in der Halle Cons zu kaufen, wenn man schon mal da ist.

Quelle: BfS, Betriebszählung 1995 und 2001
Volkszählung 2000
Strassennetz: Vector25
© Swisstopo

Durchschnittliche Schweiz existiert nicht!

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Ende Dezember 2006 lebten auf jedem der 41’285 Quadratkilometer (Dufourspitze mit eingeschlossen) der Schweiz exakt 180,7 Menschen. Jeder Einzelne hatte im Verlauf des Jahres 662 Kilogramm Abfall produziert, in einem Haushalt mit 1,24 weiteren Personen zusammengelebt und gemeinsam mit diesen pro Monat genau 6’507 Franken Einkommen zur Verfügung gehabt.

Das «Statistische Jahrbuch der Schweiz 2006», 552 Seiten stark und 2’278 Gramm schwer, ist ein Fundus an Indikatoren, Summen und Durchschnittswerten. Wer jedoch tiefer in den Tabellen wühlt, stößt auf die Extreme – und stellt bald einmal fest, daß die durchschnittliche Schweiz nicht existiert. Die spannenden Zahlen finden sich am oberen und unteren Ende der Tabellen. Zürich mag zwar am meisten Restaurants haben, die größte Restaurantdichte hingegen findet man weit abseits der Großstadt. Auch die meisten Frauen auf Chefposten sitzen nicht in Basel oder Genf, sondern in einem Bündner Bergtal.

Und das gefährlichste Pflaster liegt nicht an der Zürcher Langstrasse, sondern im Appenzellerland.

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Appenzeller Kuh-Ärsche

Gefährliches Ausserrhoden

Ausserrhödler haben den höchsten YPLL-Wert (Years of Potential Life Lost) pro 100’000 Personen und leben somit am gefährlichsten. Im Schnitt büßten sie 2004 einen Tag, sechs Stunden, 26 Minuten und acht Sekunden ihrer Lebzeit durch Gewalt und Unfälle ein – rund dreieinhalbmal mehr Zeit als der Urner, der am sichersten lebt.

Quelle: BfS
Verlorene potentielle Lebensjahre nach Kanton 2004

Die Bundesverfassung

Sie besteht aus 154’787 Zeichen oder 22’202 Wörtern (Stand: 8. August 2006). Die insgesamt 197 Artikel, die unseren Staat organisieren, sind in sechs Titel, 14 Kapitel und 19 Abschnitte gegliedert. Die Bundesverfassung ist in inoffiziellen Versionen auch in Spanisch, Portugiesisch, Arabisch, Japanisch und Nepali erhältlich.

Der Bundesbrief von 1291 kam mit 412 Wörtern aus.

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Quelle: Quellenwerk zur Entstehung der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Abt. 1: Urkunden, Bd. 1, Aarau 1933.

Download Bundesverfassung

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