BGE – Der Neue Generationenvertrag

FORTSETZUNG 2/2 von:

Die Privathaushalte werden endgültig abgezockt

Das Bedingungslose Grundeinkommen BGE würde da nicht nur Abhilfe schaffen, sondern wäre diesmal sogar eine echte Krankheitsprävention, wovon Politiker zwar viel schwafeln, damit aber nur die Umsatzsteigerungen der inzwischen in kurzer Zeit zur größten Branche avancierten Krankheitsindustrie meinen.

Wir wirtschaften nur noch, statt zu leben

SlavesOfTrade

Im heutigen Finanzsystem ist der Fleißige immer der Neger. Das Geld fließt aufgrund des Zinses stets vom Fleißigen zum Milliardär. Aufgrund des Zinseszinses öffnet sich die Armutsschere weiter. Es ist aber der Fleißige, der das Geld erarbeitet und nicht das Geld, dieses ist nur Papier und kann nichts produzieren, nur kaufen. Jeder Angestellte ist also gekauft.

Die Schweiz stimmt, dank seiner weltweit einzigartigen halbdirekten Demokratie, als erstes Land der Welt am 5. Juni 2016 über das Bedingungslose Grundeinkommen BGE ab. Das BGE wird zwar schon seit Jahren in vielen europäischen Ländern ernsthaft geprüft und diskutiert, im Speziellen in Frankreich und Holland, aber auch in Skandinavien und Deutschland und Finnland will schon im November 2016 als erstes Land der Welt ein BGE von 800 Euro einführen, doch das Volk hat dort nichts zu melden, auch wenn sich diese Staaten als der Demokratie zugehörig bezeichnen.

Verfassungstext: Was will das BGE?

BGE-Initiative

Dieser Initiativtext hält sich bewußt zurück und überläßt die Ausgestaltung dem Bund, der somit bei Annahme der Initiative lediglich vom Volk beauftragt wird, sich mit dem Thema ernsthaft auseinander zu setzen. Die Initianten verlangen nur drei grundsätzliche Forderungen, wogegen, real betrachtet, keiner etwas einzuwenden hätte. Genaugenommen ist es nur eine Forderung, nämlich eine längst fällige Selbstverständlichkeit:

Das bedingungslose Grundeinkommen soll der ganzen Bevölkerung ein menschenwürdiges Dasein und die Teilnahme am öffentlichen Leben ermöglichen.

Einwände werden dennoch zuhauf kommen, weil viele Schweizer Veränderungen hassen wie die Pest und sich noch immer dem Reduit-Gedanken des WWII verbunden fühlen. Es werden der Regierung keinerlei Vorschriften auferlegt, im Gegenteil, ihr wird ein zusätzliches Instrument in die Hand gelegt, ausgestattet mit jedem nur erdenklichen Handlungsspielraum bei der Ausgestaltung eines langfristiges Konzeptes menschenwürdigen Daseins, und zwar frühzeitig genug um auf die unausweichlich kommende Problematik der Massenarbeitslosigkeit vorbereitet zu sein, statt von ihr überrascht zu werden.

Es ist ein Generationenvertrag, der nur am Generationenkonflikt scheitern könnte, denn es verlangt von der Regierung diesmal echtes „proaktives“ Handeln (ein scheußlich oft mißbrauchtes Wort unserer Politiker), um nicht, wie bisher, unvorbereitet, wiederum erst nach Schadenseintritt hektisch und unüberlegt hysterisch handeln zu müssen, wie in den letzten 25 Jahren. Deshalb fällt es uns auch schwer nachzuvollziehen, wieso selbst die Initianten der Vorlage nur mit einer Zustimmung der Bevölkerung von 20 Prozent rechnen. Noch bedenklicher stimmt uns hingegen, daß selbst hochintelligente Menschen, wie etwa der eloquente, überaus scharfsinnige ehemalige Weltwoche-Chef und neu in den Nationalrat gewählte Roger Köppel der Idee des BGE nichts abgewinnen können oder wollen. Der Grund dafür dürfte in der Verlustangst pingeliger Machtinstrumente geldwerter Druckmittel der Elite ggü dem Armenquintil sein, welches über ein BGE an Autarkie, Lebensqualität, Selbstwertgefühl und Selbstbewußtsein gewinnen würde. Das gilt insbesondere für die vielen Arbeitgeber, denen es Spaß bereitet, ihre Angestellten bis an die gesundheitliche Grenze zu gängeln. SRF ECO fragte in einer dreiteiligen Serie, hier Teil zwei, (eins) wieviel Streß am Arbeitsplatz Arbeitnehmer aushalten können, und kommt zum Schluß, es sei sehr individuell. Vielen gehe es nicht gut, andere zögen frühzeitig die Notbremse. Leisten können sich das jedoch nur Gutbetuchte, der Rest schaut in die Röhre.

Das BGE rüttelt natürlich an bisherigen charakterlichen Eigenschaften der Schweizer und den eigens dafür geschaffenen Gesetzen, weniger Begüterte oder Sozialleistungsbezüger das Leben möglichst schwierig zu gestalten, sie spüren zu lassen, daß sie, nebst den Rauchern, der gesellschaftliche Abschaum sind. Es rüttelt am eingefahrenen Gebaren der Sozialämter, überwiegend besetzt mit Machtmenschen der unangenehmen Art, die sich dort ihr mangelndes Selbstbewußtsein während der Arbeitszeit auf Kosten der bereits am Boden Liegenden aufpolieren, quasi als unbrauchbarer Therapieersatz.

Es rüttelt an eingefahrene Denkweisen, bspw. daß Sozialbezüger für die Almosen strafanstaltsähnliche Arbeiten zu erledigen haben, egal ob sie dafür geeignet sind, egal, ob sie dabei unterfordert oder überfordert, egal, ob sie dabei Scham und Schande verspüren. Hobbys, selbst kostenlose, sind in der Regel gestrichen, das Generalabonnement der SBB oder ein eigener fahrbarer Untersatz in der Regel auch. Lebt einer im Konkubinat, wird ihm der Mietbeitrag zur Hälfte gestrichen, so daß in der Folge die meisten zum Überleben die Partnerschaft auflösen müssen, was zu weiterer Isolation und gesellschaftlicher Ausgrenzung führt. Kurz, der bereits überhöhte Streß wird stetig gesteigert und bleibt nach einer gewissen Zeit auf einem gesundheitlich gefährlich hohem Pegel konstant. Viele beginnen dann in dieser Trostlosigkeit sich selbst zu medikamentieren und greifen zu bewährten Mitteln wie Tabak, Alkohol oder illegalen Drogen, da letztere inzwischen oft billiger zu haben sind als die legalen, nachdem der Staat Tabak mit unverschämten Steuern von rund 65% belegt hat.

Dennoch gilt weiter die Devise: Hauptsache, es wird nicht geraucht, vorgeblich zur Eindämmung von Herzinfarkten und unzähliger weiterer, besonders angstbehafteter Krankheiten als national-gesundheitliche Prophylaxe ausschließlich für Nichtraucher vor Krankheiten, die man früher der Onanie zugeschrieben hatte und heute genauso politisch und medizinisch falsch auf den Tabak überträgt. Die Schulmedizin war noch nie eine Wissenschaft, sondern stets eine politische Hure. Nicht wer heilt, hat recht, sondern der Ausbildungsplan der Universitäten bestimmt, wer recht hat. Und wehe, einer hält sich nicht daran. Er ist seines Berufes enthoben und lebenslang stigmatisiert.

3301

Schutz von Nichtrauchern also, die sonst, so geht das «wissenschaftliche» Gerücht, sofort tot umfallen würden. So wie dieses Gerücht ist auch alles andre nur politisch-theatralische Beilage von irgendwelchen nicht gewählten para-religiösen Idealisten und Wichtigtuern irgendwelcher Stiftungen und Organisationen (WHO, EU, UNO, usw.). Es gibt 22% Nie-Raucher in Deutschland, also solche die von Geburt an noch nie geraucht haben. Die andren Nichtraucher sind per Definition bereits nach einem Jahr Rauchstopp Nichtraucher. Davon werden 9 von zehn wieder rückfällig! Jetzt kann vielleicht auch der Laie erahnen, wie die Studienresultate, variierend von gesund bis ungesund, zustande gekommen sind. Fragen Sie hingegen einen der etwa 7% Nichtraucher (Exraucher), der sich erst nach dem Anti-Raucher-Medien-Tsunami am Rauch gestört hat, so wird schnell transparent, daß das Nichtraucherschutzgesetz ein reines Gesetz der Geruchspräferenzen ist. «Es stinkt einfach» oder «ich muß ständig die Kleider waschen» (das wollen wir doch sehr hoffen!), sind die zwei häufigsten Antworten. Ganz am Ende kommen dann vielleicht noch die lieben Kinderlein, die es zu schützen gälte, auch wenn eine WHO-Studie belegt, daß Kinder aus Raucherhaushalten um 22% gesünder sind. Eigentlich wären es 27%, doch mit dem Trick des erhöhten Confidence Intervall CI (Def.) von den üblicherweise 95 auf 100 wurde dieses Resultat etwas gesenkt. Dennoch reichte die Studien-Manipulation nicht aus, um auf 0% zu gelangen und Passivrauch würde demnach, bei seriöser Betrachtung dieses Resultats, die Zulassungsbedingungen der Krankenkassen in der Schweiz als Medikament erfüllen.

Aus Regierungssicht ist der einzige Verlust eines BGE die Abschaffung der seit Anbeginn bestehenden staatlichen Gängelei und der zurzeit grassierenden Verbotspolitik bis ins Schlafzimmer. Es ist gesellschaftlich und individual-freiheitlich aber auch eine Frage der intellektuellen Flexibilität der Elite und brächte mehr Freiheit und weniger Klassendenken mit sich. Es verlangt darüber hinaus die Überwindung der, jedem Menschen anhaftenden Furcht vor Veränderungen, die, wie der Ausdruck es schon beschreibt, ein Loslassen alter Denkmuster verlangt. Doch in dieser Disziplin ist der Schweizer bisher noch nie in die Kränze gekommen. Die Debatte um das BGE zwingt sie immerhin, darüber ernsthaft nachzudenken, sich und sein Denken zu hinterfragen, zu diskutieren und sich von den Plattitüden der Sorte „Südsee-Hängematte“ zu distanzieren.

Das BGE wird früher oder später kommen, daran besteht kein Zweifel, denn es geht kein Weg daran vorbei; die Frage ist nur, wollen wir es heute langsam angehen um am Ende ein ausgegorenes Konzept für ganz Europa zu ermöglichen indem wir zur Volksinitiative JA sagen, oder wollen wir es ängstlich solange hinauszögern, bis uns die wirtschaftlichen Umstände der Digitalisierung und Robotik dazu zwingen werden?

Wenn professorale Ökonomen der monetären, statt geistigen „Wissenschaft“ in speziellen Hochburgen sich weiter jovial bestätigend auf die Schulter klopfen, übrigens durch und durch beherrscht von den Germanen (HSG), über Jahrzehnte hinweg über ein gepredigtes, stabiles monetäres Unwesen, beschriftet mit „Kapitalismus“ der gar keiner mehr ist, mittels mathematischer Formel aus Manchester-Nostalgie, Sklaventum und Faktor unterwürfiger Fleißarbeit millionenfach Unterbezahlter plus einiger weniger Prozente Geldsäcke in BIP-Zahlen als Summe der menschlichen Potenz definiert werden, können diese natürlich nicht von einem Tag auf den andren ihr heute glorifiziertes, gelegentlich mit Schweiß und Entbehrungen bezahltes und absolviertes Studium sowie ihre zurzeit innehabende steuerbezahlte Professur damit abwerten,  indem sie ihr damals vermitteltes, mittlerweile veraltetes Wissen mitsamt ihrer Alma Mater „verraten“ und deshalb querbeet dagegen sind.

Deshalb gehen die Initianten mit Weitblick und Vorsicht davon aus, daß dieser Generationenvertrag, und nichts andres ist er, so wie damals auch die AHV, zwanzig bis dreißig Jahre benötigen wird, um ein Umdenken und in letzter Konsequenz die Einsicht und Zustimmung der Bevölkerung zu bewirken, damit sie die Mechanismen des BGE auch verstehen lernen. Es ist eine Vorlage für die heutige Jugend, die einst davon profitieren wird, denn für die Älteren war der Unterricht in den Hörsälen zu rigide, als daß eigenständiges Denken im Alter noch zu einem Umdenken führen würde. Wir hoffen, Alain Berset gelänge es. Seine, wenn auch charmante Vorstellung in der Arena war mehr als peinlich, was seine Argumentation und sein Wissen darüber betraf. Doch da ist er in guter Gesellschaft.

Die politisch aktive Jugend bringt so manche höchst interessante, aber oft auch nicht zu Ende gedachte Initiative hervor, und das ist das gute Recht der Jugend. Viele ihrer Ideen wären für die Machthabenden eine Bereicherung, würden sie offenen Geistes und Herzens auch nur ernsthaft zuhören wollen, statt ihre Energie mit Machtgerangel in gastronomische Rauchverbote oder in die Stabilität des Klimas verblasen. Wenn aber ängstlich-störrische Menschen aus Unwissen meinen, daß, was einst gut für sie war, auch gut für ihre Nachkommen bis in alle Ewigkeit sei, dann bestätigen sie wieder einmal des Schweizers bestgepflegte Freizeitbeschäftigung: Die der besitzergreifenden Eifersucht und die der Sünde des Neides.

Legen Sie deshalb am 5. Juni 2016 bitte ein beherztes JA zum bedingungslosen Grundeinkommen in die Urne. Es verhilft Ihnen, ein Stück der verlorenen persönlichen Freiheit zurückzuerobern und macht Sie weniger anfällig auf die täglich stattfindenden behördlichen Nötigungen und die Welt ganz allgemein etwas menschlicher.

Informieren Sie sich bitte gründlich, bevor Sie abstimmen gehen.

Grundeinkommen – Ein Kultur-Impuls

«Dieser Film «Grundeinkommen» ist weit mehr als eine Sammlung von Fragen, Antworten und Argumenten. Man sieht und hört zwar viele Zeitzeugen, es gibt Grafiken und alles was zu einem Dokumentarfilm mit Aufklärungs-Anspruch gehört, aber es hat auch utopische und überraschende Einstellungen in diesem Film.» (Michael Sennhauser, Schweizer Radio DRS)

Wie funktioniert unser Geldsystem? Einfach erklärt, für jeden verständlich

Plan B – Für Einsteiger – Eine kurze Einführung

Plan B – Revolution des Stystems für eine tatsächliche Neuordnung

BGE – Worst Case Berechnung !

Webseite: Bedingungsloses Grundeinkommen

Vorurteil – Umfrage: nur jeder Zehnte würde die Arbeit aufgeben.

SRF ECO vom 2016-05-02: BGE – Lösung für US-Probleme?

Die ZEIT: Macht Geld faul?
Studie: Zum Grundeinkommen

Beitrag von Yvonne Feri SP

Eine Stadt in Schweden testet den 6-Stunden-Arbeitstag — mit überraschenden Ergebnissen

Rico Albrecht – Plan B – Steuerboykott

1793 Wörter

11 thoughts on “BGE – Der Neue Generationenvertrag

  1. Pingback: Sackstark! | Privathaushalte geht es endgültig an den Kragen

  2. Das BGE wird erst attraktiv und sinnvoll, wenn alle Menschen einzig davon leben können, gut leben können. Unter 5000 Fr. geht da gar nichts. In manchen Schweizer Städten kann man mit 2500 Fr nicht einmal die Miete und die Krankenversicherung bezahlen.
    Die Menschen werden erst dann frei sein, wenn sie gar nicht mehr arbeiten müssen (mit Ausnahme der Bauern, der Nahrungsmittelindustrie, der Ärzte und des fliegenden Personals der Low-Cost Flieger). Um die absolute Arbeits-Freiheit geniessen zu können, ist auch ein angemessenes Feriengeld notwendig, wer will schon den ganzen Tag zu Hause bleiben, wenn es im Süden so schön warm ist.

  3. Hallo Ben, schön von dir zu lesen.

    «Die Menschen werden erst dann frei sein, wenn sie gar nicht mehr arbeiten müssen»

    würde ich ergänzen mit «… aber jederzeit dürfen.» Ob nun mit oder ohne Gegenleistung ist egal.

    Was macht ein Arbeitsloser, wenn er nicht gerade wegen Unterforderung vom RAV in den Burn-Out getrieben wird? Er beschäftigt sich mit seinen Interessen, statt denen der Sklaventreiber. und dabei kommt meist sehr viel Interessanteres, Wertvolleres und Produktiveres raus, als auf einem Bürostuhl in der Verwaltung.

    So wie niemand nicht nicht kommunizieren kann (Watzlawick), so kann auch niemand ständig nichts tun. Schau dir mal die Schulkinder an, wenn die Pausenglocke läutet und sie schreiend aus der Schule rennen. Das Stillsitzen in der Schule ist für sie reine Folter. Doch so werden heutige «Erwachsene» gemacht. 10 Jahre obligatorische Gehirnwäsche. Staats- und firmenkompatibel gehorsame Rädchen im System.

  4. Ben

    Die 2’500.- / 625.- sind nur als Beispiel genannt, nicht aber vorgeschrieben. Man will ja nicht gleich das Volk erschrecken. 5000.- sind ohne weiteres möglich, wenn man die wahren Mechanismen des Geldes kennt, insbesondere deren Produktion und Kreislauf.
    Wenn die heutigen nat. oec. ihre Irrlehre vom Geld endlich einmal erkennen, ist der Weg dahin kurz.

  5. Die Irrlehre des Geldes hält offenbar die Befürworter des BGE nicht davon ab, mit vollen Händen im Geld zu wühlen, um es denjenigen zuzuschanzen, die das Geld verdammen.

    Wieso sollen 5000 Fr das Volk erschrecken, wenn die Idee des BGE doch gut ist und alle davon profitieren könnten? Man kann Geld in jeder beliebigen Menge drucken und vermehren.

  6. Nun, eine Irrlehre kann nur solange aufrecht erhalten werden, wie der Glaube daran anhält. Siehe Onanie oder Passivrauchgefahr.

    «Wieso sollen 5000 Fr das Volk erschrecken»
    Weil es erst ein fundamentales Umdenken in bezug auf die bisher gelehrten Mechanismen des Geldes erfordert. Wichtig ist einzig, daß die Rechnung aufgeht, und das tut es. Das Volk ist ja bereits ob der BGE-Idee, ohne Zahlen, erschreckt. Verständlich, wenn Arbeit des Schweizers größte vermeidbare Sucht ist 🙂 Das wurde uns allen anerzogen. 18 Stunden Arbeit und 5 Stunden Schlaf täglich 24/7 bringt ja bereits mehr Renommee in unserer Gesellschaft, als das Geld selbst, wenn man CEOs Glauben schenken kann. Bezeichnend auch, daß das BGE mit einer «Südsee-Hängematte» verglichen wird.

    «Würden die Menschen das Geldsystem verstehen, hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.» (Henry Ford, US-Autobauer)

  7. Welche Rechnung soll aufgehen? Wenn niemand mehr arbeitet, gibt es gar nichts mehr zu rechnen.

    Im Endeffekt könnten doch alle Menschen aufhören zu arbeiten und das BGE könnte auf 10’000 Fr angehoben werden. Ich sehe nicht, was dem entgegen stehen soll. Wenn ds Prinzip des BGE gut ist dann muss es unabhängig vom Grundbetrag gut sein oder es muss eine klare Grenze geben, bei der das Ganze umkippt. Wo ist diese Grenz, wie wird sie bestimmt?

    • UPDATE 04.06.2016 12:52
      Zum obigen Link: «Das Grundeinkommen ist nur auf einer Seite bedingungslos – auf der Seite derjenigen, die es beziehen, auf der Seite der Profiteure.»

      Dieser Satz, ganz zu Anfang, ist bereits grundfalsch. Das Grundeinkommen steht absolut jedem zu, auch Kindern ab Geburt, und zwar BEDINGUNGSLOS!
      und

      «Doch die Bedingungslosigkeit ist das Ungerechte am vorgeschlagenen System.»

      Das genaue Gegenteil ist der Fall. Auch dieser Satz ist grundfalsch, wenn Armengenössige, so wie heute, am Gängelband auf tiefstmöglichem Geldzuwendungsniveau geführt, diese aufgrund des Stresses und der Scham nie wieder eine Chance haben, ein „freies Leben“, wie es das BGE vorsieht, zu führen. Es verhindert eine Rückkehr in den „freien Markt“, was das BGE ändern würde.

      Dieser Artikel im obigen Link kann falscher nicht sein und bestätigt genau das, was ich in meinem Artikel beschreibe. Die Angst vor Veränderungen und Machtverlust über Menschen, die bereits am Boden liegen.

      Plan B Für Einsteiger
      ________________________________________________________________
      Also zuerst mal sozio-psychologisch gesehen:

      Du gehst von der Prämisse aus, daß jeder sofort für den Rest seine Lebens die Beine hochlagerte und nur noch SRF schaute. Dazu ist kaum ein Mensch fähig, außer umständehalber durch Krankheit und/oder Behinderung. Laut einer Umfrage würden das nur 2% tun.
      Es gibt bereits heute viele Reiche, die nicht arbeiten müßten, es aber dennoch tun. Nur aus Gier? Tatsächlich arbeiten gegen Entgelt nur noch 41% der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter. Faulheit? Bestimmt nicht! Sie können es sich leisten, der Tätigkeit nachzugehen, wozu sie besondere Fähigkeiten haben oder aber durch die Fürsorge zwangsweise von eigenverantwortlicher Arbeit abgehalten werden. Andere sind selbständige Archivare, Sammler eines historischen Themas, selbständige Künstler, Schriftsteller, und vieles mehr.

      Es gibt aber auch unzählige Ausgesteuerte, die bereits nach ca. 2 Jahren nicht mehr als Arbeitslose in den Statistiken erfaßt sind. Was tun die eigentlich? Aus den Augen, aus dem Sinn?

      Doch wenn die Menschen frei ihren Interessen nachgehen könnten und die „Arbeit“ verrichteten, die ihnen unter den heutigen Sklaventreibern sonst verwehrt bliebe, wird ihnen das „Arbeiten“ auch wieder Spaß bereiten, und was einem Spaß bereitet, läßt die Motivation „flow“-mäßig steigern. Ohne Bevormundung, läßt sich bspw. die Kreativität von selbst, ohne Anstrengung, erhöhen, ohne sich speziell darum bemühen zu „müssen“, was für all der zurzeit „mühselig Beladenen“, man spricht von über einem Drittel der Arbeitnehmer, eine Befreiung aus der heutigen Sklaverei darstellt. Die dadurch entfesselte positive Energie könnte sich bspw. in konstruktive, wertvolle Innovationen wandeln. Da liegt ungeheuerlich viel Potential brach und völlig ungenutzt, das nicht sein müßte.

      In absentia dieses Brachlandes und unter Selbstbestimmung und Freiheit würde unser Wohlstand potentiell und konstant weiter steigern, und das ohne Unterbruch, wenn man bedenkt, daß heute 50% aller Beschäftigen, die abends ausgepowert und denkunfähig nur noch nach Hause torkeln um aufs Sofa zu sinken und um das von der Frau, falls vorhanden (Scheidungsrate 50+%), bereit gestellte Bier in einem Zug zu leeren, um durchzuatmen, sich zu strecken oder einfach wegen Schlafmangel wegzudösen, einzig um leer im Kopf auf den den nächsten Morgen zu warten, die ganze Woche über den Freitag im Hinterkopf. Über 50% der Angestellten haben innerlich gekündigt. What a waste!

      Es liegt nicht am Witz der Passivrauchgefahr, daß gerade am Montagmorgen die meisten Herzanfälle mit der Ambulanz in die Kliniken gefahren werden.

      Die 50% der Unproduktiven teilen sich genau in 25% Angestellte des öffentlich-rechtlichen Dienstes (Bürokratie) und in 25% kaufmännische Angestellte, die sich gegenseitig, Jahr für Jahr, 42 Jahre lang um eine volle AHV-Rente zu erhalten, sich gegenseitig Formulare zusenden, diese ausfüllen, frankieren und archivieren. Weitere volle 50% der Arbeitszeit derer geht mit Abklärungen verloren, also mit Informationsbeschaffung, die man ihnen offenbar vorenthält, so eine Studie. Niemand kann behaupten, das sei effektiv oder gar produktiv, im Gegenteil, die Burn-Out Raten werden immer höher und selbst die CEOs geben sich hernach die Kugel. Der Ems-Chemie CEO verlangt denn auch, daß für jede Regulierung zwei andere gestrichen werden müssen (one in, two out). Denn niemand kann 69’000 Seiten bundesrätlicher und verwaltungsseitiger Verordnungen kennen und diese, folglich unbrauchbaren, Gesetze auch einhalten. Somit steht heute jeder mit einem Bein entweder im Knast oder ist der Gefahr eines Bußbescheids ausgesetzt. Absolut jeder! Will man einem Menschen bös, findet die Verwaltung immer etwas, um es ihm so richtig zu geben oder für etwas heimzuzahlen. ich spreche da aus Erfahrung. Selbst die Juristen sind da maßlos überfordert. Wozu dienen sie dann, wenn nicht zum Ausbluten der Privathaushalte und KMUs.

      ich habe dir ein leicht verständliches Video rausgesucht, um zu verstehen, was der tatsächliche Irrtum ist. Das Geld ist vorhanden, doch nicht in den Händen der Fleißigen, sondern in denen der Machthaber. Falls du Kinder hast, laß mal sehen, ob diese es auch verstehen.

      Entstehung, Entwicklung und Funktion des Geldes – von den Anfängen bis heute. Eine Aufklärung ohne Namensnennungen oder Beschuldigungen. Das Video ist gut gemacht, mit Zeichnungen, und wer sich etwas auskennt, weiß sofort wer von den heutigen Figuren in gewissen Passagen gemeint ist.

      Auf diesem Video kann man hernach aufbauen, um das BGE zu verstehen.

      Andreas Popp – Das Geldsystem

      Plan B – Revolution des Systems für eine tatsächliche Neuordnung

  8. Wo ist also die Grenze? Die ist eigentlich nirgends zu ziehen, seitdem das Papier- und Giralgeld nicht mehr mit einer fungiblen Ware wie bspw. Gold oder Silber gedeckt ist (Bretton Woods Abkommen 1971/1974 aufgehoben – Vietnam-Krieg, Charles DeGaulle). Erstaunlich ist, daß Silber auf dem Markt nur etwa 1% des Goldpreises ausmacht, obwohl wesentlich mehr Gold als Silber auf der Welt vorhanden ist und der US-Dollar ist in Wirklichkeit nur noch etwa 50 cents zum Franken oder Euro wert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.