Neujahrsansprache an die Politiker – gerappt, nicht getextet

Das Rauchverbot geht ins Fünfte Jahr…

2015 New Year Sackstark

…und die Dummheit unserer Volksvertreter nimmt weiter zu. Neu soll Wasserdampf den Tabakprodukten zugeordnet werden und Eingang ins Tabakprodukte-Gesetz TabPG finden. Das «Tabakgesetz» wird also in bestem Neusprech falsch umbenannt, worin die Maximalsteuer, einst von unseren Vorfahren plafoniert und inzwischen vollends ausgeschöpft wurde. Um den Willen unserer Vorväter zu umgehen, findet zurzeit eine Revision des Tabak- und Lebensmittelgesetzes statt. Das Volk soll so in Zukunft noch besser gegängelt werden können. Dazu sind den Fanatikern in Bundesbern auch die billigsten Tricks nicht zu schade. So soll das nicht cancerogene Nikotin aus rein politischer Zwängerei dem Lebensmittelgesetz entnommen und ins TabPG verschoben werden.

Schauen wir kurz zurück: Elf Kantone wollten keine Rauchverbote einführen, also produzierte Bundesbern unter der Führung des FDP-NR Felix Gutzwiller ein zentralistisches Gesetz, um diese dazu zu zwingen. Das bundesweite Rauchverbot, eingeführt am 1. Mai 2010, unter dem seither die Gasthöfe arg zu leiden haben seit der Einführung 2005 der 0.5 Promille-Grenze im Straßenverkehr (0.8 Promille reichten ein halbes Jahrhundert völlig aus und stellten kein Problem dar) und wovon die heute noch bestehenden Kneipen zur Hälfte (62.8%) rote Zahlen schreiben, wollte die zu 80 Prozent rauchenden Service-Angestellten vor passiven Tabakrauch schützen, indem sie ihnen das allseits bekannte Privileg des Aktivrauchens während der Arbeit verboten, als wäre Passivrauch schädlicher als Aktivrauchen. Sogleich verfügte man über alle Arbeitnehmer, egal ob jugendliche Stifte oder Erwachsene. Es läßt psychologisch sehr tief blicken, wenn betroffene Menschen ungefragt und insbesondere gegen ihren Willen ‚geschützt‘ werden. Vorgeschobener Grund: Eine Studie (Jamrozik) hatte herausgefunden, daß in der Schweizer Gastronomiebranche jährlich ein halber Toter zu beklagen sei (Europaweit 89!). Gefunden wurde zwar weltweit bis heute kein einziger Passivtabakrauch-Toter, dennoch fährt man fort, den Vorschlaghammer statt die weiße Fahne zu schwingen, um die halbe statistische Mücke aus der Epidemiologie doch noch tot zu kriegen, resp. die Tabaksteuer, bereits die höchste im Lande und zweithöchste in Europa (nebst Frankreich), in ungeahnte Höhen zu schrauben. Italien besteuert den Wasserdampf – nichts andres ist der Output einer E-Zigarette – längst mit wucherischen und feudalen 95 Prozent. Laut Fachleuten aus Wirtschaft und Politik soll es nicht mehr lange dauern, bis alle Länder dazu übergehen werden. Gier und sture Intoleranz regieren!

Zum Vergleich die jährlichen Grippetoten des BAG

Zahleninflation des BAG als Werbung für Impfstoffhersteller

Solange das Volk nichts dagegen einzuwenden hat, ist die ganz allgemeine, grassierende Steuer-Abzocke der Sozialdarwinisten bloß ein Verstoß gegen Anstand und Akzeptanz der Individualität der Mitmenschen. Sie fördert damit aber weiterhin die unumstößliche HarmoS-Meinung über einen Lehrplan 21 eine Zukunft des Raubtierkapitalismus und ist somit für die meisten unter uns bloß ein gut verdrängtes Ärgernis, der so, demnächst bundeseinheitlich, in die Schulen getragen wird. Höchst bedenklich, Die Kantone dürfen nicht mehr über den eigenen Lehrplan bestimmen. Aber die puritanischen Steuern auf Genußgüter und Lebensfreude trifft eh nur die finanziell Schwachen ohne Lobby und NGOs mit Geldern in Milliardenhöhe. Es sind ja nur die offiziell erfaßten 800.000 am oder unter dem Existenzminimum Lebenden sowie die Invaliden unter uns, wovon die meisten längst alle Hoffnung in ihre Volksvertreter fahren ließen. Sie alle sind bereits ausgegrenzt, damit die Botschaft auch richtig rüberkommt: Nur Leistung zählt, nicht wer lebt.

Neujahrsgrüsse_Manfred_Lütz

(Kommentar von Manfred Lütz)

Prof. Dr. med. psych. Manfred Lütz (Das Philosophische Quartett 1h)

Staatlicher Wirtschaftskiller

Was aber unter keinen Umständen akzeptiert werden kann, ist, daß das Volk zur Begründung eines Rauchverbots nicht nur brandschwarz angelogen wurde und noch immer wird, sondern daß offenbar Politiker damit auch noch ohne Gewissensbisse durchkommen und in gleichem Atemzug von einer modernen Schweiz mit urdemokratisch direkter Demokratie schwafeln, ohne dabei rot zu werden. Die diesjährige Bundespräsidentin, Simonetta Sommaruga, will eine öffentliche Diskussion darüber, wie man den Volkswillen beschneiden könne, obwohl ihr bewußt sein müßte, daß sich das Machtgefüge seit Ende der 1980er Jahre massiv zugunsten Bundesbern verschoben hat, und es noch immer tut. Le pouvoir amène le pouvoir, die Macht nährt die Macht, worin sich zeigt, daß Sucht vieles sein kann, ganz besonders Arbeit und Macht, die ausgeprägtesten Süchte unserer heutigen Zeit überhaupt. Wenn eine Regierung eines föderalistischen Staats bereits gelangweilt meint, zentralistische Regulierungen zur Besteuerung von Abfallsäcken – das sind Säcke und Geld die der Müllhalde zugeführt werden – bestimmen zu müssen, dann liegt der föderalistische Patient bereits in seinen letzten Atemzügen und eine weitere Beschränkung der Volks- und Kantonshoheiten gäbe diesem 150-jährigen Erfolgsmodell den finalen Todesstoß. (Gregor Rutz zur automatischen EU-Gesetzesübernahme und Gesetzesflut)

Zentralismus eliminiert Föderalismus

Seit den letzten Wahlen ist es arg schlimmer geworden in bezug auf die Bevormundung Erwachsener und das Volk sei aufgerufen, bei den diesjährigen Wahlen 2015 nur Volksvertreter zu wählen, die sie auch persönlich kennen und denen sie vorbehaltlos vertrauen, oder aber das Wählen bitte ganz bleiben zu lassen. Wir wünschen uns wieder Ehrlichkeit und strikte Trennung der vier Gewalten in unserem System. „Vetterli“-Wirtschaft und Machtanmaßung, aus welchen Motiven auch immer, Größenwahn und voreilige Beschlüsse und Gehorsam werden letztendlich auch die Schweiz an die Wand fahren und auf EU-Niveau bringen. Nichts ist demütigender für ein Volk und nichts destruktiver in dessen Vertrauen in ihre Regierung, als wenn es für dumm verkauft und in seiner unterschätzen Intelligenz beleidigt wird. Vielleicht sollte man in diesem Wahljahr erst einen Intelligenztest als Pflicht für den Zugang ins Parlament und an die Urne einführen. – Ist ja gut, war nur so ein Gedanke.

Jahrhundertealte Kultur, egal wovon, eradieren zu wollen, gipfelt nur in der völligen Entwurzelung unserer angeschlagenen Identität. Und das ist das weitaus gefährlichere Gift für eine Willensnation, wie die Schweiz eine ist.

NEUJAHRSANSPRACHE AN DIE POLITIKER – GERAPPT, NICHT GETEXTET

Rauchverbot – Dinell Montez

883 Wörter

8 thoughts on “Neujahrsansprache an die Politiker – gerappt, nicht getextet

  1. Den Kommentar von Manfred Lütz kann ich nur unterstreichen!!!
    Lieber Carolus,
    ich wünsche Dir ein sackstarkes neues Jahr.
    Lieben Gruß von Frieda

  2. „Gefunden wurde zwar weltweit bis heute kein einziger Passivtabakrauch-Toter“

    Würde man da genau suchen, fände man sicher auch etliche Passivrauchertote. Ganz ähnlich wie bei den Haschischtoten. 😉

    Gemäss Widmann gab es allerdings auch noch weitere, so z.B. ein Chauffeur in Nimbin, Australien, der bei einem Unfall von 18 Tonnen Schwarzem zermantscht wurde. 🙂

    Und was die 1500 jährlichen Grippetoten betrifft: Ohne die krankmachenden, von Faschistenpack wie einem Gutzi massiv propagandistisch in die Hirne des Stimmviehs gehämmerten Imfpungen wäre das höchstens noch ein Bruchteil.

    Dem hochgeschätzten Autor und der Leserschaft ein möglichst mündiges und selbstbestimmtes 2015!

  3. Man kan diese Verbotiker nur ruhig stellen, in dam man ihnen die Macht der „Gesellschaftsgestaltung“ wegnimmt.
    Der kleine schlanke Staat wäre nicht nur für die Nerven billiger, sondern auch in CHF.

    Es gibt eine politische Richtung, die das will:
    Der Liberalismus.
    Ich meine wirklich Liberalismus, nicht die FDP (die haben mit Gutzwiller den unliberlasten Gesundheitsapostel).

    Wir müssen auf die Jungen setzen, da schreien viele nach Freiheit.
    Ich nehme wahr, dass mich vor allem junge Frauen von Liberalismus, Freiheit und Selbstverantwortung überzeugen möchten.
    Natürlich nur diejenigen, die meine Haltung noch nicht kennen.
    Schaut mal, was die junge FDP, aber auch die junge SVP denken und wollen.

    Es gibt einen neue, m.W. einzige, wirklich liberale Partei:
    Die up
    http://up-schweiz.ch/
    (sorry, aber Wahlwerbung muss sein)

    „Ich kann alles tun und lassen, auch wenn es andere als völlig blödsinnig ansehen, solange ich niemanden in seinen gleichen Rechten objektiv einschränke“
    Vince Ebert

  4. Man kann diese Süchtigen nur mit Drogen (Geld) Entzug heilen.
    D.h. zu jeder, wirklich jeder, Steuer- und Gebührenerhöhung: Nein
    Zu jeder neuen Kompetenz: Nein (d.h. zu fast jeder Initiative: Nein)
    Referenden, betreffen meist Gesetzte, die mehr Geld verbraten und Süchtige durchfüttern: also Nein

    Die nächste Gelegenheit: Referendum gegen die Billag
    No-billag-Initiative unterschreiben (dort gilt die Ausnahme:Ja)

    Zigaretten schwarz kaufen.
    Aus diesem Gesichtspunkt wird auch Schwarzarbeit zu einem positiven Beitrag zur Gesellschaft.

    Wenn alles nichts nützt bleibt nur noch Steuerboykott

  5. Liberale Politiker wählen.
    Solche gibt es auch in der FDP fast nicht mehr-
    Dann wenigstens solche, die ihr Geld in der Privatwirtschaft, ohne staatliche Aufträge, verdienen.

    • Ich rede von liberalen Politikern im Geiste.

      Parteien sind genau die Konstrukte, die zu dieser unsäglichen Vetterli-Wirtschaft führen. Sie verunmöglichen eine korrekt ausgeübte Gewaltentrennung, die immer deutlichere Auflösungstendenzen zeigt. Zudem haben Parteien ebenso para-religiöse Züge, wie überdimensionierte NGOs, was dann zwangsläufig zur Gängelung und Abzocke der rechtlich weniger privilegierten Privathaushalte führt. – Von wegen, jeder ist gleich vor dem Gesetz. Das ist in der Realität der heutigen Demokratie der irreführendste manipulative Spruch, den die UN-Charta, die EMRK und unsere Verfassung nicht müde werden zu predigen und nur dem Machterhalt der privilegieren Elite dient.
      Was Zeuss zusteht, steht noch lange nicht dem Ochsen zu.

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