Staatlich sanktioniertes Massen-Passivrauchen

Zürcher Rekord: Massen-Passivrauchen von 400 Millionen Zigaretten in nur 20 Minuten durch 200.000 Personen. – 750.000 Franken für 30.000 in die Luft geblasene Feuerwerkskörper.

Silvester Feuerwerk Zürich 1.1.2014

Die bevorstehenden Tabaksteuererhöhungen entlarven die Farce um die Gesundheit der Nichtraucher, denn die ist und war, auch ohne das kostenintensiv veranstaltete Affentheater rund um den Passivrauch, stets gegeben. Mit Sicherheit nicht gegeben war dies bei allen Teilnehmern der letztjährigen Basler, der fünf Millionen teuren Öhnsinger oder der diesjährigen Zürcher Feuerwerksveranstaltung zu Sylvester, wenn die Stadt jedes Jahr zu zwanzig Minuten ununterbrochenem Massen-Passivrauchen einlädt und dafür bis zu 750.000 Franken im wahrsten Sinne des Wortes ungefragt verpulvert. Bis zu Hundert und mehr Feuerwerkskörper gleichzeitig werden über der Seebucht vor der Limmat zur Explosion gebracht. Ob die zu hörenden „Ahhs“ und „Ohhs“ Ausdruck eines schmerzgeplagten Rachens oder das asthmatische Röcheln psychosomatisch geschädigter Nichtraucher waren, konnte im Gedränge der 200.000 anwesenden Personen nicht mit Sicherheit festgestellt werden. Tote gab es jedenfalls keine. Liest man jedoch in den vielen Foren und Kommentaren auf online-Medien die Aussagen der Antiraucher, wovon einige davon erklärtermaßen schon beim bloßen Anblick einer Zigarette einen Asthma-Anfall erleiden, so muß diese Veranstaltung für sie die reinste Hölle gewesen sein.

Was enthält der 20-minütige Feuerwerks-Cocktail?

Auf alle Fälle eine ganze Menge kanzerogener Stoffe. Um eine Rotfärbung bei Feuerwerken zu erhalten, wird Strontiumoxalat, Strontiumcarbonat, Strontiumoxid und Strontiumnitrat, für eine Grünfärbung Bariumoxolat, Bariumchlorat und Bariumnitrat, für die Knalleffekte ein Gemisch aus feinen Metallpulvern (das freut die Lunge ganz besonders und wirkt ähnlich wie Asbest, je nach PM-Größe) angereichert. Damit die Petarden auch genauso schön pfeifen, wie hernach die Lungen der unbelehrbaren zwei Drittel tabakaverser Nichtraucher, werden Oxidationsmittel sowie Chlorate, PERchlorate und weitere Salze aromatischer Säuren dem Cocktail beigemischt. Die Rauchsätze enthalten zudem, nebst dem abbrennbaren Teil, auch noch verdampfbare oder sublimierbare Stoffe, die dann bis in die Aviolen dringen. Barium reagiert mit fast allen nicht metallenen Stoffen und formt sie meist zu giftigen Verbindungen. Strontium-90 ist ein gefährliches, radioaktives Isotop. Strontiumchromat ist bekannt als Ursache für Lungenkrebs.

Oft gelangen bei Feuerwerkskörpern Polyvinilchlorid, also PVC! oder andre chlorierte Kohlenwasserstoffverbindungen als Brandbeschleuniger zur Anwendung, wobei beim Abbrennen mit der Bildung von Dioxinen zu rechnen ist. Zusätzlich werden Katalysatoren und Inhibitoren verwendet, um das Abbrandverhalten und die Reaktionsgeschwindigkeit zu beeinflussen. Weiter werden Zusatzstoffe zur Vermeidung der Klumpenbildung sowie auch Bindemittel und Schmiermittel hinzugefügt. Wer sämtliche Zutaten kennen will, findet diese hier.

Der PM10 (10 Mikrometer) Feinstaub hat übrigens dieselbe Größe, wie der inhalierte Tabakrauch und gelangt bei normalem Rauchverhalten nie in die Lungen. Eine nicht näher definierte Internationale Studie über die Auswirkungen von lungengängigem Schwebestaub (PM10) auf die Bevölkerung der Schweiz, Frankreich und Österreich hat in allen drei Ländern ergeben, daß rund 6 Prozent aller Todesfälle (Schweiz: 3’300 Menschen) auf die Luftverschmutzung (nicht Tabakrauch!) zurückzuführen sei.

Gemäß dieser Studie seien in der Schweiz jedes Jahr 87’000 Asthma-Attacken auf lungengängigen Schwebestaub zurückzuführen, 4’200 Erwachsene erkrankten jedes Jahr neu an chronischer Brochitis und bei Kindern unter 15 Jahren würden pro Jahr 45’000 Fälle von akuter Bronchitis durch PM10 hervorgerufen.

Lungenliga-Infos

Und um auch die fanatischste Schweizer Theatertruppe militanter Antiraucher zu Wort kommen zu lassen: Laut Lungenliga würde die Leistungsfähigkeit der Lunge bereits durch geringe Veränderungen der Schadstoffkonzentrationen in der Luft eingeschränkt: Atemwegsbeschwerden stünden in engem Zusammenhang mit der Schadstoffbelastung (nicht Tabakrauch!) der Luft. Über ein Viertel (!) der Gesamtbevölkerung leide bereits bei geringer körperlicher Anstrengung unter Atemnot, (und das völlig ohne Passivtabakrauch). Laut Lungenliga Schweiz seien 10 Prozent der Kinder und rund 7 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz von Asthma betroffen. (Klammertext durch uns eingefügt)

Hypokrisie der Behörden

Passivrauch tödlich(sueddeutsche.de)

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ausführlich auf greeythekid

Das unverantwortliche Wegschauen der Gesundheitsbehörden ist deshalb nicht nur fahrlässig, sondern auch unverantwortlich inkonsequent, den Nichtrauchern den Besuch dieses 750.000 Franken teuren und für sie tödlichen Events nicht zu verbieten, wurde doch ausschließlich aus Rücksicht auf diese krankheitsanfällige Bevölkerungsschicht, wie die Regierung nicht müde wird zu beteuern, dem rauchenden Drittel der Bevölkerung der Zugang zur gesamten Schweizer Gastronomie, unter Androhung exzessiv hoher Bussen, ausnahmslos verboten, worunter die Wirte noch heute mit Umsatzeinbussen dazu beitragen, die schwächliche Mehrheit der Bevölkerung solidarisch mitzutragen.

So geht das nicht, meine Herren aus Bern und BAG. Ihre Inkonsequenz verhöhnt die Anstrengungen der Raucher, den unter Natur- und Tierschutz gestellten Nichtrauchern keinen Schaden zuzufügen, während Sie sich aus Ihrer Verantwortung stehlen. Die dichten Passivrauch-Schwaden aus Schwarzpulver, bestehend aus Kaliumnitrat, Holzkohle und Schwefel, angereichert mit Barium-, Strontium- und Kupfersalzen zur farblichen Erhellung der Gemüter und Explosionskörper, die das Publikum schnell einmal umhüllen, und empfindlichen Nichtrauchern unweigerlich in die Nasen und Nebenhöhlen dringen und ihren Nachbarn neben sich im Nebel stehend verschwinden sehen sowie ihre Kleider noch tagelang stinken und der Geruch an die beiden Weltkriege erinnern läßt, entsprechen in etwa 400 Millionen Zigaretten, die von Nichtrauchern locker in einer Rekordzeit von 20 Minuten passivgeraucht werden, ohne daß das Bundesamt für Gesundheit (BAG) oder die Lungenliga auch nur annähernd etwas von Lungenkrebs durch Passivrauchen verlauten ließen. Andrerseits herrschte an diesem Tag ein unerbittliches Rauchverbot in allen Zürcher Kneipen, was dem Straftatbestand einer weiteren Diskriminierung und des Rassismus wiederum sehr nahe kommt. Angesichts solch schamlos demonstrierter Inkonsequenz und den angekündigten exorbitanten Tabaksteuererhöhungen zum angeblichen Schutz der Nichtraucher vor eingebildeten Gesundheitsschäden, dessen Zusammenhang zum Nichtraucherschutz wir auch beim besten Willen nicht erkennen können, wird unsere Regierung, wie gehabt, wieder einmal in argen Argumentationsnotstand kommen, zur Erheiterung der gesamten Bevölkerung.

passive-smoke-killing

855 Wörter

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