Wo wohl – da Vaterland

 

Ubi bene, ibi patria

 

Hört man sich um oder bloss genau zu, so ist wahrzunehmen, dass die Zahl der Auswanderungswilligen stetig steigt. Es wird einem in der Schweiz zunehmend unwohl. Denn gerade diese Leute könnten Veränderungen herbeiführen. Doch sie sind schlau genug, das ganze Bundesberner Scheingelaber und die Vernebelungstaktik der Verbotsmanie als das zu sehen was es ist: Pure Intoleranz und Profilierungssucht. Ich frage mich, wie ich all die Jahre in den 50ern, 60ern, 70ern ohne diese Gesetzeswut der Verbote überhaupt überlebt habe, werden diese Verbote doch zum Schutz der Bürger… hahaha pfffrr ggg lach mich tot…

 

Die gehörten Hauptargumente sind:

  1. Die Schweiz ist nur noch eine Abzockerei zulasten der Schwachen.
  2. Warum soll ich in der Schweiz mehr bezahlen als 200 km in egal welcher Himmelsrichtung.
  3. Es herrscht zunehmend Gehässigkeit und die meisten sind bindungsunfähig.
  4. Wo ist die Schweizerische Solidarität geblieben? Ich kenn‘ nicht mal meinen Nachbar!
  5. Der Klimawandel findet in den Menschen statt. Es wird stetig kälter.
  6. Was soll mich hier noch halten?
  7. Täglich ein neues Verbot, täglich eine Busse.
  8. Ich hab’s schlicht und einfach satt.
  9. Ich sehe keine Zukunft für die Schweiz.
  10. Ich sehe keine Zukunft für mich in der Schweiz.
  11. Im Ausland kann ich mit meinem Einkommen noch auskommen.

 

Der ist der Selbsterkenntnis und der Selbstverwirklichung am nächsten, der mit seinem Schicksal zufrieden und einig ist. Denn die Zufriedenheit ist die Fröhlichkeit des Menschen auch in der Bitterkeit des täglichen Lebens.

 

 

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Ein mir bekannter Bankdirektor in Luzern holt sich vor Ferienantritt beim Psychiater die notwendigen Papiere, und dies Jahr für Jahr, um während den Sommermonaten seinen Aufenthalt in Frankreich als Clochard abzusichern, sollte er mal von der Gendarmerie aufgegriffen werden.

 

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Nicht umsonst auch ist das in Schweizer Dialekt gesungene Lied des Schacher-Seppeli, eines Vaganten und Landstreichers, das jeweils meistgewünschte Lied, das stets unendlich in den einschlägigen Hitparaden aufgeführt ist.

 

[audio:http://www.sackstark.info/mp3/Intro.mp3]

 

Jährlich geben die Schweizer Touristen im Ausland 13’000’000’000.00 Franken aus, nur um für kurze Zeit mal aus der Schweiz auszubrechen.

 

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Andere träumen nicht, sie tun es einfach! Ein mir bekannter Personalchef eines grossen öffentlich-rechtlichen Unternehmens mit saftigem Einkommen hat den ‚Bettel‘ mit 50 Jahren hin geschmissen und züchtet heute Weintrauben in Südfrankreich. Er tut, was ihm gefällt und nicht was dem maroden System dienlich ist. Er ist aufgeblüht und fröhlich, widmet sich dem Realen, seinen Reben, seiner Frau, seinen neu gewonnenen Freunden, schlicht dem Leben, statt weiterhin bürokratisch beschriftetes Papier von A nach B zu befördern. Er liesst gelegentlich ein gutes Buch und geniesst das mediterrane Leben in vollen Zügen, trotz harter Arbeit in den Rebhügeln; und mit der Zeit wird er wohl mit seinem Wein ein kleines Zubrot verdienen, obwohl er es gar nicht nötig hätte. Er hat somit seine Weichen gestellt, auf sein Innerstes gehört und sich danach gerichtet. Sicherlich wird er 100 Jahre alt und hat somit noch 50 glückliche vor sich. Ich freue mich mit ihm und darf ihn gelegentlich in den Sommerferien besuchen gehen. Sowas kann anstecken!

 

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Und man sieht, dass das Vorurteil, dass wenn einer nicht mehr „arbeitet“, wie allseits angenommen, dieser nicht einfach morgens vom Bett auf’s Sofa wechselt und abends wieder vom Fernseher ins Bett kriecht, oder sich in der Beiz täglich vollknallen lässt. Nein, ein freier, ungeknechter, Ent-Angestellter beginnt das zu tun, was ihm Spass macht. Das ist nun mal des Menschen Natur. Und dieser Spass darf durchaus auch als produktive oder kreative Arbeit gewürdigt werden. Kein Mensch schöpft unter Knechtschaft, und nichts anderes ist das vor etwa 100 Jahren eingeführte Angestelltenverhältnis, seine Lebensfreude, seine Berufung, seine Motivation voll aus. Ein Geknechteter schöpft, wenn es hoch kommt, gerade mal einen Zehntel seines Potenzials aus, denn er wird sich selbst nie kennenlernen. Stellt euch mal vor, welch brachliegendes Potenzial in unserer unterdrückten Gesellschaft sich entfalten könnte, zum Wohle aller, wenn ein jeder das tun dürfte was er möchte und am besten kann.

Wer’s nicht glaubt, sollte seinen vorzüglichen Wein probieren.

[Carolus Magnus]

 

 

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