Prostitutionsverbot wegen Jack The Ripper?

Vom Virus der Hysterie

Hysterie (von agrch. hystera) = Gebärmutter

Die Hysterie ist eine Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, bei der Geltungsbedürfnis, Egozentrismus und ein Bedürfnis nach Anerkennung im Vordergrund stehen. Sie gehört zum Formenkreis der Neurosen. (ex Wikipedia)

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Im vom Puritanismus durchdrungenen Großbritannien sind wir heute wieder in der genau gleichen heuchlerischen Gesinnungswelt wie in der des Viktorianischen Zeitalters angekommen. Was damals ein bereits nicht von Socken bedeckter, nackter Knöchel eines Mannes die Frauen der Oberschicht reihenweise in Ohnmacht fallen ließ, erledigt heute angeblich (laut WHO- und ASH-Angaben) ein einziges Molekül von Passivtabakrauch. Und wir sind bereits auf Level 4 angekommen. Wann wird die Gefahr des Fifth Hand Smoke von der WHO ausgerufen?

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Geht es uns heute einfach zu gut?

Gesellschaft im Viktorianischen Zeitalter
Etwa zwei Drittel der Bevölkerung gehörten der sozialen Unterschicht an. Deren eine Hälfte bestand aus Armen, Tagelöhnern, Häuslern und anderen Menschen, die am Rande oder unterhalb des Existenzminimums lebten. Die andere Hälfte setzte sich aus Land-, Bau- und Industriearbeitern, Hausangestellten, Seeleuten und Soldaten zusammen, deren Lebensstandard stark von der Konjunktur abhing. In der ersten Hälfte des Jahrhunderts gingen oft Aufstände und Plünderungen von der Unterschicht aus.
Die Landarbeiter waren 1851 die größte Beschäftigungsgruppe und stellten 1851 etwa ein Viertel aller männlichen erwachsenen Erwerbstätigen dar. In vielen Regionen waren die Löhne sehr gering und die Arbeitstage lang; oft fehlte eine feste Behausung. Die Nahrung war knapp und hing von der Region, den Ernteerträgen und der Bereitschaft der Landherren, überschüssige Lebensmittel zu spenden, ab. Oft waren Arbeiter auf ihre Kleingärten angewiesen; Wilderei war riskant. Mit der Implantation von Fabriken in ländlichen Gegenden wechselten Landarbeiter verstärkt zur Industrie.
Die ungesunden und unhygienischen Lebensverhältnisse in den britischen Städten verschlimmerten sich in der ersten Hälfte des Jahrhunderts. Zwar wurden einige Hauptstraßen gesäubert, nicht aber die Seitenstraßen der dunklen, immer dichter bevölkerten Elendsviertel. Da es keine Abwasserentsorgung und, wenn überhaupt, nur Zugang zu schmutzigem und mit Krankheitserregern verseuchtem Wasser gab, waren gefährliche Infektionskrankheiten allgegenwärtig. (ex Wikipedia)

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Auch damals hatte die pekuniäre Unterschicht unter der Hysterie der Oberschicht zu leiden, und das nicht zu knapp. Was Dr. Sigmund Freud dank der Hysterie bereits zu Lebzeiten zu unsterblichem Ruhm verhalf, kostete vielen das Leben.

Lesen Sie nachfolgend die Geschichte von Annie Chapman

Jack-The-Ripper-KniveLondon, September 1888: Der zweite Mord an einer Prostituierten wurde entdeckt. Alle Zeitungen sind voller sensationslüsterner Details und Vermutungen. Die Angst geht um, aber nicht wegen Passivtabakrauch. Frauen bewaffnen sich, aber nicht wegen militanter Antiraucher. Nein, Jack the Ripper geht um.

Die Prostituierte Annie Chapman, das zweite Opfer des sogenannten Jack the Ripper, war mit John, einem Kutscher im Dienste eines Vogtes, verheiratet und hatte dank seiner Arbeit ein gutes Auskommen. Nach dem Tod eines ihrer Kinder brach die Ehe auseinander. Annie besaß nun nichts mehr und ging allein nach London. Sie strandete im East End, wie alle die Arbeit suchten und nichts fanden – das ist noch heute so. Frauen hatten es damals besonders schwer. Die meisten hatten nicht einmal ein Zimmer. Sie übernachteten in sogenannten Common Lodging Houses, also in öffentlichen Massenquartieren die obendrein noch Geld kosteten. Annie versuchte sich in Nähen, Häkeln oder Streichholzetiketten kleben, doch Annie war dafür zu ungeschickt. Also ging sie zum Überleben auf den Strich.

Im Genderistenstaat Schweden herrscht heute ein rigoroses Prostitutionsverbot. Das Gesetz wird dort derartig pervertiert, indem der Konsument, nicht der illegale Anbieter, straffällig wird. Wenn Sie einen Hund mit einer Wurst in den Wahnsinn treiben, indem Sie mit ihr vor seiner Nase wedeln und sie ihm vorenthalten, wird er Sie vermutlich früher oder später beißen, je nach Frustrationstoleranz. In Schweden wäre dann der Hund schuld, nicht der Anstifter.

In der Viktorianischen Moralvorstellung war Prostitution ein großes, sittliches Vergehen. Sämtliche Bordelle wurden geschlossen – so wie die puritanisch-egalitären skandinavischen EU-Abgeordneten es auch heute wieder in Straßburg verlangen – und die Frauen verhaftet. Die schafften dann heimlich an, allein in den dunkelsten Gassen, wo der berühmte Smog sich um das Licht der Gaslaternen schmiegte und die Sicht fast vollends eliminierte. Durch die puritanischen Vorstellungen einer heuchlerischen Gesellschaft, denen Dr. Freud seine bereits zu Lebzeiten erlangte Berühmtheit verdankte, waren vor etwas mehr als 100 Jahren anschaffende Frauen völlig isoliert voneinander bei der Arbeit. Auch hatten die Prostituierten, gehetzt von den Moralaposteln und deren ausführenden Organen, keine Zeit zum Aushandeln des Preises, da jederzeit die Polizei um die Ecke biegen konnte.

Heute fordert man im Namen der CO2-Reduktion und gegen die sogenannte Lichtverschmutzung die Reduktion von Laternenlicht. In Luzern, der Leuchtenstadt, wie sie auch noch werbeträchtig genannt und verkauft wird, hat es schon seit längerem nachts in den Gassen und auf den Straßen weniger Licht als zu Zeiten der Pferdekutschen und Gaslaternen.

Ten-Bells-Pub-heute

«The Ten Bells» Pub, 2006

London 7. September 1888: In einem Londoner Viertel, das weder Hygiene noch Barmherzigkeit kannte, in einer Umgebung von Elend und Armut, wo es einzig um das nackte Überleben ging, konnte sich auch Annie Chapman nicht den Gefahren von Krankheit und Auszehrung entziehen. Sie litt bereits an Tuberkulose und einer beginnenden Meningitis. Dennoch mußte sie auf Kundenfang gehen, denn wie in den USA noch heute, waren Ärzte schon damals nur für die gut betuchte Oberschicht erschwinglich (Sicko). Teufelskreis Elendsprostitution. Annie brauchte auch Geld für Alkohol um ihre Sorgen zu ertränken. Im «The Ten Bells» Pub war sie oft anzutreffen, wenn sie sich dem naßkalten Nebel entziehen und aufwärmen wollte. Dort wurde sie zuletzt lebend gesehen. Eine Kollegin von ihr gab der Polizei damals zu Protokoll: «Sie machte auf mich einen absolut nüchternen Eindruck. Ich fragte sie: “Gehst du heute nach Stratford?” – Sie antwortete: “Ich fühle mich zu krank um überhaupt was zu tun.” Ich kam zehn Minuten später wieder zurück und fand sie an der gleichen Stelle wie zuvor. Sie sagte: “Es ist sinnlos. Ich muß irgendwohin und Geld auftreiben damit ich meine Unterkunft bezahlen kann.”» Dann tauchte zu nächtlicher Stunde ein elegant gekleideter Herr auf. Nur noch dieser Kunde, dachte Annie, dann hätte sie das Geld für die Miete des Common Lodging House zusammen.

Am Tatort in der Henbury Street 29, im damaligen Londoner Elendsviertel Whitechapel gab es 17 Wohnungen. Doch niemand wollte weder etwas gehört noch gesehen haben. Jack the Ripper sollte noch drei weitere Prostituierte umbringen. Man weiß bis heute nicht, wer er war!

Ach ja, und Jack The Ripper war Linkshänder, diejenige Minderheit von circa 14 Prozent, die bis in die 1970er Jahre durch schulischen Rechtsschreibezwang gesundheitlich geschädigt und von Mitschülern gegängelt wurden, da Ärzte der Meinung waren, daß Linkshänder, würden diese nicht lernen mit rechter Hand zu schreiben, keine vollwertigen Rädchen in der Industrie, frühzeitig debil würden, und psychologisch krank seien. Heute weiss man, dass die Krankheit des Linkshändertums nicht heilbar, unabänderbar ist. Viel unnötiges Geld wurde aufgrund von «Studien» Profilierungssüchtiger in diese Umschulungen gesteckt.  Die Linkshänder wurden von der Mehrheit der Rechtshändern im wörtlichen Sinne gelinkt! Linkshänderprobleme

Reportage über Jack The Ripper

Im Herbst 2006 wurde Großbritannien wiederum durch eine Mordserie an fünf Prostituierten erschüttert. Ein Steve Wright, auch bekannt als der Ipswich Serienkiller, wurde dafür vor einem Gericht verurteilt; und die heuchlerischen Politiker wollen auch hier wieder publikumswirksam ein Prostitutionsverbot wie zu Zeiten von Annie Chapman, doch diesmal soll der Freier zum Kriminellen werden. In Zeiten von Hartz IV, Finanzkrise und unverschämtem Fiskalraub am deutschen Mittelstand soll ein Berufsverbot im Namen des staatlichen Tugendterrors ihnen auch noch das letzte Stück Brot vom Teller fegen. Das sind Perversionen einer jahrelangen, fehlgeleiteten Frauen-Emanzipation, Frau Alice Schwarzer!

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Grassierender Puritanismus

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Great Britain 2006

The murders refocused press attention on a number of controversial issues in British politics.

The first is that of prostitution in the United Kingdom. Prostitution itself (the exchange of sexual services for money) is not illegal in the UK, but activities surrounding it, such as soliciting in a public place, running a brothel or other forms of pimping are outlawed. The current legal status of prostitution has been criticised for failing to protect those who work in the sex trade.

The murders have highlighted the vulnerability of prostitutes and the lack of action taken by the government, whether to be more punitive in the hope of reducing the numbers of prostitutes on the streets, to move towards legalised brothels and other measures to improve the safety of the women, or to target the demand for prostitution through prosecution of the clients, as is done in Sweden. Currently the government appears to support tough “anti prostitution” laws which target the clients. The government had at one point considered allowing “mini brothels”, but had abandoned this plan after fears that such establishments would bring pimps and drug dealers into residential areas.

The second is that of drug use and whether it should be legalised or decriminalised, provided on prescription to registered addicts, or penalised more harshly. High numbers (95% according to the Home Office) of street prostitutes in the United Kingdom have a history of substance abuse, and prostitution is one means of funding addiction, known to be used by one of the victims, Tania Nicol.

Deutschland 2008

Mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht sind Personen über 18 Jahren, die mit einer Person unter 18 Jahren gegen Entgelt sexuelle Handlungen ausüben (§ 182 Abs. 1 Nr. 1 StGB). Ist die mißbrauchte Person nicht nur unter 18, sondern auch unter 14 Jahre alt, tritt (§ 176 oder § 176a ein, hier beträgt die Mindestfreiheitsstrafe zwei beziehungsweise (in schwerem Fall) fünf Jahre. Eine 16- oder 17-jährige Person für sexuelle Dienstleistungen zu entlohnen ist dabei erst seit dem 6. November 2008 strafbar, als das diesbezügliche Schutzalter von 16 auf 18 Jahre angehoben wurde.[15] (ex Wikipedia)

Menschen immer frühreifer

Deutsche Forscher beobachten eine Tendenz zur Frühreife. Im Auftrag des Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung befragte das Forschungsinstitut Emnid 1994 und 1998 dreitausend Jugendliche und deren Eltern. Die Auswertung der Daten in der Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik der Universität Landau und der Familienplanungsstelle der Uni München machte deutlich, wie rasch die Altersgrenzen sinken. “Im Schnitt bekommt jeder Altersjahrgang zwei Monate früher als der vorangegangene Jahrgang seine erste Menstruation beziehungsweise seinen ersten Samenerguss”, stellten die Landauer Forscher Norbert Kluge und Marion Sonnenmoser fest. Besteht der Trend unverändert fort, werden Jungen und Mädchen in diesem Jahr durchschnittlich mit elfeinhalb bis zwölf Jahren geschlechtsreif, 2010 schon mit zehn Jahren,errechneten die Landauer Wissenschaftler. Als vor hundertzwanzig Jahren erstmals solche Daten erhoben wurden, waren Mädchen bei der ersten Menstruation fast siebzehn Jahre alt. Berlin online

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Viktorianisches Zeitalter

Fiktion: «Jack is back!» (deutsch)

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Verstoß gegen die Berufsfreiheit & Klerikale Allüren des Staates

Rote, Grüne und Linke Zwängerei…

Sex-Prohibition

…über das älteste Gewerbe der Welt!

Ausbruch einer globalen Hysterie?

Rheinland-Pfalz: Prostitutionsverbot – ungültig!

Luzern – Stadtrat gegen Prostitutionsverbot

Norwegen – Freier werden zu Kriminellen

Finnland – zurück in die 1960er

Schweden – Prostitutionsverbot (Achtung: DER SPIEGEL)

Schweden – Polizei ignoriert Verbot (Achtung: Standard.at)

Replik zu Alice Schwarzer

Scotland – Campaigners attack bid to ‘sneak in’ prostitution

Scotland – Worst Fears are now realised

UK: No «zones of toleration»

1. Januar 2010: In den Sauberländern wie Norwegen, die die käufliche Liebe genauso wie in Schweden, Schottland und Finnland verbieten…  Aber hoppla, das sind ja genau solche Länder, die sich auch mit restriktiven Rauchverboten besonders hervor tun – wird aber wohl nur purer Zufall sein…

Kritikus hat sich des Themas gebührlich angenommen.

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Alice Schwarzer hat Visionen

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… und Gott-Sei-Dank keine Nachkommen

5 thoughts on “Prostitutionsverbot wegen Jack The Ripper?

  1. Guten Tag,

    wirklich ein schöner Text! Es freut mich zu lesen, dass es auch noch Menschen gibt, die nicht der Meinung sind, Prostitution zu verbieten wäre das Beste, was der modernen Welt passieren könnte, da in dieser nicht mehr angebracht und ach so moralisch verwerflich.
    Vor allem die Meinung von Frau Alice Schwarzer, allen Osteuropäischen Frauen würde es ohne Prostitution besser gehen, ist vollkommen haltlos. Als würde der “Handel” mit diesen Frauen einfach aufhören, wenn es hierzulande verboten wird. Das einzige, was dann passieren wird, ist einfach, dass die Frauen nur unter noch erniedrigenden Bedingungen nach Deutschland verfrachtet werden, à la zehn Frauen hinten in einen Lieferwagen gequetscht. Hier werden sie dann Tagsüber einfach in eine Wohnung gesperrt, und abends lassen wir sie eben mal auf die Straße. Ich denke da läuft unser derzeitiges System doch schon mit wesentlich mehr Würde und Freiheit.
    Alles in allem schön zu lesen!

    Mit freundlichen Grüßen,
    CvP

  2. @CvP
    Wissen sie es noch nicht?
    Alle Menschen halten sich an alle Verbote ;-)
    Die Hürde, Anzeige gegen Menschenhändler, Bosse, Freier etc. zu erstatten wäre noch höher, weil es immer mit einer Selbstanzeige verbunden ist.

    Aus religiöser Warte ist es vielleicht wünschenswert, Prostitution zu verbieten, genauso wie Bier trinken von unter 18-Jährigen.

    Die religiösen Ideologen haben nur den Sinn für die Realität verloren.

  3. Herzlichen Dank, Paramantus, kikri, CvP :-) !

    Schön wäre es, wenn sich mehr Leute getrauen würden, obwohl sie gar mit Pseudonym anonym sind, mehr Kommentare zu hinterlassen.

    Es scheint, ich bin völlig unbegabt, eine Diskussion zu entfachen.

    Das tut weh.

    Deshalb nochmals herzlichen Dank an alle, die auf Sackstark kommentieren.

    Liebe Grüße
    Carolus Magnus

  4. Pingback: Mutter sexistisch – Mann triebgesteuert

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