In Karachi krachts

.

Die Börse ist keine Einbahnstraße

.
Der Leitindex der Börse von Karachi ist seit Tagen auf einer dramatischen Talfahrt. Augenscheinlich haben Muslime noch nicht begriffen, daß Börsenkurse nicht nur steigen, sondern auch fallen. Aufgrund der noch immer anhaltenden Verluste randalieren sie wie kleine Kinder, denen man das Spielzeug weggenommen hat oder als ob eine Moschee in Brand gesteckt worden wäre.

Daß sie aufgrund der Instabilität im Lande und wegen ihrer stets von neuem bewiesenen Gewaltbereitschaft das Vertrauen ausländischer Anleger selbst verschulden, indem sie mit ihrem Verhalten weltweit das Rating des Länderrisikos verschlimmern, scheinen die Pakistani noch immer nicht kapiert zu haben. Die gewaltsamen Proteste dauern weiter an – und der Index rasselt runter wie ein alter Schindler-Lift.

Wütende Makler treten die Tür der Börse in Karachi ein. Waffen sind derzeit wertvoller als Wertpapiere, mit denen pakistanische Polizisten vor dem Börsengebäude in Panzerwagen wache stehen um somit den wichtigen Handelsplatz vor zahlreichen aufgebrachten Kleinanlegern zu schützen. Aber nicht nur in Karachi, auch in anderen Städten des Landes hört man von gewaltsamen Protesten. Die Verluste setzen destruktive Kräfte frei, Anleger werfen Schreibtische um, Mülltonnen und Steine werden als Wurfgeschosse mißbraucht, Hunderte zerschmettern die Scheiben des Börsengebäudes und legen sich mit den Polizisten an.

Bild von Gregor Haake und Jennifer Tiede

Börsenchef Adnan Afridi lehnt es weiterhin ab, den Handel auszusetzen. Zu recht!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.