Massiver Preiseinbruch beim Strom

Es geht auch ohne Glühbirnenverbot

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Ein hydrologisches Jahr, auch Abflußjahr genannt, stimmt selten mit dem Kalenderjahr überein. Um in der Jahresbilanz sämtliche Niederschläge erfassen zu können, müssen auch die Niederschläge im Herbst und Winter als Schnee oder Eis bis zur Schneeschmelze im nächsten Jahr berücksichtigt werden. In der Schweiz beginnt deshalb das hydrologische Jahr am 1. Oktober und endet am 30. September des darauffolgenden Jahres.

E.ON-ChartErstaunt nimmt man zur Kenntnis, daß im angeblich niederschlagsarmen hydrologischen Jahr 2008/2009 der Verbrauch per Ende September 2009 um zwei Prozent zurückgegangen ist und daß, laut Schweizer Tagesschau und SF Meteo, also angeblich der politisch korrekten Schweizer Manipulationsagentur für Klima und Wetter, im noch niederschlagsärmeren 2009/2010 mit einem weiteren Rückgang gerechnet wird. Das Bundesamt für Energie (BfE) bestätigte einen entsprechenden Artikel des St. Galler Tagblattes. Als Grund wird die Wirtschaftskrise angegeben, die heute für alles als Grund angegeben werden kann, wenn man den Tatsachen nicht auf den Grund gehen will, obwohl der Stromverbrauch Ende 2008, mitten in der Finanzkrise, als die Börsen völlig am Boden lagen, auf rekordverdächtige 58.7 Milliarden Kilowattstunden angestiegen war. Als Anleger würde ich in den kommenden Monaten, wen nicht gar Jahren die Hände von Iberdrola, E.ON, RWE, ENEL, CKW oder EDF lassen, auch wenn die Dividendenrendite hoch ist.

Enel-Chart-ItalyDer Rückgang des Stromkonsums der großen EU-Länder fiel im ersten Halbjahr 2009 um fünf Prozent und erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg rechnen Experten damit, daß der gesamte Energieverbrauch in Europa in der Summe für das Jahr 2009 um 3.5 Prozent rückläufig sein wird. Das Interessante daran ist, daß hingegen die Stromproduktion auf 65 Milliarden KWh angestiegen ist. Das ist der zweithöchste Wert, der seit der Einführung der BfE-Statistik gemessen wurde. Wer über Grundkenntnisse der Ökonomie verfügt, weiß, daß somit die Preise stark fallen müßten.

Die Centralschweizerischen Kraftwerke [Stromversorung] (CKW) jammert schon jetzt und stellt für Anleger voller Erstaunen fest: CKW-Chart«16.12.2009 – Höhere Beschaffungskosten, tieferer EBIT. Die CKW-Gruppe steigert die Gesamtleistung im Geschäftsjahr 2008 / 2009 um 7,5 Prozent auf 852,0 Mio. CHF. Aufgrund der schwierigen Wirtschaftslage geht der Stromabsatz in den eigenen Versorgungsgebieten zurück.» Dummerweise passierte für die Luzerner Konsumenten folgendes: «16.12.2009 – Bereits über 80% der Luzerner Gemeinden stimmen zu. Mit den gestrigen Abstimmungen haben über 80 Prozent aller durch CKW versorgten Gemeinden der Erneuerung der Konzession zugestimmt. Die 64 Gemeinden nehmen CKW damit für 25 Jahre in die Pflicht einer zuverlässigen und kostengünstigen Stromversorgung». Dennoch wird weiter in die Energieproduktion investiert, obwohl alle Klimafanatiker von Energiesparen reden: «04.12.2009 – Projekt Dammerhöhung ist auf Kurs – «Projekt Dammerhöhung ist auf Kurs: Die bedarfsgerechte Nutzung der Wasserkraft im Kanton Uri lässt sich noch verbessern. Darum möchte die Kraftwerk Göschenen AG den Staudamm in der Göscheneralp um acht Meter erhöhen. Wenn alles optimal läuft, könnte das Projekt Ende 2013 fertig gestellt sein». (Alles Originaltext CKW). Entweder rechnet man mit massiv höherer Bevölkerung in der Schweiz, oder man investiert an den Notwendigkeiten vorbei. Dies läßt realitätsnah eher vermuten, daß man auf einen weiterhin starken Zustrom von geburtsfreudigen Ausländern spekuliert.

In Deutschland geht man konsumentenfreundlichere Wege, die die CO2-Phobiker grün anlaufen lassen dürften:

Weil E.ON & Konsorten ihre AKWs und Kohlekraftwerke weiterlaufen lassen, müssen sie mitunter Abnehmer bezahlen, damit sie ihre elektrische Energie überhaupt los werden können.

«Möchten Sie Strom geschenkt haben? Oder vielleicht sogar Geld dafür bekommen, möglichst viele elektrische Geräte laufen zu lassen? Dann sollten Sie an die Leipziger Strombörse EEX gehen. Dort bekamen Abnehmer über die Weihnachtstage am Spotmarkt zeitweise 13,9 Cent pro Kilowattstunde bezahlt. Am 29. Dezember rutschte der Strompreis erneut in die Nähe der Nullmarke. Ursache war ein Überangebot an elektrischer Energie. Dabei hatten die Versorgungsunternehen noch vor wenigen Tagen behauptet, Weihnachten würde wegen der vielen Gänsebraten der Stromverbrauch steigen. Nun ja, die sind inzwischen längst aus der Röhre, aber der Preiseinbruch hatte bereits am 24. Dezember, als die Lichter an den Weihnachtsbäumen angeschaltet und die gerupften Vögel in den Ofen geschoben wurden, begonnen». Quelle

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Warum der Strompreis effektiv teurer wird

In der Schweiz hingegen darf mit hoher Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß von der Energie-Industrie statt einer Strompreisreduktion wohl wieder der Ruf nach Subventionen laut wird, so daß der Konsument gleich dreifach für die überhöhten Preise  bezahlen darf; einmal über zu hohe Strompreise, einmal über seine Steuern für die Subventionen und dann noch überrissene CO2-Abgaben auf Heizöl und Benzin. Die Lobbyisten von links bis rechts werden es in Bern schon richten.

«Doppelpower» heißt ein Projekt im Glarnerland, das die Kraft des Wassers zweimal zur Energiegewinnung nutzt. Ohne der Natur zu schaden. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein.Warum machen das in der Schweiz nicht mehr Kraftwerkbetreiber? Wenn man das, aus ökologischer Sicht sehr sinnvolle Wiederverwerten des Wassers aus den Turbinen nicht den Bach runterlaufen läßt, sondern wieder verwertet, müßte der Strompreis noch weiter fallen, denn die Produktion steigt somit. Das ist wohl auch der Grund, weshalb es in der Schweiz nur gerade einen einzigen kleinen Erzeuger geben wird, der ganze 6000 Haushalte damit versorgt.

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«The relationship between big business and big government is like the relation between church and state in the Middle Ages; it’s not an entirely harmonious cooperation, since each would like to be the dominant partner (and whether the result looks more like socialism or more like fascism depends on which side is in the ascendant at the moment), but the two sides share an interest in subordinating society to the partnership.» Roderick T. Long

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