Gieriger Deutscher Staat

Die schleichende Erosion der deutschen Mittelschicht

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Am letzten Mittwoch veröffentlichte das DIW den aktuellen Wochenbericht mit dem Titel „Schrumpfende Mittelschicht – Anzeichen einer dauerhaften Polarisierung der verfügbaren Einkommen?“. Im Fazit stellen die Autoren fest, dass „im Verlauf der Jahre 2000 bis 2006 die Mittelschicht in Deutschland von 62 auf 54 Prozent der Bevölkerung geschrumpft ist“. Hauptbetroffene des Abstiegs seien insbesondere „klassische Familienhaushalte“.

Status quo als Erfolg

Ferner stellen die Verteilungsforscher fest, dass der Anteil der armutsgefährdeten Personen deutlich gestiegen sei. In den letzten Jahren habe vor allem die Einkommensmittelschicht eine „Bewegung nach unten“ erlebt. Im Hinblick auf die mittel- bis längerfristige Perspektive ist es wohl schon als Erfolg zu werten, wenn der gegenwärtige „status quo“ erhalten werden könnte. Nicht ausgeschlossen, dass im Zuge einer scharfen Wirtschaftskrise der Zerfall der Mittelschicht sich extrem beschleunigt.

Unersättliche Gier des Staates

Sehr interessant in diesem Kontext ist auch, dass in dem Artikel beredt verschwiegen wird, wie gerade die hart arbeitende Mittelschicht vom deutschen Staat nach allen Regeln der Kunst „ausgeplündert“ wird. So hat der Bund der Steuerzahler errechnet, dass bei einer Durchschnittsfamilie mit einem Kind sage und schreibe 52 Prozent der Brutto-Lohnkosten für Steuern und Abgaben abgezogen werden. Von einem Euro Brutto-Lohnkosten für den Arbeitgeber kommen beim Arbeitnehmer nur mickrige 48 Cent an.

Staat beraubt seine Bürger

In einem jüngst in der FAZ veröffentlichten Interview bringt es der Steuerexperte und Fachbuchautor Franz Konz vorzüglich auf den Punkt: „Der Staat besteuert nicht, er beraubt seine Bürger. Früher galt der Grundsatz: Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist. Das waren 10 Prozent. Heute nimmt der Staat bis zu 42 Prozent Einkommensteuer und dazu noch den Solidaritätszuschlag. Und zusätzlich kommt für jeden Bürger die Umsatzsteuer von 19 Prozent obendrauf. Der Staat nimmt von den Bürgern mehr, als sie selbst einnehmen, und langt dabei zweimal bei den Zinsen zu. Das ist eine unglaubliche Ungerechtigkeit.“

Einsamer Rufer in der Steuerwüste

Natürlich verhallt ein solch vernichtendes Urteil in der ideen- und konzeptlosen „Politwüste“ Berlins ungehört. Anders formuliert, der staatliche „Raubzug“ unter Einbeziehung und Installation eines staatlichen „Big-Brother-Überwachungswesens“ geht völlig ungeniert weiter. Und ein Ende ist leider nicht abzusehen. Nach wie vor lehnen Kanzlerin und Finanzminister grundlegende, ja revolutionäre Veränderungen im deutschen Steuer- und Abgabensystem ab.

Wilde Geldmengensteigerung als »Sahnehäubchen«

Zudem bleibt in der Studie völlig unerwähnt, dass gerade das kärglich-stagnierende Nettoeinkommen der Einkommensmittelschicht durch das wilde Aufblähen der Geldmengen mit hohen Teuerungsraten (Preistsunami vor allem bei Energie, Transport und Grundnahrungsmitteln) aufgezehrt wird.
Ja, in der Tat, dieses Umfeld ist geradezu prädestiniert für einen „perfekten Sturm“. Bisher sind es erst harmlose Warnstreiks im öffentlichen Dienst. Vielleicht noch ein unbefristeter Lokführer-Streik ab kommenden Montag.
Vielleicht werden ja eines nicht allzu fernen Tages die hart arbeitenden Menschen der Mittelschicht aufwachen und die im Diätenerhöhungsrausch verharrenden Parlamentarier mit einem „Steuerstreik“ (-boykott) beglücken. Vielleicht, aber letztlich ist dies wohl doch extrem unwahrscheinlich in Deutschland.

Bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt…

Quelle

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Kein Wunder, ist aus dem einstmals begehrten Einwanderungsland Deutschland seit zwei Jahren ein Auswanderungsland geworden. Kein Wunder hecheln die Steuerbeamten mikrigen 200 Mio. Euro, verteilt auf 170 deutsche Steuerhinterzieher hinterher und bedienen sich dabei des Denunziantentums. Die 21 Mrd.-Verluste der Landesbanken sind weder in der Presse, noch beim neidischen deutschen Michel kaum ein Thema, obwohl genau dieser die Milliardenverluste durch seine Steuern refinanzieren muss. Im Fall der LGT bezahlte der BND gar 4.2 Mio. Euro an den Denunzianten. Also wenn das keine Motivation ist, wieder eine Nation von Blockwarten heranzuziehen, dann ist auch der deutsche Papst nicht mehr katholisch. Politische Ausreden hin oder her: Laut dem Bund Deutscher Steuerzahler beträgt die Gesamtverschuldung am Ende des heutigen Tage 1’493 Milliarden Euro, pro Kopf also 18’135 Euro und die Verschuldung wächst pro Sekunde um 474 Euro. Nicht umsonst gibt es bereits Bestseller, wie man mit seinem Schwarzgeld umzugehen hat.

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Und das meint Franz Jaeger zu diesen Stasi-Methoden

Spiegel: Edel-DDR

Sonntags-Blick

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Der Zumwinkel in uns

Carolus Magnus

7 thoughts on “Gieriger Deutscher Staat

  1. Pingback: Pligg

  2. Hallo Carolus,

    Dein neuster Artikel betr. Ruin des dt. Mittelstandes ist wieder mal hervorragend. Zufälligerweise war ich heute auf Blick online. Und da hatte der sog. Wirtschaftsredaktor, Werner Vontobel, auch über die selbe Sache geschrieben. Ich mag den Typen nicht, in der Vergangenheit (auch als er noch bei „Cash“ war) hat er viel linken Blödsinn geschrieben. Aber dieser Artikel

    Niedergang des deutschen Mitelstandes

    rückt ihn in ein anderes Licht. In das politisch Inkorrekte. Und das macht ihn wieder sympatisch. Lesenswert. Er nimmt da insbesondere den Spiegel Artikel über dieses Thema auseinander. Es zeigt sich einmal mehr: Die Deutschen können einfach nicht eingestehen, dass ihr System gescheitert ist. Das konnten die Deutschen noch nie. Erst- und letztmals vor 60 Jahren, als alles in Trümmern lag.

    Ich war etwas voreilig mit dieser Patrick Swaize Geschichte. Aber wir Raucher werden mittlerweile als Mörder beschimpft. Vorsätzliche Körperverletzung begehen Raucher in Deutschland. Das macht mich wütend.

    Gruss
    Don Quichote

  3. Der Artikel von Franz Jaeger bringt es auf den Punkt. Die Hilflosigkeit der deutschen Politik ist beängstigend.

  4. Was mich beängstigt und an die Vergangeheit erinnert ist die Frechheit und Aggressivität, mit der der deutsche Staat sich in unser Rechtssystem einzumischen versucht. Schliesslich ist unseres um einiges älter als das der Deutschen.

    Da anscheinend Denunziation in Deutschland nicht strafbar ist und diese offensichtlich auch kein Bankgeheimnis kennen, dessen Verletzung ein gravierender Straftatbestand in der Schweiz darstellt, wird dieser Kriminelle nicht an die Schweiz ausgeliefert, sondern mit 4.2 Mio. Euro oder mit 7 Mio. Schweizer Franken für seine Straftat noch belohnt.

    Wenn andere Länder die Privatsphäre nicht mehr achten wollen ist das deren Problem. Zum Glück hat die Schweiz in dieser Hinsicht die Schamgrenze noch an der Gürtellinie.

  5. Pingback: DirkGrund - über Suboptimales

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