Schweinegrippe und infektiöse PDF-Dateien

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Wochenrückblick

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Die Schweinegrippe und infektiöse PDF-Dateien
Die ersten Versuche mit der Schweinegrippe als Köder Malware zu verbreiten, haben nicht lange auf sich warten lassen. Präparierte PDF-Dateien versprechen Informationen zur Seuche, enthalten jedoch ein Trojanisches Pferd. Die meist als Schweinegrippe bezeichnete Neue Grippe, oder auch Mexikanische Grippe, bestimmt derzeit die Schlagzeilen und das ruft Spammer sowie anderes Gesindel auf das Podest. Spam-Mails werben für dubiose Online-Apotheken und Malware wird in vermeintlich informative PDF-Dateien verpackt. Die enthalten Exploit-Code für eine Sicherheitslücke im Adobe Reader sowie ein Trojanisches Pferd. Wie Kevin Haley im Symantec Security Response Blog berichtet, versenden Malware-Spammer mehr oder weniger gezielt Mails mit angehängten PDF-Dateien. Die sind mit Exploit-Code präpariert, der auf eine Sicherheitslücke im Adobe Reader zielt. Wer also seinen Adobe Reader auf den aktuellen Stand gebracht hat, muss diese Angriffe nicht fürchten.

Dieb per GPS-Handy gefasst
GPS-Handys mit Lokalisierungsfunktion können ein Segen oder ein Fluch sein. Durch Software wie Google Latitude, ZYB-Telefonbuch oder Nokia Friend Finder lassen sich die Bewegungen von Handybesitzern genau überwachen. Das hat in diesem Monat zu einer Schmunzelgeschichte geführt. Der Fernsehsender CBS 5 berichtet auf seiner Website über einen Handtaschendiebstahl, bei dem die Polizei den Täter auf Google Maps verfolgen und festnehmen konnte. Er hatte nicht gemerkt, dass in der braunen Ledertasche von Janina Valiente aus San Francisco ein Blackberry Bold 9000 lag, der seine Standortdaten ständig an ihre Schwester in Los Angeles sendete. Die beiden Frauen nutzten seit einigen Wochen die Latitude-Funktion, mit der man die Position seines Handys auf Google Maps für Freunde sichtbar machen kann, als „Witz, um sich gegenseitig zu stalken“. So nennt man das „willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person“, steht in Wikipedia. Doch verfolgt wurde nur der Handtaschendieb. Obwohl er in ein Auto sprang und wegfuhr, gab es kein Entrinnen. Janina rief ihre Schwester an, die der Polizei genau sagen konnte, wo der Dieb sich aufhielt. Eine halbe Meile vom Tatort entfernt konnten sie ihn festnehmen und die Tasche zurückbringen.

Cyber-Attacken kosten Pentagon 100 Millionen Dollar
Das Pentagon hat in den vergangenen sechs Monaten mehr als 100 Millionen Dollar für die Aufarbeitung von Schäden ausgegeben, die durch Cyber-Attacken aus dem Internet und damit zusammenhängenden Netzwerkproblemen, entstanden sind. Wie Kevin Chilton, Head of Strategic Commando beim US-Verteidigungsministerium, im Rahmen einer Cyberspace-Konferenz in Omaha erklärt, sei die Auswertung der durch Internetkriminelle verursachten Schäden noch nicht abgeschlossen. „Das Militär beginnt gerade erst damit, diese Kosten, die durch konstante tägliche Attacken gegen militärische Netzwerkinfrastruktur entstehen, nachzuvollziehen“, stellt Chilton laut CBS News klar. Unter der Bedrohung von Hacker-Übergriffen würden aber nicht nur das Pentagon, sondern alle Militärbasen im gesamten Land leiden. Um sich diesem Problem ernsthaft annehmen zu können, müsse die US-Regierung dringend stärker in den Schutz der Militärkomputer investieren, so die Forderung hochrangiger US-Militärs.


Microsoft bastelt an iPhone-Konkurrent

Der US-Mobilfunker Verizon plant, in Kooperation mit Microsoft, einen iPhone-Konkurrenten auf den Markt zu bringen. Wie das Wall Street Journal unter Berufung auf Insiderkreise berichtet, läuft das Projekt unter dem Codenamen „Pink“. Das Touchscreen-Mobiltelefon soll auf Multimedia-Dienste zugeschnitten sein, Anfang des kommenden Jahres auf den Markt kommen und im Mobilfunknetz von Verizon nutzbar sein. Microsoft beteiligt sich federführend an der Entwicklung der Software sowie der Hardware. Eine offizielle Bestätigung seitens der Partnerunternehmen gibt es bislang noch nicht. Der Softwarekonzern versucht mit dem Engagement die Verbreitung von Windows Mobile, dem Betriebssystem für Handys aus dem eigenen Haus, voranzutreiben. Microsoft besitzt zwar nach wie vor einen beachtlichen Marktanteil im Smartphonesegment. Durch Geräte wie das iPhone oder Handys mit Googles Android-Betriebssystem könnte der Softwareriese zurückfallen. Darüber hinaus bieten die beiden Produkte mit der Onlineanbindung und den Applikations-Stores sowie der damit verbundenen Erweiterung der Plattform einerseits für Nutzer, andererseits auch für Entwickler einen deutlichen Mehrwert.

Holo-Disk mit 500 Gigabyte schon 2012
Der US-Konzern General Electric hat einen Durchbruch bei der Entwicklung von holographischen Speichermedien gemeldet. Wie die New York Times berichtet, wollen die Entwickler bereits 2012 eine entsprechende Disk mit einer Speicherkapazität von 500 Gigabyte auf den Markt bringen. Auf dem Layer werden Daten als Hologramm abgelegt. Die Laufwerke könnten jedoch so konstruiert werden, dass sie abwärtskompatibel sind und auch Blu-Ray-Disks, DVDs und CDs lesen, heißt es vonseiten des Unternehmes. Die Wissenschaftlerin Susanne Orlic vom Institut für Optik an der Technischen Universität Berlin, teilt die Zuversicht der GE-Techniker nicht. „Keiner weiß im Moment, wie es in den nächsten Jahren weitergeht. Durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise liegen im Moment alle Projekte in dieser Richtung auf Eis“, sagt Orlic im Gespräch mit pressetext. Die Forscherin hat bereits einige Erfahrung bei der Entwicklung optischer Speichermedien vorzuweisen. Bereits 2007 meldete die TU Berlin die Entwicklung eines Verfahrens, mithilfe dessen 500 Gigabyte auf einer Disk abgespeichert werden können. Diese Microholografie wird auch von GE verwendet, allerdings seien die Hologramme deutlich größer als jene, die an der TU Berlin entwickelt wurden, betont Orlic.

X-Men-Raubkopie lässt Unterhaltungsbranche verzweifeln
Das Auftauchen illegaler Kopien des noch unveröffentlichten Blockbuster „X-Men Origins: Wolverine“ hat die Unterhaltungsindustrie neuerlich in Verzweiflung versetzt. So zeichneten US-Bundesgesetzgeber und Branchenvertreter bei einer Kongressversammlung ein besonders düsteres Bild darüber, welchen Schaden die internationale Internetpiraterie hinterlassen kann. Auch der Ausblick auf die künftige Bekämpfung der illegalen Verbreitung von Musik, Filmen und anderen geschützten Inhalten fiel wenig optimistisch aus. Wie die New York Times berichtet, sprechen Anwälte und Unternehmensvertreter von einer sich verschlechternden Situation und rund 20 Mrd. Dollar jährlichem Verlust weltweit. Vor allem in den Ländern China, Russland, Indien und überraschenderweise auch in Kanada ortet die Industrie die grössten und stärksten Piraterienetzwerke. Die US-Politiker wollen nun an Gesetzen arbeiten, die dem Piraterieproblem im Ausland mehr Relevanz einräumen. Nationen, denen es nicht gelinge, den Diebstahl von US-Content einzudämmen, hätten nach wie vor vollen Zugang zum amerikanischen Markt, wenn es um ihre eigenen Waren gehe.

Microsoft: 388 Millionen Dollar Patent-Strafe
Schwere Zeiten für Microsoft: Nachdem das deutsche Bundeskartellamt eine Strafe in Höhe von neun Millionen Euro wegen illegaler Preisabsprachen verhängte, kommt nun eine Strafe von 338 Millionen US-Dollar wegen Patent-Verletzung hinzu. Ein amerikanisches Gericht im Bundesstaat Rhode Island kam zu dem Ergebnis, daß Microsoft unerlaubt Technologien des kleinen Sicherheits-Unternehmens Uniloc Inc. nutze und verhängte mit umgerechnet rund 292 Millionen Euro eine der höchsten Patent-Strafen der Geschichte. In dem bereits seit 2003 andauernden Verfahren ging es um die Aktivierung von Windows XP. Diese verletzt nach Meinung des Gerichts ein Software-Patent von Uniloc.

Neues MBR-Rootkit gräbt sich noch tiefer ein
Erste Analysen einer kürzlich entdeckten neuen Version des MBR-Rootkits Mebroot zeigen, daß dessen Programmierer ihr Machwerk weiter verbessert haben. Es gräbt sich so tief im System ein, dass bislang kein Virenscanner in der Lage sein soll, es zu entdecken. Das als „Mebroot“ bekannte Rootkit nistet sich nicht wie andere Rootkits als Systemtreiber in Windows ein. Es infiziert vielmehr den Master Boot Record (MBR) der Festplatte, wo es zur Laufzeit des Systems kaum zu entdecken ist. Eine neue Version dieses so genannten MBR-Rootkits bereitet Antivirenfirmen weiteres Kopfzerbrechen. Sie gräbt sich noch tiefer ins System ein und tarnt sich so gut, dass selbst spezielle Anti-Rootkit-Tools versagen. Dies meint jedenfalls Marco Giuliani vom britischen Sicherheitsunternehmen Prevx, der die neue Mebroot-Version analysiert und die ersten Ergebnisse im Blog des Unternehmens veröffentlicht hat. Mebroot infiziert nicht nur den MBR, es klinkt sich auch in grundlegende Funktionen des Windows-Kerns ein und manipuliert sie. Versucht ein Windows-Programm, etwa ein Virenscanner, auf den MBR zuzugreifen, präsentiert Mebroot einen perfekt sauberen Master Boot Record. Der MBR der ersten Festplatte eines Rechners ist derjenige Bereich, auf den das BIOS des Computers nach dem Einschalten zuerst zugreift. Findet es dort eine gültige Startroutine, übergibt es die weitere Kontrolle an diese Routine. Die sollte nun eigentlich das Betriebssystem, meist Windows, starten. Mebroot jedoch manipuliert zunächst den Windows-Kern, bevor es ihn startet.

Windows 7 Screenshots: So sieht der RC aus
Am 5. Mai wird der Release Candidate von Windows 7 aller Voraussicht nach von Microsoft zum Download bereitgestellt. Doch bereits jetzt sind Bilder aufgetaucht, die die finale Version des Vista-Nachfolgers in allen Details zeigen. Vor einigen Tagen hatte Microsoft versehentlich kurzzeitig die Download-Seite für den Windows 7 RC veröffentlicht. Der eigentliche Download funktionierte zwar nicht, doch dem Begleittext war zu entnehmen, daß der öffentliche Download des RC am 05.05.2009 zur Verfügung stehen wird.

HP ist alter und neuer Marktführer
Trotz weltweit massiver Rückgänge beim Absatz von PCs, kann sich HP als Marktführer behaupten. Erstmals hat der Hersteller auch am amerikanischen Markt die Nase vorn. Der bisherige Spitzenreiter Dell muss sich, was die Verkäufe angeht, mit dem zweiten Platz zufrieden geben. Zu diesem Schluss kommt das Marktforschungsinstitut IDC im aktuellen Quartalsbericht. Die aktuellen Zahlen zeigten, dass die Geschäftsführung in den vergangenen Quartalen alles richtig gemacht habe, so IDC-Analyst Bob O’Donnell. Dell musste Ende letzten Jahres mit einem Gewinneinbruch von 48 Prozent fertig werden. Hewlett-Packard, Dell, Acer, Apple und Toshiba besetzen in den USA die Spitzenränge. Auch weltweit ist HP erneut ganz vorne mit dabei. Insgesamt sehen Analysten jedoch einen Rückgang der PC-Verkäufe von 7,1 Prozent auf 63,5 Millionen Stück (IDC) beziehungsweise 6,5 Prozent auf 67,2 Mio. Einheiten (Gartner). Auf HP entfallen dabei 19,8 Prozent – der Hersteller konnte in den Regionen USA, Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) sowie Asien/Pazifik überdurchschnittlich wachsen. Herstellerunabhängig erkennen sämtliche Analysten eine deutliche Steigerung beim Absatz von Netbooks. Nichtsdestotrotz spiegeln die Branchenergebnisse die Krise wider. In der Region EMEA schrumpfte der Markt erstmals um zweistellige Prozentzahlen. Laut Gartner wurden 22,7 Millionen Einheiten verkauft, das bedeutet einen Rückgang um 10,2 Prozent. Das Business-Segment litt besonders stark. In einigen Ländern konnten jedoch auch Absatzsteigerungen verbucht werden. Toshiba und Acer konnten hier zulegen.

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