Nichtrauchende Raucherin (Einleitung)

 

«Ich will gar nicht gesund leben. Lange zu schlafen und Kakao zu trinken ist mir viel wichtiger.»

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Es geht in diesem Text nicht darum zu behaupten, Rauchen sei nicht gesundheitsschädlich. Gesundheitsschädlich sind aber viele Dinge des alltäglichen Lebens. Autofahren, Base-Jumping, Ski-Abfahrtslauf und andere (Risiko)-Sportarten, Süßigkeiten, Hausarbeit, soziale Armut, ungeschützter Sexualverkehr, und, und, und … verkürzen unser Leben. Es gibt viele Möglichkeiten das eigene Leben angenehm oder unangenehm zu Ende zu bringen. Menschen werden krank, Menschen haben Schmerzen und Menschen sterben, mit oder ohne Schmerzen. Das ist Teil unseres Lebens. Diejenigen, die uns vorgaukeln wollen, sie könnten den Tod besiegen, verneinen damit dieses Leben. Denn unter dem Blickwinkel der Vermeidung von Tod und Krankheit wird jede Lebensäußerung zum potentiellen Risikofaktor. Das Leben wird zunehmend an dem einzigen Ziel der Vermeidung (psychopathologisches Vermeidungsverhalten) des Todes ausgerichtet, bis von einem Leben keine Rede mehr sein kann.

Diese Sicherheits- und Gesundheitsideologie, welche die Freiheit der Gesundheit unterordnet, hat so unterschiedliche Dinge zur Folge wie die Verteufelung von Raucherinnen und Rauchern, aber auch die Verhinderung einer freien Entwicklung von Kindern – wenn z.B. Kinder aus Sicherheitsgründen nicht mehr draußen spielen dürfen und in der Wohnung eingesperrt bleiben oder im Vorgarten, dann werden sie notgedrungen zu neurotischen Gesellschaftsgliedern erzogen.

Freiheit ist weder für den Erwachsenen noch für Kinder risikolos. Risiken, die Eltern ihrem Einzelwunschkind nicht aussetzen wollen und Entwicklungsprobleme der Kinder wie Hyperaktivität in Kauf nehmen um sie dann mit Ritalin korrigieren zu wollen, entsprechen wohl dem vorherrschenden Trend, dienen der Pharmaindustrie, nicht aber dem Wohl des Kindes. Das ist die tatsächliche Abscheulichkeit und hemmungslose Verantwortungslosigkeit. Es heißt nämlich, den Kindern ihre Lebensmöglichkeiten unter dem Vorwand, ihr Leben schützen zu wollen, wegzunehmen und die sich noch nicht wehren könnenden Geschöpfe seelisch zu verkrüppeln. Dies ist eine besonders problematische Gewalt, da das Kind emotional noch immer an die Eltern gebunden ist und sie ihm keine Möglichkeit der Selbsterfahrung und -findung lassen. All das geschieht angeblich zum ‚Besten des Kindes‘.

Auch die Zumutungen mit denen der medizinal-industrielle Komplex einen immer weitergehenden, vom Staat sanktionierten Zugriff auf unser Leben nimmt, bis hin zur genetischen Totalerfassung, werden mit der Sicherheitsideologie begründet. Die totale Sicherheit wird somit selbst zunehmend zu einer Bedrohung für uns und unsere Freiheit. Deutlich ließ sich dies auch am paranoiden, sicherheitspolitischen Aktivismus, der Außerkraftsetzung grundlegender Bürgerrechte, im traumatisierten Nachlauf der Attentate vom 11. September 2001 beobachten. Hier kam es in vielen Staaten zur Zerstörung von Teilen der demokratischen Substanz des Staates durch den Staat. Grundrechte und Verfassungen wurden zu Lasten des Volkes kastriert. Theorien, die besagen, dass 9/11 eine inszenierte Aktion war, sind es zumindest wert, überprüft zu werden.

Dass die gesundheitspolitische Fokussierung auf das Rauchen darüber hinaus auch noch in hohem Maße verlogen ist, lässt sich anschaulich und leicht an der Inkonsequenz des Handelns sehen. Würde ich mit dem gleichen Maßstab wie Nikotin auch andere naturbelassene Stoffe bewerten, wie z.B. Zuckerersatzstoffe oder künstliche Lebensmittelzusatzstoffe (Aspartam, ellenlange E-Nummern, etc) , müsste praktisch auf allen Lebensmitteln Warnhinweise angebracht werden. Wir könnten dann, während wir durch den Supermarkt gingen, egal was auch immer wir aus dem Regal nähmen, einen Hinweis finden ‚Dieses Lebensmittel gefährdet Ihre Gesundheit, es verursacht Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Asthma, Bluthochdruck, Arterienplaque und Allergien!‘.

Völlig interessenkonform im Zuge der wirtschaftlichen Konzentrationsprozesse der zusammengewachsenen Lebensmittel-, Chemie- und neuen Bioindustrie geschieht dies natürlich nicht. Unter dem Euphemismus des Begriffs der sogenannten „Lebenswissenschaften“ oder „Live-Science“ wird die chemische und biologisch-genetische Belastung unserer Lebensmittel und Umwelt konträr verkaufspsychologisch ins Gegenteil verdreht und als ‚Fortschritt‘ verkauft. Dabei produziert diese „Live-Science“-Industrie, nicht nur immer ungenießbarere und gesundheitsschädlichere Lebensmittel, sondern auch polyvariable krebserregende und Allergie auslösende Substanzen in unseren Nahrungskreislauf und Lebenszyklus. Auch das ist Umweltverschmutzung! Es sind dieselben Konzerne, die über ihre Pharma-Ableger Einfluss nehmen in politischen und sonstigen staatlich sanktionierten Fachgremien, insbesondere der WHO und ihrer Helfershelfer, die über die Finanzierung universitärer (Pseudo-)Forschung nicht unwesentlich die weltweit allgemeine Ausrichtung der medizinischen Forschung bestimmen. Einseitig!

So ist es nicht verwunderlich, daß die mit diesen Großkonzernen, die auf das Engste verbundene Gesundheitsforschung, die seit 20 Jahren indoktrinierte Ärzteschaft, die Pharma- und WHO-Lobbyisten, die Ursachenforschung für Krebs und andere Erkrankungen primär auf das Rauchens ausrichten mit der Folge, dass andere Belastungen in der Ursachenforschung gewollt unterrepräsentiert oder absichtlich nicht berücksichtigt sind.

Unsere Gesundheit ist aber vielfältigen Belastungen und Krankeitsauslösern ausgesetzt. Viele davon werden allgemein als notwendig akzeptiert sowie auch viele andere nicht, da sie der ‚Politcal Correctness‘ nicht entsprechen und deshalb nicht einmal thematisiert werden. Das Rauchen dient für die Pharma offensichtlich als Substitut vieler dieser Gefahren als Platzhalter, um moderat ausgedrückt, nicht eingestehen zu müssen, dass das Leben nun eben endlich ist und gewisse Krankheiten mit zunehmendem Alter unausweichbar sind. Die Raucherinnen und Raucher werden so zu den Sündenböcken der Nation für all diese bisher noch unerforschten Gesundheitsgefährdungen, die unsere industrielle Gesellschaft produziert, herhalten müssen. Der Frust wird also auf die Raucher entladen, wie 1930 auf die Juden.

Dieses Buch will diese Diskussionen wirklichkeitsgerechter gestalten. Dazu ist es notwendig, erst einmal all die Wahrnehmungsdefizite und Projektionen auf das Rauchen zu analysieren. Gleichzeitig gilt es darzustellen, wie die Schuldzuweisungen an die Raucher psychologisch und politisch funktionieren. Es geht darum zu zeigen, in welchem politischen, sozialen und psychologischen Interessenkontext diese Antirauchpolitik und -hysterie eingebunden ist.

Die Zerstörung des Mythos von den Raucherinnen und Rauchern als Aussätzige ist eine Voraussetzung für eine offene und selbstbestimmte Debatte über die Frage, welchen Gesundheitsgefahren wir uns aussetzen wollen, welche wir tolerieren wollen und wo auch Veränderungen des Gesellschaftssystems notwendig sind.

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(Fortsetzung, morgen Sonntag)

Revised by Carolus Magnus

2 thoughts on “Nichtrauchende Raucherin (Einleitung)

  1. nur mal angemerkt, das Rauchen ist besonders bei jungen Frauen sehr beliebt aber extrem dort in seiner Einwirkung gefährlich für die Zukunft der Menschheit. schon heute ca. 40 Jahre nach der Emanzipation, sind die Arztpraxen von Kinderärzten überfüllt, Warum ist das so? die Kinder leiden an den folgen der rauchenden Mütter vor während und nach der Schwangerschaft; das Kind das Embryo raucht mit. Daraus resultiert dann lernschwäche Konzentration Probleme Hippeligkeit etc. die Nerven der Kinder sind bereits ruiniert. Dann passiert das, sie werden weiter vergiftet von Pharmaka und Co. und dabei sollten sie nur richtig ernährt werden, damit sie sich zu gesunden Menschen entwickeln können. das können sie nun gar nicht mehr. Ihr verunreinigter Körper Ihre Biologie ist auf Dauer ihres Lebens geschädigt, ohne dass sie selbst bis dahin etwas dafür getan haben . Es ist also eine Aufgabe der Gesellschaft. es den Müttern zu verbieten, weiter so zu rauchen und sich auch bei anderen Genussmitteln zu verseuchen. Wünsche euch bestes Wohlbefinden. Alles und vor allem das Leben ist >Nervensache>

  2. Es ist also eine Aufgabe der Gesellschaft. es den Müttern zu verbieten, weiter so zu rauchen und sich auch bei anderen Genussmitteln zu verseuchen.

    Verbote gehen immer zulasten der Freiheit. Der Staatsapparat wird aufgebläht und Menschen werden dadurch unselbständig im Denken und Handeln und meinen, es sei völlig normal, das Leben des andren kontrollieren oder gar leben zu müssen.

    Früher empörte man sich über Verbote, die den Privatbereich tangierten. Heute betteln die Menschen geradezu um solche. Durch die Grundschule völlig desorientiert, wissen Sie nicht mehr, wie sie ohne solche miteinander umgehen sollen. In einer bald para-militärisch durchregulierten Gesellschaft, die kaum noch individuellen Spielraum für den Einzelnen offen läßt, in der Verbotslawinen aus purer Orientierungslosigkeit regelrecht vom Staat gefordert werden, macht das Leben bereits vielen keinen Spaß mehr. Verbotsforderer und ängstliche Überfürsorgliche berauben nicht nur sich, sondern der gesamten Gesellschaft die Möglichkeit, aus dem Füllhorn des Lebens zu schöpfen, aufgrund diffuser Ängste. Es fehlt ihnen an Konfliktfähigkeit und Frustrationstoleranz, an Selbstverantwortung und dem Wunsch, in Freiheit sein Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten.

    Verbotsfordernden Menschen fehlt insbesondere der Respekt vor dem Anderssein. Von ihnen abweichende Lebensentwürfe verängstigen sie, also muß man andre über Verbote gleichschalten, statt sich selbst zu ändern. In einer solchen Gesellschaft kann rot-grün integrierter Multikulti gar nicht gelebt werden, denn auch diese müssen sich an die, wie Pilze aus dem Boden schießenden Verbote halten. Er dient einer heuchlerischen, vorgetäuschten Aufgeschlossenheit gegenüber volksfremden Kulturen im eigenen Land, um von der Zerstörung der eigenen Kultur abzulenken.

    Entweder ist diese Entwicklung eine Streßreaktion auf die Überbevölkerung, ein ungehemmtes Ausleben fehlgeleiteter Ideologien, gezielter Verrat an der Nation oder aber die Folge von Quotenfrauen, die meinen, Karriere zu machen sei erfüllender, als ihre Kinder nach ihren eigenen Werten und Vorstellungen in ein selbstbestimmtes Erwachsenenleben zu begleiten. Der Staat weiß genau, weshalb er Frauenquoten fordert. Er kann so über Kindertagesstätten besser auf den Nachwuchs Einfluß nehmen und ihm seine uniformen und interessengeleiteten Werte vermitteln.

    Mit der schrittweisen Abschaffung der Freiheit über weitere Verbote wäre es vermutlich unsinnig, weiterhin das Klonen von Menschen zu verbieten. Auf alle Fälle erklärt es den stetigen Rückgang der Anzahl Geburten, die nur noch von Ausländern einigermaßen bei statistischen 1.5 Kinder stabil gehalten wird. Vermutlich ist das der einzige Grund für den Import kulturfremder Ethnien.

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